kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Toleranz und Koran im Zeichen der Gegenseitigkeit 20. Oktober 2010

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 05:16

Islamgelehrte beteuern im Vatikan, dass der Islam nicht christenfeindlich ist. Die Emigration von Christen ist eine Gefahr für die Identität der arabischen Kultur

 

Rom (kath.net/as/kap): Nach der Wortmeldung des jüdischen Gelehrten und Rabbiners David Rosen als Gast der Sonderversammlung der Bischofssynode für den Nahen Osten am Dienstagnachmittag äußerten sich gestern zwei muslimische Gelehrte zum Verhältnis des Islam zu den anderen großen Religionen der Region. Sie bestritten dabei eine christenfeindliche Haltung des Islam und betonten die Wichtigkeit der gegenseitigen Anerkennung. Der iranische schiitische Rechtswissenschaftler Ayatollah Seyed Mostafa Mohaghegh Damad (Universität Teheran) betonte in Gegenwart von Papst Benedikt XVI., dass lobale Stabilität nur möglich sei, „wenn jeder ohne Angst vor anderen“ leben könne.

Der Gelehrte erklärte, dass es von lebenswichtiger Notwendigkeit sei, dass Gläubige aller Religionen ihren Glauben ohne Verfolgung ausüben könnten. Im Laufe der Geschichte sei es zu „dunklen Momenten“ im Verhältnis zwischen dem Christentum und dem Islam gekommen. Auch weiterhin seien reaktionäre Ansichten zu verzeichnen. Gleichzeitig gäbe es in den muslimischen Ländern Christen, die Seite an Seite mit den Muslimen lebten. Die ist für Damad der „Weg der Zukunft“. Muhammad al-Sammak, der aus dem Libanon stammende politische Berater des sunnitischen Großmufti, beklagte in der Synodenaula, dass es nach dem 11. September 2001 zu einer „Islamphobie“ gekommen sei. Christen und Muslime jedoch seien zur Zusammenarbeit aufgerufen, wobei die gegenseitigen Rechte und Pflichten anerkannt werden müssten. Ebenso müsse eine „Kultur der Freundschaft und Vergebung“ geschaffen und der Extremismus bekämpft werden. Die christliche Präsenz im Nahen Osten ist für Muhammad al-Sammak eine Notwendigkeit.

Sein Anliegen sei es, dass der Vatikan und der König von Saudi-Arabien, Abdallah Ben Abdel Aziz, zugunsten des interreligiösen und interkulturellen Dialoges zusammen wirken können, um eine Lösung für die Christen im Nahen Osten zu erzielen, dies im Wissen darum, dass dies das eine und dasselbe Anliegen von Christen wie Muslimen sei, erläutert al-Sammak.

Die Emigration der Christen brächte eine Verarmung der arabischen Identität, Kultur und Authentizität mit sich, merkte Muhammad al-Sammak zum Schluss seiner Rede an. Es sei sehr wichtig, dass die Synode mehr sei als ein Schmerzensschrei der Christen. Er hoffe, dass die Synode eine Grundlage geben könne, um eine zukünftige Zusammenarbeit von Christen und Muslimen zu ermöglichen. Der Nahe Osten sei der Ort, an dem Gott sich offenbart habe, und deshalb sei es notwendig, dass Glaube, Liebe und Friede geachtet werden.

Bei einer Pressekonferenz vor seiner offiziellen Intervention sagte al-Sammak, die Glaubensfreiheit werde vom Koran selbst garantiert. Zugleich warf er ebenso wie Damad Israel und den USA vor, für das Anwachsen eines religiösen Fundamentalismus mitverantwortlich zu sein. al-Sammak räumte ein, dass in der islamischen Geschichte ein Glaubensübertritt vom Islam zu einem anderen Bekenntnis oft gleichbedeutend mit einem Wechsel ins Feindeslager gewesen und mit dem Tod bestraft worden sei. Nichtsdestoweniger gelte als „goldene Regel“ des Islam, dass es in Glaubensdingen keinen Zwang geben dürfe: „Es ist die Pflicht der Muslime, für die Achtung dieses Rechts zu sorgen“.

