kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Die Muslime werden bleiben“ 21. Oktober 2010

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 05:09

Interview mit Avi Primor

In New York wird über den Bau einer Moschee gestritten, in Deutschland sorgt das islamkritische Buch Thilo Sarrazins für Aufregung: Zeichnet sich eine Bewegung gegen den Islam ab? Ein Antisemitismusexperte spricht über den gesellschaftlichen Umgang mit religiösen Minderheiten.

 

= Herr Primor, zusammen mit der Journalistin Christiane von Korff haben Sie sich in Ihrem Buch „An allem sind die Juden und die Radfahrer schuld“ (Piper-Verlag) auf eine überraschend entkrampfte Weise mit Antisemitismus auseinandergesetzt. Deshalb möchten wir Ihnen eine provokante Frage stellen: Ist der Antiislamismus, der sich zurzeit in Westeuropa und den Vereinigten Staaten abzeichnet, mit dem Antisemitismus vergleichbar?
Avi Primor: Vergleichbar sind sie nicht, weil die Umstände anders sind; wir sprechen hier von ganz anderen Maßstäben. In Deutschland machten die Juden zu Beginn des 20. Jahrhunderts höchstens ein Prozent der Bevölkerung aus, das sich außerdem noch ungewöhnlich erfolgreich integrierte. Anschläge oder Feindseligkeiten vonseiten der Juden gab es nie. Auch die meisten Muslime sind nicht gewalttätig, wahrscheinlich gibt es auch eine Mehrheit unter ihnen, die sich integrieren will. Es gibt aber eben diese Minderheit unter ihnen, die das nicht macht. Und die löst eine Empörung aus. Allenfalls auf der Ebene, dass in beiden Fällen die Bevölkerung eine unbekannte Minderheit fürchtet, kann man die beiden Phänomene vergleichen. Man konnte nie verstehen, warum die Juden keine Christen sind und andere Gebetshäuser haben. (more…)

 

Imam Wulff erlässt Seehofer-Fatwa

Filed under: Nachrichten — Knecht Christi @ 05:01

Christian Wulff besucht derzeit die Türkei und lässt dort wissen, was er von deutscher Innenpolitik hält. Dabei warnt er vor Pauschalurteilen, womit er an sich Recht hat. Wer behauptet, der Islam gehöre zu Deutschland wie Christentum und Judentum – und dabei die Aufklärung vernachlässigt – kann sich mit Fug und Recht als ein Experte in Sachen Pauschalurteil betrachten. Als solcher wurde er nun von der türkischen Zeitung „Hürriyet“ einvernommen, die sich in der aktuellen Ausgabe neben Wulff (Schlagzeile: “Türkei der wichtigste Partner”) noch dem Wuppertaler Terroristen Bünyamin Erdogan (weder verwandt noch verschwägert mit dem türkischen Ministerpräsidenten) widmet, der in Pakistan von einer Drohne getötet wurde. Imam Wulff verurteilt die Äußerungen, die Seehofer angeblich getätigt habe. Damit es so richtig stimmig wird, schiebt der Türkeiexperte Wulff laut Spiegel Seehofer eine Stellungnahme in den Mund, die dieser so nicht abgegeben hat (Hervorhebung durch PI).

{Zum Auftakt seines Besuchs hat Wulff der These von CSU-Chef Horst Seehofer bezüglich der mangelnden Integrationsfähigkeit von Türken widersprochen. “Ich wende mich gegen jedes Pauschalurteil”, sagte Wulff der türkischen Zeitung “Hürriyet” vom Dienstag. (more…)

 

Diskussionsrunde zum Thema „Integration vor Ort – Ziel und Zweck?“

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 04:55

Sozialwissenschaftler Dr. Thomas Tartsch erläutert die Problematik von Integration auf kommunaler Ebene aus Sicht der Sozialwissenschaft

 

Vor dem Hintergrund des Konfliktes um einen geplanten Moscheeneubau in Recklinghausen/NRW wird der Sozialwissenschaftler Dr. Thomas Tartsch im Rahmen einer Diskussionsrunde mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen zum Thema Integrationsarbeit auf kommunaler Ebene dem Auditorium die sozialwissenschaftlichen Aspekte und Fragestellungen der Thematik erläutern. So zum Beispiel, ob sich im Rahmen von Segregationsprozessen „demokratiefreie Zonen“ (Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier) gebildet haben, die sich im Zeitverlauf zu desintegrativ wirkenden Gegenstrukturen entwickeln können.

Auf Einladung der „Recklinghäuser Zeitung“ wird der Sozialwissenschaftler und Publizist Dr. Thomas Tartsch an einer Diskussionsrunde zum Thema „Integration vor Ort -. Ziel und Zweck?“ teilnehmen. Hierbei soll es neben der Versachlichung der Thematik vor dem Hintergrund der andauernden Sarrazin Debatte und der Diskussion um die Rede des Bundespräsidenten am 03.10.2010 darum gehen aufzuzeigen, welche Möglichkeiten und Spielräume für die Integrationsarbeit vor Ort bestehen, wobei insbesondere die Rolle und Funktion der islamischen Dachverbände für die Integrationsarbeit thematisiert werden soll. Neben Dr. Tartsch werden an der Diskussionsrunde voraussichtlich teilnehmen: Monika Hegemann-Lescher (Brücke), Ensar Kurt (Vors. Integrationsrat), Ulrich Hempel (Vors. Ausschuss Soziales und Integration(CDU), Ali Toprak (2. Vors. der deutschen Gemeinde der Aleviten und Mitglied der Islamkonferenz). (more…)