kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Machen Sie sich bitte ein Bild von Ehrenmord 10. November 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 03:58

Willkommen auf ehrenmord.de: Dies ist die Dokumentation der Ehrenmorde in Deutschland. Hier finden Sie Informationen zu jedem Fall, der bekannt wurde: Wer ist das Opfer, wer der Täter? Wieviele Kinder sind beteiligt, gibt es ein Urteil? Dazu die Vorgeschichte der Morde, Daten und Links.

Fragen zum Ehrenmord: Was ist Ehre? Wann ist ein Mord ein Ehrenmord? Was unterscheidet den Ehrenmord von einer „normalen“ Beziehungstat? Wieviele Ehrenmorde gibt es? Soll man Ehrenmorde überhaupt Ehrenmorde nennen?

 

Was ist Ehre?
Die türkische Ehre, auf die sich ein Mörder beruft, hat nichts mit der deutschen Ehre zu tun, die einem zuteil wird, wenn man das Bundesverdienstkreuz erhält, hohen Besuch empfängt oder ein Versprechen gibt. Das leicht altertümlich klingende deutsche Wort drückt ein besonders positives, vornehmes, erhebendes Gefühl aus. In der Regel wird die Ehre verdient: Man ehrt einen Wissenschaftler für seine Forschung oder eine Politikerin für ihre Bemühungen um den Frieden.

In der türkisch-islamischen Kultur dagegen wird die namus nicht verdient, sondern verteidigt. Auch Seyran Ateş, eine der profiliertesten deutschen Frauenrechtlerinnen aus der Türkei, weist in ihrem Buch Der Multikulti-Irrtum auf die völlig unterschiedliche Bedeutung hin: „Wer in einem türkischen Zusammenhang namus hört, assoziiert damit zum überwiegenden Teil nicht etwas Positives, sondern eine Last, etwas, was es zu behüten gilt und wofür man bereit ist, sein Leben zu geben, etwas, was man ganz schnell verlieren kann und damit dann auch seine Existenzberechtigung“. Denn wer seine Ehre nicht verteidigt, wird zum namussuz adam, zum ehrlosen Mann. Das ist „das Schlimmste“, was einem Türken passieren kann.

Die türkische Frau dagegen wird – vor allem, wenn sie jung ist – nicht als eigenständiges Wesen gesehen. Ihre Funktion ist, die Ehre der gesamten Familie zu tragen, inklusive Tanten und Onkel. Daher haben sämtliche Clan-Angehörigen das Recht (und die Pflicht), sich im Namen der Ehrverteidigung konstant in das Leben der Frau einzumischen. So wird die Ehre zu einem Instrument der totalen Kontrolle. Sie fördert Überwachung und Denunziation.

Denn die Ehre des Clans, die die Frau trägt, besteht aus ihrer sexuellen Enthaltsamkeit. Sie muss vor der Ehe Jungfrau sein und nach der Hochzeit treu. Das hört sich zunächst einmal lediglich konservativ an. Doch ein einziges Wort, ein einziger Blick kann die Ehre beschmutzen. Das bedeutet: Ein Vater kann seine Tochter einsperren, weil sie ihr Haare offen trägt oder sich nicht an die allgemeinen Regeln der Familie hält. Ein Ehemann kann seine Frau verprügeln, wenn sie ihm Widerworte gibt oder weil sie den Kassierer im Supermarkt seiner Meinung nach zu lange angeschaut hat. Ein Bruder kann seine Schwester erschießen, weil er glaubt, dass sie zu westlich lebt oder schlicht, weil sie kein Kopftuch tragen will.

Das Bundeskriminalamt bewertet Ehre als Motiv für Gewaltverbrechen so: „Der Fokus der Diskussion über die Motive und kulturellen Hintergründe richtete sich teilweise sehr vordergründig auf den Islam und die Türkei als Herkunftsland der Täter (und Opfer). Bei genauerer Analyse der gesicherten polizeilichen Daten ist allerdings erkennbar, dass wohl eher die auch nach der Migration andauernde starre Verwurzelung in vormodernen agrarischen Wirtschafts- und Sozialstrukturen und damit verbunden ein extrem patriarchalisches Familienverständnis die durchgängige Ursache für das Phänomen der sog. Ehrenmorde darstellen. – Das Verständnis von der Rolle der Frau ist in patriarchalischen Familienstrukturen teilweise mit Unterdrückung und extremer Reglementierung verbunden, wobei das männliche Familienoberhaupt und die männlichen Familienangehörigen sich in der Rolle der Garanten der Familienehre sehen“. Einfach ausgedrückt: Ehre ist nicht Teil der Religion, sondern ein Machtinstrument des Mannes gegen die Frau.

Wann ist ein Mord ein Ehrenmord?
Eine gängige Definition lautet: Ein Mord ist ein Ehrenmord, wenn der Täter als Motiv für seine Tat die Familienehre angibt. Doch das greift zu kurz: Denn es gibt Morde, die nur als Ehrenmord getarnt werden, in denen es in Wirklichkeit aber um etwas anders geht, zum Beispiel um Geld oder Land oder um die Vertuschung eines anderen Verbrechens, zum Beispiel Inzest. Auf der anderen Seite gibt es Mörder, die für die Ehre töten, sich aber hüten, das Wort Ehre überhaupt in den Mund zu nehmen.

Eine Beschreibung: Ein Ehrenmord wird in der Regel von einem männlichen Familienmitglied begangen: Vater, Bruder, Onkel, Cousin, Ehemann oder Exmann töten eine junge Frau, selten auch einen jungen Mann. Diese hat (oft nur minimal) gegen eine Familienregel verstoßen. Dadurch sehen die männlichen Familienmitglieder ihren Machtanspruch in Frage gestellt. Oft werden sie von den weiblichen Mitgliedern in ihren Rachegelüsten bestärkt. Um die Ordnung wiederherzustellen, wird das Mädchen getötet. Die Gemeinschaft sieht das Verbrechen als rechtmäßig an. Sie ist möglicherweise sogar stolz darauf.

Daraus leitet sich ab: Ein Ehrenmord wird in der Regel nicht im Affekt begangen. Zwar stehen die Männer unter einem enormen gesellschaftlichen Druck, den sie wegen ihres schwachen männlichen Egos nicht aushalten. Sie fühlen Hass und Hilflosigkeit, wenn sie immer wieder hören: „Was bist Du für ein ehrloser Mann? Du lässt es zu, dass Deine Frau ein freies Leben führt. Die knallt ja durch“. Ein Türke, der anders leben will, muss sich aus der Gemeinschaft entfernen. Will er in der Community bleiben, muss er sich ihren Regeln unterwerfen. In einer Gesellschaft, in der individuelle Freiheit nichts, die Familie aber alles bedeutet, kann der ganze Clan in die Planung des Ehrenmords involviert sein. Das heißt: sämtliche Familienangehörige können die Frau verraten. Sie kann sich oft nicht einmal an ihre eigene Schwester wenden. Denn selbst ihre Mutter könnte sie in einen Hinterhalt locken. Wenn überhaupt, könnte Hilfe und Unterstützung ohnehin nur von einem Mann kommen. Aber das Mädchen darf mit keinem Mann außerhalb der Familie Kontakt aufnehmen, weil sie sonst die Ehre der Familie beschmutzt. Die einzigen, an die ein Mädchen sich wenden könnte, sind Vater und Bruder – um deren Macht es aber oft gerade geht. Genau diese beiden sind am Erhalt des totalitären Systems interessiert.  In einigen Fällen werden auch Männer Opfer eines Ehrenmords, zum Beispiel als Freund eines Mädchens oder als Homosexueller. Auch der Mord am niederländischen Filmemacher Theo van Gogh war ein Ehrenmord an einem Mann.

