kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Keine Religionsfreiheit in Ägypten 12. Oktober 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 04:40

 

Einer der drei entführten Mönche

 

Nach einem Angriff auf das Kloster von Abu Fana in Nord-Ägypten berichtet die Koptische Gemeinschaft in Österreich über die Lage der Christen in Ägypten. Gewalt gegenüber Christen werde anscheinend von den Behörden geduldet, stellt Johann Marte von Pro Oriente fest. Das Ausmaß der Angriffe und die Gewaltbereitschaft gegenüber koptisch-orthodoxen Christen deuten auf eine entscheidende Wende im koptisch-islamischen Zusammenleben hin, berichtete Johann Marte, Präsident der Stiftung Pro Oriente auf einer Pressekonferenz in Wien am Dienstag, 8. Juli 2008. Anlass für die Pressekonferenz, zu der der Verein „Integration koptischer und österreichischer Freundschaften“ eingeladen hatte, war der jüngste und bisher schwerste Überfall auf ein Kloster in Nord-Ägypten am 31. Mai 2008. Ziel des Anschlags war das Abu-Fana-Kloster in El-Minya. Der Bau aus dem 4. Jahrhundert wurde komplett zerstört, vier von den Mönchen wurden bei Schüssen schwer verletzt und drei wurden verschleppt. Es entstehe der Eindruck, das Vorfälle wie dieser von der ägyptischen Obrigkeit geduldet werden, sagte Johann Marte. Verständlich sei daher „die akute Sorge der Kopten im Ausland um ihre Angehörigen zuhause und überhaupt der Kopten in Ägypten“, so Marte.

Christenverfolgung: Der Angriff auf das Abu-Fana-Kloster war nicht der erste und ist kein Einzelfall. In 50 Staaten der Welt gebe es regelmäßig Christenverfolgung. Für Werner Frühwirth, Generalsekretär von Christian Solidarity International Österreich(CSI), machen sich Verfolgungen christlicher Minderheiten besonders in Staaten mit einer totalitären Regierung bemerkbar, aber auch in Ländern, wo es keine Trennung zwischen Staat und Religion gibt: „Es beginnt bei der Einschränkung der Gottesdienste.“ Darüber hinaus äußere sich die Verfolgung in einer staatlichen Einmischung bei der Auswahl der Priester und Pfarrer, in der Tatsache, dass Christen bestimmte Jobs oder staatliche Stellen vorenthalten werden oder im Verbot, christliche Symbole öffentlich zu tragen. „Und das geht bis hin zu willkürlichen Verhaftungen, Folter und auch Mord“, so Werner Frühwirth.

Keine Religionsfreiheit in Ägypten: In Ägypten, wo bis in die 1970er Jahre Muslime und Kopten relativ friedlich miteinander lebten, häufen sich die Angriffe auf Kopten. Religionsfreiheit sei zwar in der ägyptischen Verfassung festgeschrieben und Ägypten habe auch die Erklärung der UNO-Menschenrechte unterschrieben, dennoch müsse man feststellen, so CSI-Generalsekretär Frühwirth, dass „diese Religionsfreiheit für Christen oder christliche Minderheiten nicht exekutiert wird“.

Demonstration in Wien: Der Verein koptischer und österreichischer Freundschaften forderte deshalb die ägyptische Regierung auf, den Schutz der koptischen Bürger sicherzustellen. Als Zeichen um die Sorge der in Ägypten lebenden koptisch-orthodoxen Christen wird am Freitag, 11. Juli 2008, in Wien demonstriert. Treffpunkt ist um 11.00 Uhr auf dem Herbert von Karajan-Platz vor der Wiener Staatsoper. {Quelle: stephanscom.at}

 

One Response to “Keine Religionsfreiheit in Ägypten”


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s