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Schebab, AQIM und Boko Haram: Afrikas Islamisten radikalisieren sich 21. Oktober 2010

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 05:20

Zwischen den islamistischen Gruppen in Afrika scheint sich allmählich ein Netzwerk zu bilden. Shebab-Milizen und radikale Nigerianer trainieren gemeinsam mit Rekruten aus Niger und Mali. Die Sekte Boko Haram zeichnet sich für viele Anschläge in Nigeria verantwortlich

 

Die Shebab-Milizen in Somalia, Al-Kaida im Maghreb (AQIM) oder die nigerianische Sekte Boko Haram: Radikalislamisten aus Afrika sind seit dem vereitelten Anschlag auf ein US-Flugzeug an den Weihnachtstagen und dem versuchten Mordanschlag auf den dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard verstärkt in den Blickpunkt geraten. Die Gruppen behaupten von sich, dass sie mit den Taliban oder dem Terrornetzwerk Al-Kaida eng verbunden sind. Was sie verbindet, ist auf jeden Fall ihre wachsende Radikalität.

Ein koordiniertes gemeinsames Vorgehen gibt es noch nicht, doch immer häufiger Querverbindungen. Die Gruppierung AQIM, die aus Algerien gesteuert wird, operiert in der gesamten Sahel-Zone. Sie geriet bislang vor allem durch Entführungen von Ausländern in die Schlagzeilen. Die aufständische Sekte Boko Haram in Nigeria kämpft für einen islamischen Gottesstaat im Norden des Landes, ihre Anhänger werden oft als Taliban bezeichnet. Sie haben jedoch wahrscheinlich keine direkten Verbindungen nach Afghanistan und Pakistan. Boko Haram heißt in etwa „Die westliche Lehre ist Sünde“.

Die radikalislamische Shebab-Miliz in Somalia strebt eine besonders strenge Form der Scharia an und kontrolliert bereits große Teile im Süden des Landes am Horn von Afrika, in dem es keine funktionierende Zentralregierung gibt. Die Shebab-Miliz bekennt sich offen zu Al-Kaida und bekämpft die international unterstützte Übergangsregierung. Diese machte die Miliz im Dezember für einen Selbstmordanschlag auf ein Hotel in der Hauptstadt Mogadischu verantwortlich, bei dem über 20 Menschen getötet wurden. Die Miliz versucht auch, die Hilfsorganisationen aus dem Land zu vertreiben, denen sie vorwirft, unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe für das Christentum zu missionieren.

Querverbindungen augenfällig: „Einige der Islamisten in Afrika südlich der Sahara haben sich radikalisiert“, sagt der Politikwissenschaftler Fawaz A. Gerges von der London School of Economics mit Blick auf deren aufrührerische Rhetorik und die Rekrutierung für den Dschihad. Die Gruppen operierten bislang noch getrennt, doch es gebe bereits einige Überschneidungen. Nach Recherchen des mauretanischen Journalisten Isselmou Ould Moustapha für die Wochenzeitung „Tahalil Hebdo“ gibt es in der Sahara AQIM-Trainingslager, in denen Entsandte der Shebab-Milizen und radikale Nigerianer gemeinsam mit Rekruten aus Niger und Mali ausgebildet werden. Nach dem vereitelten Anschlag auf die US-Maschine nach Detroit wurden Querverbindungen zwischen den Gruppen und Ländern augenfällig. Der 23-jährige Nigerianer Omar Farouk Abdulmutallab hielt sich noch kurz vor dem Anschlagsversuch im Jemen auf und wurde dort womöglich in Trainingslagern auf seine Tat vorbereitet. Zu dem Anschlagsversuch bekannte sich die Gruppierung Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel, ein weiterer Ableger des Terrornetzwerkes.

Zusammenarbeit nimmt zu: Laut Gerges gibt es außerdem „alarmierende Anzeichen für zunehmende Zusammenarbeit“ zwischen den Shebab-Milizen und lokalen jemenitischen Islamisten. So erklärten die Milizen Ende der vergangenen Woche, sie wollten den Golf von Aden überqueren, nach Jemen vordringen und beim „Kampf gegen die Feinde Allahs“ mithelfen. Der somalische Angreifer, der am Wochenende Westergaard attackierte, soll enge Verbindungen zur Shebab-Miliz sowie Kontakte zum Terrornetzwerk Al-Kaida in Ostafrika gehabt haben. Eine wichtige Rolle spielt auch der Norden und Osten von Mali, nahe der algerischen Grenze. Die Gegend hat sich seit 2008 zur Operationsbasis von Islamisten entwickelt, die sich auf Entführungen spezialisiert haben. Seit November 2009 wurden allein in Mauretanien sechs Europäer entführt. {Quelle: http://www.n-tv.de}

