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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Islam im Krankenhaus: Marienhospital startet Fortbildung „Interkulturelle Begleitung – Muslime im Krankenhaus“ 22. Oktober 2010

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 04:27

Aktuelle Pressemeldung
Marienhospital Gelsenkirchen

 

Warum geben mir türkische Patientinnen nach der Operation nicht die Hand“? „Warum sind junge arabische Männer in der chirurgischen Ambulanz oft so ungeduldig“? „Warum kommen muslimische Angehörige immer in großer Zahl“? „Wie können Sprachbarrieren abgebaut werden“? „Welche Bedeutung haben Krankheit und Tod“? – Eine Vielzahl von Fragen prasselten auf die Dozenten von der Ruhr-Universität Bochum herab. Zum ersten Mal gab es zum Thema Islam eine Fortbildung im Marienhospital, und Mitarbeiter aus fast allen Abteilungen zeigten großes Interesse. Diätküche, HNO, Kinderklinik, Intensivstation, Innere Medizin, Kinderhospiz Arche Noah, Sozialdienst, Ärzte und Mitarbeiter im Pflegedienst beteiligten sich an der ganztägigen Veranstaltung. Organisiert hat sie Dr. Bettina Höhmann, Leiterin des Qualitätsmanagements des Marienhospitals Gelsenkirchen.

Dozent Prof. Dr. Stefan Reichmuth, Lehrstuhl für Islamwissenschaft am Seminar für Orientalistik, wies darauf hin, dass eine große Angst den muslimischen Patienten gleich beim Empfang genommen werden könne: Mit einem Hinweis, dass sie ihre Religion auch im Krankenhaus ausüben dürfen, dass Beten hier keineswegs behindert werde. Auch eine Begrüßung und Genesungswünsche in der Landessprache seien kleine Gesten mit großer vertrauensbildender Wirkung. Angesichts des großen Anteils muslimischer Patienten im Krankenhaus informierten die Referenten zunächst über die Grundlagen des Islam: z. B. Über den Propheten Mohammed, die Hintergründe der Gebetsrichtung nach Mekka, das offenbarte Gesetz des Islam und das Gebetszeremoniell. Aber auch kulturelle und rituelle Aspekte wurden angesprochen, z.B. die rituelle Reinigung (die Waschungen) und das Fasten.

In einem Vortrag wurde die Situation der Muslime in Deutschland berührt: von der Herkunft über die Lebenssituation und Familienstruktur bis zum Vereinswesen und zu Jugendentwicklungen. Auch praktische Probleme wurden angesprochen: Wie sollte sich die Ambulanz auf die Patienten einstellen, welche Fragen ergeben sich beim stationären Aufenthalt und bei der Aufklärung über Krankheiten? Diskutiert wurde auch eine Umfrage zu
„Erfahrungen von Muslimen im Krankenhaus“. „Es war gut, wichtige Fragen zum Islam kompakt von Experten beantwortet zu bekommen“, so Oberarzt Dr. Wolfgang Öls von der HNO.

Eine Fortsetzung der Seminarreihe fände er wünschenswert, wobei er noch stärker Fragen aus der Praxis des Krankenhauses in den Mittelpunkt stellen würde. Auch die Dozenten waren mit dem Ablauf des Seminars zufrieden. Malika Ajouaou, Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Islamwissenschaft, hatte den Eindruck, dass viele Mitarbeiter auf diese Gelegenheit geradezu gewartet hatten, Fragen zu ganz unterschiedlichen Themen zu stellen, die Begegnungen im Krankenhausalltag erleichtern. Einer der Schwerpunkte war die Ernährung: Warum verweigern Patienten das Ihnen angebotene Essen? Auch im Islam gilt dieses Verhalten als extrem unhöflich, erklärt die Mitarbeiterin

http://www.st-augustinus.de/NEWS/Pressearchiv_2004/23_06_20…

Ablauf des Seminars zufrieden: Malika Ajouaou, Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Islamwissenschaft, hatte den Eindruck, dass viele Mitarbeiter auf diese Gelegenheit geradezu gewartet hatten, Fragen zu ganz unterschiedlichen Themen zu stellen, die Begegnungen im Krankenhausalltag erleichtern. Einer der Schwerpunkte war die Ernährung: Warum verweigern Patienten das Ihnen angebotene Essen? Auch im Islam gilt dieses Verhalten als extrem unhöflich, erklärt die Mitarbeiterin am Seminar für Orientalistik, die Türkin Nurcan Ulupinar, den Seminarteilnehmern. Dass auch das Marienhospital schon einiges in die Wege geleitet hat, erläutert Dr. Bettina Höhmann. So bestehen Kontakte zu türkischen Gemeinden, die den Patienten auf Nachfragen vermittelt werden. Auch bei der Sterbebegleitung sei man es gewohnt, auf die Wünsche der Angehörigen einzugehen. Doch will man aus der Veranstaltung, die fortgesetzt werden soll, weitere konkrete Konsequenzen ziehen: Beim Empfang sollen Informationen in der türkischen Sprache ausgelegt werden, Sprachkenntnisse von Mitarbeitern sollen bei der Vermittlung genutzt werden, Aushänge und Internet-Informationen – auch für Mitarbeiter – sollen folgen. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, da waren sich alle einig, aufeinander zuzugehen, sich mit Interesse und Offenheit zu begegnen. Dann wird das Zusammenleben erleichtert und bereichert.

Kontakt: Leitung Qualitätsmanagement, Dr. Bettina Höhman, Tel: 0209 / 172 3183
Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Christoph Schlee, Tel: 0209 / 172 3046

 

One Response to “Islam im Krankenhaus: Marienhospital startet Fortbildung „Interkulturelle Begleitung – Muslime im Krankenhaus“”

  1. schreibtmit Says:

    Allgemein gilt bei Extremisten aus dem islamistischen Milieu, dass sie sich ihre Ideologie aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzen: Aus dem, was sie in Moscheen und Vereinen hören, in Seminaren und im Internet. Islamschulen nehmen dabei eine zentrale Stelle ein, und jene Einrichtung, die jetzt aus Braunschweig nach Mönchengladbach zieht, zählte zu den Hochburgen der Bewegung.

    Sicher, der Salafismus ist innerhalb des Islams nach wie vor eine sehr kleine Minderheit. So wird die Zahl der gewaltbereiten Salafisten hierzulande auf etwa 200 geschätzt. Aber: Er gewinnt innerhalb des islamistischen Spektrums zunehmend an Bedeutung. Und was da an Einfluss wächst, ist besorgniserregend. Denn grundsätzlich verstehen sich die Salafisten als jene „rechtschaffene Vorfahren“, die sich auf die frühe Generation der Muslime um Mohammed bezieht.


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