kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

“Wir glauben alle an den einen Gott” 12. Oktober 2010

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 02:08

Das schreibt Ertugrul Özkök, der „berühmteste Journalist der Türkei“, in seinem Artikel „Allah schütze Deutschland“. Am Tag des EM-Qualifikationsspiels Deutschland – Türkei waren seine bemerkenswerten Betrachtungen auf Seite zwei der gedruckten BILD-Ausgabe zu lesen. Darin lobt er Wulffs Dhimmi-Rede, die er in der Türkei auf seinem Blackberry gelesen habe. Da weilte er gerade in dem ostanatolischen Ort Harput, in dem 1915 ein türkisches Massaker an christlichen Armeniern und Assyrern stattfand. Özkök umschreibt dies in blumigen Worten: „Die tragischen Ereignisse von 1915 löschten diese Kleinstadt aus. Fast alle Armenier verloren ihr Leben oder mussten ihren Geburtsort verlassen. Auch die Assyrer gingen“.

Bei diesem „tragischen Ereignis“ wurden zigtausende Christen auf den Straßen ermordet, in Flüssen ertränkt, Frauen verschleppt, vergewaltigt und anschließend umgebracht, teilweise mit Knüppeln gepfählt und massenhaft Kinderhände abgehackt. Diese unfassbaren Gräueltaten inspirierten sogar Adolf Hitler: „Wer spricht noch heute von der Vernichtung der Armenier“. Was wäre wohl zu erwarten, wenn ein deutscher Journalist den Holocaust als „tragisches Ereignis“ und nicht als eiskalten Massenmord bezeichnen würde?

Aber als Türke muss man eben aufpassen, was man sagt. Ein falsches Wort, und schon landet man wegen „Beleidigung des Türkentums“ im Knast. Und angesichts der türkischen Intoleranz gegenüber Andersgläubigen findet Özkök bewundernde Worte für die Toleranz, die Deutschland seinen muslimischen Einwanderern entgegenbringt: „Als Bürger eines zu 99 Prozent muslimischen Landes bewundere ich, dass drei Millionen Muslime in Ihrem Land leben. Dass viele Menschen aus anderen Ländern Deutschland als Heimat betrachten. Ich bewundere Ihre Multikulturalität. Hätte doch, denke ich, die Türkei unter ihren 70 Millionen Einwohnern auch 3 – 4 Millionen Christen“.

Nun, Herr Özkök, das war auch einmal so. Ende des 19. Jahrhunderts lebten auf dem Gebiet der heutigen Türkei 2 Millionen Christen, was einem Viertel der Bevölkerung entsprach. Leider wurden die meisten in mehreren Pogromen zwischen 1894 und 1917 von Moslems ermordet und vertrieben. Der verhängnisvolle Fehler der christlichen Armenier und Assyrer war es, im 19. Jahrhundert hunderttausende muslimische Flüchtlinge aufzunehmen, und zwar Albaner, Bosniaken und Balkan-Türken. Laut wikipedia wurden alleine 850.000 Moslems in den von armenischen Christen bewohnten Gebieten angesiedelt. Für die meisten bedeutete diese Hilfsbereitschaft ihr Todesurteil.

In diesem Zusammenhang klingt es schon fast wie blanker Hohn, wenn Özkök jetzt schreibt: „Der französische Soziologe Edgar Morin sagt: „Echte Zivilisationen gehen aus kosmopolitischen Gesellschaften hervor“. Bei den alten Griechen galt die Kunst der Rhetorik als das wirkungsvollste Instrument der Politik. Nun macht Bundespräsident Wulff diese Kunst zum menschlichsten und wirkungsvollsten Instrument dafür, eine Gemeinschaft entstehen zu lassen. Ich sage, ebenso wie Bundespräsident Wulff, es ist wichtig, woher wir kommen. Doch wirklich wichtig ist, wohin wir gehen“.

