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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Thomas-Evangelium – Nicht mehr ungläubig? 24. Oktober 2010

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 01:39

Beim Bau von Bewässerungskanälen waren ägyptische Bauern kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in der Nähe des Dorfes Nag Hammadi, etwa hundert Kilometer nördlich der Stadt Luxor, auf eine in Kalkstein gehauene Grabhöhle gestoßen, in der sie einen Tonkrug fanden. Zu ihrer Enttäuschung enthielt der Krug keinerlei Münzen oder Schmuck, sondern nur einige Papyrus-Bände. Sie ließen sich immerhin zum Feuermachen verwenden, und dazu wurden sie denn auch benutzt.

Nun ist in diesem Jahrhundert kein Fellachendorf so weit aus der Welt, daß nicht auch dort bekannt wäre, wie sehr sich unter Umständen Wissenschaftler für Funde interessieren könnten und wie bequem sich mit derlei Fundsachen Geld verdienen lässt. Auch die Kanalbauer von Nag Hammadi nahmen daher die Papyrus-Reste, die sie nicht beim Teekochen verfeuert hatten, mit in die Ortschaft und erzielten für sie einen allerdings bescheidenen Preis: Der Sohn eines koptischen Priesters – die Kopten sind christliche Nachfahren der ägyptischen Urbevölkerung mit eigener Kirche – zahlte ihnen drei ägyptische Pfund, das entspricht einem Betrag von 36 Mark.

Der Priestersohn erhielt für dieses Geld immerhin noch 48 Abhandlungen in insgesamt dreizehn Büchern, von denen elf in Leder gebunden waren. Zwölf der Bücher gingen an das Koptische Museum in Kairo, eines erwarb das Jung-Institut in Zürich. Für die Auswertung der Funde brachte der Direktor des Koptischen Museums, der in Berlin wissenschaftlich geschulte Religionsforscher Pahor Labib, aus England, Holland, Frankreich, Ägypten, der Schweiz, den Vereinigten Staaten und der Bundesrepublik eine siebenköpfige internationale Expertengruppe zusammen, die alsbald herausfand, daß sich unter den Dokumenten, deren Alter auf 1500 Jahre geschätzt wird, mindestens eines von fast sensationeller Bedeutung befand: das sogenannte Thomas-Evangelium.

Dieses in gut lesbarer, koptischer Schrift gehaltene Dokument beginnt mit dem Satz: „Das sind die geheimen Worte, die der lebendige Jesus sprach, und es schrieb sie Didymos Judas Thomas auf und sagte: Wer je diese Worte versteht, der wird den Tod nicht schmecken“.

Nun gibt es unter den sogenannten apokryphen Evangelien – also unter den nach kirchlicher Auffassung nicht authentischen, von den Synoden nicht kanonisierten (in den „Kanon“ der Bibel aufgenommenen) frühchristlichen Schriften – ohnehin ein Thomas-Evangelium; es enthält Legenden über die Jugendzeit des Nazareners, aus deren Vorrat vornehmlich in Kindergottesdiensten geschöpft wird. Dieses apokryphe, biographische Evangelium ist nicht identisch mit der aufgefundenen Thomas-Schrift, beide haben kaum etwas gemeinsam.

Das bei Nag Hammadi zutage geförderte Thomas-Evangelium, das wahrscheinlich von einem gegen 170 nach Beginn der Zeitrechnung geschriebenen griechischen, in Syrien verfassten Text übertragen sein dürfte, enthält vielmehr nur 114 Logien 114 Sprüche, die fast alle mit den Worten beginnen: „Jesus sagte“. Diese Logien sind jetzt dem deutschen Publikum zugänglich gemacht worden: Urtext und deutsche Übersetzung erschienen in einem holländischen Verlag*, außerdem hat der Leidener evangelische Theologe Willem Cornelis van Unnik in einem deutschen Verlag das Buch „Evangelien aus dem Nilsand“** herausgegeben, in dem er außer seinem eigenen Kommentar auch den abweichenden seines katholischen Kollegen Professor Johannes B. Bauer veröffentlicht.

Der als Verfasser angegebene Didymos Thomas ist der Bibelwissenschaft ziemlich wenig bekannt; im Neuen Testament wird er nur an einer Stelle ausführlich erwähnt: vom Johannes-Evangelium. Die Anekdote, die in diesem Evangelium über ihn mitgeteilt wird, hat ihm das Beiwort vom „ungläubigen“ Thomas eingebracht. Johannes, Kapitel 20, Vers 24 bis 29 (in der katholischen Bibelfassung) lautet: {Thomas aber, einer von den Zwölfen, Didymus genannt, war nicht bei Ihnen, als Jesus kam. Da sagten die andren Jünger zu ihm: „Wir haben den Herrn gesehen“! Er aber sagte zu ihnen: „Wenn ich nicht an seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meinen Finger in das Mal der Nagel und meine Hand in seine Seite lege, glaube ich es nicht“. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen im Hause und Thomas mit ihnen. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, stand in Ihrer Mitte und sprach: „Friede sei mit euch“! Dann sagte er zu Thomas: „Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand und lege sie in meine Seite; und sei nicht ungläubig, sondern gläubige“. Da antwortete ihm Thomas: „Mein Herr und mein Gott“! Jesus sprach zu ihm: „Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt; selig, die nicht sahen und doch glaubten“}.  