Ein Ehrenmord bezeichnet einen Mord nach einem ganz spezifischen Muster. Folgende Aspekte können bei der Identifizierung helfen:
= Ist der Mord mit anderen Familienmitgliedern geplant oder handelt es sich um einen (nicht nur angeblichen) Einzeltäter?
= War die Tat überhaupt geplant oder geschah sie tatsächlich im Affekt?
= Ist der Täter nach der Tat bestürzt oder fühlt er sich im Recht?
= Hält das Täterumfeld die Tat für richtig, und demonstriert die Familie Solidarität?
= Gibt es Aussagen des Täters (nicht nur zur Tat), die sich auf die Ehre beziehen? Hat er früher schon einmal etwas mit seiner Ehre rechtfertigt?
= Die Heirat war keine Liebesheirat, sondern eine Zwangsheirat oder arrangierte Ehe. Dazu gehört häufig, dass die Braut bei der Hochzeit sehr jung war, manchmal minderjährig. Braut und Bräutigam kannten sich vorher nur minimal.
= Braut und Bräutigam sind miteinander verwandt, sie sind beispielsweise Cousin und Cousine. Einer der beiden reist im Rahmen einer Familienzusammenführung nach Deutschland (oder in den Westen) ein. Allerdings dauert es oft Monate oder Jahre, bis der Mann die Frau nachholt.
= Kommt die Frau nach Deutschland, lebt sie jahrelang bei den Eltern des Mannes und führt deren Haushalt. Nicht, weil man sich so gut versteht, sondern weil die Eltern die Frau kontrollieren, während der Mann arbeitet oder aus anderen Gründen nicht zu Hause ist.
= Die Frau kann während der Beziehung kein Deutsch lernen. Ein Kursbesuch wird ihr verboten. Oft darf sie nicht einmal allein aus dem Haus.
= Nach Misshandlungen trennt sich das spätere Opfer vom Täter, was der Täter nicht akzeptiert. In einigen Fällen lebt ein bereits geschiedenes Paar (gegen den Willen der Frau) noch zusammen. In anderen Fällen bedroht und belästigt der Täter das Opfer massiv (Stalking).
= Der Täter legt ganz unterschiedliche Maßstäbe an sein eigenes (sexuelles) Verhalten und an das des Opfers an. Er begründet dies durch die Geschlechterrollen. Zum Beispiel: Er selbst hat (tatsächliche oder behauptete) Affären, bringt aber seine Frau um, weil sie angeblich einen anderen Mann angeschaut hat.
= Der Täter kommt aus einer Familie, die einen türkischen (marokkanischen, irakischen …) Ehrbegriff pflegt.
= In Fällen, in denen der Täter nicht der Mann oder Exmann des Opfers ist, wird oft das jüngste männliche Familienmitglied ausgewählt, da er die geringste Strafe zu erwarten hat. Wichtig: Selbstverständlich weist nicht jeder Ehrenmord all diese Aspekte auf. Die Auflistung hilft aber, Ehrenmorde besser zu identifizieren.

Was unterscheidet den Ehrenmord von einer „normalen“ Beziehungstat?
Es gibt auch in Deutschland Beziehungstaten, bei denen Männer ihre Partnerinnen oder Ex-Partnerinnen umbringen. Auch Westler benutzen gemeinsame Kinder, um Machtansprüche durchzusetzen.  Das Wichtigste dazu am Anfang: Für den Täter mag die Beziehungstat ähnlich motiviert sein wie der Ehrenmord. In beiden Fällen fühlt sich der Mann in seiner Ehre oder in seiner Männlichkeit verletzt und tötet. Aber es gibt sehr wohl einen Unterschied für die Frau. Im Westen werden Morde an Frauen fast ausschließlich von ihren Ehemännern oder Exmännern verübt. Es gibt keine Morde von Vätern, Onkeln oder Cousins. Die Bedrohung ist also eine ganz andere, ebenso die Möglichkeit, sich in Sicherheit zu bringen.

Selbst wenn es auf einem rückständigen niederbayerischen Hof noch eine vereinzelte arrangierte Ehe geben sollte, so könnte sich die Frau doch verweigern, ohne Angst haben zu müssen, dafür von ihrem Onkel getötet zu werden. Zusätzlich kann sie sich ans Frauenhaus, an soziale Helfer, an die Kirche und an die Polizei wenden. Die türkische Frau dagegen findet selbst in ihrer Community keine Unterstützung. Oft nicht einmal bei der Polizei oder in der Moschee. Im Gegenteil: Auch das sind Männergesellschaften, die am Erhalt ihrer Macht interessiert sind. Ein weiterer Unterschied zwischen einem Ehrenmord und einer Beziehungstat liegt im Unrechtsbewusstsein: Ein Ehrenmörder ist sich in der Regel keiner (moralischen) Schuld bewusst. Im Gegenteil: Er hat etwas in seinen Augen sehr wertvolles getan. Sein Umfeld ist derselben Meinung und hat kein Interesse daran, mit der Justiz zu kooperieren, was die Aufklärung der Tat noch schwerer macht. Sollte trotzdem beispielsweise eine Schwester aussagen wollen, wird auch sie bedroht. Ein Beziehungstäter dagegen weiß in der Regel, dass er eine schwere Straftat begangen hat, die durch nichts zu entschuldigen ist. Unter der Frage Wann ist ein Mord ein Ehrenmord? finden Sie Fragen aufgelistet, die helfen, den Unterschied zwischen der westlichen Beziehungstat und dem Ehrenmord genauer zu verstehen.

Wieviele Ehrenmorde gibt es?
Leider gibt es aus verschiedenen Gründen keine Zahlen über Ehrenmorde:
= Viele Ehrenmorde werden als Unfall getarnt.
= Mädchen oder Frauen werden in den Selbstmord getrieben.
= Manchmal werden die Mädchen oder Frauen (in seltenen Fällen auch Männer) ins Ausland gebracht, um die Tat zu vertuschen. Außerdem gibt es keine Statistik, die Morde in Deutschland nach Nationalitäten auflistet. Zählt man nur die Ehrenmorde, über die in deutschen Medien berichtet wird, so steigt die Zahl mit den Jahren (vermutlich weil mehr berichtet wird). Für 2009 sind in diesem Archiv dokumentiert. Alle Opfer waren weiblich. Die Täter waren meistens Partner oder Ex-Partner. Oft besteht ein zusätzliches Verwandtschaftsverhältnis, zum Beispiel, weil Cousin und Cousine miteinander verheiratet wurden. In zwei Fällen ist der Täter der Vater, in zwei Fällen der Bruder, in einem Fall ist der Täter unbekannt. Im Fall Gülsüm Semin hat der Bruder seine Drillingsschwester erschlagen. Der Vater wird später zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er seinen Sohn mit der Tat beauftragt hat. Laut einer Untersuchung der Vereinten Nationen gibt es weltweit etwa 5.000 Ehrenmorde jährlich, davon 300 in der Türkei. Die Dunkelziffer liegt deutlich höher bei bis zu 100.000 Morden pro Jahr. Das Land mit der höchsten Ehrenmordrate dürfte Pakistan sein.
Quelle: http://www.spiegel.de und http://www.terredesfemmes.de