Damad erklärte vor den Journalisten ebenfalls, Muslime seien „völlig frei“, zu einer anderen Religion überzutreten. Dies dürfe aber nicht mit einem Angriff auf die islamische Gesellschaft verbunden sein. Die Angst vor einer religiösen Intoleranz des Islam existiere „nur
in den Köpfen“. Aus islamischer Sicht könne es keine Diskriminierung von Christen oder Juden geben. Es wurde aber auch harte Kritik am christenfeindlichen Rechtssystem insbesondere in Saudi-Arabien geübt. Erzbischof Berhaneyesus Demerew wies auf die Praxis hin, das christliche äthiopische Gastarbeiterinnen neue muslimische Namen annehmen müssten. Wenn Christen in dem Wahabitenstaat sterben, müssten ihre Leichname außer Landes gebracht werden: „Kann für sie nicht wenigstens ein christlicher Friedhof errichtet werden?“, fragte der Erzbischof. Ein einvernehmlicheres Zusammenleben der christlichen Konfessionen im Heiligen Land forderte der maronitische Erzbischof von Haifa, Paul Nabil El-Sayah. Durch die Fernsehübertragungen aus der Grabeskirche in Jerusalem oder der Geburtskirche in Bethlehem am Karfreitag und am Weihnachtsmorgen werde oft die ganze Welt Zeuge einer „skandalösen Spaltung“, sagte El-Sayah. Insbesondere in Jerusalem seien die Traditionen der 13 Hauptkirchen verhärteter als an irgendeinem anderen Ort in der Welt. Es gebe sehr deutliche physische und psychische Abgrenzungen. El-Sayah forderte ein vertieftes ökumenisches Gespräch, das sich nicht nur auf die Ebene der offiziellen Kirchenvertreter beschränken dürfe. Nach ihren Ansprachen in der Synodenaula empfing Papst Benedikt XVI. den politischen Berater des Großmufti des Libanon Muhammad al-Sammak und den Ayatollah Seyed Mostafa Mohaghegh Damad in Audienz.

WEITERSAGEN Lesermeinung
= Noemi – nee Troppau: wir glauben nicht alle an denselben Gott. Wir Christen glauben an die Hl. Trinität, den barmherzigen Vater und nicht an einen Wüstengott namens Allah, so wie er sich im Koran darstellt. Auch der Gott der Juden ist mit diesem Allah nicht identisch. Mohammed hat ja ganz bewusst die beiden „Religionen“ des Buches abgelehnt.

= Gipsy – Ich kann: diesen Islamgelehrten nicht vertrauen, zuviel wurde und wird gelogen. Lüge als Mittel zum Zweck ist im Islam erlaubt, wie soll ich da noch etwas glauben. Die islamische Welt zeichnet ein anderes Bild als das hier beschriebene. Wir können vielleicht in Frieden miteinander leben, darum sollten wir uns bemühen, wir können jedoch nicht die andere Religion anerkennen, denn dann würde jeder seine eigene Religion verraten müssen, so verschieden sind Jesus Christus Überlieferungen und Mohammeds Überlieferungen. Für Christen und Moslems gibt es nur EINE Religion, das Wort ihres Gottes.

= st.michael – Nicht belügen lassen: Nicht vergessen, die Moslems dürfen lügen wenn es der Sache dient. Nur mal kurz fragen wie denn die „christliche Realität“ in moslemischen Ländern aussieht. Und die 2.Frage warum das Christentum die am meisten verfolgte Religion der Welt ist und das vor allem in moslemischen Ländern. Fragt sich nur wer der Dümmere ist? Der Lügner, oder Tor der ihm glaubt !
= Turgon -Im Islam ist es erlaubt: Ungläubige zu täuschen und sie sogar zu belügen. So viel dazu…

= tünnes – Angst existiert nur in den Köpfen: Die Angst vor einer religiösen Intoleranz des Islam existiere „nur in den Köpfen“. Also sind die gefolterten, ermordeten Christen in den muslimischen Staaten nur in meinem Kopf zu Opfern geworden???? Na das ist ja mal eine interessante Darstellung der Tatsachen.

= Troppau – Es tut sich was: Die Einlassungen der arabischen Theologen kann man nur unterstützen und für ihre Wirksamkeit unter den Gläubigen beten. Wir glauben alle an denselben Gott (es gibt nur diesen einen Gott) nur in unterschiedlichen Formen.

= Bonifaz2010 – Unerträglich: „Die Emigration der Christen brächte eine Verarmung der arabischen Identität, Kultur und Authentizität mit sich“. Angesichts des namenlosen Leids und der Unterdrückung der Christen in arabischen Ländern verschlägt es einem die Sprache ob einer solchen Heuchelei. Die Islamvertreter erinnern mich an die Kommunisten, die aller Tatsachen zum Trotz stets ihre Menschenfreundlichkeit und Friedensliebe gepriesen haben. Leider sind viele im Westen auf diese Friedensschalmeien hereingefallen; hoffentlich ergeht es der Kirche mit dem Islam nicht genauso.

