kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die Kalender kann man übrigens zum Altpapier geben 29. Oktober 2010

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 02:17

Schulamt der Erzdiözese Wien propagiert den Islam – Ein Gastkommentar von Wolfram Schrems zum umstrittenen „Interreligiöser Schülerkalender“ der Erzdiözese Wien“

 

Wien (kath.net): Aus einem Bericht der offiziellen Website der Erzdiözese Wien mit dem Titel „Interreligiöser Schülerkalender erscheint zum siebten Mal“ geht hervor, daß auch in diesem Schuljahr ein gemeinsamer, interreligiöser Schülerkalender von den christlichen Kirchen, der israelitischen und der islamischen Glaubensgemeinschaft in verteilt wurde. In diesem Jahr habe er eine Auflage von 130 000 Exemplaren und werde gratis an 13- bis 19jährige Schüler abgegeben. Der Kalender enthält Bibelverse und Koranverse als Kalendersprüche, dazu Zitate aus anderen Quellen. Die Aussage der Leiterin des erzbischöflichen Schulamtes, Hofrat Dr. Christine Mann, wird folgendermaßen zitiert: „Bei diesem Projekt würden die Kirchen und Religionsgesellschaften in Österreichs Schulen einander in Toleranz, Offenheit füreinander und Wertschätzung begegnen, „sie suchen die gemeinsamen Wurzeln und nehmen die Unterschiede ernst“, so Mann“. Die Kirchen und Religionsgesellschaften suchen also „die gemeinsamen Wurzeln“. Das ist sehr interessant. Was ist davon zu halten?

Dazu einige Fragen und weiterführende Gedanken: Zunächst drängt sich die Frage auf: Wo sollen bei widersprüchlichen Glaubenssystemen „gemeinsame Wurzeln“ vorhanden sein? Auch ein nichtgläubiger Beobachter wird feststellen können, daß die Christen an das Heilswerk Jesu Christi, des Sohnes Gottes, glauben und sich von seinem Kreuz und seiner Auferstehung das Heil erhoffen. Der Islam lehrt, daß Jesus Christus nicht der Sohn Gottes, sondern der Prophet eines anderen Gottes ist, und daß er nicht am Kreuz gestorben ist (sondern ein anderer statt ihm). Gemäß der islamischen Lehre wird den Christen im islamischen Machtbereich zwar eine gewisse, beschränkte Toleranz gewährt (mit Ausnahme der arabischen Halbinsel, in der es – theoretisch – keine andere Religion als den Islam geben dürfe), deren Lehre wird aber verdammt und sie selbst werden wegen des Bekenntnisses zur Dreifaltigkeit als „Polytheisten“ beschimpft. In der Praxis islamisch dominierter Staaten folgen daraus Rechtsunsicherheit, Diskriminierung, Benachteiligung und – in unserer Zeit schlimmer als je zuvor – eine bis zum Völkermord gehende Bedrängung und Verfolgung.

Offensichtlich wird also nur bei uns nach der berühmten „gemeinsamen Wurzel“ gesucht. Es legt sich natürlich die Vermutung nahe, daß sich das Schulamt bereits die islamische Sichtweise der interreligiösen Beziehungen zueigen gemacht hat. Gemäß dieser habe sich Allah zuerst Musa, dann Dawud, dann Isa, zuletzt Mohammed geoffenbart. Juden und Christen hätten aber die entsprechenden Botschaften vergessen bzw. verfälscht. Praktischerweise werden die drei ersteren Namen in Koranübersetzungen und theologischer Literatur normalerweise mit Moses, David und Jesus wiedergegeben – wobei allerdings deren koranische Darstellung mit der biblischen unvereinbar ist. Es können nicht beide Versionen richtig sein. Ich weiß nicht, ob sich das Schulamt mit solchen Überlegungen abgemüht hat, ich sehe aber nur, daß das Endresultat, eben der Kalender, letztlich der islamischen Sichtweise zuneigt und deren Propagierung dient. Man kann sich nicht zum Kreuzesopfer Jesu Christi, zur Liebe Gottes und zur Vergebung der Sünden bekennen und gleichzeitig den Eindruck vermitteln wollen, daß deren Leugnung gleiche Legitimität genießt.

