kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Bereitet Wulff türkischen EU-Beitritt vor? 25. Oktober 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 02:35

Auf Seite 2 der gedruckten BILD-Zeitung vom gestrigen Samstag standen am Ende des Artikels „Mit Kopftuch in der Moschee“ über den Besuch der Wulffs in der Blauen Moschee in Istanbul folgende schwerwiegende Sätze: “EU-Beitritt: Öffentlich hat Wulff immer wieder die Linie bekräftigt, die auch Kanzlerin Merkel vertritt. Er hat ‘faire Verhandlungen’ gefordert und versichert, dass einmal geschlossene Verträge eingehalten werden. Aber intern hat er bei seinen türkischen Gastgebern auch durchblicken lassen, dass er persönlich zum EU-Beitritt langfristig keine Alternative sieht”.

„Zum EU-Beitritt langfristig keine Alternative sieht“ – ein politischer Hammer. Und schon macht das alles Sinn, was der Bundeswulff in den vergangenen Tagen an Merkwürdigem abgeliefert hat. Möglicherweise ist dies alles im Rahmen einer Gesamtstrategie zu sehen, die von der Rede zur deutschen Einheit, in der er den Islam als Teil Deutschlands verkaufte, bis zu seinen höchst schmeichelhaften Äußerungen bei seinem Türkeibesuch reicht.

Ist der Bundespräsident etwa im Auftrag der Kanzlerin unterwegs, um den Boden für einen EU-Beitritt der Türkei vorzubereiten? Ist man auf dieser Ebene ernsthaft der Auffassung, dass die Türkei, die sich unter der Regie der Regierungspartei AKP gerade kräftig re-islamisiert, deren Premierminister Erdogan die türkischstämmigen Politiker Europas zur „Türkisierung“ Europas aufruft und ihnen Weltmachtsphantasien einimpft, irgendwann EU-beitrittsfähig ist?

Durch eine solche Politik, die in Richtung Selbstaufgabe geht und den Mief der Unterwürfigkeit hat, vergrößert sich die Kluft zwischen den Bürgern dieses Landes, die mit überwältigender Mehrheit einen solchen Beitritt entschieden ablehnen, und der politischen Führung, die offensichtlich in Berlin wie in einem Raumschiff lebt und von der Lebenswirklichkeit auf den Straßen und in den Schulen dieses Landes nichts mitbekommt. Oder nicht mitbekommen will. Dazu passt die Zuschrift von PI-Leser Sugus: {„Viel ist in der letzten Zeit diskutiert worden über die Rede unseres Bundespräsidenten Wulff – jene, die er hierzulande am Tag der Deutschen Einheit hielt. Sie wurde ausgiebig kommentiert und interpretiert. Ich möchte das Augenmerk auf einen Aspekt lenken, der mir trotz aller Diskussionen viel zu wenig beachtet wird. Wenn der Islam zu Deutschland gehört, dann ist Deutschland folglich auch ein islamisches Land. Es ist zwar (noch) kein mehrheitlich islamisches Land, sondern ein auch islamisches Land. Diese implizite Feststellung unseres Bundespräsidenten, von den „Leitmedien“ so gewissenhaft wie engagiert nachgebetet, bedeutet einen ungeheuer großen Schritt der Türkei hin zum Beitritt in die Europäische Union! Obwohl es keine offizielle Richtlinien in dieser Hinsicht gab, war es doch lange unausgesprochener Konsens der Staatsführungen der Europäischen Union, dass ein islamisches Land nicht Mitglied der Europäischen Union werden kann bzw. werden soll – was von türkischen Politikern erkannt wurde und zur Beschimpfung des Staatenbundes als „Christen-Club“ führte. Zwar wurde „islamisch“ in diesem Zusammenhang vorwiegend so verstanden, dass ein mehrheitlich von Muslimen bewohntes Land als islamisch gilt. Doch im Wolkenkuckucksheim der Politiker wird man auf solche entscheidenden Differenzierungen keinen Wert legen. Es wird vielmehr auf die Auslegung der geradezu beitrittsgeilen EU-Funktionäre und der volksfernen Politiker ankommen. Und sie sehe ich in Zukunft genau diese Logik herunterbeten: Da Deutschland sowieso auch ein islamisches Land ist, macht es keinen Unterschied, wenn ein weiteres islamisches Land, nur halt mehrheitlich von Muslimen bewohnt, in die EU kommt. Wulff ist Mitglied der CDU – Angela Merkel, die ihn für seine Rede lobte, ebenfalls. Bisher ging man davon aus, dass die Christdemokraten der Türkei nur eine „Privilegierte Partnerschaft“ zugestehen wollen. Nachtigall, ick hör Dir trapsen, würde der Berliner sagen“}.

Und so müssen wir höllisch aufmerksam sein, was in den nächsten Wochen und Monaten auf politischer Ebene alles an Zwischentönen zu diesem wohl angestrebten türkischen EU-Beitritt zu hören sein wird. Die einzige etablierte Partei, die hierzu kompromisslos ihr „Nein“ kommuniziert, ist die CSU. Aber sie ist eben nur ein kleiner Partner in der Koalition und wird sich in dieser Frage, wenn es einmal ernst werden sollte, kaum durchsetzen können. Die Wulffs, Merkels und Westerwelles unterschätzen aber bei all ihren diplomatischen Verrenkungen zum Islam und zur Türkei eines ganz enorm: Den Willen und die Entschlossenheit der Bürger dieses Landes, die sich immer weniger abenteuerliche Märchen zu der Eroberungsideologie im Mantel einer Religion erzählen lassen. Sie bekommen mit, wie die schleichende Islamisierung im Inneren abläuft. Auf Dauer ist dies nicht mehr schönzureden. Die öffentliche Diskussion hat seit Sarrazin eine neue Qualität erreicht. Sie ist noch nicht dort, wo regelmäßige PI-Leser sie gerne hätten, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Fakten lassen sich nicht auf Dauer vertuschen.

Das einzig Positive, was man dem Wulff’schen Türkeibesuch abgewinnen kann, ist sein Einsatz für die unterdrückten Christen dieses islamischen Landes. Ob er etwas bewirkt, darf bezweifelt werden. Der Islam duldet nunmal keine Gleichberechtigung einer anderen Religion in seinem Herrschaftsbereich, und das werden die Christen dort sehr bald wieder zu spüren bekommen. Denn wenn die deutschen Kameras und Fotoapparate wieder weg sind, wird der trostlose islamische Alltag wieder Einzug halten. Und dann werden Christen wieder Sondergenehmigungen für ihre Gottesdienste einholen müssen, dürfen weiterhin keine Kirchen renovieren, geschweige denn neue bauen, und keine Priesterausbildungen durchführen. Wenn Wulff Charakterstärke besäße, hätte er bei seinem Besuch gesagt: „Für jede neue Moschee in Deutschland wird eine Kirche in der Türkei gebaut oder renoviert“. Quid pro quo eben. Aber der Deutsche hat eben ein rückgratloser Bückling zu sein, sonst wird ihm gleich die jüngere Geschichte vorgehalten. Es ist eine Schande, dass die deutsche Politik selbst im Jahre 2010 diese Zwangsjacke immer noch stillschweigend akzeptiert. (Quelle: PI-News – Von Michael Stürzenberger)

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s