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Arabien – Sklavenhandel: Ein ehrsames Gewerbe 12. Oktober 2010

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 04:17

 

http://www.blick.ch - Saudis foltern Dienerin mit heissen Naegeln

 

Auch in der heutigen Welt gibt es noch die Sklaverei in ihrer übelsten und unmenschlichsten Form“, entrüstete sich vor fünf Jahren ein Sonderausschuss der Vereinten Nationen. In der letzten Woche trafen 24 Mitgliedstaaten der Uno in Genf zu einer Konferenz zusammen, um endlich die Sklaverei zu beseitigen. Als die Delegierten zu ihrer ersten Sitzung erschienen, blieb ein Stuhl am Verhandlungstisch frei: Die Regierung des Königreiches Saudi Arabien hatte es vorgezogen, keinen amtlichen Vertreter nach Genf zu entsenden. Sie begnügte sich mit einem inoffiziellen Beobachter.

 

Was Saudiarabiens Kiebitz in Genf beobachten wird, werden keine schmeichelhaften Dinge für das Wüstenreich sein: Schon Monate vorher war klar, daß Saudiarabien der unsichtbare Hauptangeklagte der Genfer Konferenz sein werde. Die Anklage gegen Saudiarabien ist in einem umfangreichen Aktenhefter enthalten, den die britische „Gesellschaft gegen Sklaverei und für den Schutz der Urbevölkerung“ in jahrelanger Arbeit zusammengestellt hat.

Obwohl Saudiarabien bereits wiederholt vor dem Forum der Vereinten Nationen des Sklavenhandels bezichtigt worden ist, verfügte der Uno-Ausschuss für Menschenrechte bislang nicht über ausreichende Beweise, um Saudiarabiens Herrscher einer Verletzung der Uno-Charta für Menschenrechte von 1948 zu überführen. In dieser Charta – die auch von Saudiarabien unterschrieben worden ist – heißt es: „Niemand darf in Sklaverei oder Abhängigkeit gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in jeglicher Form sind verboten“. Um Saudiarabien endlich des Verstoßes gegen die Charta zu überführen, machte sich vor Jahresfrist der britische Fregattenkapitän Thomas Fox-Pitt, Vorsitzender der britischen Antisklaverei-Gesellschaft, ans Werk, handfestes Material über den saudiarabischen Menschenhandel zu beschaffen.

Die Sendboten der Gesellschaft stießen zunächst in Westafrika auf Spuren, die in die Gefängnisse und Schlupfwinkel der saudiarabischen Sklavenhändler führten. Im April 1954 meldete sich ein zum Skelett abgemagerter Neger namens Awad el-Dschaud bei der französischen Kolonialpolizei in Westafrika und berichtete, er sei von seinem Herrn, einem westafrikanischen Stammeshäuptling, auf einer Pilgerreise nach Mekka dort in die Sklaverei verkauft worden. Der Häuptling – so sagte Dschaud aus – habe ihn und noch fünf weitere Dienstboten, darunter ein fünfjähriges Kind, an saudiarabische Interessenten veräußert, um das Reisegeld für die Rückfahrt nach Westafrika zu erlangen. Dschaud war dann – seinem Bericht zufolge – in den Palast des königlich saudischen Prinzen Abdullah Faisal gekommen. „Im Hause des Prinzen“, so erzählte Dschaud, „gab es etwa vierzig Sklaven. Die meisten waren Araber, Kinder, Männer und Frauen vorwiegend aus dem Jemen, wo sie im Auftrage des Prinzen von Sklavenhändlern gejagt worden waren. Der Prinz misshandelte mich nicht. Aber er galt als ein rücksichtsloser Mann, und wer sich auf der Flucht aus seinem Palast fassen ließ, wurde zu Tode geprügelt“.

Überall in Saudiarabien bestünden Sklavenmärkte, die meisten von ihnen würden jedoch neuerdings diskreter gehandhabt. Außer in Dschidda würden die zum Kauf angebotenen Sklaven nur noch in Mekka auf offenem Marktplatz zur Schau gestellt. Anderswo verlangten die Sklaven-Makler besondere Empfehlungsschreiben, bevor sie Käufern ihre „Ware“ zeigten. Am liebsten verkauften sie jedoch ihre Sklaven an die Mitglieder des Königshauses und die hohen Beamten. Dschaud berichtete weiter: „Eines Tages im Mai 1953 wurde ich auf einen Lastkraftwagen geladen. Meine Wächter verrieten mir, der Prinz habe sich plötzlich entschlossen mich zu verkaufen. Man brachte mich auf den Sklavenmarkt von Dschidda, wo ich zunächst öffentlich ausgestellt, später aber in einen kleinen, engen und dumpfen Raum verfrachtet wurde, in dem schon viele andere Sklaven auf ihr Schicksal warteten. „Von Zeit zu Zeit wurde die Tür aufgerissen, und unsere Wächter kamen mit reichgekleideten Arabern herein, die sich für uns interessierten. Wir wurden wie Kamele betastet und untersucht. Dann fiel die Tür wieder krachend ins Schloß“. Bei einem dieser Besuche mogelte sich Dschaud unbemerkt durch die Tür und rannte zur französischen Botschaft in Dschidda. Zwei Tage durfte er sich dort verborgen halten, dann irrte er von einem Versteck in das andere. Nach sechs Monaten gelang es ihm, an Bord eines Schiffes zu kommen, das mohammedanische Mekka-Pilger aus dem Sudan über das Rote Meer zurückbrachte. Im Sudan half ihm der französische Konsul weiter, und endlich gelangte Awad el-Dschaud wieder in seinem Dorf an.
Kurze Zeit nach dem Bericht des Dschaud erhielten die Fahnder der britischen Antisklaverei-Gesellschaft die Abschrift eines Berichtes der französischen Botschaft in Dschidda vom 7 November 1953, in dem das System der saudiarabischen Sklavenhändler in Afrika beschrieben wurde.

