kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der Muslim Dr. Udo Ulfkotte 27. Oktober 2010

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 01:20

Es gibt Leute, bei denen wundert einen wirklich nichts mehr. Genauer gesagt, da rechnet man mit allem und jedem. Allerdings schafft Udo Ulfkotte es immer wieder, eine Kapriole hinzulegen, mit der nun wirklich keiner gerechnet hatte und auch keiner rechnen konnte. Er erklärte, dass er mal zum Islam konvertiert sei.

 

Es gibt übrigens keinen Zweifel, da er ja auf Nachfrage ausdrücklich bestätigt, dass er ein Rekonvertit sei. Nun ist es ja nicht ungewöhnlich, dass jemand im Laufe seines Lebens seine Religion wechselt, zumal er sie ja erst beim zweiten Mal wirklich selbst bestimmen kann. Außerdem gibt Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte jedem Mensch „das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, und gilt selbstverständlich auch für Udo Ulfkotte. Konvertiten haben sich meist bewusst für ihre neue Religion entschieden und sich diese Entscheidung häufig nicht leicht gemacht. Lediglich die Konvertiten aus Ehegründen kann man hier wohl ausnehmen. Da Herr Ulfkotte nicht aus Ehegründen konvertiert sein dürfte, muss also davon ausgegangen werden, dass er sich die Entscheidung für den Islam abgerungen hat.

Konversion oder Proselytismus ist nicht nur für den Konvertiten oder Proselyten eine persönliche Zäsur, sondern stellt zugleich auch immer ein Problem für die aufnehmende Religionsgemeinschaft dar. Wer mit seiner Religion aufgewachsen ist, trägt sie meist ohne sie sonderlich zu beachten. Natürlich gibt es Phasen religiöser Entwicklungsschübe, die meist im Zusammenhang mit der Pubertät stehen, aber normalerweise wird die Art der Religionsausübung von den Eltern übernommen und schwächt sich von Generation zu Generation immer weiter ab. Dies gilt für alle Religionen in allen Ländern. Dass es dabei immer wieder einmal Hochphasen der Religiosität gibt, ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

Die Verweltlichung im Islam ist allerdings längst nicht so weit fortgeschritten wie im Christentum, was vor allem daran liegt, dass der Geist der Aufklärung in Europa nicht wirklich bis zu den Menschen islamischen Glaubens reichte. Es gab für die Mehrheit der Muslime lange Zeit keinen Grund, sich dem westlichen Lebensbild zuzuwenden. Die Trennung von Staat und Kirche fand bis auf die Türkei nicht statt. Gerade dieses Festhalten der Muslime an den alten, teilweise „archaischen“ Normen und der starke Männlichkeitsbezug der Religion führen häufig dazu, dass schwache Männer zum Islam konvertieren, um von einer Wertegemeinschaft zu profitieren und praktisch so ein vorgefertigtes „Ansehen“ zu erlangen. Unter den Pfingstlern und bei den Baptisten versammeln sich dafür eher die schwärmerischen Geister. Man kann es natürlich nicht einer Religion zum Vorwurf machen, wenn sich ihr manchmal die Falschen anschließen, schon gar nicht bei den vielen Strömungen, die es innerhalb der Religionen gibt. Allerdings machte schon Hadayatollah Hübsch (www.tagesspiegel.de)  auf einige Probleme mit Konvertiten aufmerksam.

{Einer, der sich mit der Psyche von Konvertiten auskennt, ist Hadayatollah Hübsch, Freitagsprediger in der Nour-Moschee in Frankfurt am Main. 1969 ist er selbst zum Islam konvertiert. Hübsch hält es für „zwar schrecklich, aber auch verständlich“, dass Konvertiten nun unter „Generalverdacht“ stünden. Es sei eben deren „generelles Problem“, sagte er dem Tagesspiegel, dass sie „im Feuereifer der Bekehrung meinen, Opfer bringen zu müssen“. „Durch ihre fanatische Haltung geraten viele Konvertiten ins Visier der Ermittler“; zudem praktizierten viele von ihnen die „Taqia“: Sie seien überzeugt davon, dass sie lügen dürften, wenn es dem Islam dient. „Dann ist klar, dass die Ermittler ein Misstrauen zu diesen Leuten aufbauen“, sagt Hübsch. Wie viele so fanatisch sind, dass sie sich zu Terroristen ausbilden lassen, weiß er nicht. „Ich kenne keinen“}.

