kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die Bibel und Sie 24. Oktober 2010

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 01:47

Eine Umfrage des Nachrichtenmagazins FOCUS aus dem Jahr 1999 ergab, daß fast Zweidrittel der Deutschen an Gott glauben, aber nur noch zwölf Prozent meinen damit ausdrücklich den christlichen Gott. Ein weiteres Ergebnis dieser Umfrage war, daß fast die Hälfte der Befragten nicht an ein Leben nach dem Tode glaubt. In einer 1997 in den USA durchgeführten Umfrage waren Zweidrittel der befragten US-Amerikaner der Überzeugung, daß Jesus Christus sein Versprechen wahr machen und zur Erde wiederkehren wird. In Europa würde der Prozentsatz der Ja-Antworten auf diese Frage mit Sicherheit deutlich geringer ausfallen. In dieser Broschüre haben wir uns mit der Frage befasst, ob die Bibel wahrheitsgemäß und deswegen ein verlässlicher Ratgeber für menschliches Verhalten ist. Wir haben handfeste Beweise dafür vorgelegt, daß dem wirklich so ist. Die Belege, obwohl zahlreich und einleuchtend, genügen aber nicht, jeden Agnostiker und jeden Atheisten zu überzeugen. Denn wäre das der Fall, gäbe es ja keine Agnostiker und Atheisten mehr.

Die Bibel und die Generation von heute

Einige Menschen sind bereit, die Glaubwürdigkeit der Bibel zu akzeptieren, nachdem sie mit handfesten wissenschaftlichen Beweisen konfrontiert wurden. Doch die meisten Menschen in unserer modernen Welt wollen sich nicht mit der Bibel auseinandersetzen. An einem Gott, der ihnen durch die Offenbarung in der Heiligen Schrift begegnet, sind sie nicht interessiert. Sie suchen vielmehr nach einem „Gott“, der sich ihrem vorgefaßten Weltbild anpasst. Man könnte das vielleicht mit der Suche nach einem künstlichen, synthetischen Gott vergleichen, geformt nach eigenen menschlichen Vorstellungen. Nach Meinung des Schriftstellers Wade Clark Roof ist die Generation der geburtenstarken Jahrgänge (1945 bis 1964) „in einem kulturellen Umfeld aufgewachsen, in dem Entscheidungsfreiheit, Selbsterkenntnis, Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung im Mittelpunkt standen und zu einem höchst subjektiven Umgang mit Religion führten“ (A Generation of Seekers, Harper, San Francisco, 1993, Seite 30).

Die Mitglieder dieser Generation seien einer strukturierten Religion abgeneigt und würden mit geringerer Wahrscheinlichkeit einer organisierten Kirche angehören, geschweige denn die Bibel für bare Münze nehmen. Sie wüssten nicht genau, bei wem sie auf Glaubensfragen Antwort suchen sollten. Unsicher, ob es überhaupt so etwas wie objektive Wahrheit gibt, suchten diese Menschen eher nach einer Kirche, die ihrem persönlichen Geschmack entspricht, als nach einer Stätte, wo sie objektiver biblischer Wahrheit begegnen würden. Wichtiger für sie sei es, sich in einer Kirche oder Gemeinde zu Hause zu fühlen, als an einer Kirche teilzunehmen, deren Lehre und Praxis in der Bibel verankert sind. Das, was sie in ihrer Kindheit und Jugend erlebt haben, hat sie etablierten Einrichtungen – Glaubenseinrichtungen eingeschlossen – weitgehend entfremdet. Die geburtenstarken Jahrgänge seien die erste Generation, die mit dem Fernsehen aufgewachsen sei, und das habe ihre Haltung auch zur Religion mitgeprägt. Die Eltern hätten ihr Weltbild hauptsächlich durch das Lesen gewonnen, aber die Nachkriegskinder seien in großem Maße von Fernsehbildern aufgezogen worden. „In der Druckkultur wurde objektivem Wissen Vorrang gegeben, und im Mittelpunkt standen Vernunft und Verstand. Dementsprechend wurde über religiöse Themen logisch und rational diskutiert. Theologische Überlegungen und Debatten über Glaubensinhalte konnten in einem solchen Klima gedeihen … Aber in der Bilderkultur wird das Objektive vom Subjektiven verdrängt …“ (ebenda, Seite 135, Hervorhebung durch uns).

Das Ergebnis: Die jüngeren Generationen nehmen eine andere philosophische Haltung zu Gott, Kirche, religiösem Erleben und der Bibel ein. Ob die Bibel wahrheitsgemäß ist, scheint sie nicht sonderlich zu interessieren oder zu bewegen. Das gilt auch für verschiedene Fachleute: „Es fehlt nicht an Gelehrten – zu ihnen gehören Historiker, Theologen, Philologen und Archäologen -, die … zu der Ansicht gelangt sind, im Grunde sei es zweitrangig, ob die in der Bibel berichteten Fakten stimmen oder nicht“ (Werner Keller, Und die Bibel hat doch recht, Rowohlt, 1998, Seite 438). Doch die Frage nach der Wahrhaftigkeit der Bibel ist schon wichtig. Dem biblischen Archäologen George Ernest Wright zufolge „[hängt beim] biblischen Glauben alles davon ab, ob die zentralen Ereignisse wirklich stattfanden“ (Keller, Seite 439).