Soll man Ehrenmorde überhaupt Ehrenmorde nennen?
Ein Ehrenmord ist ein Mord im Namen der Ehre. Wenn ein Bruder seine Schwester umbringt, um die Familienehre wieder herzustellen, dann ist das ein Ehrenmord. Manche sagen, man solle das Wort Ehrenmord nicht benutzen. Es würde implizieren, der Mord habe ein positives Motiv. Aber die türkische (marokkanische, serbische, irakische …) Ehre ist nicht eine positive Auszeichnung. In konservativen muslimischen Gemeinschaften legitimiert die Ehre die Herrschaft des Mannes über die Frau, die Herrschaft des Familienclans über den einzelnen. Diese Ehre muss verteidigt werden, koste es, was es wolle. Sie hat nichts mit einer feinen deutschen Ehre zu tun, die einem zuteil wird, wenn man einen Preis erhält, sich geehrt fühlt oder für etwas geehrt wird. Daher ist es wichtig, Ehrenmorde auch als solche zu bezeichnen. Es sind Verbrechen im Namen der Familienehre. Wer das Muster versteht, kann sie besser identifizieren. Zum Beispiel: Wenn man weiß, dass Ehrenmorde oft im Clan geplant werden, kann die Polizei bei den Ermittlungen das Täterumfeld gezielt danach befragen. Oder: Muss ein Mädchen vor einem Ehrenmord geschützt werden, müssen die Sicherungsmaßnahmen viel umfangreicher sein als bei der Bedrohung durch einen Einzeltäter. Daher ist Ehrenmord die korrekte Bezeichnung für eine bestimmte Art von Beziehungstat. Im Englischen heißen die Morde im Namen der Ehre ebenfalls honour killings und im Türkischen namus cinayetleri.

 

One Response to “Machen Sie sich bitte ein Bild von Ehrenmord”

  1. bazillus Says:

    5. Legitimation der Nichteinschränkung männlicher Sexualität in zwei Teilen:

    1. Teil: Bestimmung der weiblichen Sexualität
    Männer bestimmen in extrem-patriarchalischen Gesellschaften die Sexualität ihrer/der Frauen. Die Sexualität der Frau begründet die Ehre der Familiengruppe, insbesondere die des Mannes. Die gesamte Verwandtschaft hat ein Auge auf die Ehre der einzelnen Familie. Die Frau hat in diesen Gesellschaften nicht nur in dieser Frage das Nachsehen. So wird der Gruppendruck auf Einzelne aufrechterhalten. Die einzelne betroffene Frau kann sich diesem Gruppendruck nicht oder nur schwer entziehen.

    Entsprechungen im Islam: Der islamische Gott bestimmt: Mann darf 4 Frauen haben (nicht umgekehrt!), die Frau ist dem Mann ein Acker, der jederzeit betreten werden darf, u. a.

    Beispielbelegverse:
    -S. 2 V. 224. Eure Frauen sind euch ein Acker; so naht eurem Acker, wann
    und wie ihr wollt, …
    -S. 4. V. 4, 5. Und wenn ihr fürchtet, ihr würdet nicht gerecht gegen die
    Waisen handeln, dann heiratet Frauen, die euch genehm dünken, zwei, drei oder vier.
    -S. 4 V. 35. Die Männer sind die Verantwortlichen über die Frauen, weil der
    Gott des Islams die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie
    von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die
    Gehorsamen und die Ihrer Gatten Geheimnisse mit der Hilfe des Gottes des
    s wahre. Und jene, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet,
    ermahnt sie, lasst sie allein in den Betten und straft sie.
    -S. 4 V. 25.Und verboten sind euch verheiratete Frauen, ausgenommen
    solche, die eure Rechte besitzt (Sklavin). … Und für die Freuden, die ihr von
    ihnen empfangt, gebt ihnen ihre Morgengabe, wie festgesetzt, und es soll
    keine Sünde für euch liegen in irgend etwas, worüber ihr euch gegenseitig
    einigt nach der Festsetzung der Morgengabe.

    Heutige Ausführung: Selbst in der Türkei ist das Schlagen von Frauen Gang und Gäbe, wie eine kürzlich durchgeführte Umfrage belegt. Islamgelehrte erlauben das Schlagen von Frauen jedoch nur dann, wenn religiöse Regeln von der Frau verletzt wurden. Da die islamische Religion jedoch fast 100 % des täglichen Lebens einnimmt, sind religiöse Regeln im Alltag sehr schnell verletzt. Rechtliche Frauenbenachteiligung wird auch 1 : 1 in vielen islamischen Ländern praktisch umgesetzt, öffentlich gemacht am Tschador/Burka als sichtbares Zeichen der Macht des Mannes über die Frau. Polygamie ist noch heute erlaubt und ist im Grunde legalisierter Ehebruch. Der männliche Trieb scheint für den Gott des Islams so unantastbar zu sein, dass er ihn sogar zur „himmlischen Belohnung“ mutieren lässt, indem er seinen männlichen Gläubigen nach ihrem Hinscheiden sexuelles Ausleben mit 72 Jungfrauen verspricht, nachdem sie für ihn mit Gut und Blut gekämpft haben und gefallen sind. Besonders erschreckend die himmlische Vorstellung ist für islamische Ehefrauen, welche auf Erden von ihren Ehemännern nicht gut behandelt wurden: Sie sind weiterhin mit diesem Mann im Jenseits zusammen. Die Besonderheiten des schiitischen Islams der Zeitehe als religiös verpackte Prostitution, die auch nur Minuten nach Zahlung der Morgengabe dauern kann und von deren Imamen noch heute durchgeführt wird, geben ein beredtes Zeugnis dieser „Geschäfte“ auf sexueller Basis. Mit Zahlung der Morgengabe kauft der Mann die Sexualität der Frau. Erinnert mich an die käufliche „Liebe“ in nichtislamischen Ländern, nur religiös legitimiert.

    In vorzitierten Versen spricht der Gott des Islams über den Propheten die Männer an und benutzt das Aktivwort „Heiratet“. In Bezug auf Frauen wird das Passivwort „verheiratet“ benutzt. Durch diese unterschiedliche Sprachweise sind die Frauen bereits schlechter gestellt als die Männer. Wer verheiratet wird, hat nichts zu sagen. Eine Frau, die es von Kind auf an nicht gelernt hat, sich gegen die Anordnungen des Vaters zu wehren, wird wohl nicht in der Lage sein, einen Mann abzulehnen, der ihr als zukünftiger Ehemann vorgestellt wird. Sie sagt dann nichts und lässt die Ehe über sich ergehen, ein Leben lang, wie tröstlich, noch heute, da der Gruppenzwang in islamischen Gemeinschaften ungleich umfassender ist als hierzulande in einer Gesellschaft, die die selbst bestimmte Individualität als verbrieftes Menschenrecht anerkennt. In dieser Praxis bestimmt nicht nur der Vater über die Sexualität der Tochter, die er ja aus „Ehrgründen“ jungfräulich in der Ehe abzuliefern hat, sondern auch der Ehemann, der ja schließlich durch Zahlung der Morgengabe die Sexualität seiner zukünftigen jungfräulichen Frau „gekauft“ hat. Die Frau hat rechtlich so gut wie kein Mitspracherecht, da die Sexualität der Frau über ihren Kopf hinweg ab der ersten Regel fremdbestimmt ist und als Gradmesser der „Ehre“ der Familie angesehen wird.

