kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die königliche Familie und das lange Strafregister 21. Oktober 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 06:02

 

Saudischer Prinz zu lebenslanger Haft verurteilt

 

Einem Enkel des saudiarabischen Königs wurde vorgeworfen, seinen Diener misshandelt und erdrosselt zu haben. Jetzt hat ihn ein Gericht in London wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein Überwachungsvideo, das offenbar den saudischen Prinzen und seinen Diener im Lift zeigen soll, wurde vor Gericht als Beweis vorgelegt (Video: Reuters).

 

Wegen Mordes an seinem Diener ist ein Prinz aus Saudiarabien von einem britischen Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Saud Bin Abdulasis Bin Nasir el Saud, ein Enkel des saudiarabischen Königs, muss damit mindestens 20 Jahre lang hinter Gitter, wie das Londoner Strafgericht Old Bailey am Mittwoch anordnete. Der 34-jährige homosexuelle Prinz hatte seinen Angestellten nach einer durchzechten Nacht erdrosselt. Der Prinz war bereits am Dienstag schuldig gesprochen worden, „seine Machtposition missbraucht“ und seinen Diener Bandar Abdullah Abdulasis im Februar in einem Londoner Hotel zunächst schwer misshandelt und anschließend erwürgt zu haben. Richter David Bean sagte am Mittwoch, es sei „sehr ungewöhnlich“ für einen Prinzen, wegen Mordes vor Gericht zu stehen. Aber „niemand in diesem Land steht über dem Gesetz“. „Ich beginge einen Fehler, wenn ich ein strengeres oder ein milderes Urteil fällte, weil Sie zur saudiarabischen Königsfamilie gehören“, fügte Bean hinzu.

 

Bisswunden und ausgeschlagene Zähne: Der Tote war Mitte Februar mit schweren Verletzungen wie Bisswunden und ausgeschlagenen Zähnen in einem blutverschmierten Bett der Hotelsuite gefunden worden, die er mit dem Prinzen geteilt hatte. Die beiden Männer wohnten nach Darlegung der Staatsanwaltschaft damals seit fast einem Monat im Landmark Hotel, in dem Bandar immer wieder misshandelt wurde. Das Gericht stufte die Überfälle als „sadistisch“ und „sexuell konnotiert“ ein. Saud bekannte sich zwar der Tötung für schuldig, nicht aber des Mordes und der schweren Körperverletzung. Er bestritt zudem, homosexuell zu sein. Vor Gericht gab Saud an, er habe mit Abdulasis bis in die frühen Morgenstunden des 15. Februar Champagner und Cocktails an der Hotelbar getrunken, danach seien die beiden aufs Zimmer gegangen. Er sei erst am Nachmittag aufgewacht und habe dann „schockiert und traurig“ gemerkt, dass sein Diener tot gewesen sei. Die Anklage hatte in dem Prozess erklärt, der Prinz habe seinen Angestellten wiederholt schwer misshandelt. Es gebe zwei Aufnahmen von Überwachungskameras aus dem Londoner Hotel, die dies bewiesen. Zeugen sagten zudem, der 32-Jährige sei „wie ein Sklave“ behandelt worden. {Quelle: http://www.bazonline.ch – Der Prinz aus Saudiarabien wurde wegen Mordes verurteilt: Ein Überwachungsvideo aus dem Hotel zeigt den Prinzen und seinen Diener}.

 

 

Rabiate Prinzessin: Prügel für die Zofe

 

Erst rammte sie Memet Ismijatis Kopf gegen eine Mauer, dann schubste sie ihr Dienstmädchen die Treppe runter. Nun wartet die Nichte des saudischen Königs Fahd in einem US-Gefängnis auf ihren Prozess.

 

Orlando: Schon seit Montag sitzt Buniah al-Saud in Florida in Untersuchungshaft. Und so bald wird sie dort auch nicht wieder rauskommen, denn eine Entlassung auf Kaution wurde abgelehnt. Der 41-Jährigen droht nun ein Verfahren wegen schwerer Körperverletzung. Im Fall eines Schuldspruchs muss sie für bis zu 15 Jahre hinter Gitter. Gegenüber der Polizei erklärte die indonesische Zofe Memet Ismijati, die Prinzessin habe ihr am Freitag den Kopf gegen eine Wand geschlagen und sie eine Treppe hinuntergestoßen. Die 36-jährige Frau wurde im Krankenhaus behandelt, ist inzwischen aber wieder entlassen worden. Vor sechs Jahren war bereits eine andere saudische Prinzessin in Konflikt mit den Justizbehörden in Florida geraten. Prinzessin Maha al-Sudairi, Frau des Thronerben, wurde beschuldigt, eine Dienerin geschlagen zu haben, die ihr 200.000 Dollar gestohlen hatte. {www.spiegel.de}

 

 

Prinzessin Hind Al Fassi: Bruder beschuldigt saudischen Prinzen des Mordes

 

Die Prinzessin Hind Al Fassi, die Ehefrau des Prinzen Turki Ben Abed Al Aziz, dem Halbbruder des saudischen Königs Abdullah Bin Abdel Aziz, verstarb am vergangenen Sonntagmorgen und angesichts des unerwarteten Todes der aus Marokko stammenden Prinzessin gibt es erste Gerüchte, dass es am Ende vielleicht sogar ein Mord gewesen sein könnte. Die verstorbene Prinzessin Hind Al Fassi lebte mit ihrem Ehemann Turki Ben Abed Al Aziz seit etwa 30 Jahren in Ägypten, wo sich beide auf Grund ihrer Familienverhältnisse und finanziellen Möglichkeiten einen ziemlich luxuriösen Lebensstiel pflegten.