Von dieser Begebenheit ist in dem aufgefundenen Evangelium des Thomas Didymos kein Wort erwähnt. Im Gegenteil: Hier erscheint Thomas nicht als der letzte Zweifler unter den Aposteln, sondern als bevorzugter Empfänger einer geheimnisvollen Botschaft Jesu: {Jesus sagte zu seinen Jüngern: Vergleicht mich und sagt mir, wem ich gleiche. Es sagte zu ihm Matthäus: Du gleichst einem weisen, klugen Menschen. Thomas sagte zu ihm: Meister, mein Mund wird es ganz und gar nicht über sich bringen, daß ich sage, wem du gleichst. Jesus sagte: Ich bin nicht dein Meister, da du getrunken hast und trunken geworden bist von der sprudelnden Quelle, die ich ausgemessen habe. Und er nahm ihn, zog sich zurück und sagte ihm drei Worte. Als Thomas aber zu seinen Gefährten kam, fragten sie ihn: Was hat dir Jesus gesagt? Es sagte zu ihnen Thomas: Wenn ich euch eines der Worte sage, die er mir gesagt hat, werdet ihr Steine nehmen und noch mir werten, und Feuer wird aus den Steinen kommen und euch verbrennen}.

Die insgesamt 114 Logien, aus denen das Thomas-Evangelium von Nag Hammadi besteht, lassen sich in vier Gruppen aufteilen, nämlich in:
= 14 Sprüche, die wörtlich mit Zitaten aus den anerkannten Evangelien übereinstimmen;
= Sprüche, die auch in Evangelien zu finden sind, aber im Detail variieren oder im Wortlaut abweichen.
= Sprüche, die sich nicht in den Evangelien finden, aber aus anderen Quellen – etwa aus den Schriften der Kirchenväter – bekannt sind;
= Sprüche, die bisher völlig unbekannt waren.

Der fragmentarische Eindruck, der durch die Aneinanderreihung von Aussprüchen Jesu entsteht, erhöht jedoch eher die Authentizität dieser auch sprachlich originell wirkenden Aufzeichnungen, als daß er sie mindert. Nach den formgeschichtlichen Untersuchungen der Bibelwissenschaft bildet ohnehin eine – bisher nie aufgefundene – Sammlung von Sprüchen Jesu die Grundlage mindestens dreier der vier kanonischen Evangelien, nämlich der Evangelien Matthäus, Markus und Lukas, der wegen ihrer Übereinstimmungen so genannten „synoptischen“ Evangelien (griechisch Synopsis = Zusammenschau).

In den urchristlichen Gemeinden kursierten zunächst nur die Worte Jesu von Mund zu Mund. Um diese überlieferten Aussprüche Jesu ist erst später ein phantasiereiches Beiwerk von Wundergeschichten und Legenden gerankt worden; die Rahmenerzählung, angefangen von der Jungfrauengeburt bis zur Himmelfahrt des Auferstandenen, fand erst allmählich Eingang in die christliche Lehre. Außer dem Bedürfnis der kirchlichen Autoritäten, den immer reißender werdenden Strom von Geschichten durch eine Einheitsfassung einzudämmen, scheint das Schwinden der urchristlichen Hoffnung, derzufolge das Ende der Welt unmittelbar bevorstehe und der auferstandene Jesus wiederkehren werde, „zu richten die Lebendigen und die Toten“, den Anstoß zur schriftlichen Fixierung der Evangelien gegeben zu haben. Die ersten schriftlichen Fassungen entstanden wahrscheinlich zwischen den Jahren 70 und 125, die ersten vollständig erhalten gebliebenen Schriftfassungen des Neuen Testaments stammen aus dem 4. Jahrhundert. Bei den sehr unterschiedlichen Auffassungen der Frühchristen über den Inhalt der Lehre Jesu konnte es nicht ausbleiben, daß die Geschichte der Evangelien-Kodifizierung von schweren Richtungskämpfen begleitet war. In welchem Ausmaß in dieser Zeit mit der vorerst nicht rekonstruierbaren ursprünglichen christlichen Heilslehre manipuliert worden ist, geht daraus hervor, daß zahlreiche literarische Versuche zur Fixierung der neutestamentlichen Texte unternommen worden sind.