= antony – Satire? Zitat: „Sein Anliegen sei es, dass der Vatikan und der König von Saudi-Arabien, Abdallah Ben Abdel Aziz, zugunsten des interreligiösen und interkulturellen Dialoges zusammen wirken können, um eine Lösung für die Christen im Nahen Osten zu erzielen, dies im Wissen darum, dass dies das eine und dasselbe Anliegen von Christen wie Muslimen sei, erläutert al-Sammak“. Der König von Saudi-Arabien als Speerspitze des interreligiösen Dialogs? In Saudi-Arabien wird man verhaftet, wenn man eine Bibel besitzt oder christliche Gottesdieste feiert… Vielleicht kommt als nächstes der Vorschlag, mit dem Präsidenten des Iran eine Initiative gegen Antisemitismus zu starten…

= Felizitas Küble – Heuchelei hoch zehn! Soviel Scheinheiligkeit wie in den Reden dieser islamischen Vertreter stinkt zum Himmel. Einerseits von einem „Zusammenwirken“ des Papstes mit dem Saudi-König zu fabulieren, aber andererseits zu verschweigen, daß in Saudi-Arabien keine einzige Kirche gebaut werden darf, ist ebenso dreist wie verlogen. Und der Islam-Vertreter aus dem Libanon sollte dazu Stellung nehmen, wie es kommt, daß der einst christliche Libanon heute ein muslimischer Staat ist – friedlich ging das nämlich nicht vonstatten (vielmehr mit Hilfe sowjetischer Raketen und PLO-Terror gegen Christen). Heute regiert dort der Terror der: Hisballah und sonstiger Fanatiker, weshalb immer mehr arabische Christen das Weite suchen. Schon ein starkes Stück, wenn ausgerechnet jene in Rom eine „Emigration“ arabischer Christen beklagen, die doch genau diese Flucht verursachten. Dazu kommen die christenfeindlichen Gesetze der palästinensischen Verwaltung, die zu weiteren Fluchtbewegungen führen. Nähere Infos hierzu: http://www.eip-news.com/2010/10/nahost-synode-im-vatikan-uber-verfolgte-christen/

= Alex_ius –  Die Islamgelehrten lügen: Das dürfen sie auch nach Ihrer Religion, weil die Verbreitung des Islams als übergeordnetes Ziel von der Wahrhaftigkeit entbindet. Islam war schon immer und ist heute auch christenfeindlich. Der Koran selbst und vor allem die Praxis, wie er über all in der Welt gelebt wird zeigen es deutlichl. Nach Lepanto und Wien, wer rettet uns dieses mal?
= Marcus –  Man kann auch sehr subtil lügen: „Gegenseitige Anerkennung“ heißt ja nur, daß auch die Christen den Islam als Korrektur der Bibel und als letzte Offenbarung anerkennen sollen. Es heißt nicht, daß Moslem Jesus Christus als Sohn Gottes und Erlöser anerkennen sollen. Alle diese Sprüche sind wohlbekannt.

 

One Response to “Toleranz und Koran im Zeichen der Gegenseitigkeit”

  1. bazillus Says:

    Die hohe Kunst der Lüge oder der Täuschung hat sich wohl im Islam, weil dort traditionell erlaubt, zu künstlerischen Höhen aufschwingen können. Ich denke, dass wir einfach das sinngemäße Wort Jesu entgegenhalten dürfen: Die falschen Propheten sind an ihren Früchten = Realitäten, Taten zu erkennen. Solange in islamischen Ländern Christen durch Gewalt oder durch Gesetzeslage zur Flucht, zur Diskrininierung oder zur Verfolgung verurteilt sind, sollten solche Aüßerungen islamischer Gelehrter wie Wasser an einer imprägnierten Kunststoffläche abperlen und unter „Lüge“ abgehakt werden.

    Im Grunde sind solche Äußerungen angesichts der realen Verhältnisse ein trauriges Beispiel für Verdrängung der Wahrheit. Wer die ausgesprochen feindlichen Verse des Gottes des Islam über Christen und Juden , weil ungläubig, völlig ausklammert, belügt sogar sich selbst.


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