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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Hinrichtung der saudischen Prinzessin Maschaael 13. Oktober 2010

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 02:37

Kommt der umstrittene englische TV-Film „Tod einer Prinzessin“ doch noch ins deutsche Fernsehen?

Eine junge schöne Prinzessin wird auf einem Parkplatz in Dschidda vor Hunderten von Schaulustigen erschossen, ihr Liebhaber geköpft. Dreihundert Soldaten der saudiarabischen Luftwaffe werden zur Strafe für einen erfolglosen Putschversuch im Jahre 1969 ohne Fallschirm aus Flugzeugen geworfen. Frustrierte Prinzessinnen des Ölscheichtums dösen entweder den ganzen Tag stumpfsinnig vor ihren Mattscheiben, oder sie kurven in ihren Cadillacs durch die Wüste, auf der Suche nach Liebhabern – Schauermärchen aus Tausendundeiner Nacht oder die reine Wahrheit vom wichtigsten Öl-Lieferanten der Welt?

Wie auch immer: Angesichts der offenbar unverschleierten Einblicke in König Khaleds Reich, wie sie die britische TV-Produktion „Tod einer Prinzessin“ gewährt, schienen sich ARD und ZDF letzten Monat wieder mal überraschend einig in ihrem Sinn für Qualität. Nachdem WDR-Redakteure den Fernsehfilm besichtigt hatten, stand für Dieter Ertel, WDR-Programmbereichsleiter „Fernsehspiel, Unterhaltung und Familie“, fest, „aus künstlerischen Gründen“ abzulehnen. Dem Kölner Ab-Urteil schloss sich die ganze ARD an. Der „müde Heuler“, so der ARD-Politkoordinator Carl S.230 Weiss, enthalte „kein nennenswertes Stück Information“ und sei ein „reines Kunstprodukt“. Ähnlich schöngeistige Bedenken verbreiteten sich gleichzeitig auf dem Mainzer Lerchenberg. Alle ZDF-Redakteure, die den „Tod einer Prinzessin“ begutachtet hatten, waren sich, so Dokumentarspielleiter F. A. Krummacher, einig, daß der Film „eine ganz unglückliche Mischung von Spielszenen und ominösen Real-Aussagen“ darstelle und schon deshalb „für eine Ausstrahlung nicht in Frage“ komme.

Nun mag wirklich das sonst verkümmerte Qualitätsbewusstsein die deutschen TV-Gewaltigen zu ihrer Ablehnung veranlasst und, wie Carl Weiss „unter Eid“ bestätigt, „weder die Bundesregierung noch die saudiarabische Botschaft in Bonn eingegriffen“ haben. Merkwürdig nur, daß der „Tod einer Prinzessin“ im westlichen Ausland gar kein so schlechtes Echo fand. So meldete die „Süddeutsche Zeitung“ aus London, der Film sei „eine mit großem Einfühlungsvermögen nachvollzogene Dokumentation, die jedes grelle Bild und jeden lauten Zungenschlag vermeidet“. Allerdings ist die Entstehungsgeschichte vom „Tod einer Prinzessin“ ähnlich undurchsichtig wie der historische Hintergrund, den zu durchleuchten der Film vorgibt.

Im Herbst 1977 wurden tatsächlich die 23 Jahre alte, verheiratete Prinzessin Maschaael, eine Nichte des saudischen Königs Khaled, und ihr fast gleichaltriger Liebhaber Schaar, Vetter eines saudischen Diplomaten, in Dschidda öffentlich hingerichtet. Die spektakuläre Exekution beflügelte die britische Produktionsgesellschaft „Associated Television Corporation“ (ATV) zu einem Fernsehprojekt. Nach sechsmonatigen Recherchen vor Ort erschien dem Regisseur Anthony Thomas die ganze Geschichte samt ihren vielfach kolportierten Varianten völlig verwirrend. Statt „billigen Tratsch zu verbreiten“, entschloss er sich, seine eigene Odyssee durch Dichtung und Wahrheit des Falls zu verfilmen und dabei ein ungewohntes Sittenbild aus dem islamischen Feudalstaat zu verbreiten.