Wenn die Hauptereignisse, von denen die Bibel berichtet, nicht stattgefunden haben, wie können wir dann irgend etwas glauben, was in diesem Buch steht? Die Lebensgeschichten der Erzväter im Alten Testament sind die Grundlage der biblischen Geschichte. Wenn nun der Gott, der von sich behauptet, er habe die Bibel inspiriert, uns Märchen und Legenden überliefert hat, wie sollten wir uns auf sein Wort verlassen können?

Abraham und Alexander der Große

 

Wenn man dem Neuen Testament glauben darf, haben die Erzväter und Patriarchen der heiligen hebräischen Schriften tatsächlich gelebt. Nehmen wir zum Beispiel Abraham. Er wird zu den Vorfahren Jesu Christi gerechnet (Matthäus 1,1). Während eines Gespräches mit den Pharisäern sprach Jesus so von Abraham, als habe dieser wirklich gelebt (Johannes 8,56-58). Sollte Christus sich dabei geirrt haben, dann war er nur ein Mensch und dazu noch schlecht informiert. Er war dann auch nicht unser Retter, und unser Glaube ist nichtig. Daran ist zu erkennen, wie wichtig es ist, ob die Bibel wahrheitsgemäß ist oder nicht! Ohne ein Mindestmaß an Gottvertrauen ist es nicht möglich zu glauben, daß Abraham tatsächlich gelebt hat, denn bisher gelang es noch niemandem, eine eigenhändige Unterschrift des Patriarchen beizubringen. Es gibt dennoch Indizien für seine einstige Existenz. Betrachten wir zum Vergleich eine berühmte weltliche Persönlichkeit. Bis heute konnte noch niemand eine eigenhändige Unterschrift von Alexander dem Großen vorzeigen. Doch wird Alexanders Einfluss auf die Welt seiner Zeit anerkannt. Er „veränderte die Weltkarte grundlegend. Kulturen und Sprachen, sogar Sitten und Moden, sind von ihm nachhaltig geprägt“ (The Interpreter’s Dictionary of the Bible, Band 1, Seite 77). Dennoch wurde die älteste noch übriggebliebene Biographie Alexanders erst 400 Jahre nach seinem Tod verfasst.

Autor war der um 96 n. Chr. geborene griechische Historiker Arrian. Für die Taten Alexanders besitzen wir keinerlei zeitgenössisches Zeugnis, und doch wird die Darstellung eines 400 Jahre später lebenden Mannes über den weltverändernden Einfluss Alexanders allgemein akzeptiert.

Abraham und seine Welt werden 400 Jahre später in biblischen Dokumenten erwähnt. Sogar Sitten und Gebräuche der damaligen Gesellschaft, wie in 1. Mose 15 bis 16 beschrieben, finden ihre Bestätigung auf Tontafeln, die in Nusi, einem Ort nahe der Stadt Assur in Assyrien, ausgegraben wurden. Diese Urkunden „betreffen Erbschafts- und Eigentumsrechte, Sklavenhaltung, die Annahme an Kindes statt, und weitere Details“ (Eugene H. Merrill, Kingdom of Priests, Baker Book House, Grand Rapids, 1996, Seite 38-39).

Die frühere Behauptung von Wissenschaftlern, die in 1. Mose 15 und 16 beschriebenen Handlungen, wie die Zeugung eines Kindes durch die Magd der Ehefrau, seien frei erfunden, erwiesen sich als nicht haltbar. Nach der Entdeckung der Nusi-Tafeln mussten sie einräumen, daß dies in der damaligen Kultur bei Unfruchtbarkeit der Ehefrau gängige Praxis war. Sofern Abraham nicht wirklich gelebt hat, sind Millionen von Juden sowie Araber, die ihn als ihren Ahnherrn betrachten, jahrtausendealten Märchen und Mythen zum Opfer gefallen. Nach Christi Worten hingegen wird Abraham an der Auferstehung teilnehmen (Matthäus 8,11).

Wenn man die Geschichtlichkeit Abrahams verneint, verleugnet man auch die Worte Jesu Christi und stellt die auf Tausende von Jahren zurückgehenden Urkunden und Überlieferungen in Frage. Letztlich dreht sich alles um eine Frage des Glaubens. Glauben wir, daß die Bibel in der Tat Gottes Wort ist? Glauben wir Gott?