    Da hilft es dann auch nur wenig, dass der Gott des Islams auch göttliche Verse (Gutbehandeln von Frauen und dass Versöhnlichkeit unter- und zueinander besser sei) über den Umgang mit Frauen verkündet hat, wenn er in denselben Schriften die rechtliche Ungleichstellung dogmatisch zementiert hat, selbst wenn diese Zementierung eine Verbesserung der rechtlichen Ungleichstellung für die Frau zu Zeiten des Propheten dargestellt haben mag. Ich traue dem wahren Gott zu, die vollendete rechtliche Gleichstellung zwischen Mann und Frau anzuordnen, da der Islam ja die einzig wahre vollendete Siegelreligion sein will. Aus diesen linguistischen Meisterleistungen solcher Verse des Gottes des Islams ist eben auch die Tradition der arrangierten Ehe, die eher einer Zwangsheirat gleichkommt und eine Legitimation zur ehelichen Dauervergewaltigung zur Folge haben kann, abzuleiten, wenn das „Nichtssagen“, also die ausdrückliche Nichtablehnung der von den Familien auserkorenen Braut beim entscheidenden „Mokkaausschank“ der Familien als Zustimmung zur Eheschließung mit einem Mann, den sie möglicherweise nie vorher gesehen hat, gewertet werden darf. Selbstverständlich kann sich im Laufe der Ehezeit über das Stockholm-Syndrom so etwas wie Liebe einstellen, andererseits kann so eine islamische Tradition auch im Ehrenmord ihr brutales Eheende finden oder aber in einer Dauerfrustration des Ehelebens auf beiden Seiten ihre Ausprägung erfahren. Von Freiheit kann in diesen Gesellschaften ja schon davon gesprochen werden, wenn der Frau mehrere Kandidaten vorgestellt werden, sie also die Ablehnung einiger Kandidaten auch verbal äußern darf. Für selbstständig denkende religiöse sowie für säkulare Muslime gelten diese Ausführungen selbstverständlich nicht.
    Fatwa zu der Frage der Art und Weise, wie eine Frau geschlagen werden darf
    Schläge ins Gesicht sind verboten
    Von dem prominenten muslimischen Gelehrten, Rechtsgutachter und Verkünder des Islam, Muhammad al-Arifi
    (Institut für Islamfragen, dh, 15.01.2010)
    Frage: „In welcher Art und Weise darf oder muss eine Frau nach dem islamischen Gesetz gezüchtigt werden?“ [Scheich al-Arifi bezieht sich auf Sure 4,34: ‚Und jene [die Ehefrauen], von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, ermahnt sie, meidet sie ihm Ehebett und schlagt sie.’]

    Antwort: „Ein Ehemann kann bisweilen seine Ehefrau mit Schlägen züchtigen, während sie ihn mit ihrem Weinen züchtigt. Und während er durch Anschreien das bekommt, wonach er verlangt, bekommt sie, was sie möchte, durch Weinen und Gefühle. Manchmal empfinden die Männer vielleicht das Weinen einer Frau härter als das Schlagen mit Schwertern.“

    Die erste Stufe ist: ermahnt sie einmal, zweimal, dreimal usw. Falls das nichts bringt, meidet sie im Ehebett, d. h., dass der Ehemann nicht mehr mit seiner Ehefrau verkehren soll. Er ignoriert sie. Er achtet nicht auf ihre Worte, z. B., wenn er nach Hause kommt und isst. Wenn sie ihn fragt: ‚Wie geht’s dir?‘, antwortet er nicht. Wenn sie ihn fragt: ‚Möchtest du einen Tee?‘, antwortet er ihr nicht. Er meidet sie im Ehebett, bei Gesprächen, er verkehrt nicht mit ihr, er schläft in einem anderen Zimmer. Damit zeigt er ihr: ‚Ich bin sauer auf dich.‘
    Vielleicht sagt sie sich: ‚Allah sei Dank. Jetzt habe ich das ganze Bett für mich allein. Nun kann ich mich im Bett hin- und herdrehen, wie ich möchte‘. Also, falls diese zwei Schritte mit ihr nicht helfen, was muss er [gemäß Sure 4,34] tun? Jetzt kommt der letzte Schritt: ‚und schlagt sie.‘
    … Schläge ins Gesicht sind verboten, selbst wenn es um ein Tier geht. Wenn z. B. ein Kamel oder ein Esel das Laufen verweigert, darfst du ihn nicht ins Gesicht schlagen. Wenn man ein Tier nicht ins Gesicht schlagen darf, wie verhält es sich dann mit einem Menschen? Leichtes Schlagen bedeutet, dass man nicht ins Gesicht schlagen darf. Einige muslimische Gelehrten raten, dass er [der Ehemann] sie [die Ehefrau] mit einem dünnen Zweig schlagen soll [arab. miswak: Teile dieses Zweiges werden auf der Arabischen Halbinsel noch heute zum Zähneputzen benutzt. Oft hat dieser Zweig einen Durchmesser zwischen 5 mm und 2 cm]. Ein Mann könnte z. B. zu seiner Frau sagen: ‚Das Kind ist neben den Ofen gefallen. Hol es weg davon‘, oder ‚Das Kind spielt mit dem Strom [der Steckdose], hol es weg davon!‘ Die Frau würde antworten: ‚Ich habe jetzt keine Zeit. ‚ Er entgegnet ihr: ‚Ich sage dir, hol es dort weg!‘ Dann schlägt er sie mit einem dünnen Zweig [arab. miswak], nicht mit einer Wasserflasche, einem Teller oder einem Messer. Nein, das darf er nicht tun. Die muslimischen Gelehrten sagen, dass er sie mit einem dünnen Zweig schlagen soll. … Das zeigt, dass das Ziel nicht ist, ihr weh zu tun. Wenn du ein Tier schlägt, tust du das, damit es ihm weh tut, so dass es dir gehorcht. Du kannst ein Tier nicht ansprechen: ‚Oh, bitte Kamel, bitte Esel, bitte Schaf, ich möchte diesen Gefallen von Dir. ‚ Das Tier versteht das nicht. Es versteht nur durch Schläge. Ein Esel versteht nur durch Schläge. Aber die Frau, der Mann oder das Kind verstehen durch Gefühle. Du schlägst sie [deine Ehefrau] daher mit einem dünnen Zweig, leicht mit deiner Hand usw. Damit sagst du ihr: ‚Frau, ich kann es nicht mehr ertragen. Es reicht mir. Es ist genug!‘ Also, so ist das Schlagen [der Ehefrauen] gemeint. Er schlägt sie leicht. Das leichte Schlagen bedeutet, dass er ihr Gesicht nicht verletzen darf. Er schlägt sie an Körperstellen, wo keine Spuren zurückbleiben, er schlägt sie nicht auf die Hand, sondern an Körperstellen, an denen kein Schaden entstehen kann, so dass sein Handeln nicht als Angriff auf sie betrachtet werden kann. Er [der Ehemann] darf sie [die Ehefrau] nicht wie ein Tier oder ein Kind schlagen, bei denen man überall hinschlägt. Leider schlagen viele Ehemänner ihre Frauen, wenn sie verärgert sind. Wenn er mit dem Schlagen anfängt, schlägt er so, als ob er eine Wand schlagen würde. Er schlägt vielleicht mit der linken und rechten Hand oder wird sie vielleicht sogar mit dem Fuß treten. Oh, mein Bruder, du prügelst dabei einen Menschen. Es ist Dir verboten [die Frau auf diese Weise zu schlagen].“
    Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=PJGjC1rsQXs
    Rechtsgutachten zu Fragen der Polygamie
    Rechtsgutachten-Nr.: 19556, erschienen am 14.07.2004
    (Institut für Islamfragen, dh, 23.02.2009)
    Von dem Rechtsgutachtergremium Ägyptens
    Frage: „Warum erlaubt Allah einem Mann mehr als eine Frau zu heiraten, während er einer Frau nur einen Mann erlaubt?“
    Antwort: „.. [eine] ähnliche Frage wurde bezüglich des Paradieses gestellt: Warum hat der Mann dort viele Jungfrauen, während die Frau nur einen Mann haben darf? Obwohl man glaubt, dass das Gesetz im jenseitigen Leben anders als im diesseitigen Leben ist, ist es gewiss, dass der Zweck der Belohnung im Paradies darin besteht, den Rechtschaffenen alles zu geben, was sie begehren, vor allem, was sie im diesseitigen Leben nicht bekommen haben. Der Genuss [den die Einwohner des Paradieses bekommen] wird von Allah nach dessen Willen gestaltet. Während Allah die Jungfrauen als Genuss für die Männer gibt, schafft er für Frauen etwas anderes [als Geschlechtsverkehr] zum Genuss, weil die Aufgabe der Frau im diesseitigen Leben die Schwangerschaft ist, was im Paradies nicht nötig ist. Allah wird der Frau im Paradies so viel Zufriedenheit geben, dass sie nicht eifersüchtig auf die Jungfrauen ihres Ehemannes wird.