Am 2. April 1980, einen Tag vor der Premiere im englischen Kommerz-Kanal, sprachen im Funkhaus von ATV Abgesandte der saudiarabischen Botschaft vor, um die in den Londoner Boulevard-Blättern groß herausgestellte Love-Story vorab zu besichtigen. Ihr Urteil: Das Machwerk beleidige den ganzen Islam und besonders das saudiarabische Königshaus. Aber der Sender ließ sich weder durch die Proteste noch durch ein angebliches Angebot von 20 Millionen Mark bei Sendeverbot umstimmen: Mehr als 10 Millionen Briten konnten am Abend des 3. April das neuartige Anschauungsmaterial aus dem Scheichtum besichtigen.

Über Nacht eskalierte das nationale Ereignis zur internationalen Affäre. Saudiarabien zog seinen Botschafter aus London ab, empfahl allen Mitgliedern des Königshauses (an die 100 Prinzessinnen und Prinzen), Großbritannien sofort zu verlassen, drohte mit Öl-Boykott und wirtschaftlichen Sanktionen. Londons Außenminister Lord Carrington beorderte den englischen Botschafter aus dem Urlaub auf seinen Posten nach Riad zurück und übermittelte König Khaled sein „tiefes Bedauern“ über das TV-Ärgernis, was die Labour-Opposition wiederum als „unwürdig“ kritisierte. Die harte Reaktion der Ölscheichs sollte allerdings nicht nur die Briten das Fürchten lehren. In den Niederlanden, wo NOS die Sendung für den 16. April angekündigt hatte, setzten die saudiarabische Botschaft, die Regierung in Den Haag und einflussreiche Wirtschaftler die Anstalt unter Druck – vergebens.

Auch in der Bundesrepublik ist noch nicht alle Hoffnung begraben: Entgegen den schlimmen Skrupeln von ARD und ZDF hat der WDR noch nicht endgültig abgelehnt. Erst wenn auch der eben erst aus dem Urlaub heimgekehrte WDR-Fernsehspiel-Chef Gunther Witte den Film begutachtet hat, wird feststehen, ob die Deutschen endgültig das Nachsehen haben.

{Quelle: http://www.spiegel.de – vom 05.05.1980} – {Der ganze Film: http://www.executedtoday.com}

 

4 Responses to “Hinrichtung der saudischen Prinzessin Maschaael”

  1. schreibtmit Says:

    Neues Nachdenken?
    In der islamischen Welt gibt es vereinzelte Stimmen, die sich dafür aussprechen, über die Frage des Abfalls vom Islam noch einmal neu nachzudenken. Sie weisen darauf hin, daß es einen Unterschied gebe zwischen einem Religionswechsel aus persönlicher Überzeugung und einem Abfall vom Islam, der mit politischen Angriffen auf die islamische Gemeinschaft verknüpft werde. – Es wäre sehr zu wünschen, daß diese Unterscheidung in das islamische Recht eingeführt würde – auch um all derer willen, die wegen ihres Glaubens an Jesus Christus den Islam verlassen haben, ohne deshalb Feinde ihrer muslimischen Mitbürger zu werden oder ihrem Staat die Loyalität aufzukündigen.

    Solange das islamische Recht jeden Muslim, der aus Gründen persönlicher Überzeugung sich vom Islam abwendet, mit dem Tod bedroht, wird jedenfalls der Islam nicht zu Recht den Anspruch erheben können, eine tolerante Religion zu sein.

