kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Die Türken haben Deutschland nach dem Krieg aufgebaut“ 24. Oktober 2010

Einsortiert unter: Reportagen — Knecht Christi @ 00:53

Immer öfter liest man, dass Gastarbeiter bzw. Ausländer am Wiederaufbau Deutschlands (auch Österreich) nach dem 2. Weltkrieg oder am Wirtschaftswunder der Bundesrepublik beteiligt gewesen seien.

 

Durch derartige Behauptungen soll zum einen eine Verantwortung der Deutschen für die freiwillig nach Deutschland gekommenen Immigranten begründet werden, zum anderen aber auch ein Anspruch auf Leistungen des deutschen Staates und der deutschen Sozialsysteme hergeleitet werden. Darüber hinaus sollen derartige Behauptungen dazu dienen, die Forderungen nach der Verpflichtung von Immigranten zur aktiven Mitwirkung beim Gelingen der Integration abzuwehren. Integration kann aber nur gelingen, wenn die Fakten bekannt und auch deutlich geworden ist, wer welchen Nutzen gezogen und welche Verantwortung trägt im Prozess der Immigration nach Deutschland.

Hier ein kurzer Abriss von Daten und Fakten zu Wiederaufbau und Wirtschaftswunder sowie zur Anwerbung von Gastarbeitern und dem Beitrag von Ausländern. Es kann auf Basis der Fakten festgestellt werden, dass es keinen Beitrag von den Gastarbeitern (Gastarbeiter nach Definition der Anwerbeabkommen mit den Entsendeländern) gegeben hat. Ein historisches Faktum ist darüber hinaus, das die Anwerbeabkommen auf Betreiben der Entsendeländer geschlossen wurden – die Initiative zur Anwerbung von Gastarbeitern ging nicht von Deutschland aus. Anwerbung von Gastarbeitern fand von 1961 bis zum vom Bundestag beschlossenen totalen Anwerbestopp im Jahre 1973 für ca. 12 Jahre statt. Am Ende befanden sich noch ca. 2,5 – 3 Mio. Gastarbeiter in Deutschland, von denen ein großer Teil bis Mitte der 70er Jahre in ihre Heimatländer zurückkehrte. Am Beispiel Türkei wird gezeigt, daß besonders Menschen aus sehr armen und wirtschaftlich und politisch sehr instabilen Ländern alles daran setzten, in Deutschland zu bleiben.

Zeittafel
= 8. Mai 1945 – Stunde 0: Bedingungslose Kapitulation Deutschlands, 2/3 Deutschlands sind zerstört, 11 Millionen Deutsche in Kriegsgefangenschaft, 25 Millionen Deutsche auf der Flucht aus Preußen, Pommern, Schlesien, dem Sudentenland und anderen deutschen Gebieten vorwiegend im Osten des deutschen Reiches.
= 3. April 1948 – Die Westmächte rücken von der Deindustrialisierung Deutschlands ab, das „European Recovery Programme“ (Marschallplan) tritt in Kraft.
= 21. Juni 1948 – Währungsreform in den Westzonen. Die D-Mark wird eingeführt. Der deutsche Außenhandel beginnt wieder.
= 1950 – Deutschland erreicht – trotz der fehlenden Ostgebiete – in den vier Zonen wieder die Wirtschaftsleistung von 1936. Die Arbeitslosenquote in Deutschland beträgt 12,2%
= 1952 – Im Westen Deutschlands ist das Wirtschaftswunder in Gang gekommen. Hohe Wachstumsraten, deutsche Innovationen und der Marschallplan führen zu hohem Wirtschaftswachstum und dem Aufstieg Deutschlands zu einer führenden Industrienation.
1952 – Bis 1952 fließen 13,1 Milliarden US Dollar aus dem ERP/Marschallplan in die Staaten der OEEC. Deutschland zählt seit 1952 nicht mehr zu den „bedürftigen Staaten“.
= 1953 – Die italienische Regierung bittet in Deutschland um die Erlaubnis, Arbeitskräfte nach Deutschland schicken zu dürfen. Dadurch soll das Außenhandelsdefizit mit Deutschland abgebaut werden und durch die Heimatüberweisungen der Italiener in Deutschland die Devisenkassen gefüllt werden.
= 1955 – Das Wirtschaftswunder und die deutsche Industrie läuft auf vollen Touren.
= 1955 – 0,4% der Arbeitskräfte in Deutschland sind Ausländer.
= 1955 – Trotz der Ablehnung aus dem Wirtschaftsministerium schließt das Außenministerium nach zwei Jahren Druck aus Italien ein Abkommen über den „Austausch“ von Arbeitskräften mit Italien. Dieses Abkommen soll „Pilotcharakter“ haben.
= 1959 – Deutschland ist die zweitgrößte Industrienation der Welt nach den USA. Das Wirtschaftswunder ist vollendet.
= 1960 – In Deutschland wird die Vollbeschäftigung erreicht. Das Abkommen mit Italien hat bis dahin kaum eine Wirkung gezeigt, die Anwerbung von Arbeitskräften aus Italien ist im wesentlichen nicht in Gang gekommen.