Ich denke, das verstehen auch die Adressaten des Kalenders: Man darf sich daher die Frage stellen, wie ein dermaßen gestalteter Schülerkalender – Bibelverse, Koranverse, Sprüche aus heidnischen Quellen und auch völlige Banalitäten auf engstem Raum vereint – auf denkende Schüler wirken mag: Sie werden sich sagen, wenn sich die Kirche selbst nicht ernst nimmt, brauchen wir sie auch nicht ernst nehmen. Sie werden sich sagen, wenn die Kirche dem Islam Raum in einer Publikation gewährt, kann es mit dem katholischen Glauben nicht so weit her sein und vielleicht ist ja der Islam die stärkere, vitalere, erfolgreichere Religion? Fromme protestantische und evangelikale Schüler werden sich vielleicht denken: Wir haben schon immer gewusst, daß die Katholische Kirche vom Glauben an Jesus Christus abgefallen ist.

Alle Beteiligten sollten sich daher bewusst sein, daß man den „Kleinen“ kein Ärgernis geben darf. Noch eine grundsätzlichere Überlegung: Woher kommt diese in der Kirche des deutschen Sprachraums weitverbreitete Hysterie, sich um jeden Preis dem Islam anzubiedern? Denn betrachtet man den praktischen Effekt, wird man sagen müssen, kaum eine Organisation betreibt die islamische Propaganda so stark wie katholische Diözesen. Das kann es ja wohl nicht sein. Man kann sich das nur so erklären, daß der Einfluss der „Aufklärer“ nun auch in der Kirche voll zum Durchbruch gekommen ist. Die Faszination Goethes für den Islam und die Lessingsche Ringparabel stehen dabei Pate. Besonders letzteres Machwerk ist tief in Religionsunterricht und kirchliche Publizistik eingedrungen. Besonders prominente Importeure der in diesem Sinne „aufklärerischen“ Ideologie in die Kirche sind unter anderem die beiden Jesuiten Teilhard de Chardin (gest. 1955) und Karl Rahner (gest. 1984).

Bei der Konsultation ihrer Werke wird klar, daß diese Art von „Aufklärung“ eigentlich Verdunkelung und Verwirrung ist. Diese Art von Theologie hat mit dem tradierten Glauben und mit der Vernunft gleichermaßen gebrochen und stellt im Prinzip eine Spielart der Gnosis dar. Das ist schon etlichen Zeitgenossen der beiden Genannten aufgefallen (unter ihnen eminente Theologen und Philosophen). Nichtsdestotrotz gelang es ihnen bzw. ihren Epigonen, tief in das kirchliche und theologisch-akademische Leben einzudringen. Es ist immer dasselbe Spielchen: Die falschen Propheten kommen als Wölfe im Schafspelz, als „wichtige“ und „prophetische“ Leute, als Propheten des „Friedens“, ja als „Lichtbringer“.

Jedenfalls haben sie sich im kirchlichen und theologisch-akademischen Betrieb festgesetzt. Unter tausend Masken und Schlichen, Tarnungen und Verkleidungen sind damit die sattsam bekannten Ideologien in die Kirche eingepflanzt worden, daß doch alle „Religionen unterwegs“ seien (so der Titel der Zeitschrift der Wiener „Kontaktstelle für Weltreligionen“, auch das schon ein zweifelhaftes Projekt), daß sie gar auf ein gemeinsames Ziel hin unterwegs seien, daß „Gott viele Sprachen spricht“ und – Gipfel der Absurdität – daß Juden, Christen und Muslime in einer „abrahamitischen Ökumene“ verbunden seien.

Die gibt es aber nur in den Köpfen ihrer Konstrukteure. Die grauenhafte Wirklichkeit sieht anders aus: Siehe Saudi-Arabien, Irak, Iran, Pakistan, Türkei und die gesamte real existierende islamische Welt. Hier wurden Zivilisation und Menschenrechte durch ihr Gegenteil ersetzt. – Weil man sich kirchlicherseits allen diesen gerade erwähnten Ideen geöffnet hat, gab es entsprechende Konsequenzen: Es ist auch leichter erklärlich, daß sich Kardinal Schönborn in einer ORF-Sendung offen für den Bau von Minaretten einsetzte.