 

„Nigerias Taliban“: Boko Haram und das Scheitern der Politik in Nordnigeria

Seit der Transition von einem militärischen zu einem zivilen Regime im Jahr 1999, stellt religiös motivierte Gewalt, wie sie von einigen islamischen Sekten propagiert wird, eine große Gefahr für die nationale Sicherheit Nigerias dar. Das Problem tritt meistens im Kerngebiet des Nordens auf – vor allem in den Staaten Kano, Borno und Bauchi. Ein Grund, den Islamisten für die Anwendung extremer Gewalt anführen, ist u. a. der Widerstand einiger Christen im Norden Nigerias gegen die Einführung der Scharia 1999 und 2000; die Entscheidung der USA 2001 in Afghanistan einzumarschieren; der Affront durch die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in der dänischen Zeitung Jyllands-Posten 2005.

In lokalen Sprachen hat sich bereits eine Vielzahl von Ausdrücken für die Unzufriedenheit der Islamisten mit der Regierungsführung in Nigeria entwickelt. Die meisten im Land nennen sie „Nigerianische Taliban“ – wegen ihrer kompromisslosen Ablehnung der westlichen Zivilisation und ihrer Neigung zu brutaler Gewalt. Bisherige Bestrebungen, den Ursprung dieser militanten Gruppen und die Natur des Aufstands zu erklären, entsprechen unverhältnismäßig oft dem, was die herrschende Elite Nigerias ihre Landsleute und den Rest der Welt glauben lassen will: dass diese religiösen „Fundamentalisten“ eine blutrünstige Bande ohne vernünftige soziale oder politische Forderungen seien. Daher wird immer wieder versucht, sie auszulöschen, was sich in den zahlreichen Aufstandsbekämpfungseinsätzen der Nigerianischen Armee und Polizei im Norden des Landes zeigt. Der schlimmste Fall waren die Gefechte, die 2009 zwischen der Boko Haram Sekte und Sicherheitskräften in Borno und Bauchi ausbrachen. Viele sogenannte „Fundamentalisten“ wurden danach von Nigerias Armee und Polizei verfolgt und auf offener Straße hingerichtet. {Quelle: http://www.boell.de}

 

Haram-Polizisten auf dem Grill geröstet

In Nigeria wurden 32 Polizisten von der islamischen Gruppe “Boko Haram” – den afrikanischen Taliban – wie Tiere abgeschlachtet und teilweise auf dem Grill geröstet, weil ihnen die nigerianische Regierung zu wenig nach den Gesetzen Mohammeds lebt. Der Name “Boko Haram” bedeutet übrigens “westliche Erziehung ist Sünde”. Seit letztem Sommer liefert sich die Gruppe immer wieder blutige Kämpfe mit der nigerianischen Armee in ihrem Bestreben nach einer islamischen Revolution. Bei Kämpfen zwischen Muslimen und Christen sind seit Januar 500 Menschen gestorben. Nigerias Süden ist hauptsächlich von Christen bewohnt, der Norden von Muslimen. Ihr Eroberungswille schreit nach mehr, notfalls auch in Anwendung unorthodoxer Kampfmethoden wie Polizisten Rösten. (Quelle: PI-News)

 

2 Responses to “Schebab, AQIM und Boko Haram: Afrikas Islamisten radikalisieren sich”

  1. WiKle Says:

    US-Kriegspolitik und Anti-Amerikanismus
    Interessant, dass man Saddam Hussein nun „erwischt“ hat, nach Bin Laden aber weiterhin erfolglos fahndet?
    Doch eine „Festnahme“ Bin Ladens könnte die „legale“ Fortsetzung des „Krieges gegen den Terrorismus“
    gefährden? Nur ein flüchtiger Bin Laden dient der US-Kriegspolitik und stärkt den Anti-Amerikanismus fast
    weltweit.

  2. schreibtmit Says:

    islamischen Tansania werden Albinos an Zauberärzte verkauft und geschlachtet

    Im islamischen Tansania (Ostafrika) gibt es in der Bevölkerung einen großen Bedarf an Albinos (Menschen mit hellerer Haut-, Haar- und Augenfarbe), die von islamischen Zauberdoktoren geschlachtet und von den Mitbürgern als Amulette am Körper getragen werden. Die Körperteile von Weißen sollen Glück, Geld und mehr Spaß am leben bringen, so der Glaube vieler Mitbürger in Tansania und anderen Teilen Ostafrikas. Geschlachtet werden vor allem Albinos (Afrikaner, denen das schwarze Hautpigment fehlt

    Und der Rest der Welt reagiert nicht.


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