kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christenverfolgung mit Gebet und Politik bekämpfen 17. November 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 02:48

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat unterdessen in ihrer Rede auf dem CDU-Parteitag in Karlsruhe bekräftigt:
„Freie Staaten müssen deutlich ihre Stimme gegen Regime erheben, die Christen verfolgen“.

 

Das hat der Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz bei einer Veranstaltung in Nürnberg zum weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen gefordert. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat unterdessen in ihrer Rede auf dem CDU-Parteitag in Karlsruhe bekräftigt, die Freiheit zur Religionsausübung stehe nicht zur Disposition.

Auf dem CDU-Bundesparteitag in Karlsruhe hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Integrationsdebatte zu einem deutlicheren Bekenntnis zu den christlichen Werten in Deutschland aufgerufen. Angela Merkel rief am Montag in Karlsruhe zu einem deutlicheren Bekenntnis zu den christlichen Werten in Deutschland auf: „Es ist doch nicht so, dass wir ein Zuviel an Islam haben, sondern wir haben ein Zuwenig an Christentum.“ Die Freiheit der Religionsausübung stehe nicht zur Disposition. Dies müsse aber auch für Christen in anderen Ländern auf der Welt gelten. Ihre Partei forderte sie auf, für diese Überzeugungen einzutreten.
„Der Staat muss Christen vor Verfolgung schützen – nicht deshalb, weil sie Christen sind. Aber deshalb, weil es die Aufgabe des Staates ist, Frieden und Gerechtigkeit für alle zu gewährleisten“, betonte Schirrmacher. Kirchen seien auf den Schutz des Staates angewiesen, weil sie sein Gewaltmonopol respektieren und sich nicht selbst verteidigen würden. Besonders dort, wo „Staaten diesen Schutz nicht gewährleisten oder gar selbst Gewalt gegen Christen ausüben, müssen andere Staaten deutlich ihre Stimme erheben“, forderte Schirrmacher. Praktisch alle Staaten der Erde hätten schließlich völkerrechtliche Verträge unterschrieben, die Religionsfreiheit garantieren.

Islamische „Diffamierungsgesetze“ nicht hilfreich: Heiner Bielefeldt, Professor für Menschenrechtspolitik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, kritisierte das Vorhaben islamischer Staaten, die „Diffamierung von Religion“ vor der UN als Menschenrechtsverletzung zu verankern. „Da Meinungs- und Religionsfreiheit eng zusammengehören, würde eine Beschränkung der Meinungsfreiheit zum Thema Religion auch die Religionsfreiheit zerstören“, so Bielefeldt, der auch als Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit bei den Vereinten Nationen in Genf tätig ist.

Unterdessen demonstrierten tausende Christen aus ganz Europa am Wochenende in Brüssel gegen die jüngsten Angriffe auf Christen im Irak, wo bei einer Geiselnahme mehr als 60 Menschen getötet worden waren. Wie die „Deutsche Welle“ meldet, gab es auch in Wien eine Demonstration österreichischer und irakischer Christen, die Veranstalter sprechen von 3.000 Teilnehmern. An dem jährlichen Gebetstag für verfolgte Christen nehmen nach Schätzungen der Weltweiten Evangelischen Allianz 60.000 Gemeinden in über 100 Ländern teil. {Quelle: http://www.ead.de}

 

3 Responses to “Christenverfolgung mit Gebet und Politik bekämpfen”

  1. bazillus Says:

    Die Botschaft hör ich wohl. Allein mir fehlt der Glaube. Alles richtig, was in dem Artikel gesagt und gefordert wird.

    Die Bewahrung von Meinungs- und Religionsfreiheit ist oberstes Gebot in der Politik. Diese schließen jedoch sachliche und konstruktive Kritik an Religionen ein. Und genau diese wollen islamische Staaten in der UN zu Fall bringen. Es ist keine Menschenrechtsverletzung, wenn ich Misstände in Lehre und praktischer Ausführung in einer Relgiion kritisiere. So wie der Zölibat in der kath. Kirche kritisiert werden darf (obwohl er keine Menschenrechtsverletzung darstellt), so darf alles und jedes in einer freien Gesellschaft kritisiert werden, insbesondere sämtliche Ausgrenzungsverse im AT und im Koran. Wem „das Maul“ durch den Staat verboten wird, der lebt in Unfreiheit. Natürlich müssen Missstände wie Steinigung, Scharia, Diskriminierung Andersdenkender und -glaubender, Frauenunterdrückung kritisiert werden dürfen. Es wäre Unrecht, dies nicht tun zu dürfen. So wie das Judentum und das Chrsitentum letztlich sich selbst und von außen hinterfragt worden sind, so ist es sogar dringend erfolderlich, die Doktrin des Islam zu hinterfragen, beginnend mit dem Propheten und seinem Gottesbild bis hin zu den Auswirkungen der ausgrenzenden Lehre dieser Gewaltideologie, die in dem religiösen Unrechtsgesetz Scharia gipfelt. Wenn die Scharia göttlich inspiriert ist, ist die Inspiration, der Geist getötet, der heilige Geist allemal.

