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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Irak Entführter Erzbischof von Mossul tot aufgefunden 13. November 2010

Einsortiert unter: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 05:30

Der Ende Februar im Nordirak verschleppte Erzbischof der chaldäisch-katholischen Kirche, Paulos Faradj Raho, ist tot. Die Todesursache ist noch nicht bekannt, doch eine Vereinigung der Christen im Irak ist sich sicher: Raho ist ermordet worden.

Die Leiche von Erzbischof Raho wurde in der Nähe der Stadt Mossul gefunden. Seine Kidnapper hatten ihn begraben, teilte der Weihbischof von Bagdad, Schlemon Warduni, der italienischen Bischofskonferenz mit. Raho sei in einem blutigen, gegen die gesamte christliche Gemeinde (im Irak) gerichteten Akt umgebracht worden, erklärte der Apostolische Nuntius von Jordanien und im Irak, Erzbischof Francis Assisi Chullikat, der Vatikanzeitung “Osservatore Romano”. Der Dialog zwischen Christen und Muslimen müsse dennoch weitergehen. Die Nachrichtenagentur “Aswat Al-Irak” meldete unter Berufung auf einen Gerichtsmediziner, dass die Leiche des Erzbischofs im Al-Intisar-Viertel im Norden von Mossul entdeckt wurde. Zur Todesursache machte der Mediziner keine Angaben. Eine Vereinigung der Christen im Nordirak erklärte, Raho sei ermordet worden. “Er ist als Märtyrer gestorben”, hieß es auf der Website der Christen-Vereinigung, die ihren Sitz in Ain Kawa hat.

Papst ruft zur Versöhnung im Irak auf: Der Direktor des vatikanischen Pressesaales, Federico Lombardi, sagte: “Wir hatten alle die Hoffnung nicht aufgegeben und für seine Freilassung gebetet”. Der Papst hatte mehrfach von den Entführern verlangt, den Erzbischof freizulassen. Papst Benedikt wünscht, “dass dieses tragische Ereignis erneut und verstärkt die Verantwortung aller und vor allem der internationalen Gemeinschaft für die Versöhnung in diesem derart gepeinigten Land in Erinnerung ruft”. Außenminister Frank-Walter Steinmeier reagierte entsetzt auf den Tod Rahos. Er rief alle Parteien im Irak zu Versöhnung und zu Schutz von Religionen und Minderheiten auf.

Deutsche Bischofskonferenz trauert: Die Deutsche Bischofskonferenz äußerte sich “zutiefst betroffen und erschüttert über diesen grausamen Mord”. In einem Schreiben an den chaldäischen Patriarchen Emmanuel III. schrieb der Vorsitzende der Kommission Weltkirche, Erzbischof Ludwig Schick: “Ihnen, den Christen in Mossul und im ganzen Irak spreche ich persönlich und namens der katholischen Kirche in Deutschland unser Beileid aus”. Unbekannte hatten den Geistlichen am 29. Februar in Mossul entführt. Sie erschossen seinen Fahrer sowie zwei weitere Begleiter. Aus Kirchenkreisen war dann von hohen Lösegeldforderungen die Rede. Angehörige der christlichen Minderheit werden seit dem Sturz des Saddam-Regimes durch die US-Armee vor fünf Jahren besonders häufig Opfer von kriminellen Entführer-Banden und Terroristen. Viele von ihnen leben inzwischen im Exil, vor allem in Syrien.

Gewalt im Irak reißt nicht ab: Unterdessen fielen am Donnerstag in Bagdads Innenstadt-Viertel Bab Al-Schargi acht Iraker einem Sprengstoffanschlag zum Opfer. 40 weitere Menschen wurden durch die Explosion einer Autobombe nach Angaben von Aswat Al-Irak verletzt. Unbekannte erschossen in Bagdad den Journalisten Kassem Abdul Hussein Al-Akabi, der für die Zeitung “Al-Mawatin” gearbeitet hatte. Das US-Militärkommando teilte mit, amerikanische Soldaten hätten in der Provinz Dijala unabsichtlich ein Mädchen getötet. In der Nähe der Stadt Nasirija töteten Aufständische drei US-Soldaten. Aswat al-Irak meldete, dass in der südöstlich von Bagdad gelegenen Stadt Al-Kut in der Nacht Wohnhäuser von Katjuscha-Raketen getroffen wurden. Zwei Zivilisten wurden getötet. In Dijala starben sechs Angehörige einer lokalen Bürgerwehr während eines Gefechtes mit mutmaßlichen Al-Kaida-Terroristen. Ein irakischer Soldat und zwei Zivilisten starben am Mittwoch bei zwei Selbstmordattentaten auf Bürgerwehr-Kämpfer nahe Kirkuk.

{Quelle: http://www.tagesspiegel.de – Foto:Erzbischof Paulos Faraj Raho: März 2008}

 

One Response to “Irak Entführter Erzbischof von Mossul tot aufgefunden”

  1. bazillus Sagt:

    Er als Kirchenführer kann sich auch nach fast 3 Jahren seit seinem Tod das Verdienst anrechnen lassen, dass er seine Gläubigen nicht im Stich gelassen hat, sondern ein mutiger Vertreter und Bekenner für Jesus Christus war. Sein Vorbild nehme alle Seelen der Christen in Dankbarkeit und Liebe ein.

    Beten wir für ihn und für die vielen namenlosen Terroropfer, egal ob sie Christen oder Muslime oder irgendwelche Menschen waren, die immer von Gott geliebt waren. Sie sind ewige Ankläger für diejenigen, die in völliger Irrleitung diese Taten begangen haben und meinten Gott damit einen Gefallen zu tun. Das wiederum zeigt, wie irregeleitet sie sind oder waren. Wenn Gott Tötung will, würde er es selbst machen und würde niemanden in Gewissenskonflikte stürzen.

    Liebe Muslime, Gott ist ein Liebender. Das Wort “allmächtig” wurde von vielen Religionen immer falsch interpretiert. Der Mensch, weil er irdisch denkt, denkt bei dem Wort “allmächtig” zunächst immer an Macht im Sinne von Gewalt, im Sinne eines irdischen Herrschers. Der Begriff “allmächtig” muss gedanklich-religiös gezähmt werden. Allmächtig bedeutet, dass Gott in Allmacht im Können die Welt erschuf, nichts anderes. Allmacht heißt Schöpfung, das “in der Lage sein, nach physikalischen Gesetzen, aber auch im wahrsten Sinne des Wortes wunderbar zu kreieren”. Niemals meint “Allmacht” Tod oder Vernichtung im Sinne von Bestrafung oder Rache oder Hass. Das mag im Arabien zz. des Propheten und auch in Europa allgemeine Praxis gewesen sein im Sinne von “Die Macht hat derjenige, der militärisch überlegen ist und sich das Recht des STärkeren herausnimmt”. So denkt der Gott der Liebe doch nicht. Wie könnte er? Das wurde deutlich im Leben, Sterben und der Auferstehung Jesu und seiner Lehre. Selbstverständlich kann ich nicht jeden Satz unterschreiben, der von Jesus überliefert worden ist. Mich überzeugt nicht nur die Rede von ihm, sondern auch die Wundertaten, welches beide im Einklang standen mit seiner Vita. Das macht ihn glaubwürdig.


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