kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Freidenker fordern: Diese schönen Gipfelkreuze sollen weg! 26. Oktober 2010

Filed under: Nachrichten — Knecht Christi @ 05:53

Berge sind öffentlicher Raum. Da haben Kreuze nichts verloren, finden die Schweizer Freidenker.

 

Auf allen Gipfeln ist Ruh’, sagt man. Und auf allen Gipfeln steht ein Kreuz, weiß man. Jetzt stehen diese Kreuze zur Debatte – und prompt ist es aus mit der Ruh’. Die Freidenker-Vereinigung Schweiz hat genug von frommem Schmuck auf Bergspitzen, berichtete die „Zentralschweiz am Sonntag“. „Wir wollen keine neuen Gipfelkreuze“, sagt Reta Caspar (53), Geschäftsführerin der Freidenker, zu BLICK. „Die meisten von ihnen wurden ja erbaut vor 1969, also vor Inkrafttreten des heutigen Raumplanungsgesetzes. Heute braucht es dafür eine Baubewilligung. Und da erwarten wir von den Behörden, dass sie äußerste Zurückhaltung üben“.

Berge sind öffentlicher Raum. Und der soll frei sein von religiösen Zeichen. Umso mehr, als Christen in diesem Land nicht mehr die große Mehrheit seien: „Die Volkszählung 2010 wird wohl zeigen, dass in der Schweiz mindestens 20% der Bevölkerung konfessionslos sind“, ist Reta Caspar überzeugt. Auch Urs Wellauer (51) bezeichnet sich als nicht religiös. Aber er ist auch Bergführer, präsidiert den Bergführerverband – und findet die Idee der Freidenker absurd: „Was stören diese Kreuze jetzt die Freidenker? Wer von deren Verein steigt schon regelmäßig auf die Berge? Gipfelkreuze sind Kultur. Sie stehen seit Jahrhunderten. Und sollen noch Jahrhunderte stehen“. Mindestens ein Bergführer kämpft dagegen an: Der Freiburger Patrick Brussard (48) sägte vor einem Jahr mehrere Gipfelkreuze um. „Als Reaktion auf die Untaten der Kirche“, erklärte er. Inzwischen plant er gar eine Initiative zur Abschaffung aller Gipfelkreuze. „So eine Initiative würden wir unterstützen“, verspricht Reta Caspar. „Es hat nämlich nichts mit Religionsfreiheit zu tun, das ganze Land mit Kreuzen vollzupflastern“.

Dabei setzte es letzte Woche für die Schweizer Freidenker eine Niederlage. Mitglied David Schlesinger (41) hatte erreicht, dass in Triengen LU, in der Schule seiner Kinder, Kruzifixe gegen schlichte Kreuze getauscht werden. Darauf bekam der gebürtiger Deutsche Morddrohungen. Am Freitag verließ er samt Familie das Land. Prompt überlegt sich die Schule jetzt, die Kruzifixe wieder aufzuhängen.

Das sind Freidenker: Freidenker orientieren sich an der Wissenschaft und am Humanismus. Sie lehnen religiöse Glaubenssätze ab und sind darum oft Atheisten oder Agnostiker – ein Atheist ist der Auffassung, dass es keinen Gott gibt; ein Agnostiker sagt, dass der Mensch die Frage, ob es einen Gott gebe, gar nicht beantworten kann. Trotz der Unabhängigkeit von Glaubensregeln beziehen sich Freidenker ausdrücklich auf ethische Grundsätze wie Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Gewaltverzicht. Die Schweizer Freidenker sind seit 1908 in der Freidenker-Vereinigung der Schweiz (FVS) organisiert. Ihr Vorhaben, die Kampagne „Wahrscheinlich gibt es keinen Gott“ gemäß englischem Vorbild in Schweizer Trams und Bussen zu lancieren, scheiterte letztes Jahr: Die ÖV-Unternehmen lehnten die Plakate ab.

Das sagen Blick.ch-Leser:
= Felix Dähler, Heiligenschwendi: „Ein paar Zitate der Freidenker-Vereinigung der Schweiz vom 4.11.2008: „Ein Minarettverbot verletzt die Trennung von Kirche und Staat“ – „Ein Minarettverbot verletzt die Glaubens- und Gewissensfreiheit“ – „Ein Minarettverbot verletzt den Anspruch auf Gleichbehandlung“ – „Ein Minarett stört den Religionsfrieden nicht“ … aber ein Kreuz auf einem Gipfel???
= Romeo Meier, Los Angeles: „Man müsste diese Kreuze unter Denkmalschutz stellen dann könnte man sie nicht entfernen!
= Hans Baumann, unterland: „Bei diesen Forderungen stellt sich nur eine Frage: Gibt es Intelligentes Leben auf der Erde?

= Pirmin Derungs, Seedorf: „Ob gläubig oder nicht wir sind doch ein Christlich geprägtes Land. Die kreuze gehören seit jeher auf die Schweizer Gipfel wie der Rütlischwur auch zur Schweizer Geschichte gehört. Liebe Frau Caspar die kreuze waren schon da bevor sie auf der Welt waren auch wenn sie schon eine ältere Frau sind. Wenn es ihnen nicht passt müssen sie ja nicht unbedingt hier in der Schweiz bleiben, sie dürfen ruhig in ein Land auswandern das keine Kreuze auf den bergen hat, es hält sie niemand davon ab“.

= Adrian Rüst, Altstätten: „Wir sind kein christlicher sondern ein säkularisierter, demokratischer westlicher Staat mit einer großen Zahl an Grundrechten, darunter auch die Religionsfreiheit. Die schließt das Recht mit ein, im öffentlichen Raum nicht ständig von Symbolen diverser Religionsgemeinschaften, die glauben die Wahrheit gepachtet zu haben, verfolgt zu werden. So kann man über Kopftücher, Minarette aber auch über Kreuze und Kirchengebimmel sehr wohl diskutieren. Welche Religion mehr Anhänger hat, ist egal“.

{Quelle: http://www.blick.ch – Von Thomas Ley}

 

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