kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Warum wurden die Saddam-Söhne getötet? 13. November 2010

Einsortiert unter: Reportagen — Knecht Christi @ 05:13

Während international darüber debattiert wird, ob die Fotos der getöteten Saddam-Söhne echt sind und – wenn ja – von den USA als Trophäen präsentiert werden dürfen, tritt eine andere Frage völlig in den Hintergrund. Nach US-Angaben hatten sich neben Udai und Kusai noch zwei Leibwächter in jenem Haus in Mosul verschanzt, ringsum lagen 200 Amerikaner in Stellung. Wieso wurde diese Übermacht nicht genutzt, die Belagerten auszuhungern und später lebendig festzunehmen? Abgesehen davon, dass die Saddam-Söhne Entscheidendes über das Funktionieren der Diktatur und deren Waffenarsenale hätten aussagen können – ein öffentlicher Prozess wäre auch für die Vergangenheitsbewältigung im Irak wichtig gewesen. Vor allem: Eine solche Vorgehensweise hätte jenen rechtsstaatlichen Normen entsprochen, die Washington den Irakern angeblich beibringen will. Das Terrain um das fragliche Haus war TV-Aufnahmen zufolge übersichtlich, Anzeichen für Selbstmord gibt es nach Angaben eines US-Militärs vom Freitag auch nicht. Warum also keine Gefangennahme?

Die Antwort ist: Die USA haben kein Interesse an einem Prozess. Das Risiko, dass dabei Details über die Kooperation der USA mit Bagdad in den 70er- und 80er-Jahren bekannt werden könnten, war Washington einfach zu groß. Auch die Vorkriegsphase samt den Propagandalügen über die weltbedrohende Rolle Iraks will die Bush-Regierung lieber nicht vor Gericht thematisiert sehen. {Quelle: http://www.berlinonline.de – Roland Heine}

 

“Saddams Söhne besonders üble Charaktere”

Um die irakische Bevölkerung vom Tod von Udai und Kussei Hussein zu überzeugen, hat das US-Militär jetzt die Bilder der Toten veröffentlicht. US-Verteidiungsminister Rumsfeld rechtfertigt das Vorgehen mit der “ungewöhnlichen Situation” im Irak.

Washington: Mit den Fotos soll eine nach wie vor skeptische Öffentlichkeit im Irak vom Ende der als Nachfolger Saddams vorgesehenen Diktatorsöhnen überzeugt werden. Auf zwei Fotos ist der Oberkörper und der Kopf des 39-jährigen Udai zu erkennen, auf zwei weiteren Fotos ist dessen zwei Jahre jüngerer Bruder Kussei abgebildet. Die USA hoffen, dass der Tod der einst gefürchteten Saddam-Söhne die Angst vieler Iraker vor einer Rückkehr ihres Vaters an die Macht verringert und der Widerstand seiner Anhänger geschwächt wird.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat die Veröffentlichung der Bilder der getöteten Saddam- Söhne Udai und Kussei mit der “ungewöhnlichen Situation” im Irak begründet. Es sei darum gegangen, einer irakischen Öffentlichkeit deutlich zu machen, dass es mit dem Regime von Saddam Hussein endgültig vorbei sei, so Rumsfeld am Donnerstag in Washington. Er sei fest überzeugt, damit das Richtige getan zu haben. “Ich fühle, dies war die richtige Entscheidung, und ich bin froh darüber, sie getroffen zu haben”. Rumsfeld sagte weiter, es gebe zwar eine inoffizielle Tradition, weder amerikanische Kriegstote noch die Toten des Feindes abzulichten. Er habe aber entschieden, in diesem Fall mit diesem ungeschriebenen Gesetz zu brechen und die gefühlsmäßige Seite dabei zurück zu stellen. “Ich bin der ehrlichen Überzeugung, dass diese beiden (die Söhne Saddams) besonders üble Charaktere waren, und dass es wichtig für das irakische Volk ist, sie zu sehen, zu wissen, dass sie weg sind, zu wissen, dass sie tot sind, und zu wissen, dass sie nicht wieder kommen”.

Zusammen mit den Fotos der Getöteten verbreitete die US-Armee Aufnahmen, die zu Lebzeiten der beiden gemacht wurden. Auch beigefügte Röntgenbilder sollen belegen, dass es sich bei den Toten um die Söhne Saddams handelt. In US-Armeekreisen hieß es, Udai sei offenbar von einer Kugel getötet worden. Ob sie von US-Soldaten abgefeuert wurde oder ob er Selbstmord beging, sei noch nicht geklärt. Die Söhne Saddams waren am Dienstag bei einer US-Militäraktion im nordirakischen Mossul getötet worden.