An opportunistischer Gesinnung fehlte es den Autoren nicht… Schon die unterschiedlichen Stilformen der kanonischen Evangelien verraten, wie stark sich der jeweilige Erzähler in Inhalt und Form seiner Aussagen der Mentalität des von ihm umworbenen Publikums anpaßte. Der römische Kaiser Hadrian (117 bis 138), dessen Imperium ein Tummelplatz sich gegenseitig beeinflussender und miteinander vermengender Religionen und Kulte war, schrieb in einem Brief über die religiösen Zustände in Ägypten: „Dort gibt es Christen, welche (die ägyptische Gottheit) Serapis verehren, und Menschen, die sich Bischöfe Christi nennen, während sie sich Serapis geweiht haben. Man findet dort nicht einen einzigen jüdischen Synagogenvorsteher, nicht einen Samariter, nicht einen Ältesten der Christen, der nicht Astrologe, Wahrsager oder allenfalls ein Quacksalber wäre“.

Auch das bei Nag Hammadi aufgefundene Thomas-Evangelium kann die Frage nach der Historizität der Person Jesu nicht klären. Es ist aber ein Dokument von solcher
Bedeutung, daß etwa der Sprecher des internationalen Forschungskomitees, Professor Oscar Cullmann – er ist Spezialist für Geschichte des frühen Christentums an der Pariser Sorbonne und hält gegenwärtig Gastvorlesungen am Union Theological Seminar in New York -, glaubt, das Evangelium nach Thomas sei für die Bibelforschung ebenso wichtig wie die ungefähr gleichzeitig entdeckten Schriftrollen vom Toten Meer, die Qumran-Funde. Cullmann urteilt: „Die Quelle unserer Schrift ist offenbar eine ältere Sammlung von Aussprüchen Jesu aus den ersten Jahren nach der Kreuzigung, ganz ähnlich derjenigen, die Matthäus und Lukas kannten. Markus kannte wahrscheinlich eine Sammlung, die der unseren ganz ähnlich war“.

Das sogenannte Thomas-Evangelium ist demnach ein Dokument, dessen Original aus einer Zeit zu stammen scheint, die vor der abschließenden Fixierung der kanonischen Evangelien liegt – den Kern der christlichen Botschaft also auf eine Art wiedergibt, die weniger von späteren Legenden beeinflußt ist als die Gruppe der kanonisierten Evangelien. Es hat aber für die Erforschung der frühchristlichen Zeit noch auf andere Weise Bedeutung: Außer Sprüchen Jesu, die wortwörtlich auch in den synoptischen Evangelien enthalten sind, gibt es Sätze wieder, deren Essenz gewöhnlich der sogenannten Gnosis zugerechnet wird.

Nun gibt es in der Religionswissenschaft kaum ein so komplexes und so heftig umstrittenes Gebiet wie das, was man unter „Gnosis“, „Gnostik“ oder „Gnostizismus“ zu verstehen pflegt. Übereinstimmung herrscht unter Theologen im wesentlichen nur darin, daß es sich bei der Gnosis um eine religiöse Geistesströmung handelt, die – wie die Übersetzung des griechischen Wortes „Gnosis“ besagt – das Heil aus der „Erkenntnis“ Gottes zu erreichen hofft. Logion 5 des aufgefundenen Thomas-Evangeliums lautet: „Jesus sagte: Erkenne, was vor deinem Angesicht ist, und was dir verborgen ist, wird sich dir offenbaren“.

Der Herausgeber des Thomas-Evangeliums, der protestantische Professor van Unnik, hält daher den entdeckten Text für ein Zeugnis der christlichen Gnosis, räumt aber ein, daß er „auch von der Gnostik Abweichendes aufweist“. Nach seiner Ansicht ist das Thomas-Evangelium in frühchristlicher Zeit von den Gemeinden „neben den kanonischen Evangelien … verwendet worden“. Für van Unniks Annahme spricht, daß – wie aus verschiedenen Quellen bekannt ist – in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten fünf Evangelien im Umlauf gewesen sind. Der syrische-Lehrer Tatianus unternahm zum Beispiel um das Jahr 170 den Versuch, aus wahrscheinlich fünf Evangelien eine Evangelienharmonie zusammenzustellen. Zu dieser Zeit war der Streit, welche neutestamentlichen Texte als authentisch und welche als nicht authentisch, wenn nicht sogar als ketzerisch zu betrachten seien, noch längst nicht entschieden – er zog sich über Jahrhunderte bis etwa zum Jahre 400. Van Unnik glaubt, daß vielleicht „von den synoptischen Evangelien unabhängige Texte bewahrt geblieben“ seien und man es hier mit „einem unabhängigen Zeugen neben den synoptischen Überlieferungen“ zu tun habe. Schon „wegen der Möglichkeit, daß wir hier neue Worte Christi kennenlernen“, betont Unnik, sei das Thomas-Evangelium-bedeutsam.

