kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Pest und Cholera 20. Oktober 2010

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 06:04

In Bremen gründeten kurdische Zuwanderer einen Motorradclub und fordern Gangs wie die Hells Angels heraus. Die Polizei fürchtet einen neuen Rockerkrieg.

 

Die letzte Bewegung im Leben des Fahranfängers Mustafa B. war eine Drehung der rechten Hand. Seine rote Honda Fireblade, 178 PS, 290 km/h Spitze, heulte auf, beschleunigte und schoss an den Autos vorbei. Sekunden später prallte der Motorradfahrer gegen einen Baum. Er starb an der Unfallstelle, einer vierspurigen Straße im Bremer Stadtgebiet. „Ein Fremdverschulden“ liege nicht vor, teilte die Polizei lapidar in einer Pressemeldung mit.

Tatsächlich untersuchte die Kripo die Maschine des Toten besonders gründlich auf mögliche Manipulationen. Denn der 38-Jährige galt als einer der führenden Köpfe der Organisierten Kriminalität in Bremen. Der Verdacht war naheliegend, dass jemand aus dem Milieu ein besonderes Interesse an seinem Ableben gehabt haben könnte. Vor allem aber hatte Mustafa B. die Hells Angels herausgefordert, den berüchtigten Rockerclub. Mitglieder stehen seit langem in Verdacht, eine wichtige Rolle in der Unterwelt an der Weser zu spielen.

Im August hatte der Kurde gemeinsam mit knapp zwei Dutzend Mitgliedern seiner Sippe einen Ableger eines internationalen Motorradclubs gegründet, die Mongols. Es ist das erste Mal, dass in Deutschland Angehörige eines muslimischen Zuwanderer-Clans, der der Organisierten Kriminalität zugerechnet wird, auf diesem Feld tätig werden.

Die Ermittler an der Weser fürchten nun, dass es zu einem neuen, blutigen Rockerkrieg kommen könnte, der schnell auch andere Städte infizieren würde. Oder, auch nicht weniger bedrohlich, dass sich die Hells Angels und der Ethno-Clan verbrüdern. Eine Wahl zwischen Pest und Cholera. „Wir beobachten beide Entwicklungen mit großer Sorge“, so der Bremer Kripo-Mann Harald Habethal. Sicher ist, dass es den Zuwanderern kaum um das „Easy Rider“-Feeling geht. Die Neu-Rocker haben nach den Erkenntnissen der Polizei weder Motorräder noch den notwendigen Führerschein. Wenn sie über die Bremer Discomeile rollen, dann in PS-starken Autos. Lediglich Mustafa B. hatte die Fahrerlaubnis zwei Wochen vor seinem Tod erworben. „Wir vermuten“, sagt Andreas Weber, Chef des Bremer Landeskriminalamts, „es geht den Mitgliedern ethnischer Clans darum, neue Strukturen und Handelswege zu erschließen.“ Mongols sollen in den USA und in Südeuropa in Drogengeschäfte verwickelt sein. Eine Zusammenarbeit könnte sich da für die Bremer lohnen.

Integration ist für viele ein Fremdwort: Schon jetzt beherrscht die Sippe nach Überzeugung der Polizei den Rauschgiftmarkt in der Stadt. Der Clan zählt zu den Mhallamiye-Kurden, die in den achtziger Jahren aus dem Libanon eingewandert sind. Integration ist für viele von ihnen ein Fremdwort, sie leben vorwiegend von Sozialleistungen und Geschäften wie Drogenhandel und Prostitution. Die meisten wohnen in Bremen, Berlin und Essen. Allein in der Hansestadt rechnet die Polizei 2600 Kurden zu der Sippe, gegen jeden zweiten ermittelte sie bereits. 66 Familienmitglieder gelten als Top-Täter.

Über viele Seiten im Polizeicomputer erstrecken sich auch die Einträge der meisten Mongols-Mitglieder. Ibrahim M., nach Einschätzung der Ermittler der Nachfolger von Mustafa B. an der Spitze des Clubs, wird allein mit 147 Taten in Verbindung gebracht, von Körperverletzung bis zum illegalen Waffenbesitz. Die Zeit für eine Ausweitung der Geschäftsfelder wäre günstig. Die Bremer Hells Angels sind geschwächt. Vor vier Jahren haben sie die konkurrierenden Bandidos zwar schlagkräftig aus der Hansestadt vertrieben. Aber viele sind nur auf Bewährung in Freiheit, und die Kurden gelten als besonders skrupellos.

Kein Wunder, dass es offenbar schon Friedensverhandlungen gibt. Hells-Angels-Boss Frank Hanebuth aus Hannover habe 250.000 Euro geboten, damit die Mongols zu ihm überliefen, behauptet zumindest deren Deutschland-Chef Bernhard Denzinger, der einen Club in Südbaden leitet. Die Kurden hätten abgelehnt. Angels-Sprecher Rudolf „Django“ Triller will keinen Kommentar zu Verhandlungen abgeben: „Wir sind wegen der Mongols völlig entspannt“. Immerhin hatten die Angels in Berlin mit einer ähnlichen Taktik Erfolg. Anfang 2010 lösten sie dort die besonders brutalen Bandidos um Kadir P. aus deren Club heraus und gemeindeten die früheren Todfeinde ein. Nun firmieren sie als Hells Angels Nomads Turkiye.