Die Veröffentlichung der Leichenfotos wurde von Irakern in Bagdad in ersten Reaktionen mit gemischten Gefühlen aufgenommen worden. Die US-Streitkräfte hatten gehofft, die Gewalt im Irak werde nach dem Tod der beiden abnehmen. Doch diese Hoffnung hat sich bislang nicht erfüllt. Eine Gruppe von Saddams Getreuen schworen jetzt Rache. Drei Soldaten der 101. Luftlande-Division wurden bereits getötet. Die Soldaten hatten an der Militäraktion gegen Kussei und Udai Hussein teilgenommen. Damit wurden seit dem von US-Präsident George W. Bush erklärten Ende der Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 44 US-Soldaten getötet. In einem vom TV-Sender al-Arabija ausgestrahlten Videoband sagte ein Maskierter, “Wir schwören dem irakischen Volk, dass wir den Dschihad (Heiligen Krieg) gegen die Ungläubigen fortsetzen werden. Der Mord an Udai und Kussei wird gerächt”. Der Mann erklärte, er gehöre den so genannten Saddam-Fedajin an.

“Der Mord an Udai und Kussei wird gerächt”: Ein maskierter Anhänger Saddam Husseins in einer Videobotschaft. Die Anschläge auf US-Soldaten gingen unterdessen weiter. Die Fahrzeuge der drei getöteten Soldaten seien bei Kajara im Umland der nordirakischen Stadt Mossul beschossen und mit Granaten angegriffen worden, teilte das US-Militär mit. Sieben weitere Kameraden wurden dabei den Angaben zufolge verletzt. Bereits gestern war in Mossul ein Angehöriger der gleichen Luftlande-Division bei einem Anschlag getötet worden. In Bagdad erschossen US-Soldaten zwei Iraker in ihrem Auto. Sie sollen eine Aufforderung zum Anhalten nicht befolgt haben. Trotz der anhaltenden Gewalt sagte der Chef der US-Bodentruppen im Irak, Generalleutnant Ricardo Sanchez, der Tod der Saddam-Söhne werde demoralisierend auf die Guerillas wirken. Gleichzeitig helfe ihr Tod dabei, die Schlinge auch um Saddam enger zu ziehen. Auch US-Vize-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz zeigte sich überzeugt, dass der Tod der Saddam-Söhne die Angst in der irakischen Öffentlichkeit vor einer Rückkehr ihres Vaters an die Macht verringern könnte. “Wir werden sicherstellen, dass das irakische Volk uns letztendlich Glauben schenkt”, sagte Wolfowitz.

Bis jetzt sind 37 von 55 der meistgesuchten Mitglieder der gestürzten irakischen Führung entweder gefangen genommen oder getötet worden. Die französische Regierung, die den Krieg gegen den Irak abgelehnt hatte, äußerte sich zufrieden über den Tod der Saddam-Söhne. “Der Tod der beiden Söhne, die die Zukunft des Regimes von Saddam Hussein verkörperten, markiert das Ende einer Ära”, sagte Außenminister Dominique de Villepin. Er hoffe, dass mit einer Gefangennahme von Saddam selbst das Kapitel endgültig abgeschlossen werde. {Quelle: http://www.spiegel.de}

 

Fotos der getöteten Saddam-Söhne veröffentlicht

Als Beweis für den Tod der beiden Söhne des gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein hat das amerikanische Militär am Donnerstag Fotos ihrer Leichen veröffentlicht. Damit soll eine nach wie vor skeptische Öffentlichkeit im Irak vom Ende der als Nachfolger Saddams vorgesehenen Udai und Kusai Hussein überzeugt werden.

Auf zwei Fotos ist der Oberkörper und der Kopf des 39-jährigen Udai zu erkennen, auf zwei weiteren Fotos ist dessen zwei Jahre jüngerer Bruder Kusai abgebildet. Die Vereinigten Staaten hoffen, daß der Tod der einst gefürchteten Saddam-Söhne die Angst vieler Iraker vor einer Rückkehr ihres Vaters an die Macht verringert und der Widerstand seiner Anhänger geschwächt wird. Zusammen mit den Fotos der Getöteten verbreitete die Armee Aufnahmen, die zu Lebzeiten der beiden gemacht wurden. Auch beigefügte Röntgenbilder sollen belegen, daß es sich bei den Toten um die Söhne Saddams handelt. Der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld begründete die Veröffentlichung der Bilder mit der „ungewöhnlichen Situation“ im Irak. Es sei darum gegangen, der irakischen Öffentlichkeit deutlich zu machen, daß es mit dem Regime von Saddam Hussein endgültig vorbei sei, sagte Rumsfeld in Washington.