    Selbst die Jungfrauen sind so von Allah geschaffen, dass sie keinen anderen Mann [einen anderen als ihren einzigen, gemeinsamen Ehemann] begehren: ‚Und bei ihnen werden [Keusche] sein, die züchtig blicken, Gefährtinnen gleichen Alters‘ (Sure 38,52).“

    Quelle: http://www.aleman.com/Ask/ask3.asp?id=19556&hide1=2&Next=&select1=*&select2=*&rad1=&dbegin=&mbegin=&ybegin=&dend=&mend=&yend=&rad2=MOF&idser=&wordser=%C7%E1%CD%E6%D1
    Fatwa zu der Frage, wie viel Gewicht das Zeugnis einer Frau im Islam hat
    Erscheinungsnummer und Datum: 19723, erschienen am 18.07.2004
    Vom Rechtsgutachtergremium Ägyptens
    (Institut für Islamfragen, dh, 30.01.2009)
    Frage: „Einige behaupten, der Islam diskriminiere die Frau, indem er ihr Zeugnis nur halb so viel gelten lasse wie das Zeugniss eines Mannes. Was lehrt der Islam?“
    Antwort: „Allah sagt: ‚Und laßt es zwei Zeugen unter euren Männern bezeugen, und wenn es keine zwei Männer gibt, dann einen Mann und zwei Frauen von denen, die euch als Zeugen geeignet erscheinen, damit, wenn sich eine der beiden irrt, die andere sich von beiden erinnert.‘ (Sure 2, 282). Keine Religion oder ein von Menschen entworfenes Gesetz verleiht Männern und Frauen dieselben Rechte, weil diese unterschiedlich geschaffen sind. Diese Sure nennt den Grund des Unterschieds in der Berechnung des weiblichen und männlichen Zeugnisses; und zwar ist die Frau vergesslicher als der Mann … Die Wissenschaft hat diese Tatsache bewiesen. Dr. Sayed aj-Jamili hat dazu … veröffentlicht. Die Hysterie sucht Frauen viel häufiger heim als Männer. Diese Psychose verursacht abrupte Stimmungschwankungen und Reizbarkeit. Dies kann sogar zu Schizophrenie führen. Obwohl Männer auch von einer Psychose betreffen werden können, sind Frauen viel häufiger davon betroffen … Die [muslimischen] Schriftgelehrten haben die Regeln für das Zeugnis von Frauen folgendermaßen aufgeschlüsselt: 1. In [juristischen] Fällen, die sich lediglich auf Frauen beziehen, z. B. Fragen zu Geburt und Jungfräulichkeit, reicht das Zeugnis einer Frau. Hier ist das Zeugnis eines Mannes nicht nötig. Einige [muslimische Schriftgelehrte] meinen, in diesen Fällen reicht das Zeugnis einer Frau, während andere darauf beharrten, dass das Zeugnis zweier Frauen notwendig sei. Andere [muslimische Schriftgelehrte] meinen, das Zeugnis von vier Frauen sei Pflicht. 2. In [juristischen] Fällen, die sich auf Familienangelegenheiten beziehen, ist die Mehrheit [der muslimischen Schriftgelehrten] der Meinung, dass das Zeugnis einer Frau ungültig ist. Es ist notwendig, dass mindestens zwei Männer Zeugnis ablegen müssen. ‚O ihr, die ihr glaubt! Testamentseröffnung bei euch: [bei] zwei Redlichen unter euch, oder zwei anderen, die nicht zu euch gehören, wenn ihr gerade im Land herumreist und euch das Unglück des Todes trifft.‘ (Sure 5, 106). 3. In finanziellen Angelegenheiten darf eine Frau mit Männern Zeugnis ablegen, wie in der schon erwähnten Sure (Sure 2, 282) beschrieben wird. 4. Bei Strafsachen und in Fällen, in denen ein Hinrichtungsurteil ausgesprochen werden kann, ist das Zeugnis einer Frau ungültig. Das ist Konsens unter muslimischen Schriftgelehrten.“
    Quelle: http://www.aleman.com/ask/ask3..asp?id=19723&hide1=2&Next=160&select1=*&select2=*&rad1=&dbegin=&mbegin=&ybegin=&dend=&mend=&yend=&rad2=MOF&idser=&wordser=%C8%E6%E1
    Fatwa über das Scheidungsrecht von Frauen im Islam
    Muslimische Gelehrte sind sich einig: Das Scheidungsrecht liegt allein beim Mann
    Ägypten (Institut für Islamfragen, dh, 19.09.2005)
    Von Dr. Muhammad Abdul-Gani Schama, Dozent an der Al-Azhar Universität, Kairo
    Frage: Eine geschiedene Frau möchte nach den schrecklichen Erfahrungen ihrer letzten Ehe wissen, ob sie sich nach erneuter Heirat für den Fall eines erneuten schlechten Verlaufs der Ehe von dem neuen Mann scheiden lassen dürfe.
    Antwort: „Das islamische Gesetz verlieh lediglich dem Ehemann das Scheidungsrecht, weil dieser für die Finanzierung seiner Familie zuständig ist … . Die Gerechtigkeit verlangt, dass das Scheidungsrecht allein dem Ehemann zusteht. Er muss seiner Ehefrau Mu’akhar (eine Geldsumme als Entschädigung nach der Scheidung) auszahlen. Deshalb macht er sich viele Gedanken, ob er seine Frau verstoßen soll oder nicht. Wenn die Frau jedoch das Scheidungsrecht hätte, würde sie dieses missbrauchen, weil sie ihrem Ehemann kein Mu’akhar zahlen muss. Es muss auch bedacht werden, dass die Frau, egal wie kultiviert oder weise sie sein mag, ein Wesen bleibt, das oft von seinen Emotionen und nicht von seiner Rationalität beherrscht wird. Die Frau besitzt nicht so viel Geduld und Weisheit wie ein Mann. Infolge dessen würde sie beim Verfügen über das Scheidungsrecht dieses missbrauchen. Es ist bedauerlich, dass einige Männer sich wie Frauen von ihrer Umgebung beeinflussen lassen. So werden diese schnell zornig und benutzen das Scheidungsrecht unüberlegt.“
    Dr. Muhammad Abdul-Gani Schama betont, dass die Anzahl der Männer, die das Scheidungsrecht missbrauchten, eine kleine Minderheit sei. Bei den Frauen jedoch, die dieses Recht missbrauchen würden, falls sie darüber verfügen könnten, sei dies die überwiegende Mehrheit unter den Frauen. Deshalb seien die muslimische Gelehrten sich einig, dass das Scheidungsrecht Männersache sei.
    Quelle: http://www.alkhaleej.ae/articles/show_article.cfm