= 1960 – Weitere Staaten, die im Handel mit Deutschland hohe Defizite aufweisen, dringen auf Abkommen, die es Arbeitskräften ermöglichen sollen, in Deutschland zu arbeiten. Besonders Portugal, das in diesen Jahren fast von Hungersnöten gebeutelt wird und das Entwicklungsland Türkei, das von einer Wirtschafts- und politischen Krise in die nächste schlittert, machen Druck auf das deutsche Außenministerium, derartige Abkommen zuzulassen.

= 1961 – Das von der Türkei gewünschte Anwerbeabkommen wird unterzeichnet. Es wird vertraglich festgeschrieben, dass jeder türkische Arbeitnehmer maximal 2 Jahre in Deutschland arbeiten kann und dann zurückkehren muss (Rotation). Es wird vereinbart, nur Menschen aus dem europäischen Teil der Türkei aufzunehmen, ferner wird – in Abweichung zu den Anwerbeabkommen mit europäischen Ländern der Familiennachzug bzw. die Familienzusammenführung in Deutschland vertraglich ausgeschlossen.

= 1967 – Die Nettoanwerbung von ausländischen Arbeitskräften sinkt auf 0. Es werden nur noch „rotierende“ Gastarbeiter ersetzt. Führende Vertreter der deutschen Wirtschaft proklamieren: es gibt keinen wirtschaftichen Nutzen durch Gastarbeiter.
In “50 Jahre Bundesrepublik – 50 Jahre Einwanderung” schreibt Mathilde Jamin 1999, S. 146: “Johannes Dieter Steinert stellte aufgrund der Akten im Bundesarchiv und im Archiv des Auswärtigen Amtes für den Zeitraum bis 1961 fest, dass die Initiative zu diesen Entsendeabkommen von den “Entsendeländern” ausging. Hissahi Yano (1998) kam für den Forschungszeitraum bis 1964 zu demselben Ergebnis.” und weiter “Noch stärker war aber offenbar der Druck in den “Entsendeländern” durch “Export” von Arbeitskräften ihren Arbeitsmarkt zu entlasten. Die zuständigen deutschen Behörden standen den türkischen Wünschen zurückhaltend gegenüber; Noch im September 1960 urteilte Anton Sabel, der Präsident der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, aus arbeitsmarktpolitischen Gründen sei die Bundesrepublik nicht auf ein Abkommen mit der Türkei angewiesen, möglicherweise wohl aber aus politischen Rücksichten auf die Türkei als NATO-Land”.
= 1973 – Nach 12 Jahren verhängt der deutsche Bundestag den „totalen Anwerbestopp“. Zu diesem Zeitpunkt sind zwischen 2,4 und 3 Millionen Gastarbeiter in Deutschland.
{Quelle: sosheimat.wordpress.com – von Der Patriot}

 

6 Responses to “„Die Türken haben Deutschland nach dem Krieg aufgebaut“”

  1. Lotti Sagt:

    Die Türken haben Deutschland aufgebaut? So sicher, wie die Erde flach ist und die Sterne am Himmel aufgehängte Lämpchen. Unglaublich.

    • Bert Engel Sagt:

      Natürlich waren es die Türken, denn wie man sehen kann, tragen die Trümmer-Frauen auf dem Foto alle Kopftuch !

