kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Irak: Monumente im Meer des Leidens 1. November 2010

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 04:44

CSI hilft den Opfern einer Bus-Attacke und fordert von der irakischen Regierung mehr Sicherheit und Rechte für die christliche Minderheit.

 

Am 2. Mai 2010 ging Farah Habib Hasos Welt unter. Es geschah in einem Schulbus, der die junge christliche Studentin von ihrem Wohnort in der Ebene von Ninive zur Universität nach Mosul bringen sollte. Plötzlich zwei grelle Lichtblitze unterhalb der Fenster und ohrenbetäubende Detonationen, gefolgt vom Prasseln von Metallsplittern, welche die Fahrzeuge regelrecht durchsiebten. Als die schwer beschädigten Omnibusse zum Stehen kamen, kämpften sich Hunderte von verletzten Studenten ins Freie. Mehrere Dutzend konnten die Fahrzeuge nicht aus eigener Kraft verlassen und lagen neben den roten Plastiksesseln in ihrem Blut. Farah war das rechte Bein unterhalb des Knies abgerissen worden, dazu fast der ganze linke Wadenmuskel und zwei Finger der linken Hand. Salam und Stephan, zwei Mitstudenten, verloren ihr Augenlicht.

Ich möchte keine Bürde sein: Bisher hatte Farah ihre Schwägerin Intasar betreut, die 2009 in Mosul von einem US-Soldaten angeschossen wurde. Die Kugel, eigentlich für einen Terroristen bestimmt, hatte Intasar am Rücken verletzt und zu einer Querschnittlähmung geführt. Farah wird Intasar wohl nie mehr in ihrem Rollstuhl schieben können. Die schweren Verletzungen haben sie zudem bewogen, ihre Verlobung aufzulösen, denn sie hat die Hoffnung, jemals ein normales Familienleben zu führen, aufgegeben. Sie will für den von ihr geliebten Mann keine Bürde sein. “Suche Dir eine gesunde Frau, ich möchte Dein vor Dir liegendes Leben nicht mit meinen Behinderungen belasten”, sagte sie ihm zum Abschied. Eine Tragödie, die CSI-Mitarbeiter John Eibner auf seiner Irak-reise Ende Juni 2010 tief bewegt hat. “Ohne ihre Charakterstärke und ihren Glauben hätte sie diese Katastrophe nicht überlebt”, meint er nach seiner Rückkehr aus dem Irak. “Junge irakische Frauen wie Farah sind Monumente im Meer des Leidens”.

“Wir lassen uns von niemandem vertreiben”: Schwere Gesichtsverletzungen erlitten auch die drei Schwestern Athar (23), Anwar (20) und Athmar (19). Sie berichteten John Eibner, dass am Tag des Attentats eine seltsame Atmosphäre herrschte. Auf den Straßen vor Mosul war weniger Verkehr als sonst. Die von Moslems betriebenen Geschäfte nahe der Stelle, an der die Bomben hochgingen, erschienen verlassen. Obwohl Anwar eine Stirnfraktur mit Gehirnblutung erlitt und deshalb dringend noch eine Operation benötigt, brachte sie im Gespräch mit John Eibner ein tapferes Lächeln zustande. Ebenso wie ihre beiden Schwestern gab die junge Frau bereitwillig Auskunft zu der Tragödie. “Wir sind froh und dankbar, dass wir noch leben und mit unserer Familie zusammen sein dürfen. Der Irak ist unsere Heimat, und wir lassen uns von niemandem vertreiben”. Ende Juni besuchte CSI erneut das Krisengebiet. Dabei konnten etliche der Opfer aus der Busattacke besucht werden. Ihnen konnte Trost, Beistand und auch erste Nothilfe gebracht werden. Zudem besprach man mit der Partnerorganisation “Hammurabi” die weiterführenden medizinischen Hilfen. Gemeinsam veranstaltete man auch eine weitere Konferenz in der Nähe von Mosul, um auf die prekäre Lage der christlichen Minderheit im Land aufmerksam zu machen. In einem gemeinsamen Abschlussdokument wird von der Regierung mehr Sicherheit und Rechte für die Christen gefordert.

{Quelle: http://www.csi-schweiz.ch}

 

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