Den Glaubensfanatismus der Konvertiten kennt jede Religion. Er setzt sich zusammen aus der Scham, die man empfindet, weil man die alte Religion verlässt, und den Lügen, die man sich selbst als Begründung für den Austritt liefert und dann auch anderen mitteilt. Man glaubt, seine alte Religion niedermachen zu müssen, um die eigene Konversion zu rechtfertigen. Gleichzeitig beginnt in der neuen Religion der Wettlauf, päpstlicher als der Papst sein zu wollen. Deshalb neigen Konvertiten fast immer zu Übertreibungen. Einige verdienen ein Lächeln, andere erfordern ein mäßigendes Wort der Brüder und Schwestern, und einige sollten zum Ausschluss führen. In jeder Religion. Bei den Juden gab es mal ein Liedchen zu den Konvertiten, in dem sie arg verspottet wurden, weil sie jüdischer als der Tempel in Jerusalem sein wollten. Es ist also denkbar, dass Dr. Udo Ulfkotte, der den Weg der Konversion ja zweimal gehen musste, sich ein wenig damit überfordert hat. Denn wenn man an seine Geschichten um Schnaps und Medina denkt oder die angeblichen Morddrohungen gegen seine Frau etwas genauer betrachtet, dann könnte man schon ins Zweifeln kommen.

BigBerta hat ja aus dem Watchblog Islamophobie die Artikel über die Wandermärchen von der Autorin hakimakarima erneut veröffentlicht. Die letzte Ausgabe dieser Wandermärchen befasst sich ja mit Leo Taxil, dem Gründer und Organisator der französischen “Antiklerikalen Liga” (140 Ortsgruppen mit 17.000 Mitgliedern, plus 148 angegliederte Vereine) und Herausgeber der Zeitschrift “Antiklerikal”. Die katholische Kirche war höchst begeistert, als dieser Mann angeblich in ihren Schoß zurückkehrte und dann die gleichen Pamphlete, die er vorher gegen die Kirche verfasst hatte, nun über die Gegner der Kirche, vor allem die Freimaurer schrieb. Seine Erfolge rissen auch da nicht ab – nur dumm, dass er ein paar Jahre später wiederum eine Kehrtwende machte und die Kirche verspottete.

In einigen Schlammlöchern der Islamophobie wird zwar schon ständig vermutet, dass Ulfkotte als Provokateur unterwegs sei, und mal wird er dem BND, dann wieder dem Verfassungsschutz zugeschrieben. Er ist halt eine schillernde Persönlichkeit. Er ist Sicherheitsberater, schreibt für den Onlinedienst eines sehr seltsamen Verlages, dient Bertelsmann und anderen als Terrorismussachverständiger. Erzählt ständig von seiner Lehrtätigkeit, die aber an einer deutschen Hochschule nicht nachweisbar ist, und da, wo er mal auftreten durfte, musste er dies unter der Aufsicht eines Professors tun.

Wer also ist dieser Ulfkotte: Er weiß alles über den Terroranschlag im Kosovo, über den sonst nur Vermutungen angestellt werden können. {„Hauptaufgabe der Investitions-Beratung ist es, möglichst viele Erkenntnisse über Pristina als Umschlagsplatz für Waffenhandel, Geldwäsche, Rauschgifthandel, Zwangsprostitution und Durchreisegebiet für Islam-Terroristen auf den Weg nach Europa zu beschaffen“, sagt der Terrorismusexperte Udo Ulfkotte zur AZ. Er meint: „Die BND-Männer sind jemandem in die Quere gekommen. Seit Jahren wird versucht, ihnen etwas anzuhängen“. BND-Experte Ulfkotte ist der Meinung, dass die Verhaftung der drei Deutschen ein abgekartetes Spiel zwischen Gangstern und Politikern ist: „Führende Politiker im Kosovo sind Teil der organisierten Kriminalität“}.