Der katholische Bibelwissenschaftler dagegen, der Grazer Theologe Professor Johannes B. Bauer, den van Unnik in seinem Buch zu Wort kommen lässt, hält das Evangelium des Thomas ausschließlich für ein Werk der Gnosis und erklärt, daß sogar bei den Jesus zugeschriebenen Worten, die wie echt wirkten, die Gefahr bestehe, „daß sie nichts als gnostische Umbildungen oder Neuschöpfungen sind“. Noch energischer äußerte sich sein Bonner Kollege, der katholische Theologe Professor Dr. Karl Th. Schäfer. Er erklärte, daß die Prüfung des Thomas-Evangeliums Zeit erfordere, sicher aber sei: „Was immer die kommenden Untersuchungen ergeben werden, eines steht schon jetzt fest: Neue Erkenntnisse über Jesus Christus selbst werden uns nicht geschenkt werden.“ Authentisch sei allein „die in den von der Kirche seit dem 1. Jahrhundert anerkannten Evangelien bezeugte Lehre Jesu“.

Für die schroffe Ablehnung des Thomas-Evangeliums noch vor dessen genauer wissenschaftlicher Prüfung hat die katholische Kirche gewichtige Gründe. Im Thomas-Evangelium wird nämlich Jakobus – wie in den anderen Evangelien auch – als ein leiblicher Bruder Jesu bezeichnet. Die katholische Kirche, die sich der These von einer dauernden Jungfrauschaft Mariens verpflichtet hat, interpretiert das Wort Bruder daher stets als „naher Verwandter“ oder „Vetter“ und könnte das auch beim Thomas-Evangelium so halten.

Im Thomas-Evangelium wird aber überdies – wie auch in anderen von der Kirche strikte abgelehnten Quellen – diesem Jesus-Bruder Jakobus der Primat unter den Jüngern zugesprochen. Jakobus war der erste Bischof der christlichen Gemeinde in Jerusalem. Im von der Kirche anerkannten Bibeltext wird der Primat unter den Aposteln dagegen dem Jünger Petrus zugeschrieben, dem ersten Bischof einer christlichen Gemeinde in Rom.

* A. Guillaumont, H.-Ch. Puech, G. Quispel, W. Till und Yassah Abd Al Masih: „Evangelium nach Thomas“; Verlag E. J. Brill, Leiden; 62 Seiten; 8 Gulden.
** Willem Cornelis van Unnik: Evangelien aus dem Nilsand“; Verlag Heinrich Scheffler, Frankfurt am Main. Apostel Thomas (Plastik um 1400) – Selig ist der Löwe

{Quelle: Der Spiegel 5/1960 – von Unnik Bauer}

 

One Response to “Thomas-Evangelium – Nicht mehr ungläubig?”

  1. (Vorwort zur 7. Auflage der NWO) „Die Wirtschaftsordnung, die Gesellschaftsordnung, der Staat sind, das sieht man jetzt endlich ein, auf dem Geldwesen, auf der Währung aufgebaut. Mit der Währung steht und fällt der Staat, und zwar nicht nur der Staat, wie ihn die herrschende Schicht zu Herrschaftszwecken errichtet hat, sondern der Staat schlechthin, der Staat der Bureaukraten, der Sozialisten, sogar der „Staat“ der Anarchisten. Denn mit dem Sturz der Währung hört jedes höhere Gesellschaftsleben einfach auf, und wir fallen in die Barbarei zurück, wo es keinen Streit um Staatsformen gibt.“

    (NHC II,2,001) Wer die Erklärung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.
    (NHC II,2,044) Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel.
    (NHC II,2,055) Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein.
    (NHC II,2,105) Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden.
    (NHC II,2,106) Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: „Berg, hebe dich hinweg!“, wird er verschwinden.
    (NHC II,2,113) Seine Jünger sagten zu ihm: „Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?“ Jesus sagte: „Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: „Siehe hier oder siehe dort“, sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht.“ ***

    Mutter = Summe aller Ersparnisse
    Hure = Finanzkapital
    Brüder und Schwestern = Sachkapitalien
    Berg = Rentabilitätshürde
    Tod = Liquiditätsfalle
    Vater (der Kultur) = Kreditangebot
    Sohn = Kreditnachfrage
    heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld
    (heilig = gesichert; Geist = Geldumlauf)
    Königreich des Vaters = Natürliche Wirtschaftsordnung

    *** (Vorwort zur 3. Auflage der NWO) „Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat.

    Der Kurzsichtige ist selbstsüchtig, der Weitsichtige wird in der Regel bald einsehen, dass im Gedeihen des Ganzen der eigene Nutz am besten verankert ist.“

    Jüngstes Gericht


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