    2. Teil:
    Kleiderordnung für Frauen (Burka/Tschador/Kopftuch):
    Um die Frauenunterdrückung auch öffentlich zu machen, bedienen sich die Männer des politischen Islams des äußeren Zeichens des Kopftuchs oder der Burka/Tschadors. Sie lassen also ihre Frauen die Provozierungsarbeit in Europa leisten. Eine religiöse Begründung für die Verschleierung von Frauen findet sich im Koran nicht. Die Verschleierung soll nur die Frau vor den sexuellen Begierden des Mannes schützen. Zur Ehre Gottes zum Beispiel braucht diese Verschleierung nicht getragen zu werden. Somit ist die Verschleierung nicht im Entferntesten ein religiöses Zeichen und kann auch nicht als Bestandteil der Religionsfreiheit gesehen werden.

    Entsprechungen im Islam: Der islamische Gott befiehlt seinen gläubigen Frauen die Verschleierung, damit die Männer ihren Trieb erst gar nicht hinterfragen müssen. Dabei haben sie sogar die Blicke zu Boden zu senken, nur damit die Männer nicht gereizt werden. Nicht umsonst gibt es Tschadore/Burkas mit Sehschlitzgittern, damit selbst die weiblichen Augen nicht mehr erkennbar sind.

    Beispielbelegverse:
    -S. 24 V. 32. Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen und dass sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen, bis auf das, was davon sichtbar sein muss, und dass sie ihre Tücher über ihre Busen ziehen sollen und ihre Reize vor niemandem enthüllen als vor ihren Gatten, oder ihren Vätern, oder den Vätern ihrer Gatten, oder ihren Brüdern, oder den Söhnen ihrer Brüder, oder den Söhnen ihrer Schwestern, oder ihren Frauen, oder denen , die ihre Rechte besitzt, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb haben, und den Kindern, die von der Blöße der Frauen nichts wissen. …
    -S. 33 V. 60. O Prophet. Sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Tücher tief über sich ziehen. Das ist besser, damit sie erkannt und nicht belästigt werden.

    Heutige Ausführung: Zunehmend sichtbar in Europa und Deutschland selbst im Kindergarten und Schulen als Test, inwieweit der Islam hier Fuß fassen kann. Selbst kleine Mädchen werden immer mehr in dieser Weise konditioniert, weil unsere Politiker dieses zulassen und die Frauen und Mädchen damit allein lassen. Die Frauen, die ihr Kopftuch meinen freiwillig zu tragen, haben ihre Unterdrückung bereits verinnerlicht und wenn dies nicht geschehen ist, dann verraten sie zumindest die Interessen der muslimischen Frauen in den streng islamischen Ländern, die eine Zwangsverschleierung hinzunehmen haben, um keine Repressalien von Männern erleiden zu müssen, denn wenn das entgegen der koranischen Aussage als religiöse Maßnahme angesehen wird, darf der Mann seine Frau zur Verschleierung zwingen. Auch hier wieder das Unterwerfungsprinzip der Männer- und der Ummahherrschaft, welches insbesondere die Frau trifft. Das Kopftuch bzw. die Verschleierung geben andererseits den muslimischen Frauen, die in ihrem System Menschen zweiter Klasse sind und dies leider verinnerlicht haben, immerhin noch den Stolz, sich selbst als höherwertig gegenüber den Menschen anderen Glaubens oder des Nichtglaubens zu sehen und zu fühlen. Das „Blicksenken“ gegenüber den muslimischen Männern ist zudem noch eine Geste der Unterwerfung. Da der Gruppendruck in den islamischen Gemeinden ungleich größer ist als in denen der europäischen Gesellschaft, werden sich wohl immer mehr Mädchen für das Kopftuchtragen entscheiden „müssen“, welches nach außen hin als „freie“ Entscheidung für das Kopftuch verkauft wird. Bei diesem aufgebauten intensiven Gruppenzwang als Folge eines übersteigerten Ehrdenkens innerhalb der muslimischen Gemeinschaft bleibt von individuell freier Kopftuchentscheidung wohl kaum noch Raum.

    Im Übrigen ist auch die Sure 24 Vers 61 zu beachten, der Folgendes aussagt: „Was nun die älteren Frauen betrifft, die nicht mehr auf Heirat hoffen können, so trifft sie kein Vorwurf, wenn sie ihre Tücher ablegen, ohne ihre Zierde zur Schau zu stellen. Dass sie sich dessen enthalten ist besser für sie. Und der Gott des Islams ist allhörend und allwissend.“ Selbst dieser Vers ist unter dem Kontext der Triebhaftigkeit der Männer zu verstehen. Wer allerdings sein Leben lang einen Schleier/Kopftuch tragen muss, ist nicht mehr in der Lage, im Alter anders zu handeln.
    Fatwa über die Frage, ob ein Muslim seine Frau zur Verschleierung zwingen darf
    Erschienen am 22.12.1979
    (Institut für Islamfragen, dh, 28.08.2008)
    Vom Rechtsgutachtergremium Ägyptens/Scheich Jad al-Haq Ali Jad al-Haq [u. a. ein ehemaliger Mufti [Rechtsgutachter] des Staates Ägypten]
    Frage: „Darf ein muslimischer Mann seiner Frau vorschreiben, den Schleier zu tragen?“
    Antwort: „Allah sagt: ‚Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen – bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und dass sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen.‘ (Sure 24,31) … In einem anderen Koranvers sagt Allah: ‚O Prophet! Sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Übergewänder reichlich über sich ziehen.'“ (Sure 33,59). Aischa [eine der Frauen Muhammads] sagte: ‚Asma‘, die Tochter von Abu Bakr, besuchte Allahs Propheten. Sie hatte dünne Kleidung an. Allahs Prophet wandte sich ab von ihr und sagte zu ihr: Oh Asma‘, wenn die Frau ihre Periode bekommt, darf nichts mehr von ihr zu sehen sein außer diesen [Körperteilen]; er zeigte auf sein Hände und sein Gesicht‘ … Anhand solcher Lehren ist klar, dass Frauen sich verschleiern müssen. Die meisten Gelehrten des Islam sind sich darüber einig, dass Frauen ihren ganzen Körper außer den Händen und dem Gesicht verschleiern müssen … Die Mehrheit [der islamischen Rechtsschulen] betrachtet eine Frau, die sich nicht verschleiert, als Sünderin … Sowohl der Ehemann als auch der Vater, Bruder oder der Sohn einer Frau haben das Recht, ihre Angehörige zur Verrichtung der göttlich angeordneten Pflichten zu zwingen, sei es die Anbetung Gottes, gute Werke oder ihre Bekleidung. Diese Lehre ist in Allahs Aussage begründet: ‚Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben.‘ (Sure 4,34). Allah sagt ebenfalls: ‚Doch die Männer stehen eine Stufe über ihnen [den Frauen].‘ (Sure 2,228). Außerdem sagt Allah: ‚Und fordere die deinen zum Gebet auf und sei [selbst] darin ausdauernd‘ [Sure 20,132] … Der Ehemann hat die Pflicht, seine Frau zur Verschleierung zu zwingen. Er muss dies tun, ansonsten gilt er genau wie sie als Sünder… Falls seine Ehefrau nicht auf ihn angemessen reagiert, muss er sie in der Abfolge, wie im Koran vorgeschrieben, züchtigen: ‚Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!‘ (Sure 4,34) …. Falls die Ehefrau ihren Ehemann bezüglich der Pflichten [des Islam] nicht gehorcht, muss er sie züchtigen, indem er sie erstmals ermahnt. Die zweite Stufe [der Züchtigung] ist, die Ehefrau im Ehebett zu meiden. Dies heißt, dass er nicht mehr mit ihr in einem Bett schläft. Danach [die dritte Stufe der Züchtigung] schlägt er sie, ohne Spuren an ihrem Körper zu hinterlassen.“
    Quelle: http://www.daralifta.org/ViewFatwa.aspx?ID=316&text=%D8%A7%D9%84%D8%AD%D9%83%D9%85

