kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Bischöfe schlagen Alarm: Militanter Islam bedroht Christen 15. Oktober 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 06:02

ROM: Bunt wie der Orient waren die Themen der Ansprachen der einzelnen Kirchenvertreter auf der Bischofssynode am gestrigen Tag. Eindringliche, aufklärende und hoffnungsvolle Worte sind an diesen Tagen in Rom von den verschiedensten Hirten zu vernehmen. Sie alle drücken die Sorge um die eine Kirche in ihrer jeweiligen Region aus, die religiös betrachtet, meist ein Krisengebiet darstellt.

Die Worte, die Erzbischof Casmoussa von Mossul ans Plenum richtet, wollen alarmieren. Christen des mittleren Ostens stünden Wellen an Terrorismus gegenüber, die auf religiöser Ideologie, islamischer oder totalitärer Natur, basierten und dazu führten, dass fundamentale Prinzipien, wie das der Gleichheit, geleugnet würden. Christen im Irak fühlten das ihr Zuhause, einst die Wiege des Christentums zu einem „Dar el-Islam“ geworden ist.

Die Folgen seien Verlust des Glaubens und eine rasch voran schreitende Emigration. „Die Christenheit des Ostens ist dazu verdammt vollständig zu verschwinden oder ins Exil zu gehen. Was heute im Irak passiert, erinnert an die Geschehnisse in der Türkei während des Ersten Weltkrieges. Es ist Zeit, Alarm zu schlagen!“

Kardinal Foley sieht die Gründe für Aufruhr und wachsenden islamischen Fundamentalismus im anhaltenden Nahostkonflikt. Mit Voranschreiten der Zeit sei eine vom Heiligen Stuhl befürwortete Zwei-Staaten-Lösung immer schwieriger umzusetzen. Wachsende israelische Siedlungen und eine von Israel kontrollierte Infrastruktur in Ost-Jerusalem und in der Westbank stünden konträr zur Entwicklung eines existenzfähigen palästinensischen Staates.

Der Kardinal appelliert an das gemeinsame Erbe der drei monotheistischen Religionen: Der Glaube an den einen Gott, Gebet, Fasten und Almosengeben nennt er als die Elemente, die auf verschiedene Weise ausgeführt, Juden, Christen und Moslems dennoch gemeinsam sind. Alle wollten Pilger sein – auch nach Jerusalem, einer Stadt, die für jeden von ihnen heilig sei. Kardinal Foley ruft auf, die Gemeinsamkeiten anzuerkennen und in der Hoffnung auf gegenseitiges Verständnis, Versöhnung, Frieden und Liebe für das Land zu leben, dass von allen „heilig“ genannt wird.

Gregorios III Laham, Erzbischof von Damaskus und Patriarch von Antiochen, ist überzeugt von der Notwendigkeit christlicher Präsenz für den Frieden im Nahen Osten. Diese werde jedoch permanent bedroht, allem voran durch den israelisch-palästinensischen Konflikt, der Gruppierungen wie Hamas oder Hizbollah hervorbringe, nur schwerfällig Entwicklung zulasse und der jungen Generation jede Hoffnung raube. Viele Christen sehen den einzigen Ausweg darin, auszuwandern, worin laut Erzbischof Laham die gefährlichste Folge des Konflikts bestehe. Hierdurch entstünde eine einseitige muslimische Gesellschaft, die dann der europäischen Gesellschaft, die auch als Christen bekannt sei, gegenüber stünde. Sollte der Nahe Osten seine Christen verlieren, würde dies, so der Erzbischof, zu einem zerstörerischen Zusammenstoß zwischen dem muslimischen arabischen Osten und dem christlichen Westen führen.

Das Vertrauen zwischen Ost und West kann nur wachsen, wenn Christen im Heiligen Land blieben. Gegenüber den muslimischen Brüdern, müsse man ehrlich sein, und die eigenen Ängste aussprechen: „die Trennung von Staat und Religion, the Arabicity, Demokratie, arabische oder muslimische Nation, Menschenrechte und Gesetze, die als alleinige Quelle für Gesetzgebung den Islam und mitunter sogar die Gleichheit ihrer eigenen Bürger vor dem Gesetz unterbinden“.

In Mut machende Worte fasst Bischof Merhi von San Charbel seinen Vorschlag, den Konflikten in den einzelnen Regionen das Bemühen um Gastlichkeit und Harmonie entgegen zu setzen. „Lasst uns versuchen, Juden, Christen und Muslime, ohne Anfeindung zu leben, denn wir sind alle Söhne Abrahams“. {Quelle: http://www.zenit.org – Von Sandra-Maria Lernbecher Zenit. Die Welt von Rom aus gesehen}

 

2 Responses to “Bischöfe schlagen Alarm: Militanter Islam bedroht Christen”

  1. GottesAuge Says:

    Sie sollten Ihre Fehlsteuerung nicht den Christen anhängen!