Es ist genau die Frage, wohin wir gehen, die die nichtmuslimischen Bewohner Deutschlands intensiv beschäftigt. Werden wir das Schicksal aller Länder teilen, in denen Moslems bisher in Mehrheitsverhältnisse kamen und anschließend die „Ungläubigen“ korangetreu unterwarfen, vertrieben oder töteten? Aber nein, Özkök kann uns schnell beruhigen. Denn der Moslemgott werde schließlich Deutschland beschützen. Schließlich sei es ja der gleiche Gott, den Christen und Moslems anbeten: {Bundeskanzler Kohl vereinte am 03. Oktober 1990 die beiden deutschen Staaten. Bundespräsident Wulff schickt sich nun an, alle Farben Deutschlands zu vereinen. Er beendete seine Rede mit dem Satz „Gott schütze Deutschland“. Seien Sie versichert: Alle Türken, die Deutschland als ihre Heimat sehen, rufen: „Allah schütze Deutschland“. Denn ist es nicht letztendlich der gleiche Gott, an den wir alle glauben?}

Werter Herr Özkök, Sie bezeichnen sich ja selber als „guter“ Moslem, der zwar nicht faste, nicht fünfmal täglich bete und auch Wein trinke, aber trotzdem an Allah glaube. Dann haben Sie doch sicher schon einmal im Koran geblättert. Wenn dieser rachsüchtige Allah, der selber ungläubige Menschen tötet und permanent zum Töten auffordert, der gleiche Gott sein soll wie der Liebende des Christentums, der zum Verzeihen und zur Nächstenliebe auffordert, auch gegenüber Nicht-Christen und Feinden, dann muss das ein Wesen mit gespaltener Persönlichkeit sein, ähnlich wie Dr. Jekyll and Mr. Hyde.

Weiter schreibt Özkök: „Nun zum eigentlichen Thema des Tages. Ich hatte ja gesagt, ich sei ein guter Moslem. Doch eines hatte ich vergessen zu erwähnen: Ich bin auch ein guter Türke und kein deutscher Staatsbürger. Deshalb wünsche ich mir, dass die Türkei beim heutigen Fußballspiel gegen Deutschland gewinnt“.

Nur gut, dass nicht jeder Wunsch eines Moslems in Erfüllung geht. Und einen Sieg der Türkei haben sicherlich nicht nur die türkischen Staatsbürger in Deutschland, sondern ganz bestimmt auch die allermeisten deutschen Staatsbürger türkischer Herkunft gewünscht. „Gott schütze Deutschland bei diesem Spiel. Und Allah schütze die türkische Nationalmannschaft vor den Deutschen. Da beide Religionen an denselben Gott glauben und Gott gerecht ist: Möge die bessere Mannschaft gewinnen“!

Also Gott ist für Deutschland zuständig und Allah für die Türkei – aber ist es nicht eigentlich der gleiche Gott? Warum die Aufgabentrennung? Nun, an der Logik muss Özkök noch etwas arbeiten. Und was die Integrationsleistung der hier lebenden Vorzeige-Deutschtürken anbelangt: Wenn Özil seine Freundin nicht mehr zwingt, einen türkischen Vornamen anzunehmen und zum Islam zu wechseln, wenn er die deutsche Nationalhymne mitsingt, wenn 40.000 Deutschtürken nicht mehr bei der deutschen Hymne pfeifen, wenn sie nicht mehr einen türkischstämmigen Spieler verachten, der für Deutschland spielt, dann könnte man davon sprechen, dass erste Ansätze der Integration erkennbar sind. Aber so…

Solche unsäglichen Artikel sind dem finanziellen Engagement des Axel Springer Verlages geschuldet, der mit 10% an dem türkischen Marktführer „Dogan Yayin Holding“ beteiligt ist, der unter anderem die Hürriyet herausbringt. Und so werden die deutschen Ausgaben von „Hürriyet“ und „Milliyet“ mittlerweile von Springer vertrieben. Außerdem erwarb Springer für 375 Millionen Euro 25% von „Dogan TV“. So ist es kein Wunder, wenn die BILD scheinbar „moderaten“ türkischen Moslems eine Bühne bietet, auf der sie den deutschen Michel mit Märchen aus 1001er Nacht einzulullen versuchen. Auf diese Weise wird die schleichende Islamisierung Deutschlands in unverantwortlicher Weise verharmlost. Denn diese vermeintlich „moderaten“ Moslems sind letzten Endes viel gefährlicher als die „Islamisten“, die ehrlich verkünden, was ihre „Religion“ so alles vorschreibt.

Update: Die türkischen Fans gingen sogar so weit, dass sie Laserattacken auf die Augen des deutschen Torhüters Manuel Neuer machten. Die Intensität lässt darauf schließen, dass es sich nicht um einen Laserpointer, sondern um einen leistungsstarken Laser handelt. (Text: byzanz)

 

One Response to ““Wir glauben alle an den einen Gott””

  1. bazillus Says:

    Denn ist es nicht letztendlich der gleiche Gott, an den wir alle glauben?