Glauben und Entscheidungsfreiheit

Was unterscheidet diejenigen, die auf die Botschaft eingehen, von denen, die sie ablehnen? In der Regel gibt es mehrere Unterschiede. Wer auf sie hört, ist zunächst einmal davon überzeugt, daß die Bibel das Wort Gottes ist. Aber auch die Entscheidungsfreiheit des Menschen spielt eine Rolle. Denn Gott zwingt uns nicht, nach seinem Willen zu leben. Die einen üben ihre Entscheidungsfreiheit dadurch aus, daß sie Gottes Wort folgen, die anderen, indem sie es von sich weisen. Die Entscheidung liegt aber immer bei uns.

Unsere Reaktion auf das Wort Gottes wird stark von einem weiteren Faktor beeinflusst. Die Schrift erinnert uns daran, daß man glauben kann, ohne zu gehorchen, denn die Dämonen, die mit Gottgehorsam überhaupt nichts im Sinn haben, glauben – ja wissen sogar -, daß Gott da ist (Jakobus 2,19). Es liegt in Gottes Absicht, uns zu überlassen, inwieweit wir glauben. Auch wenn man die Glaubwürdigkeit der Bibel nachweisen kann, so bleibt sie ein Buch des Glaubens. Verfügten wir über genügend Beweise, um die letzten Zweifel eines jeden Skeptikers zu zerstreuen, wäre kein Glaube notwendig. Aber Gott hat sich dafür entschieden, anders zu wirken. Jeder Mensch von Adam bis heute wurde aufgefordert, nach dem Glauben zu leben. Was aber ist Glaube? „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“ (Hebräer 11,1). Ein Vorbild an Glauben war Abraham. Über ihn schreibt der Apostel Paulus: „[Er] wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre und wusste aufs allergewisseste: was Gott verheißt, das kann er auch tun“ (Römer 4,20-21). Gott will, daß auch wir ein solches Vertrauen zu ihm haben.

Gott hilft unserem Unglauben

Trotz der Vielzahl an Beweisen für die Wahrhaftigkeit der Bibel, kommt wirklicher Glaube durch die Entwicklung einer persönlichen Beziehung zu Gott. Zweifel und Unglaube müssen kein unüberwindbares Hindernis sein. Selbst Menschen, die unserem Herrn Jesus Christus persönlich begegneten, sind gelegentlich gestrauchelt. „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ beschwor ein Mann, der im Glauben schwach war, Christus (Markus 9,24). Jesus hatte Verständnis, half dem Mann und heilte seinen Sohn (Vers 25-27). Gott hat eben Verständnis für glaubensschwache Menschen: „Denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er gedenkt daran, daß wir Staub sind“ (Psalm 103,14). Er hilft dem Menschen, der ihn eifrig sucht.

In der Heiligen Schrift werden Sie die Lösungen für viele der riesigen Probleme finden, denen die heutige Menschheit gegenübersteht. Dadurch wird Ihr Gottvertrauen gestärkt. Sie werden immer mehr zur Überzeugung kommen, daß Gott in Ihrem Leben wie auch in der Welt sein Vorhaben erfüllt. Die Heilige Schrift steht seit Jahrtausenden zur Verfügung. Dem Wort Gottes sind viele Menschen durch die Lektüre der Schrift, andere durch die Reden der Propheten begegnet. Sie haben Gottes Aufforderungen zu Reue und Gehorsam vernommen. Doch wie sie auch mit der Botschaft konfrontiert wurden, war das Ergebnis bisher immer gleich: Nur wenige reagierten darauf. Selbst als Christus das Evangelium den Menschen seiner Heimatstadt eindringlich vortrug, lehnten sie es ab. Er hat sie dann auf eine schändliche Tatsache hingewiesen: Obwohl im Besitz des Wortes Gottes, weigerten sie sich, daran zu glauben und danach zu handeln. Deswegen wandte sich Gott an andere: „Aber wahrhaftig, ich sage euch: Es waren viele Witwen in Israel zur Zeit des Elia, als der Himmel verschlossen war drei Jahre und sechs Monate und eine große Hungersnot herrschte im ganzen Lande, und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt als allein zu einer Witwe nach Sarepta im Gebiet von Sidon. Und viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit des Propheten Elias, und keiner von ihnen wurde rein als allein Naaman aus Syrien“ (Lukas 4,25-27).

Jesus stellte eine traurige Tatsache fest, die im Laufe der Geschichte immer wieder bestätigt wird: Von den vielen, die Gelegenheit bekommen, die Wahrheit Gottes zu erfahren, sind es nur wenige, die darauf eingehen und sich davon bekehren lassen (Matthäus 22,14). Wie werden Sie sich nun entscheiden?

{Die Bibel ist eine absolut zuverlässige Anleitung für richtiges zwischenmenschliches Verhalten, eine Art Gebrauchsanweisung des Schöpfers für seine Geschöpfe}.

 

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