Aus ganz Afrika, behauptete das französische Dokument, holten die Sklavenhändler Saudiarabiens ihre Ware. Als mohammedanische „Missionare“ getarnt, bewegten sie die mohammedanischen Neger zu einer Pilgerfahrt zu den Heiligen Stätten des Islams; aber kaum hätten die Pilger den Boden Saudiarabiens betreten, würden sie in die Sklaverei verkauft. Fregattenkapitän Fox-Pitt ließ die französischen Angaben durch gut getarnte Beauftragte seiner Gesellschaft überprüfen. Er kam zu dem Schluß, daß die Feststellungen der Franzosen überholt waren. Längst bildet nicht mehr Afrika, sondern der Raum um den Persischen Golf das Hauptreservoir des saudiarabischen Sklavenhandels. Offensichtlich sind die Abwehrmaßnahmen der Polizei in Ägypten und im Sudan – den beiden Durchgangsländern des saudiarabischen Menschenhandels – so scharf geworden, daß die Sklavenhändler darauf verzichtet haben, die gefährliche Sklavenroute von Zentralafrika nach Saudiarabien und den anderen Ländern des Nahen Ostens weiterhin zu benutzen.

Die Umstellung des Sklavenhandels in Saudiarabien wurde zum erstenmal im August 1955 ruchbar. Zu diesem Zeitpunkt etwa etablierte sich der saudiarabische Bevollmächtigte Turki in dem ostarabischen nicht mehr der Souveränität des Königs Saud unterstehenden Ort Hamasa, und von diesem Zeitpunkt – so meinen die Antisklaverei-Fahnder – begann in jenen Gebieten der Menschenhandel zu blühen. Hamasa war schon früher das wichtigste Handelsdepot für die Sklaven, die man im Sultanat von Maskat und in den kleinen Eingeborenenstaaten am südlichen Rande des Persischen Golfes raubte“, stellte der britische Arzt Dr. Lesile Housden fest. „Seit 1949 ist die Buraimi-Oase das Hauptzentrum des saudiarabischen Sklavenhandels“.

Im September 1955 brachte die irakische Polizei eine Sklaven-Karawane auf, die sich auf dem Wege nach Saudiarabien befand. Als Führer der Karawane wurde ein arabischer Kaufmann namens Mohammed Hussein verhaftet, der seit geraumer Zeit in den Polizeiakten geführt wurde. Hussein galt als einer der gefürchtetsten Sklavenhändler des Nahen Ostens, der vor allem den Hof König Ibn Sauds mit minderjährigen Sklaven versorgte. Sein Hauptjagdgebiet war der Raum um Najaf und Kerbala im Iran. Hussein gestand, daß er die 50 Mädchen, mit denen die irakische Polizei ihn überrascht hatte, in der saudiarabischen Regierungshauptstadt Riad verkaufen wollte. Der Sklavenhändler bekam zehn Jahre Gefängnis. Hussein legte ein so umfassendes Geständnis ab, daß es den Männern der Antisklaverei-Gesellschaft nun leicht fiel, das neue System des saudiarabischen Sklavenhandels zu rekonstruieren. Das System sieht etwa so aus: Drei große Beduinen-Stämme jagen in allen Teilen der arabischen Halbinsel Menschen für die Sklavenbörsen Saudiarabiens. Der Stamm der Al Dowasir operiert in der südlichen Wüste und in Katar am Persischen Golf. Die Reiterhorden der Al Murra machen das Grenzgebiet zwischen der ölreichen Buraimi-Oase und der südlichen Wüste unsicher. Der Stamm der Al Manasir arbeitet unmittelbar im Reich des Scheichs von Buraimi für die saudiarabischen Sklaven-Kaufleute.