    Die Kreuzigung Jesu in islamischer Sicht

    Bei der Beurteilung der Kreuzigung Jesu ergeben sich zwischen Islam und christlichem Glauben besonders große Differenzen. Während die Bibel Kreuzigung und Auferstehung, also das Erlösungs- und Versöhnungswerk Jesu, als Zentrum des christlichen Glaubens auffaßt (s. etwa 1. Kor 15,12ff.), spielt das Ereignis im Koran nur eine sehr untergeordnete Rolle. Der Koran enthält nur einen einzigen Vers zur Kreuzigung, der zudem sehr schwer zu deuten ist und daher von muslimischen Theologen unterschiedlich ausgelegt wurde. Bei allen Differenzen ist sich die muslimische Theologie jedoch darin einig, daß die Kreuzigung Jesu, so wie die Evangelien sie berichten, keinesfalls stattgefunden haben kann.
    Muslimische Argumente gegen die Kreuzigung

    Obwohl die genaue Bedeutung des koranischen Kreuzigungsverses letztlich dunkel bleiben muß, haben die meisten islamischen Theologen den Vers als klare Negation der Kreuzigung Jesu verstanden. Denn gegen die Kreuzigung sprächen auch folgende Argumente:

    Kreuzigung bedeute Niederlage: Damit wäre das Scheitern der Mission Jesu erwiesen: Von den Jüngern verlassen, von Judas verraten, von Petrus verleugnet, stirbt Jesus ohne sichtbaren Erfolg vieler Bekehrungen oder der Errichtung eines Weltreiches.
    Kreuzigung bedeute Schmach: Die Hinrichtung Jesu am Kreuz käme einem so geachteten Propheten nicht zu, sondern nur einem Frevler oder Verbrecher.
    Auch die Bibel stütze die Kreuzigung nicht: Muslimische Theologen haben vor allem ab dem 19. Jahrhundert europäische Vertreter der historisch-kritischen Bibelauslegung als ‚Beweislieferanten‘ für ihre Auffassung von der Unglaubwürdigkeit der Kreuzigung herangezogen.
    Die Kreuzigung und stellvertretende Erlösung seien intellektueller Unsinn:Der Gedanke, daß der Tod eines Menschen (und so beschreibt der Koran Jesus) für einen anderen Menschen irgendetwas bewirken könnte, ist mit dem menschlichen Verstand nicht zu vereinbaren. Daß Jesus als Unschuldiger litt, macht die Sache noch ‚unglaubwürdiger‘.
    Die Vorstellung der Kreuzigung stamme aus den heidnischen Religionen: Bedeutende muslimische Apologeten wie der Kairiner Religionswissenschaftler und Jurist Muhammad Abû Zahra (1898-1974) oder der in Cambridge promovierte Historiker und ägyptische Religionswissenschaftler Ahmad Shalabî haben argumentiert, daß Lehren wie die Dreieinigkeit, Gottessohnschaft und Erlösung keine ursprünglichen Lehren des Christentums seien, sondern erst von Paulus, dem ‚Verderber des Christentums‘, nach Jesu Tod aus dem römisch-heidnischen Umfeld und aus den Religionen Tibets, Nepals oder Indiens ins Christentum übernommen wurden.

    Jesus – einer von vielen

    Besonders schmerzhaft ist für uns Christen, wie auch Jesus in dieses Schema der Bestätigung Mohammeds eingeordnet wird. Ausdrücklich wird betont, daß er „nichts anderes als ein Gesandter“ (Sure 5,75) wie viele vor ihm sei und „nichts als ein Diener“ (Sure 43,59). Seine Gottessohnsschaft und Gottheit werden in aller Schärfe abgelehnt (Sure 4,171; 5,17 + 116; 9,30-32 u.a.)

    Und doch findet sich selbst im Koran eine Ahnung davon, daß Jesus eine über alle anderen Propheten herausgehobene Stellung innehat. So wird er mit einigen herausragenden Titeln bezeichnet (z.B. „Messias“ – Sure 4,171 u.a.; „Wort Gottes“ – 3,45; 4,171; „Geist von Gott“ – 4,171…). Über sündiges Verhalten Jesu (im Gegensatz zu anderen Propheten, s.o.) macht selbst der Koran nicht die geringste Andeutung.
    Der Islam vergessem,daß alle Menschen ein Gewissen haben,daß sie trägt
    und innere reaktionen hervorrufen lassen,zb.Tod durch Ehebruch,dh.daß der Islam Liebesunfähig ist,denn durch die Liebe und der Verlust davon bringt dem Menschen LEERE.
    Warum gibt es bei den Mischehen zwischen Christinnen und Mosleme Mann so eine Annerkennung zu der Christlichen Frauen die stark und gut im Leben gefestigt ist.Nur traut sich das keiner laut herum zu posaunen.