      • schreibtmit! Sagt:

        Bert Engel Sagt
        Mehr Geschichte und man irrt keinem Wissen.

        KOPFTUCH:
        :Ein Kopftuch ist ein dreieckiges oder zum Dreieck gelegtes Stück Stoff, mit dem der Kopf bedeckt wird. Es kann auf verschiedene Arten (mit Knoten unter dem Kinn oder im Genick, unter dem Kinn gekreuzt und im Nacken geknotet oder auch ohne Knoten) auf dem Kopf getragen werden. Für das Tragen eines Kopftuches gibt es vielfältige Gründe: Schutz vor der Witterung (Kälte, Hitze, Wind, Sonne), aus religiösen bzw. kulturellen oder hygienischen Gründen (letzteres vor allem in Küchen und Krankenhäusern), damit die Haare bei der Arbeit nicht stören (teilweise auch als vorgeschriebener Arbeitsschutz), um diese vor Verschmutzung (durch Staub etc.) zu schützen, zur Abdeckung der Haare, als Zierde oder als modisches Accessoire. Zu vielen Frauentrachten gehört ein Kopftuch
        Vorrangig werden Kopftücher von Frauen und Kindern getragen, aber es gibt auch Kopftücher für Männer. Besonders bei kleinen Kindern steht die Schutzfunktion eines Kopftuchs oder einer anderen Kopfbedeckung im Vordergrund

        Judentum
        Im orthodoxen Judentum bedecken verheiratete Frauen ihr Haar aus religiösen Gründen mit einem Tuch oder einer Perücke. Bereits die hebräische Bibel (Altes Testament) redet von einer Verschleierung der Frauen: So verschleiert sich Rebekka, die Frau Isaaks. Nach Gen 24,51 ist sie Isaak zur Frau gegeben worden. Als sie daraufhin ihrem Mann zugeführt wird, heißt es:

        „Da nahm sie den Schleier und verhüllte sich.“

        – Bibel, Luther: Genesis 24,65

        Christentum
        Im Christentum wird das Kopftuch heute hauptsächlich von Frauen ländlicher Gegenden im Bereich der Orthodoxen Kirchen sowie von Frauen mennonitscher bzw. täuferischer Gemeinschaften, wie etwa den Hutterern, getragen.

        Das aus der Bibel abgeleitete Gebot der Kopfbedeckung für Frauen während des GEBETES und des GOTTESDIENSTES wird auch HEUTE noch in christlichen Kirchen, vor allem in Ost- und Südeuropa praktiziert. Auch in vereinzelten Brüdergemeinden, in Pfingstgemeinden, Norweger-Gemeinden und in den Gemeinden der baptistischen Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion bedecken viele Frauen bis heute ihren Kopf beim Gebet und beziehen sich hierbei auf eine biblische Aussage, die Paulus zugeschrieben wird, allerdings von der modernen Bibelwissenschaft teilweise als späterer Zusatz angesehen wird:

        „Eine Frau aber entehrt ihr Haupt, wenn sie betet oder prophetisch redet und dabei ihr Haupt nicht verhüllt. Sie unterscheidet sich dann in keiner Weise von einer Geschorenen.“

        – Bibel, EÜ: 1. Korinther 11,5

      • Bert Engel Sagt:

        Mein Kommentar war doch ironisch gemeint !

  2. schreibtmit! Sagt:

    Goldhauben- und Kopftuchfrauen
    Ortsgruppe Bad Goisern

    http://www.goisern.goldhauben.info/aktivitaeten/buntheit_der_tracht.php

    • Lotti Sagt:

      Es geht hier nicht um Kleidung, sondern um ein von den Trägerinnen bzw. von den hinter ihnen stehenden Kräften bewusst herausgestelltes politisches Symbol, das nicht anderes als die Ablehnung der westlichen Kultur und ihrer Werte zum Ausdruck bringen soll.
      Es zeigt zudem, dass man die Frauen der Gesellschaft, von deren Mitteln man lebt, als “Unreine”, ja potenzielle “Huren” ablehnt.
      Natürlich verbergen sich intern oft kleine Tragödien hinter dem Tuch, etwa von Mädchen, die unter den Lappen geprügelt werden.


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