Mit unnachsichtiger Strenge wachen die saudiarabischen Sklavenhändler über die Unfreiheit ihrer Leibeigenen. Wer auf der Flucht ertappt wird, hat sein Leben verwirkt. Kürzlich brachen zwölf Sklaven, von denen drei zum persönlichen Besitz von König Saud gehört haben sollen, aus ihrem Kerker aus. Die ausgesandte Polizei stellte sie in der Wüste und schlug sofort an Ort und Stelle neun Flüchtlingen die Köpfe ab. Die drei Königs-Sklaven wurden auf dem öffentlichen Platz gegenüber dem Königspalast in Riad hingerichtet.

„Die Sklaverei in Saudiarabien wird also nicht als ein Verbrechen angesehen“, entrüstete sich eine Verlautbarung des Fregattenkapitäns Fox-Pitt. „In Wahrheit ist sie ein ehrsames Gewerbe, das von der königlichen Familie geschützt wird“. Als Englands „Gesellschaft gegen Sklaverei“ genügend Beweismaterial gesammelt hatte, erhob sie öffentlich Anklage gegen die Regierung von Saudiarabien. Fox-Pitt entsandte einen Vertreter nach New York, der im April dieses Jahres vor einem Uno-Ausschuss behauptete, in Saudiarabien gebe es 500 000 Sklaven – das sind sieben Prozent der Gesamtbevölkerung.

Auf der Genfer Konferenz, die in der letzten Woche begann, soll nun entschieden werden, was die Organisation der Vereinten Nationen gegen einen derartig offenherzigen Bruch der Menschenrechte-Charta unternehmen kann. Die Regierung Saudiarabiens ließ bereits wissen, daß sie sich nicht vor ein Tribunal ziehen lassen werde. Selbst die Amerikaner zeigen sich skeptisch, ob die Vereinten Nationen wirkungsvolle Maßnahmen gegen den Sklavenhandel Saudiarabiens unternehmen können. Die liberale „New York Post“ schrieb melancholisch: „Es gibt keine Hoffnung, daß Saudiarabien irgendein internationales Abkommen akzeptieren wird. Seine Herrscher kennen kein anderes Gesetz als das ihrige“.

{Saudi-Prinz Abdullah Faisal – Spuren führten in den Harem – Britisches Sittengemälde* über die Sklaverei: Das Gesetz der Wüste – * von dem Maler J. Noel Paten (1821-1901.)

{Quelle: Spiegel online: Spiegel aus dem Jahr 1956 – 22.08.1956}

 

One Response to “Arabien – Sklavenhandel: Ein ehrsames Gewerbe”

  1. schreibtmit Says:

    Als Folge der Auseinandersetzungen litt die Zivilbevölkerung unter Hungersnöten, der Verschleppung von Zivilisten als Sklaven in den Nordsudan, Vertreibung und Zerstörung der Lebensgrundlagen. Die große Hungersnot 1998 wurde von den Konfliktparteien instrumentalisiert, wenn nicht gar zum Teil bewusst herbeigeführt. Die SPLA von Kerubino Kwanyin Bol, die im Norden von Bahr al-Ghazal operierte, wurde in dieser Zeit erneut von Khartum unterstützt

    Insgesamt wird die Zahl der Todesopfer durch den Bürgerkrieg im Südsudan auf mehr als zwei Millionen geschätzt, die meisten davon südsudanesische Zivilisten. Vier Millionen Südsudanesen wurden vertrieben und kehren nun allmählich wieder zurück. Die Versorgung der Rückkehrer stellt ein Problem dar, da die Landwirtschaft des Südsudan ebenfalls durch den Krieg stark beeinträchtigt wurde und die Nahrungsmittelreserven gering sind. Die ohnehin spärliche Infrastruktur des Südens wurde weitgehend zerstört.

    In einigen Regionen des Südsudan kommt es noch zu lokal begrenzten Konflikten zwischen Volksgruppen, meist um Angelegenheiten wie Viehdiebstahl. Noch nicht vollständig geklärt ist der zukünftige Status des erdölreichen Abyei-Distrikts, der Region Southern Blue Nile und der Nuba-Berge. Diese Gebiete liegen geografisch im Nordsudan, fühlen sich jedoch ethnisch und kulturell dem Südsudan zugehörig und waren ebenfalls am Sezessionskrieg beteiligt. Im Mai 2008 kam es im Abyei-Distrikt zu den schwersten Kämpfen zwischen Nord- und Südsudan seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens Anfang 2005. Rund 70.000 Menschen befinden sich seitdem auf der Flucht.

    Durch den Beginn der Friedensgespräche mit dem Südsudan fühlte sich die schwarzafrikanische Bevölkerung in Darfur noch weiter vernachlässigt. 2003 verübte die JEM den ersten Anschlag des andauernden Darfur-Konflikts. Seit Abschluss des Friedensvertrages kommt es zu einer steigenden Unzufriedenheit der Bevölkerung im Grenzgebiet der Nuba-Berge. Diese beklagt, vom Norden und Süden übergangen worden zu sein. Dagegen führten mehrere Friedensverträge 2006 und 2007 zu einer Entspannung des Konflikts im Ostsudan.


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