    6. Legitimation der rechtlicher Ungleichstellung der Frau selbst in religiösen Belangen:
    (dagegen ist selbst das verweigerte Frauenpriestertum im katholischen Bereich schon fast zu vernachlässigen, zumal eine weibliche Imamin nicht vor Männern vortragen darf.)
    Generelle selbst religiöse Ungleichstellung von Frauen sowohl im Diesseits als auch im Jenseits ist im Islam vorgegeben mit dem Ergebnis, dass die Mehrzahl der Frauen in der Hölle landet und landen wird. Religiös-patriarchalische Gesellschaften scheinen die männliche Vormachtstellung auch auf himmlische Gefilde ausdehnen zu können.

    Entsprechungen im Islam:
    Frauen werden im Kontext mit der Herbeiführung der Ungültigkeit des männlichen Gebets in einem Atemzug mit Tieren genannt, wenn sie die Gebetsrichtung eines betenden männlichen Muslims Richtung Mekka durchschreiten. Die Frauen kommen nach Aussagen des Propheten häufiger in die Hölle aufgrund ihrer Regelzeit, in der sie – weil unrein – Gebet und rituelle Handlungen nicht vornehmen dürfen und somit „mengenmäßig“ bis zu ihrem irdischen Tod nicht so viele religiöse Rituale und Gebete verrichten können wie die Männer und somit gegenüber ihnen einen entscheidenden Nachteil haben. Der Erwerb von Frauen kommt einem Rechtsgeschäft aus dem Sachenrecht gleich. Die Zeugenaussage einer Frau ist nur halb so viel wert wie die eines Mannes, ihr Erbteil ist nur die Hälfte dessen eines Mannes, erleichterte Scheidungsmöglichkeiten von Männern, usw..

    Selbstverständlich bestehen im Koran auch göttliche Verse, die den besten Umgang mit Frauen anordnen und beschreiben und auch von den meisten Muslimen gelebt werden, im wahrsten Sinne der Worte „Gott sei Dank“. Leider reißen diese religiös-positiven Verse die Frauen nicht aus den rechtlich- und auch religiösen Ungleichstellungen heraus, da sich der Islam ja die endgültige Siegelreligion sieht.

    -Vers S. 4 V. 21: „Und wenn ihr eine Frau gegen eine andere tauschen möchtet und habt der einen bereits einen Schatz gegeben, so nehmt nichts davon zurück. ….“
    -Vers S. 2 V. 282. …Und ruft zwei unter euren Männern zu Zeugen auf; und wenn zwei Männer nicht verfügbar sind, dann einen Mann und zwei Frauen, die euch als Zeugen passend erscheinen, so dass, wenn eine der beiden irren sollte, die andere ihrem Gedächtnis zu Hilfe kommen kann.“
    -S. 4 V. 12, Der Gott des Islam verordnet euch in Bezug auf eure Kinder: ein
    Knabe hat so viel Anteil als wie zwei Mädchen, …
    -S. 4 V. 177…, dann sollen die männlichen Erben den Anteil von zwei
    weiblichen erhalten.

    Ensprechende Hadithen des Propheten:
    Ein Hadith von Aisha, einer der Frauen Mohammeds berichtet im Band 1, Buch 9 Nr. 490 der o. a. Sammlung:

    -„Mir wurden die Dinge genannt, welche die Gebete ungültig machen. Sie sagten: “Das Gebet wird wertlos durch einen Hund, einen Esel und eine Frau (wenn sie vor den betenden Menschen vorbeigehen).“ Ich sagte: „Ihr habt uns (Die Frauen) zu Hunden gemacht. Ich sah den Propheten beten, während ich in meinem Bett lag zwischen ihm und der Qibla (Gebetsausrichtung nach Mekka). Sooft ich etwas brauchte, schlich ich mich davon, weil ich ihm nicht ins Gesicht sehen wollte.
    -Abdullah bin Umar berichtet im Band 4, Buch 52, Nr. 110: „Ich hörte den Propheten sagen: „Eine böse Vorbedeutung ist in drei Dingen: im Pferd, in der Frau und im Haus“.
    -Mohammed ging auf dem Weg zu beten an Frauen vorbei und sagte: „O ihr Frauen! Gebt Almosen, denn ich habe gesehen, dass die Mehrzahl der im Höllenfeuer Weilenden ihr seid (die Frauen).“ Sie fragten ihn, warum das so sei. Er antwortete:“ Ihr flucht oft und seid euren Männern undankbar. Ich habe nie jemanden angetroffen, der so mangelhaft in seiner Intelligenz und seiner Religionsausübung ist wie ihr. Ein besonnener und vernünftiger Mann könnte durch einige von euch irregeleitet werden.“ Die Frauen fragten:“ Was fehlt in unserer Intelligenz und unserer Religionsausübung?“ Er sagte: „Ist nicht das Zeugnis von zwei Frauen dem eines Mannes gleich?“ Sie stimmten ihm zu. Er sagte: „Das ist der Mangel in ihrer Intelligenz. Ist es nicht so, dass eine Frau während ihrer monatlichen Blutung weder beten noch fasten kann?“ Die Frauen stimmten zu. Er sagte: “Das ist der Mangel in ihrer Religionsausübung“ (Band 1, Buch 6 Nr. 301, berichtet von Abu Said Al-Khudri).

    Heutige Ausführungen:
    Aus vorzitierten Hadithen des Propheten wird wohl noch heute abgeleitet, dass Frauen und Männer in der Moschee nicht zusammen beten dürfen, da die Frauen die Männer vom Gebet ablenken könnten und damit das „männliche“ Gebet ungültig sein würde. Es ist nicht bekannt, ob das Gebet einer Muslima ungültig wird, wenn ein Mann analog die Gebetsrichtung Frau – Mekka durchschreitet. Frauen dürfen in Moscheen eher in Nebenräumen beten. Die Haupträume sind wohl den Männern vorbehalten.

