kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ägypten schließt 16 wahabitische TV-Sender 24. Oktober 2010

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 01:26

Früher ließ die ägyptische Regierung die Moslembrüder und ihre Verzweigungen (wie die diversen Gruppen des Dschihads: Algamaa Alislamia, Altakfir wa Alhegra, die Salafisten und Ansar Alsunna) die Kopten im ganzen Land züchtigen, damit der Boxer auf Sandbeutel haut, anstatt das Regime ins Visier zu nehmen. Jedoch reagierte Mubaraks Regimes mit vollster Härte, als die bärtigen Allahskämpfer die Touristen angriffen, welche als Henne gehütet werden, weil sie goldene Eier legen, war es Schluss mit lustig. Mubarak sah den erschossenen Saddat vor den Augen und war „not amused“.  Es fing im September 1989 mit der Erschießung des Parlamentschefs Dr. Refaat Almahgub an. Bis Mitte 1993 hat es aber gedauert, bis die Regierung das Land wieder stabilisiert hatte. Während dieser Zeitspanne hörte man ständig von Attentaten auf Minister, Ex-Minister, Politiker und muslimische islamkritische Autoren.

Seit einigen Jahren erlebt das im sterbenskranken Ägypten einen wahabitischen Salat, und zwar durch die wahabitischen Sender, die sich wie die Geschwüre rasendschnell vermehrten, bis sie sage und schreibe 94 Sender wurden. Die meisten von diesen islamischen Sender sind eine wahre Bereicherung für die Terror-Welt und zugleich ein gefundenes Fressen für die Islamkritiker. Denn was in den Moscheen, den Großen und Kleinen, im Verborgenen oder unaufgenommen geschah, wurde den Millionen freihaus geliefert, welche gefesselt vor den Bildschirmen sahen, bis sie verblödet wurden und wie ihr Prophet und seine Sippe tickten.

Seltsamerweise duldete die ägyptische Regierung dieses Affentheater lange Jahre, wodurch sie den Christen und Juden die Ansage vermittelte, dass sie damit zufrieden war. Tag und Nacht predigten die äußerst beliebten Scheichs mit dem langen Bart und dem glattrasierten Schnurrbart nach der salafistischen wahabitischen Art „Hass“. Wenn es Gesetze in Ägypten gäbe, wären alle diese Scheichs hinter Gittern gewesen. Jeden Tag wurde auf allen Kanälen verbreitet: Juden und Christen sind Ungläubige, die ihre Thora und Evangelium verfälschten – man darf ihnen weder zu ihren Festen gratulieren, die Hand geben noch mit ihnen verkehren – sie sollen sich freiwillig zum Islam bekehren, ansonsten werden sie dazu gezwungen. Jene bärtigen Scheichs wie Abu Ishaak Alheweny, Alzoghby und Mohamed Hassan schickten die Moslems in Ägypten und den vielen arabischen Ländern auf Kamelen nach der arabischen Halbinsel, wo ihr Prophet in einem Zelt lebte: ohne Glotze aber mit Gebriel, seinem Gespinst.

Wie oft bekam ich die Mails: Lach dich kaputt über folgende Fatwa! Selbst die vernünftigen Moslems mit hoher Bildung haben sich in Grund und Boden für solche Fatwas geschämt: eine Frau darf nicht im Internet surfen ohne Mehrem (ein Mann, der sie nicht sexuell begehren kann, wie Vater, Bruder oder Sohn) – eine Frau darf sich nicht vor ihrem Hund ausziehen, weil er männlich ist – man darf nicht auf dem Stuhl sitzen, weil die „Dschen – Dämonen“ die Frauen im Sitzen begatten – wenn die Klitoris so lang ist, soll sie verkürzt werden – wenn du mit deiner Frau schläft, sollst du erstmal das folgende Gebet sagen; folgende Gebete, bevor du in den Aufzug, auf die Toilette oder in dein Büro gehst. Tausend von solchen idiotischen Fatwas gibt es bereits auf Bänden, was diese Scheichs todsicher in die Klapse verweisen lässt. 

Bekanntlich darf kein Mensch irgendetwas in der Öffentlichkeit sagen, ohne das dies von dem Sicherheitsdienst und dem Geheimdienst genehmigt wird. Das heißt, dass sie alle unter Beobachtung standen, damit sich nicht wiederholt, was am 06. Oktober 1981 geschah, als die Moslembrüder den gläubigen Saddat, wie er sich selbst nennen ließ, vor der ganzen Welt erschossen. Und doch haben sich die Scheichs vergessen und überschritten die rote Linie.

Erstens griffen sie die schiitischen Scheichs an, welche Aischa als Hure nennen und die vielen Nachfolger Mohameds verfluchen. Dadurch entstand einen wüsten Streit zwischen Sunniten und Schiiten in Ägypten, was der Großimam glätten musste. Scheich Hassan von dem Sender Alrahma, der in vielen Machenschaften verwickelt ist, erließ eine seltsame Fatwa: Wenn du in deinem Grundstück irgendein Metal, eine Substanz wie Öl oder Gas oder Monumente findest, gehört das dir; es wäre aber besser, die Monumente zu zerstören, weil sie eine Beigesellung Allahs darstellen. Der Handel mit Monumenten hat seine Leute, die sehr mächtig sind: zum Beispiel Alaa Mubarak persönlich! Dieser Fehler war für diese Baronen völlig unverzeihlich. 

Weil das Ganze nur Hokuspokus einiger Scharlatane ist, wurden durch diese Sender Präparate verkauft und für Heilrezepte geworben, und sicherlich war alles islamisch gemäß der Sunna des Gesandten Allahs. Die Wale der Pharmaindustrie ließen sich das nicht gefallen und bewegten das Gesundheitsministerium, wo alle diese Präparate nur entweder nutzlos oder sehr schädlich. Das aller schlimmste Fehler dieser ehrgeizigen Scheichs, welche nur Marionette der Saudis und Irans sind, war die Anstachelung der Menschen gegen Mubarak und seinen Sohn. Wörtlich wurde gesagt: Wählt die Leute, die gemäß dem Koran und Sunna agieren; das sind die Moslembrüder. Erst da sah das Regime Mubaraks rot und alle Sirenen heulten laut.

Der ägyptische Satellit „Nil-Sat“ verbannt sie und als Vorwand wurde bekannt gegeben: Diese Sender verhetzen die Moslems gegen Christen, vor allem nach der wüsten Beschimpfung seiner Heiligkeit Papst Schenuda, einige Bischöfe und die koptische Kirche. Darauf wurden die Religionen herabwürdigt und Hass geschürt. Sie dürfen wieder auf Sendung gehen, wenn: keine Bärtigen zu sehen sind, Frauen als Moderatorinnen zugelassen werden, Theaterstücke, Songs, Filme und normale Sendungen angeboten werden. Sicherlich kann keiner dieser wahabitischen Sender solche Bedingungen akzeptieren, weil alle gegen das sind, was sie anbieten. Als Reaktion meinten die wütenden Scheichs, dass sie zu Eutel-Sat oder Astra gehen. Da lachte man sie erstrecht aus, weil jene Länder so eine Misere nie dulden.             

 

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