    Als ich vor einigen Jahren in Madras, Indien, war, las ich in der Zeitung eine traurige Geschichte. Laut Polizeibericht schnitt ein Junge Blätter von einer Pflanze in seinem Garten ab, um die Ziege zu füttern. Plötzlich sah er, dass die Ziege des Nachbarn auf sein Grundstück gekommen war und sich die Blätter gut schmecken ließ. In einem Anflug von Jähzorn warf der Junge sein Messer nach der Ziege. Unglücklicherweise verfehlte das Messer sein Ziel und traf stattdessen die kleine Schwester des Jungen. Obwohl man sie auf schnellstem Wege ins Krankenhaus brachte, erlag sie den Verletzungen. Der Junge tötete seine Schwester, weil er das Ziel verfehlte. Ein tragischer Vorfall. Aber genau das bewirkt die Sünde: Man verfehlt das Ziel und fügt anderen, die gewissermaßen unschuldig dabeistehen, Schaden zu. Unsere Worte, Gedanken, Handlungen „verfehlen das Ziel“ oft genug und verletzen Familienangehörige, Freunde, Nachbarn, Kollegen. Nicht selten fügen wir uns mit unserer Sünde sogar selber Schaden zu. Um bei dem Bild zu bleiben: Als wir das Messer unserer Sünde warfen, wurde ebenfalls jemand tödlich verletzt, der unschuldig dabeistand. In dem, was Petrus schrieb, wird sehr deutlich, wer das war: „?? der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.“ 1. Petrus 2, 24

  2. bazillus Says:

    Das alles sind schöne Worte und auch richtige und wahrheitsschwangere Worte. Es ist eben verhängnisvoll, wenn eine monotheistische Religion mit dem Gottesbild des frühen AT meint, die absolute Wahrheit für sich gepachtet zu haben und dieser Gott es legitimiert, Christen, Juden als schlechteste Geschöpfe zu diskriminieren. Das Urübel ist das Gottesverständnis und die daraus resultierenden Konflikte. Diese müssen angesprochen werden. Die Verfolgung durch Muslime kann nur deshalb gelingen und legitimiert werden, weil die islamischen Gelehrten diese Ausgrenzungs- und Drohbotschaft, begründet durch den Koran, noch heute 1 zu 1 auf die heutige Gesellschaft übertragen. Das Absolutismusdenken in der Wahrheitsfrage, die eben nicht mit Vernunft gepaart ist, ist es, die den Islam immer wieder kritikwürdig macht. Wer einem Kriegshelden als Religionsführer nachfolgt in allem, ist eben immer in der Gefahr diktatorische Gepflogenheiten als Wahrheit in die eigenen Denkweise einzulassen und danach diskriminierend zu handeln.

    Auf dem „Denkboden“ des Korans ist es nicht möglich, die allgemein gültigen Menschenrechte zu erkennen und zu leben. Solange das Gesetz des islamischen Gottes als für Menschen verbindlich angesehen wird, kann es keinen Frieden geben. Darum wehre ich mich auch gegen die Behauptung, dass der islamische Gott und der allliebende Gott der Dreifaltigkeit identisch sind. Anders als die kirchlichen Führer sehe ich recht radikale Unterschiedlichkeiten im Gottesbild. So wie Mohammed und Jesus in ihrer Persönlichkeit so gegenteilig sind, wie Feuer und Wasser, so sind auch die von ihnen verkündeten und vertretenen Gottesbilder nicht miteinander zu vereinbaren und stehen sich diametral gegenüber.

    Die Grundlage auf Abraham wurde vom Islam lediglich behauptet, nicht jedoch volllzogen und gelebt. Diese jüdische Entwicklung vom Straf- und Rachegott hin zum Gott der Liebe bereits im AT vorbereitet, hat der Islam nicht vollzogen. Die Nachkommen von Ismail bleiben im Dunkeln bis der Siegelprophet auftritt und Christentum und Judentum als niedrigere Religionen lediglich formal-verbal vereinnahmt und dem Islam unterordnet. Jesus wird in die Rolle eines Propheten degradiert, der dem islamischen Gott dient, nicht am Kreuz gestorben ist und schon garnicht der Sohn Gottes sein kann, den der islamische Gott wie nix töten könnte, wenn er denn wollte.

    Diese ausgrenzende Einstellung ist es, die aus der Sicht des Islams bis heute nur ein Zusammenleben in Unterordnung zulässt, aber nicht ein gleichberechtigtes Nebeneinander. Solange dies nicht deutlich auch auf der Bischofssynode angesprochen wird, solange werden die Verhältnisse so bleiben wie sie sind. Kuscheldialog führt zu wenig.

    Der große Fehler ist es, den islamischen Gott als den Gott anzusehen, der die Bibel inspiriert und Jahrtausende lang vom Heiligen Geist bewahrt wurde. Auch die kirchlichen Führer müssen sich eingestehen, dass der Islam, solange er den Inhalt der ausgrenzenden Koranverse als Wahrheit ansieht, nur ein Zusammenleben in Unterordnung möglich ist. Die Missionstätigkeit des Islam ist auch heute noch eine aggressive, die des Christentums – von Jesus empfohlen und angeordnet – eine freiwillig-friedliche. Es wird letztlich solange keine Gemeinsamkeiten geben, solange der Koran als wörtlich diktiertes Wort Gottes verkauft wird.

    Jesus ist die alles verbindende Integrationsfigur. Erst wenn die Lehre Jesu im Denken des Islams stärkere Beachtung findet, erst dann kann der Islam sich auf Abraham berufen, nicht eher.

    Der Siegelprophet war als Religionsgründer eine völlige Fehlbesetzung. Er hat nicht einmal die Grundlagen verstanden, die eine gute Religion ausmachen. Und Gott hat er nicht einmal im Entferntesten verstanden. Zuckerbrot-und-Peitsche-Denken in den Charakter Gottes zu installieren, war eine der schwächsten religiösen Lehrmeinungen überhaupt, immerhin 700 Jhare nach Jesus. Sein Gottesbild ist eine menschliche Erfindung, nämlich die Seine. Sie hat nichts, aber auch garnichts mit dem einzig wahren Gott gemein.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s