  2. ich denke wir befinden uns in einem Irrenhaus fanatischer Religionskriege,ich bin ein Freigeist und schaue mir dieses Drama als kritischer Zuschauer an, unsere Erde ist am kaputt gehen,und solche Spezies die meinen die Wahrheit zu kennen nehmen sich Rechte um zu urteilen , ich denke sie haben Angst vor sich selbst,da nützt auch der ganze Reichtum nichts mehr ,denn das Geld wird verschwinden , ein armer mensch mit liebe im Herzen ist viel REICHER, RESPEKT, …es ist die Zeit für einen Umbruch ,Umkehr.. was soll ich meinen Kindern sagen, was hinterlassen wir der nächsten Generation, Ausbeutung der ERDE und Religionswannsinn,unsere Mitgeschöpfe ,Tiere und die ganze Natur ist sehr betroffen von den Machenschaften der sogenanten Herrscher dieser Situation,.. rettet die ERDE,das ist viel wichtiger als der Koran ,Christentum und alle anderen Gemeinschaften,wir sind alle gleich vor unserem Schöpfer, jedes Lebewesen hat Liebe und Respekt zu bekommen,da wir eins sind im ganzen Universum,..liebe Grüße Astrid

  3. Lynx Says:

    Anscheinend ist die Affäre um den Film „Tod einer Prinzessin“ ein Beispiel für den Mißbrauch der Religion für politische Zwecke. Die Mißstände im saudischen Königshaus herauszustellen, ist kein Angriff auf den Islam als Religion – so aber versuchten es die Saudis damals darzustellen und die Islamische Welt gegen diesen Film zu mobilisieren. Saudi Arabien ist kein „islamischer“ Staat im wirklichen Sinne, und vieles dort ist mit dem Islam unvereinbar, wie bspw. die Existenz von Banken, die mit Zinsen arbeiten, die soziale Ungerechtigkeit, die Ungleichbehandlung von Ausländern (die nicht die saudische Staatsangehörigkeit haben), gleich ob sie muslimischen Glaubens sind oder nicht, die alleinige Förderung der wahhabitischen Glaubenslehre und Unterdrückung aller anderen islamischen Richtungen u. vieles mehr. Über all diese Mißstände ist in deutscher Übersetzung bereits ein dickes Buch mit dem Titel „Aufstieg und Fall des Hauses Saud“ – wenn ich mich nicht irre – erschienen, und sein Verfasser hat dafür ein Einreiseverbot für Saudi Arabien erhalten.
    Immer mehr heutige islamische Religionsgelehrte, wie bspw. der Erneuerer Dr. Adnan Ibrahim, kommen anhand der Primärquellen zum Schluß, daß es im Islam für den Abfall vom Glauben allein keine weltliche Strafe – die Todesstrafe schon gar nicht – gibt, bzw. nicht geben darf. Wer aus Furcht vor der Todesstrafe entgegen seiner Überzeugung vorgibt, weiterhin dem Islam anzugehören, wird zwangsläufig zum Heuchler, der Islam aber will in der Gemeinschaft seiner Anhänger keine Heuchler haben. Also muß allein schon aus diesem Grunde jemand, der den Islam verlassen will, die Möglichkeit haben, dies zu tun und außerhalb der Gemeinschaft der Muslime als Nichtmuslim zu leben – sofern er nicht gegen die Muslime kämpft und dem Islam durch Verbreitung von Zerrbildern zu schaden sucht.

    • Lynx
      Also muß allein schon aus diesem Grunde jemand, der den Islam verlassen will, die Möglichkeit haben, dies zu tun und außerhalb der Gemeinschaft der Muslime als Nichtmuslim zu leben – sofern er nicht gegen die Muslime kämpft und dem Islam durch Verbreitung von Zerrbildern zu schaden sucht.

      sie sind auf den Weg dorthin…so war es doch immer ,nichts hat Bestand–was nicht dorthin führt was Gott von uns will…


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