Die Bremer Polizei will gegen die Rocker hart durchgreifen. Straftäter sollen schnell verurteilt, die Clubs womöglich verboten werden, kündigt Weber an. Auch Mongols-Chef Denzinger will nicht dulden, dass kriminelle Machenschaften seinen Club gefährden, schließlich habe es der ein oder andere Neu-Rocker in der Vergangenheit „ein bisschen übertrieben“. Zudem verlangt er, dass alle Mitglieder bis Anfang Mai einen Führerschein haben. Vielleicht setzt nicht die Polizei dem Treiben ein Ende, sondern das Straßenverkehrsamt. {Anmerkung der Redaktion: Hells-Angels-Boss Frank Hanebuth, der sich zuvor zu den Mongols nicht offiziell hatte äußern wollen, betonte am Montagabend: „Wir haben niemals und niemandem Geld geboten. Das haben wir gar nicht nötig“}. {Quelle: Spiegel online: Von Jörg Diehl und Michael Fröhlingsdorf}

 

Jugendliche stechen in Frankfurt auf Fahrgäste ein

In Frankfurt am Main haben Jugendliche Fahrgäste in einer Straßenbahn angegriffen. Sie stachen einer Frau in den Oberkörper.

Jugendliche haben an einer Haltestelle im Frankfurter Stadtteil Griesheim zwei Fahrgäste mit einem Messer angegriffen. Eine 48-jährige Frau erlitt mehrere Stichverletzungen am Oberkörper, ihr 17 Jahre alter Sohn eine Schnittwunde an der Schulter, wie die Polizei mitteilte. Die Täter flüchteten. Das Trio hatte am Sonntagabend bereits in der Straßenbahn der Linie 11 die anderen Fahrgäste angepöbelt. Als die Frau mit ihrem Sohn und einer Bekannten an der Haltestelle Zum Linnegraben die Bahn verließ, stiegen die drei Jugendlichen ebenfalls aus. Ohne ersichtlichen Grund kam es bereits während des Aussteigens zu Rangeleien. Auf dem Bahnsteig traktierten sie die Fahrgäste mit Fäusten und gingen mit einem Messer auf sie los. Als die Opfer nach einiger Zeit flüchten konnten, warfen die Täter noch mit Schottersteinen aus dem Gleisbett.

 

Frankfurt-Griesheim: Drei Täter nach gefährlicher Körperverletzung mit Messer flüchtig

Frankfurt (ots): Teilweise erheblich mit einem Messer verletzt wurden gestern Abend zwei Fahrgäste nach verlassen der Straßenbahnlinie 11.

Die Geschädigten, eine 48 Jahre alte Frau mit ihrem 17 Jahre alten Sohn und einer ebenfalls 17 Jahre alten Begleiterin waren gestern Abend, gegen 19.00 Uhr, am Hauptbahnhof in einen Zug der Linie 11 in Richtung Griesheim eingestiegen. Schon während der Fahrt fiel ihnen ein Trio Jugendlicher auf, welches sich durch besondere Aggressivität und Pöbeleien gegenüber den anwesenden Fahrgästen hervortat. Als die Geschädigten dann an der Haltestelle Zum Linnegraben die Bahn verließen, stiegen die drei Jugendlichen ebenfalls aus. Schon während des Aussteigens kam es ohne ersichtlichen Grund zu Rangeleien. Außerhalb der Straßenbahn wurden die Geschädigten mit Fäusten und schließlich auch noch mit einem Messer traktiert und verletzt. Die 48-Jährige erhielt mehrere Stiche bzw. Schnittverletzungen am Oberkörper, der 17-Jährige eine Schnittwunde an der Schulter. Als es den Opfern nach einiger Zeit endlich gelang die Flucht anzutreten, wurden sie von den Tätern noch mit Schottersteinen aus dem Gleisbett der Straßenbahn beworfen. Danach traten auch die Täter die Flucht an und rannten in Richtung Jägerallee davon.

Das Trio wird von den Opfern wie folgt beschrieben: Der älteste Täter, der auch das Messer führte, soll etwa 16 Jahre alt gewesen sein. Er wird als kräftig und 170 cm groß beschrieben. Die beiden Mittäter werden als 12 bzw. 14 Jahre alt beschrieben. Alle drei sollen türkischer Herkunft gewesen sein. Eine sofort nach Bekanntwerden des Sachverhaltes ausgelöste Fahndung verlief ergebnislos. Die Ermittlungen in der Sache dauern an. (Manfred Vonhausen, 069-75582113)

 

Jugendliche überfallen junges Paar

Die Polizei sucht nach drei jungen Männern, die am Sonntagabend beim Ludingarten einen 16-Jährigen geschlagen und seiner 17 Jahre alten Begleiterin das Handy weggenommen haben.

Der Wortführer des Trios pöbelte die Beiden an und wollte den 16-Jährigen schubsen. Als dieser sich wehrte, wurde er von zwei Tätern geschlagen und ging zu Boden. Einer der Täter riss das Mädchen an der Jacke und nahm aus der offenen Jackentasche ein Samsung-Handy an sich. Anschließend rannten die drei Täter in Richtung Ludingarten davon. Alle drei trugen schwarze Kleidung und hatten ihre Kapuzen tief ins Gesicht gezogen und sollen mit türkischem Akzent gesprochen haben. Sie waren ca. 18 Jahre alt und zwischen 1,70 und 1,90 m groß. Zeugen, die Hinweise auf die drei Personen geben können, werden gebeten sich bei der Polizei zu melden. {Quelle: Südkurier – Blitzmeldung Polizeimeldung Kriminalität}

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s