kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Deutschlands Kopten in Sorge 27. Oktober 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 02:34

In Höxter in Ostwestfalen residiert Bischof Damian als Oberhirte der rund 6000 Kopten in Deutschland. Die meisten von ihnen stammen ursprünglich aus Ägypten.  Dort werden die christlichen Kopten zunehmend verfolgt.

 

Seit 16 Jahren betreut der koptische Bischof Damian vom westfälischen Höxter aus seine Gemeinde, die über ganz Deutschland verstreut ist. Dass er von seinem koptischen Papst Schenuda III. mal zum Bischof für die deutsche Diaspora berufen würde, das hätte er sich nicht vorstellen können, auch wenn es ihn schon früh ins Kloster zog. Mit zwölf, erzählt der Bischof, habe er schon die Idee gehabt, Mönch zu werden. „Doch um ins Kloster aufgenommen zu werden, muss man beweisen, dass man in der Lage ist, in der Welt erfolgreich leben zu können. Erst dann kommt man ins Kloster“. Und das tat er dann: Er studierte in Ägypten Medizin, ging nach Deutschland, machte hier seine Facharztausbildung zum Radiologen und arbeitete einige Zeit als Oberarzt. Doch dann – mit 36 Jahren – gab er alles auf und ging nach Ägypten ins Wüstenkloster.

Westfalen statt Wüste: Eigentlich wollte er Eremit in der ägyptischen Wüste werden, doch der koptische Papst schickte ihn als Bischof zurück nach Deutschland. Hier ist er alles andere als ein Eremit: Die Klosterpforten in Höxter stehen für alle Besucher offen; Bischof Damian engagiert sich in der Ökumene mit Katholiken und Protestanten. Nirgendwo sonst würde die Ökumene so gut funktionieren wie in Deutschland, meint der 55-Jährige, wobei er wehmütig an seine Heimat Ägypten denkt: „Wir haben das Gefühl, in unserem Heimatland als Bürger zweiter Klasse behandelt zu werden. Wir träumen aber von Gleichberechtigung und wollen wie die übrigen Einwohner Ägyptens behandelt werden“.

Sorge um Kopten in Ägypten: In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich die Situation der christlichen Kopten im islamisch geprägten Ägypten kontinuierlich verschlechtert. Der bislang traurigste Höhepunkt war Anfang des Jahres, als beim orthodoxen Weihnachtsfest sieben koptische Christen von Muslimen ermordet wurden. Die Täter wurden verhaftet, aber bislang nicht verurteilt. Den Grund dafür vermutet Bischof Damian in der islamischen Rechtsordnung, der Scharia, denn danach braucht ein Täter nicht bestraft zu werden, wenn er ein Moslem ist und das Opfer ein Christ: „Deswegen bin ich persönlich fest davon überzeugt, dass keiner von den Tätern verurteilt wird“, sagt Bischof Damian, „weil kein Richter es wagen würde, gegen die Scharia zu handeln“. Der Bischof verweist auf einige andere Fälle von gewaltsamen Übergriffen auf koptische Christen, bei denen es zu Verhaftungen, aber nicht zu Verurteilungen gekommen sei. Was ihm bleibt, ist der Protest aus der Ferne und die Hoffnung, dass seine Gebete für eine friedliche Ökumene in Ägypten erhört werden.

{Quelle: http://www.dw-world.de} – Autor: Michael Hollenbach – Redaktion: Thomas Latschan}

 

3 Responses to “Deutschlands Kopten in Sorge”

  1. GottesAuge Says:

    Lukas 6,27-28: „Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen, segnet, die euch fluchen; bittet für die, die euch beleidigen.”
    Lukas 19,10: „denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist.“
    Römer 5,8: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, daß Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist“
    Johannes 3,16: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

    So ist in Jesus tatsächlich allem Genüge getan und der Widerspruch zwischen Liebe und Gerechtig- keit Gottes gelöst.

    Gottes Gerechtigkeit wird dadurch genügt, daß keine Sünde ohne Strafe bleibt. Entweder Jesus stirbt für uns oder wir selbst tragen die Strafe in der Verdammnis.

    Gottes Liebe wird dadurch genügt, daß jeder die Möglichkeit hat, errettet zu werden und Gott uns in Seiner Liebe Gnade zu schenken bereit ist. Wir müssen sie nur noch annehmen

  2. GottesAuge Says:

    Gottes Gerechtigkeit wird dadurch genügt, daß keine Sünde ohne Strafe bleibt.

  3. GottesAuge Says:

    Spuren im Sand

    Eines Nachts hatte ich einen Traum:
    Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
    Vor dem dunklen Nachthimmel
    erstrahlten, Streiflichtern gleich,
    Bilder aus meinem Leben.
    Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
    meine eigene und die meines Herrn.

    Als das letzte Bild an meinen Augen
    vorübergezogen war, blickte ich zurück.
    Ich erschrak, als ich entdeckte,
    daß an vielen Stellen meines Lebensweges
    nur eine Spur zu sehen war.
    Und das waren gerade die schwersten
    Zeiten meines Lebens.

    Besorgt fragte ich den Herrn:
    „Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
    da hast du mir versprochen,
    auf allen Wegen bei mir zu sein.
    Aber jetzt entdecke ich,
    daß in den schwersten Zeiten meines Lebens
    nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
    Warum hast du mich allein gelassen,
    als ich dich am meisten brauchte?“

    Da antwortete er: „Mein liebes Kind,
    ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
    erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
    Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
    da habe ich dich getragen“.


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