 

Nach dem Bekanntwerden des Todes von Prinzessin Hind Al Fassi am vergangenen Sonntag wandte sich ihr Bruder Alal Al Fassi sofort an die ägyptische Polizei und füllte dort eine Anklageschrift aus. Dabei behauptet der Bruder der verstorbenen Prinzessin Hind Al Fassi, dass seine Schwester durch den saudischen Prinzen Turki Ben Abed Al Aziz und seine drei Söhne ermordet worden sein soll und verlangt dabei natürlich eine Obduktion (Autopsie) des Leichnams von Prinzessin Hind Al Fassi. Die ägyptische Polizei wandte sich daraufhin an Prinzessin Samaher und ihren Bruder Prinz Abdul Rahman, die Kinder von der leider verstorbenen Prinzessin Hind Al Fassi um diese beiden zu diesem Vorfall zu befragen. Soweit bekannt ist, wurden Prinz Turki Ben Abed Al Aziz oder seine drei Kinder zu dieser Mordanklage gegen sie noch nicht eingehend vernommen. Vielleicht müssen sie dies auch nicht mehr, denn bisher deuten die ersten medizinischen Berichte daraufhin, dass Prinzessin Hind Al Fassi eines natürlichen Todes gestorben sein soll. Man darf gespannt sein. {Quelle: www.vip-chicks.de}

 

 

Darüber spricht ganz Ägypten

 

Martin Gehlen über das Los eines Mediziners, der eine Prinzessin von Morphinen abhängig gemacht haben soll.

 

Scharia-Prügelstrafen:  In Saudi-Arabien stehen sie jeden Tag in der Zeitung. Mal sind es 50 Schläge fürs Rauchen im Flugzeug, mal 75 Schläge für einen Mann, der eine geschiedene Frau vor ihrer Familie versteckt hat. Am härtesten traf es jetzt einen ägyptischen Arzt, der im Gefängnis von Dschidda sitzt. 1500 Hiebe plus 15 Jahre Haft lautete das Urteil – dosiert auf 70 Schläge pro Woche. Raouf Amin Alarabi habe die Ehefrau eines saudischen Prinzen, offenbar ein Neffe von König Abdullah, von Schmerzmitteln abhängig gemacht, befand das Gericht. Nach der ersten Auspeitschung Anfang November ist der Prügelrhythmus vorerst unterbrochen, nachdem der Gefangene Atemnot und Herzbeschwerden bekam. Seit 20 Jahren lebt und praktiziert der 53-jährige Mediziner aus Kairo in dem Ölscheichtum. Nach Angaben seines Sohnes war die Prinzessin allerdings „schon abhängig von Schmerzmitteln, bevor mein Vater sie zu behandeln begann“. Selbst die Morphine habe er nicht mitbringen müssen, „die waren bereits im Haus“.

 

In Ägypten lässt der Fall des unglücklichen Doktors jetzt die Gefühle hochkochen. Denn die Saudis sind bei ihren arabischen Nachbarn unbeliebt, bei einigen sogar verhasst. Daheim geben sie sich als fromme Muslime, im Sommerurlaub indes nerven sie in den luxuriösen Nil-Hotels mit ausschweifendem Lebenswandel, durch den sie der Hitze und der bohrenden Langeweile ihres Ölscheichtums entfliehen. 1,5 Millionen Ägypter arbeiten in dem Wüstenreich zwischen Rotem Meer und Persischem Golf, die Hausangestellten unter ihnen sind von ihren saudischen Familien oft abhängig wie Sklaven.

 

Nun organisierten Mediziner in Kairo einen ersten Sitzstreik vor der saudischen Botschaft. Die Ärztegewerkschaft veranstaltete zwei Kundgebungen mit den betagten Eltern des Verurteilten. Angesichts der wachsenden Empörung setzten sich nun auch ägyptische Diplomaten in Riad in Bewegung und übergaben ein offizielles Gnadengesuch an den König. Doch die Saudis wollen hart bleiben, so dass der Streit weiter eskaliert. Kairos Arbeitsministerin Aisha Abdel Hadi ordnete an, bis auf Weiteres keine neuen Arbeitserlaubnisse für ägyptische Doktoren in Saudi-Arabien mehr auszustellen – ein Schritt, den die Ärztegewerkschaft unterstützt. Für deren Chef Hamdi al Sayyad ist das Urteil Folter. „Er hat schon 70 Schläge bekommen, und er soll fortan jede Woche gepeitscht werden“, sagt er. „Eine solche Strafe ist selbst für einen Mörder zu hart“. {Quelle: www.tagesspiegel.de  – Von Martin Gehlen}

 

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