    Rechtliche Tauschgeschäfte und Geldgeschenke für Frauen noch in diesen Tagen sind in islamischen Ländern (aber auch in anderen Kulturen) durchaus Praxis (Morgengabe, Tausch von Tiere gegen Frauen, Frauenkauf mittels Begleichung des Brautpreises). Auch die Zeugenaussagenpraxis ist in einigen islamischen Gottes-Gesetz-Scharia-Ländern noch heute durchzuführen. Ich denke, dass auch die erbrechtliche Regelung in einigen islamischen Ländern korangemäß durchgeführt wird. Das koranisch-islamische Scheidungs- und Unterhaltsrecht (dreimaliges „Ich verstoße Dich“ und anschließende 3-monatige Unterhaltszahlung), welches Männern eine leichte Scheidung ermöglicht im Gegensatz zu Frauen, wird noch heute praktiziert. Rechtliche Frauenbenachteiligung ist fester Bestandteil des islamischen Rechts, der Gottes-Gesetz-Scharia, die sich aus den Vorschriften des Korans, aus den Aussprüchen des Propheten, den Hadithen, und aus der gelebten „Vorbildbiographie“ des Propheten speist und somit noch heute geltendes Recht in vielen islamischen Ländern ist insbesondere in Bezug auf Frauen.

    Fatwa zu der Frage, ob das Beten ungültig wird, wenn ein Hase vor einem Betenden vorbei läuft
    Es ist beim Beten darauf zu achten, dass möglichst niemand vor dem Betenden vorbei geht
    Von dem ehemaligen höchsten Rechtsgutachter Saudi-Arabiens, Scheich Abdul-Aziz Ibn Baz
    (Institut für Islamfragen, dh, 24.07.2008)
    Frage: „Wird das Beten ungültig, wenn ein Hase vor einem Betenden vorüber läuft?“
    Antwort: „Wenn ein Hase, eine Ziege oder ein anderes Tier sich vor einem Betenden bewegen, bleibt das Gebet gültig. Die [muslimischen] Rechtsgelehrten sind sich darüber einig, dass nur drei Wesen das Gebet ungültig machen: Eine erwachsene Frau, [von allem] ein schwarzer Hund und ein Esel.“
    „Allahs Prophet, Muhammad, hat gesagt: ‚Das Beten eines Muslim wird ungültig, wenn nah vor ihm eine Frau, ein Esel oder ein schwarzer Hund vorbei gehen.‘ Man fragte Allahs Propheten: ‚Warum ausgerechnet ein schwarzer Hund; warum nicht ein brauner oder rötlicher?‘ Allahs Prophet antwortete: ‚Der schwarze Hund ist ein Teufel'“ [Kommentar: Diese Aussage Muhammad gilt als Überlieferung von höchster Glaubwürdigkeit, z. B. Sahih Muslim Nr. 789 und 790].
    „Die richtige Meinung der [muslimischen] Schriftgelehrten besagt, dass nur eine Frau, ein Esel oder ein schwarzer Hund das Beten ungültig machen. Die übrigen Tiere, z. B. ein Hund, der nicht schwarz ist, ein anderes Tier wie eine Ziege, ein Hase, eine Katze, etc., machen das Gebet eines Muslims nicht ungültig. Es ist jedoch anzustreben, dass diese [anderen] Tiere ebenfalls nicht zu nah vor einem Betenden vorüber laufen dürfen.“
    „Wenn eines dieser [anderen] Tiere nah vor einem Betenden vorüber laufen, wird der Verdienst für das Gebet (arab. hasanat) [das der Gläubige durch die Erfüllung seines Pflichtgebetes bei Gott erwirbt] weniger, jedoch bleibt das Gebet gültig.“
    „Wenn ein Mann nah vor einem Betenden vorüber geht, bleibt das Gebet gültig. Jedoch wird der Verdienst [für das Gebet] weniger. Deshalb soll niemand vor einem Betenden vorüber gehen.“
    Quelle: http://www.binbaz.org.sa/mat/14345
    Kommentar: In einem anderen Rechtsgutachten wurde Scheich Ibn Baz nach dem scheinbaren Widerspruch zwischen der o. g. Aussage Muhammads und einer Aussage Aischas gefragt. Aischa überliefert, dass Muhammad sein Gebet sprach, während sie dicht vor ihm lag [dies ist ebenfalls eine Überlieferung der höchsten Kategorie an Glaubwürdigkeit). Ibn Baz antwortete:
    „Es besteht kein Widerspruch zwischen den beiden Überlieferungen. Dass sie [Aischa] sich liegend vor ihm [dem betenden Muhammad] befand, kann nicht als Vorübergehen gewertet werden.“
    Quelle: http://www.binbaz.org.sa/mat/4472
    Fatwa über das Beten von Frauen in der Moschee
    Fatwa Nr. 69 vom 02.01.1977
    (Institut für Islamfragen, dh, 25.08.2008)
    Von dem Rechtsgutachtergremium Ägyptens und Scheich Muhammad Khater Muhammad al-Scheich

    Frage: „Ich bin verheiratet. Meine Frau möchte 5 Mal am Tag in der Moschee beten. Ich verlangte aber von ihr, zu Hause zu beten. Sie beharrt jedoch darauf, in der Moschee beten zu dürfen, selbst wenn dies gegen meinen Willen geschehen würde. Wie ist das islamisch zu beurteilen?“
    Antwort: „Die Schriftgelehrten der hanafitischen Rechtsschule sind der Überzeugung, dass Frauen zu Hause beten müssen, inklusive des Freitagsgebets [des für Männer unbedingt in der Moschee zu verrichtenden Gebets]. Der Konsens [der islamischen Gelehrten] erkennt keine Pflicht für Frauen zur Verrichtung des Freitagsgebets in einer Moschee …
    Die malikitische Rechtsschule ist der Meinung, dass eine Frau, die auf Grund ihres Alters nicht mehr anziehend für Männer wirkt, das gemeinsame Gebet in einer Moschee verrichten darf. Ist sie aber noch jung und für Männer – in der Öffentlichkeit oder in der Moschee – anziehend, muss sie das Gebet zu Hause verrichten …
    Bezüglich der o. g. Frage sagen wir, dass die betroffene Frau ihrem Mann gehorchen muss, weil dies [der Gehorsam gegenüber dem Ehemann] eine verpflichtende Lehre [des Islam] ist, zumal ihr Mann ihr das Beten zu Hause erlaubt. Sie darf nur zur Moschee gehen, wenn ihr Ehemann dies erlaubt …
    In der Überlieferung von Imam Ahmad heißt es [d.h., Muhammad sagte]: ‚Die besten Moscheen für Frauen sind ihre Wohnungen.'“
    Quelle: http://www.daralifta.org/ViewFatwa.aspx?ID=69&text=%D8%A7%D9%84%D8%AD%D9%83%D9%85
    Kommentar: Die Frage nach der Erlaubnis zum Gebet in der Moschee ist von Bedeutung, weil nach Schariarecht die Ehefrau ihrem Ehemann Gehorsam schuldet, insbesondere, wenn es um die Frage geht, ob und zu welchem Zweck sie das Haus verlassen darf. Zudem sehen die meisten Rechtsgelehrten es nicht als notwendig oder in moralischer Hinsicht als verwerflich, ja einige sogar als verboten an, dass Frauen in der Moschee beten. Die Frage lautet also, ob das Gebot des Gehorsams gegen den Ehemann oder das Recht der Ehefrau auf Ausübung ihres Glaubens in der Moschee höher steht.

    Wer das Frauenbild des Propheten aus dem 7. Jahrhundert mittels islamischer Gelehrter 1 zu 1 in das 21. Jahrhundert einer Alice Schwarzer übertragen will, hat wirklich nichts gelernt.

    Der Ehrbegriff des Islams in Bezug auf Frauen mutiert zur schäbigen Selbstdarstellung von Männern, die sich als kleine Götter direkt nach dem Gott des Islams und seinem Propheten sehen. Da sage noch einer:
    Die Religion habe nichts mit der Kultur zu tun. Im Gegenteil. Die Religion ist die Ursache für kulturelle Entwicklungen .


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