  2. Anwesend Says:

    Wie wir aus der europäischen Geschichte gelernt haben, ist nicht nur der Nationalismus sondern auch die Religion nur dann problemlos tolerierbar, wenn sie auch eigene Toleranzfähigkeit entwickeln. Ein intoleranter Nationalismus und eine intolerante Religion tendieren zum Krieg und zur Zerstörung. Die Religionsfreiheit ist nur dann wirklich realisierbar, wenn sie auch von den Religionen wenigstens toleriert und damit auch akzeptiert wird. Und solange die Buddhisten, die Taoisten oder die Atheisten in Deutschland weder um ihre religiöse Rechte noch um die Glaubensfreiheit kämpfen müssen, dann können wir ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass die Glaubens- und Religionsfreiheit in Deutschland von allen religiösen Minderheiten problemlos umgesetzt und praktiziert werden kann.

    Es sei denn, eine Religion entwickelt ganz besondere, weltumspannende, und damit grenzenlose Ansprüche. Solche Religion kann sich dann in einer durch das Grundgesetz und andere Gesetze definierte Umwelt sehr unfrei fühlen.

    Eine Religion, selbst die christlichste, stößt in Deutschland nur dann auf nennenswerten

    Widerstand, wenn sie den Widerstand durch ein auffälliges Konkurrenzverhalten weckt. Wenn sie mit ihrer Überzeugung die Anderen und andersgläubigen schmäht, anstatt sie zu tolerieren und damit auch respektieren.

    Wenn es den Religionen in ihrem heiligen Kampf nicht vorrangig um Glaubensfreiheit für alle geht, weil sie eher eine zielstrebige Konkurrenz gegenüber den demokratisch akzeptablen Freiheiten betreiben, müssen wir dann jede ehrgeizige Glaubenskonkurrenz einfach nur tolerieren? Oder dürfen wir dem religiösen Ehrgeiz mit unserem Freiheitswillen konkurrieren? Darf die Demokratie auch mal missionieren und aufklären, oder muss sie alle Andersgläubige in Ruhe lassen, weil sie eigentlich nur tolerant sein darf? Und wenn die Demokratie die Angriffslust mancher Religionsführer nicht eindämmen kann, müssen wir dann einfach nur noch mehr Toleranz üben, damit alle zufrieden sind?

  3. Anwesend Says:

    Integration und Selbstintegration

    Wir können doch nur solche Religionen erfolgreich integrieren, die sich wie z.B. der Buddhismus selbst integriert haben. Dann ist es für uns auch nicht so anstrengend. Wir merken gar nicht, welch ein Werk an Toleranz wir bereits geleistet haben. Wäre dagegen der Buddhismus genauso intolerant, wie es das Christentum des öfteren war, dann hätten wir nur ein Problem mehr in Deutschland. Und Probleme können wir nicht tolerieren. Probleme müssen wir lösen. Und wenn wir die Lösungen gemeinsam mir den Buddhisten finden können, dann sind wir dafür dankbar. Weil wir die Buddhisten nicht bevormunden wollen. Wir möchten sie lieber tolerieren. Das ist nicht so anstrengend.

    Wir können den Buddhisten oder anderen Ausländern keine Vorwürfe machen, wenn sie die Intoleranz mancher deutschen Mitbürger nicht tolerieren wollen. Also müssen wir uns auch die Frage stellen können, ob sich manche Ausländer um die gleiche Toleranz gegenüber den deutschen Mitbürgern bemühen, wie es die deutschen Eingeborenen den Ausländern gegenüber mühevoll versuchen. Jeder Humanist hat das Recht, von den Ausländern, Migranten oder Buddhisten die gleiche Toleranz zu fordern, wie er sie von den Deutschstämmigen verlangt.

    Es sei denn, die Humanisten wollen die Ausländer unter uns diskriminieren. Indem sie auf die Ausländer geringere Ansprüche stellen. Weil sie bei den Ausländern vergleichbare Fähigkeiten gar nicht erwarten. Dann handelt es sich aber nicht mehr um Toleranz, sondern um Nachsicht. Doch die bedenkenlose Akzeptanz der vermeintlichen Minderwertigkeit führte immer wieder zum Rassismus. Die Minderwertigen und Unfähigen bekamen nie die Gelegenheit, ihren Wert oder ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Deswegen war auch die Nachsicht in unserer glorreichen europäischen Geschichte viel zu oft hochnäsig und damit diskriminierend und intolerant.

    Intolerant im schlechten Sinne.

    Thilo Sarrazin und die Toleranz

    Die ausschweifenden Gedanken von Thilo Sarrazin muss niemand tolerieren. Sie aber nur zu ignorieren bringt auch nicht viel. Wenigstens nicht viel für unser Hirn. Die Toleranz muss genauso wie die Intoleranz schlau betrieben werden. Zurückhaltend schlau…


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