Vieles andere wird besser verstehbar: Die theologische Ausrichtung der Wiener Theologischen Fakultät, der Theologischen Kurse, des Religionsunterrichtes und viele andere innerkirchliche Katastrophen. Hier ist – wieder einmal – die Selbstreinigungskraft der Kirche gefragt. Dazu gehört die Besinnung auf den zentralen Punkt der Frohbotschaft, auf Person und Sendung Jesu Christi. Dazu gehört auch die bewusste Verbindung mit dem Nachfolger Petri, die in Österreich spätestens seit dem Hirtenbrief vom 16.02.2009 bedenklich schwach geworden ist. Und schließlich gehört auch die Besinnung auf die Menschenrechte dazu, die wir uns nicht von den doppelten Standards, die den islamischen Ländern gewährt werden (Kairoer Erklärung der islamischen Menschenrechte), abnehmen lassen dürfen. Darauf sollte man sich besonders im erzbischöflichen Schulamt besinnen. Die Kalender kann man übrigens zum Altpapier geben. {Dr. Wolfram Schrems ist Theologe aus der Diözese Linz – Quelle: http://www.kath.net}

 

One Response to “Die Kalender kann man übrigens zum Altpapier geben”

  1. bazillus Says:

    Einer der wenigen Theologen der kath. Kirche, die noch den Durchblick behalten haben. Die Dummheit der modernen Theologie spricht Bände. Der Artikel ist einfach nur richtig.

    Wer nicht anerkannt, dass der Gott des Islams dem Gott des Juden- und Christentums diametral gegenübersteht, der hat nichts verstanden. Die gemeinsamen Wurzeln sind geklaut, Christentum und Judentum werden durch Kunstgriffe vereinnahmt und auch noch in die Heuchel und Lügnerecke gestellt. Nur christliche Schwärmer können hier gemeinsame Wurzelns sehen. Jesus wird im Islam als Prophet dargestellt, der zu feige war, am Kreuz gestorben zu sein und dies einem Doppelgänger überlassen hat, Jesus wird ausschließlich dafür benutzt, den mehr als falschen Siegelpropheten des Islams angekündigt zu haben. Ansonsten wird seine Lehre als Schwäche ausgelegt. Der Prophet des Islam verstößt in seiner Legitimation des Unrechts gegen die Mehrzahl der 10 Gebote.

    Leider sind die behaupteten gemeinsamen Wurzeln nicht der Gedanke wert, der in diese Richtung gedacht wird. Wie der Autor dieses Artikels sagt, sieht die Realität anders aus. Solange die islamischen Vertreter die Bibel zwar in ihrem Buch zitieren, und zwar recht ausführlich, jedoch den Juden und Christen Fälschungen vorwerfen, kann diese Glaube niemals ein gemeinsamer sein. Solange Juden und Christen nur reale und theologische Fußabtreter sind für die meisten Vertreter des Islam, solange lege ich keinerlei Wert auf Gemeinsamkeiten. Sie sind falsc, bleiben falsch und heuchlerisch und das Gemeinsamkeitswunschdenken geht ausschließlich in falsch verstandener Nächstenliebe vom Christentum, speziell von der kath. und evangelischen Kirche aus.

    Dabei verraten einige Theologen (nicht der Papst) sogar Jesus als Gottes Sohn und folgen ihm jedenfalls nicht nach. Ich glaube nicht, dass Jesus Herrn Mohammed hofiert hätte, wenn er ihn getroffen hätte. Gerade das Mohammeds Denken der Rechtgläubigkeit in starren Formeln und Riten hätte Jesus als pharisäerhaft entlarvt.

    Man stelle sich doch einfach die zeitlichen Reihenfolgen vor. JEsus in seiner Lehre lebte 700 Jahr vor dem „Siegelpropheten“. Und dieser hat nichts Besseres zu tun, als seine neu erfundene Religion in den Frühbeginn des alttestamentarischen Gottes zu stürzen, weil er erkannt, dass mit einem Höllenwerfenden Rachegott gut Politik zu machen ist.

    Mit Wahrheit hat das Ganze nichts mehr zu tun.


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