kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kapelle strahlt in neuem Glanz 12. November 2010

Einsortiert unter: Koptische Kirche im Ausland — Knecht Christi @ 06:41

Brenkhausen: Großflächige, beeindruckende Wandgemälde schmücken nun die Wände der Klosterkapelle in Brenkhausen. Auf der rechten Seite sieht man die Illustration der Geschichte Jesus Christus, von Geburt bis Auferstehung. Gegenüber befinden sich Darstellungen von koptischen Heiligen und Märtyrern, die einen Bezug zu Europa haben. Die ägyptische Künstlerfamilie Ibrahim war in den vergangenen Wochen fleißig damit beschäftigt, der Kapelle ein neues Aussehen zu verleihen. Den Hauptanteil an den neu geschaffenen Fresken hatte die Sakralkünstlerin Dalia Sobhi Ibrahim aus Kairo. In den vergangenen zwei Monaten malte die 37-Jährige in erstaunlichem Tempo die sakralen Elemente der Gemälde an die Wände der Klosterkapelle. “Es ist ein großer Glücksgriff für das Kloster und Generalbischof Damian, eine solche Künstlerin hier zu haben”, zeigt sich der hiesige Ikonen-Maler Reinhard Püttmann von der Leistung beeindruckt. Er unterstützte die Malerin in den vergangenen Monaten bei ihrer Arbeit, indem er bei der Beschaffung der Naturfarben half und häufig als Übersetzer fungierte.

Sobhi Isaac Ibrahim, der Ehemann der Künstlerin, vervollständigte das Werk in den letzten drei Wochen mit Hintergründen und verschiedenen Verzierungen. Jetzt ist das Projekt erst einmal abgeschlossen und die Familie reist zurück nach Ägypten. Im kommenden Sommer werden sie aber noch einmal zurückkehren, um ihre Arbeit fortzusetzen. Da die Klosteranlage unter Denkmalschutz steht und alle Wände mit Lehm und Kalk verputzt sind, durften nur besondere Naturfarben verwendet werden. Um die Farben zu verdünnen oder leicht zu verändern, kamen ebenfalls ausschließlich natürliche Hilfsmittel wie Eigelb, Essig oder auch Wasser zum Einsatz. “Wir sind froh, für dieses Projekt eine Unterstützung bekommen zu haben”, erklärte Generalbischof Damian, der Abt des Klosters. Die Staatskanzlei Düsseldorf hatte dieses Projekt finanziell unterstützt, um den enormen Aufwand zu würdigen, den die koptisch-orthodoxe Kirche seit Jahren betreibt, um das Kloster Brenkhausen wieder aufzubauen. {www.nw-news.de – Letzter Schliff: Wandgemälde von ägyptischen Künstlerehepaar gestaltet – von Sabine Heinemann}

 

Ägypterin verleiht der Kapelle Farbe

Kloster Brenkhausen erstrahlt durch neue Ikonenmalerei – Bürger zum Besuch willkommen

Brenkhausen: Nach acht Wochen intensiver Arbeit hat die Künstlerin Dalia Sobhi Ibrahim die neuen Ikonenmalereien im Kloster Brenkhausen fertiggestellt. Ab sofort können die farbenfrohen Werke in der Kapelle bestaunt werden. Für die ägyptische Ikonenmalerin, die zwischen Kanada und Ägypten pendelt, sei es eine Ehre in Deutschland Ikonen zu malen, sagt Bischof Damian. Freihand und mit speziellen Natur- und Erdfarben, die sich besonders gut mit den alten Lehmwänden verbinden, fertigte sie alle Ikonen an.

Die Darstellungen unterliegen einer festen Reihenfolge, existierenden Ikonen dienen als Malvorlage. Alle Heiligen werden durch Beischriften in der jeweiligen Sprache identifiziert, um sicherzustellen, dass der Bezug auf eine reale Person erhalten bleibt und sich die Verehrung der Ikone nicht verselbstständigt. Lediglich in den Details kann sich der Künstler ausleben. Unterstützt und finanziert wurde das Kunstprojekt von der Staatskanzlei in Düsseldorf auf Grund der bemerkenswerten Arbeit des Klosters für die koptischen Christen.

Ihr Handwerk hat Dalia Sobhi Ibrahim bei Dr. Isaac Fanous in Ägypten gelernt. Dieser gilt als der Pionier der koptischen Ikonenmalerei. Durch ihn wurde die koptische Kunst wieder ins Leben gerufen, und seine Lieblingsschülerin war keine geringere als Dalia Sobhi Ibrahim. Bereits während ihrer Arbeit im Kloster entstand die Idee im nächsten Sommer erneut nach Brenkhausen zu reisen, um Unterricht im Ikonenzeichnen zu geben. Weitere Kunstprojekte in Hamburg und Borgentreich sind geplant, doch vorerst geht es zurück in die Heimat nach Kairo (Ägypten). {Das Lieblingsbild der Künstlerin Dalia Sobhi Ibrahim (rechts) und ihres Mannes Sobhi Issaac Ibrahim (links, ebenfalls Künstler) zeigt die heilige Familie, die in Ägypten Zuflucht fand. Foto: Nelli Freiman} Quelle: http://www.westfalen-blatt.de

 

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