Zweifel an Veröffentlichung: Einige Völkerrechtsexperten hatten erhebliche Zweifel an der Veröffentlichung der Fotos der toten Söhne Saddams geäußert. Dies verstoße gegen den sich unter anderem aus der Genfer Konvention ergebenden Grundsatz der menschenwürdigen Behandlung. Dieser Grundsatz gilt über den Tod hinaus. Dies gelte auch dann, wenn die Getöteten einst folterten und mordeten und die Mitverantwortung für eine grausame Gewaltherrschaft trugen. FAZ.NET hat sich aus diesen und ethischen Gründen entschlossen, die vom amerikanischen Mililtär verbreiteten Fotos nicht zu veröffentlichen.

Neue Anschläge: In amerikanischen Armeekreisen hieß es, Udai sei offenbar von einer Kugel getötet worden. Ob sie von amerikanischen Soldaten abgefeuert wurde oder ob er Selbstmord beging, sei noch nicht geklärt. Die Söhne Saddams waren am Dienstag bei einer Militäraktion im nordirakischen Mossul getötet worden. Trotz der Berichte über den Tod der Söhne wurden auch am Donnerstag Soldaten Ziel von Anschlägen. Drei Soldaten der 101. Luftlande-Division, die am Dienstag an der Militäraktion gegen Kusai und Udai teilgenommen hatten, kamen nach amerikanischen Angaben am Donnerstag selbst bei einem Anschlag ums Leben. Sieben weitere Soldaten wurden verletzt. Eine Gruppe Saddam-Getreuer kündigte per Videoband an, Rache für den Tod der Söhne des ehemaligen Präsidenten nehmen zu wollen.

Symbol der jahrzehntelangen Unterdrückung: Der provisorische Regierungsrat im Irak hofft auf die rasche Gefangennahme oder den Tod des ehemaligen Machthabers Saddam Husseins. „Es ist gut möglich, daß er der nächste sein wird, und darauf hat das irakische Volk seit Ende des Kriegs gewartet“, sagte Ratsmitglied Adnan Padschaschi am Donnerstag in London beim Treffen einer Delegation des irakischen Regierungsrates mit Premierminister Tony Blair, Außenminister Jack Straw sowie Verteidigungsminister Geoff Hoon. Die Delegationsmitglieder begrüßten den Tod der Hussein-Söhne Udai und Kusai. Ihr Tod sei gefeiert worden, weil die beiden „ein Symbol der jahrzehntelangen Unterdrückung des irakischen Volkes waren“, hieß es. Damit rücke auch eine Ende der weiter andauernden Gewaltakte in dem Land näher. Die Delegation äußerte die Hoffnung, daß innerhalb der kommenden 12 bis 18 Monate demokratische Wahlen zu einer irakischen Regierung stattfinden könnten und anschließend die Besatzungsmächte ihre Kontrolle über das Land abgeben. {Quelle: http://www.faz.net}

 

One Response to “Warum wurden die Saddam-Söhne getötet?”

  1. bazillus Sagt:

    So seltsam es klingen mag: Nach dem Tode Saddams ist die Zeit für Christen im Irak abgelaufen. Sie werden wohl in Gänze vertrieben werden. Leider war es so, dass unter Saddam die Christen mehr Rechte hatten als heute. Sie wurden halt toleriert. Die Lage war für sie sicherer. Selbstverständlich war Saddan ein Verbrecher. Aber vielleicht setzt sich die Erkenntnis durch, dass gewisse Staaten eben nie eine echte Demokratie werden können. Man kann Demokratie nicht einem fremden Land überstülpen. Die demokratisch gewählte Regierung in einem Land, in der Familienclans und -stämme das Sagen haben, wird es schwer haben, sich durchzusetzen. Das Gleiche gilt für Afghanistan.

    Bush hat mit diesem Krieg ein Pulverfass größten Ausmaßes geöffnet. Die Einflussnahme des israelfeindlichen Irans auf Irak mit seiner mehrheitlich schiitischen Bevölkerung wächst unaufhörlich und die Grenzen des Iraks sind für Iran jetzt gegenüber Israel recht bedrohlich nah gekommen.

    Zudem baut sich gerade eine unheilige Allianz zwischen Türkei, Iran, Syrien und den Hisbollahs und der Hamas-Bewegung, die von Iran gesteuert werden auf. Das alles lässt nichts Gutes erwarten. Saddam war zum Zeitpunkt der Kriegserklärgung der USA bereits mächtig geschächt. Chemie und Biowaffen waren entgegen anderslautender Geheimdienstinfos nirgends zu sehen, obwohl er bereits gegen Iran diese Waffen zum Einsatz gebracht hatte. Hussein war ein skrupelloser Verbrecher. Um ihn ist es nicht schade. Jedoch andererseits hat die USA mehr Unsicherheit als Sicherheit in diese Gegend gebracht. Für Christen allemal.


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