kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Hört, hört, was ein katholischer Pfarrer sagt! 14. Oktober 2010

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 03:42

Beschwerde beim Bischof

 

Recklinghausen: Tobias Köller, Chef der Unabhängigen Bürgerpartei (UBP), hat dem Bischof von Münster, Felix Genn, einen Brief geschrieben. Darin beschwert er sich über Pfarrer Bernhard Lübbering. Der katholische Pfarrer hatte vor einer UBP-Veranstaltung zu Neubauplänen des islamischen Verbandes VIKZ an der Dortmunder Straße Kritik am Parteikurs geübt. Lübbering, Jahrzehnte in der Gasthaus-Gemeinde tätig und ein Sprecher der christlich-islamischen Arbeitsgemeinschaft, hatte u.a. gefordert, dass sich die politischen Kräfte in der Stadt stärker mit „populistischen Parolen“ auseinandersetzen.

Zudem betonte Lübbering: „Ich kann sagen, dass ich mich in einer Moschee genauso wohl fühle wie in einer katholischen Kirche oder einem Pfarrheim„.

Nun hat Köller an den Bischof geschrieben: „Im Vorhinein zu der Veranstaltung äußerte sich Herr Pfarrer Lübbering allerdings derart abwertend über die Veranstaltung und meine Partei, dass ich dies nicht auf der UBP und mir sitzen lassen werde“. Köller gegenüber der RZ: „Wenn mich der Linke-Vorsitzende Erich Burmeister als Populist beschimpft, ist das Quatsch, aber ich muss damit leben“.  Die Worte von Lübbering aber machten ihn „stinksauer“: „Ich erwarte, dass Pfarrer Lübbering den Vorwurf mir gegenüber zurücknimmt, populistisch zu sein. Das hat auch damit zu tun, wie die katholische Kirche in der Öffentlichkeit dargestellt wird“.

Zum „Thema Moschee“ schreibt Köller im Beschwerdebrief, dass die UBP innerhalb von zwei Tagen über 70 Zuschriften bekommen habe, „die entsetzt über die Aussagen des Herrn Lübbering waren“. Köller fordert Genn auf, mit Lübbering zu reden: „Ich bin selbstverständlich zu einem persönlichen Gespräch bereit, nicht jedoch vor einer öffentlichen Entschuldigung und der Zurücknahme der Anschuldigungen gegen meine Partei und mich. Der Vorwurf des Populismus ist in der politischen Debatte heute sicherlich gängig. Von Vertretern meiner Kirche erwarte ich aber ein differenziertes Bild“. Aus einem Gespräch und der „Rückmeldung“ des Bischofs will Köller für sich und sein persönliches Umfeld den Schluss ziehen, „welchen Stellenwert die katholische Kirche als Organisation in Zukunft für mich hat“.

Kommentar

Ist eine Moschee nur ein Gotteshaus?

{Zitat: „Zudem betonte Lübbering: „Ich kann sagen, dass ich mich in einer Moschee genauso wohl fühle wie in einer katholischen Kirche oder einem Pfarrheim“. Zitat Ende!  Aus diesem Satz wird das ganze Dilemma deutlich, mit welch einer Oberflächlichkeit eine Moschee und ein christliches Gotteshaus/Kirche verglichen wird. Ist eine Moschee wirklich ein Gotteshaus im christlichen Sinne? Um das zu beurteilen sollten wir uns mit dem Ursprungsgedanken über die Verwendung einer Moschee befassen. Die meisten Muslime, die in den westlichen Medien interviewt werden, stellen den Islam ausschließlich als eine Religion dar. Sie betonen das Herz als das Zentrum der islamischen Lehre und die Moschee als die Anbetungsstätte der Muslime, ähnlich wie eine Kirche oder Synagoge. Doch schon zur Zeit des Propheten Mohammed war eine Moschee nicht nur eine Anbetungsstätte. Sie war ebenso ein Ort, wo Waffen gelagert und Kriegspläne geschmiedet wurden. Als Mohammed in Medina war, nutzte er die Moschee als Hauptquartier für all seine Feldzüge. Auch nach seinem Tod nutzten seine Nachfolger die Moscheen für dieselben Zwecke. Eine Moschee ist im Islam das Zentrum für Anbetung, Rechtsprechung, Kriegsstrategie und Verwaltung. Das hängt damit zusammen, dass der Islam sowohl eine Religion als auch eine Staatsform ist. Der Islam ist sowohl Feder als auch Schwert. Mohammed machte den Muslimen klar, dass eine Moschee nicht mit einer Synagoge oder Kirche zu vergleichen ist. In seiner Moschee in Medina plante er seine Kriegsstrategie, hielt Gericht und empfing die Besuche anderer Stammesführer. Die islamische Welt wurde von der Moschee aus regiert. Dieser Grundgedanke hat sich bis heute bewahrt, ja ist durch den Willen Allahs voll gedeckt. Wer sich also in einer Moschee genauso wohl fühlt wie in einer Kirche, der hat ein Wissensdefizit in Sachen Koran und Bibel, sprich Jesus und Mohammed}.

{Quelle: http://www.recklinghaeuser-zeitung.de – Von Thomas Fiekens – Im Nachgang zur UBP-Veranstaltung zu den VIKZ-Bauplänen an der Dortmunder Straße hat sich der Parteivorsitzende Tobias Köller beim Bischof von Münster über die harte Kritik von Pfarrer Bernhard Lübbering am Kurs der UBP beschwert}

 

3 Responses to “Hört, hört, was ein katholischer Pfarrer sagt!”

  1. bazillus Says:

    Pfarrer Lübbering ist ein typischer Vertreter der Friede-Freude-Eierkuchen-Vertreter ohne Tiefgang. Wer sich als Christ in einer Moschee genauso „wohlfühlt“ wie in einer Kirche, der hat nichts verstanden. Der verrät Jesus, der den Siegelpropheten als einen falschen angekündigt hat. Aber noch viel schlimmer. Er verrät die Christen, die von Menschen des Islams in aller Welt verfolgt, diskriminiert und ausgegrenzt werden. Herr Lübbering hat jedes Maß verloren. Der obige Kommentar zeigt das Dilemma auf, welchem viele chrsitliche Vertreter erlegen sind. Sie setzen Mohammed und Jesus, eine Kirch, Synagoge mit einer Moschee gleich. Wer das tut, hat wirklich nichts verstanden.

    Der Glaube ist einem Wohlfühen gewichen. Beides ist in Ordnung. Aber Wissen um den Glauben kann nun wirklich nicht schaden, Herr Lübbering.

    Herrn Köller kann ich somit in seiner Kritik sehr wohl verstehen.

  2. GottesAuge Says:

    Zudem betonte Lübbering: „Ich kann sagen, dass ich mich in einer Moschee genauso wohl fühle wie in einer katholischen Kirche oder einem Pfarrheim„.
    Vileicht sollte er sich etwas mehr die Berichte der Getöteten Mönche und Priester in den Ländern zukommen lassen die in den vorwiegend Islamischen Ländern umgebracht wurden!Verfolgt und gelyncht,gefoltert vieleicht wacht er dann auf.

  3. Tilly Says:

    Das II.Vatikanum und die selbstauflösung der Katholischen Kirche lassen grüßen.
    Früher wäre solch eine Priester sofort suspendiert worden.


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