Da hat er wieder alles zusammen, was er so für seinen Handel mit islamophoben Versatzstücken braucht. Der Kosovo als Durchreisegebiet für Islam-Terroristen. Das sind Wortschöpfungen, die machen klar, worum es immer wieder geht: um Stimmungsmache. Was allerdings seine Berichte sind, zeigt sich schnell, wenn er sich auf überprüfbarem Terrain bewegt. Da gab es den Badewannenspion, die Taschendiebe und die Bosbach-Lüge. Diese Liste ist nicht annähernd vollständig, sie ist nicht einmal ein Bruchteil des bisher bekannten.

Im Karikaturenstreit hat er sich ja geschickt aus der Affäre gezogen, indem er einfach mal alle anzeigte. Ob das Frankfurter Landgericht wohl heute begreift, dass sich Pax Europa genau dahin entwickelt, wie es von Duckhome vermutet wurde. All das aber scheint niemanden anzufechten. Gebührenfinanziertes Fernsehen lädt ihn ein. Die Welt-Online als typisches Springer-Hetzblatt bietet ihm einen Platz, um seine Behauptungen aufzustellen; und Aiman Mazyek, der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland, macht ihm willig den Gegenpart. Der ist nun überhaupt nicht zu verstehen. Selbst wenn wir seine Zusammenarbeit mit dem Vlaams Belang mal rauslassen, bleibt doch so viel übrig, dass er sich als Gesprächspartner längst selber disqualifiziert hat. Sein Gestammel aus dem Videoschnipsel lässt einen sogar daran zweifeln, dass er seine Bücher und Artikel selbst schreibt. Wer so wenig mit Worten umgehen kann, ist vermutlich niemand, der täglich mit Worten umgeht. Wie dem auch sei: es ist belanglos. Es stellt sich nur die Frage, welchem Zweck Dr. Udo Ulfkotte dient. Er spaltet zwischen Muslimen und Christen. Er ordnete faktisch alle Muslime als geschlossene Gemeinschaft ein, die für den Terror verantwortlich sei. Das nützt Schäuble, aber der will ja alle Bürger verfolgen. Ulfkottes Tun ergibt keinen Sinn. Vielleicht ist es wirklich nur die Folge seines Rekonvertitentums. Das würde einiges erklären, aber schlussendlich muss die Frage unbeantwortet bleiben. So schadet er sich und anderen. {Quelle: http://www.duckhome.de – von  Jochen Hoff}

 

One Response to “Der Muslim Dr. Udo Ulfkotte”

  1. bazillus Says:

    Es ist jedoch das Verdienst des Dr. Ulfkotte, dass er es als einer von Wenigen wagte, die kritische Islamdebatte hier in Deutschland zu eröffnen und anzustoßen. Man sagt zumindest seinen Büchern nach, dass sie gut recherchiert seien.

    Allein dafür gebührt ihm Dank. Meinen Dank hat er.

    Klarzustellen bleibt jedenfalls, dass nicht Dr. Ulfkotte zwischen Muslimen und Christen spaltet. Das besorgen Muslime schon selbst, in dem sie Christen zu den ungläubigen Höllenanwärtern zählen. Das Wort „Christ“ ist in einigen Problembezirken bereits ein Schimpfwort wie „Jude“ auch. Ich denke, das spaltet. Die Religion spaltet, nicht einzelne Personen. Den Boten kann ich nicht als Spalter bezeichnen.

    Der Autor scheint hier auch gern zu pauschalieren.


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