    Nein, ist es nicht. Ich als Christ weigere mich an einen Gott zu glauben, der seine Geschöpfe in mehrere Klassen einteilt, die, die herrschen sollen und in die, die kuschen sollen. An einen solchen Gott glaube ich nicht, selbst wenn die hochrangigsten Kirchenvertreter dies verkünden sollten.

    Mein religiöses Empfinden sagt mir, dass die Gläubigen des Islams von ihrem Siegelpropheten seit jeher in die Irre geführt wurden, weil sie an einen Irrtumsgott glauben, an einen Gott der Schwäche, der Krieg gegen andersdenkende und -glaubende Menschen anordnen muss, wenn er sie unterwerfen will, einen Gott der Intoleranz gegenüber Andersdenkenden und -glaubenden, der nicht einmal weiß, wie das Wort „Liebe“geschrieben wird, der „Liebe“ nur unter Erfüllung von Bedingungen bereit ist zu geben, offenbar nur arabisch kann und als Paradies 72 Jungfrauen jedem männlichen Muslim zur Verfügung stellt. Selbst im Himmel werden muslimische Frauen benachteiligt.

    Ein Gott, der nicht jedes seiner Geschöpfe bedingungslos liebt, ist kein Gott, er ist eine Gotteskarikatur.

    Wenn es stimmt, dass wir alle denselben Gott anbeten, würde ich – wenn ich nicht CHrist wäre – lieber einen Baum oder ein Tier als Gott anbeten als solch einen Despoten, von denen es in Menschengestalt schon zu viele gab und die Menschheit ins Unglück stürzen ließ. Wer eine Religion nur über Tyrannei, die nicht vor Mord bis Dikriminierung zurückschreckt, über Gesinngungsschnüffelei (Religionspolizei) und Dominanzgehabe gegenüber anderen Gesellschaften am Leben erhalten kann, ist eine Religion, über die nicht weiter nachgedacht und die ad acta gelegt werden sollte.

    Nur ein Gott der alles umfassenden Liebe ist es wert angebetet zu werden, nicht ein 3.-klassiger Götze, entsprungen aus der Kaaba, der drei Töchter hatte und von dem jetzt gesagt wird, dass er der allmächtige Gott sei. Welch eine Beleidigung des wahren Gottes. Nur durch solche Gottesbilder, die die Allmacht und Ausgrenzung an die erste Stelle setzten, ist viel Unheil über die Erde gebracht worden. Das gilt für alle Religionen. Der Islam hat sich jedoch in seiner Ursprungslehre nicht gewandelt, weil das zum Teil unselige Buch des Islam auch in seinen Ausgrenzungs- und Frauenrechteungleichstellungsverse als wörtliches Wort Gottes angesehen wird. In der Bibel wurde das Gottesbild des Straf- und Rachegottes einer „Evolution“ unterzogen und fand die Vollendung im positiven Sinn in der Lehre Jesu, der seinem Vater Vollkommenheit in Liebe zumaß und seinen Vater von einem Gottesbild erlöste, welches die Menschen ihm gegeben hatten.

    Der Siegelprophet hat seinen Gott selbst erdacht und Gott als Ebenbild des Menschen deklariert, der nur allzu menschlich in schwarz-weiß zu denken vermöchte, die Kriegskeule schwang, die Beutenahme als gerechtfertigt ansah und sämtliche Ehegesetze über Bord warf. Der islamische Gott ist ein Produkt menschlichen Denkens, weil dieses Denken nur einen Despoten denken kann, wenn man ihm das Attribut „allmächtig“ gibt. Macht im Sinne des menschlichen Denkens ist ja nichts anderes als Unterwerfung anderer.

    Feindesliebe, die Jesus verkündet ist menschlich undenkbar. Dieses Denken ist deshalb göttlich zu nennen, weil Menschen dies nicht schaffen zu denken, geschweige denn zu leben. Diese ist zu weit aus den irdischen Denkschablonen herausgerissen. Gott ist nicht so, wie wir uns ihn vorstellen, er ist so, wie Jesus uns Gott vorgelebt hat.

    Ja, er hat die Denkweise der Pharisäer, weil sie heuchlerisch und verlogen war, scharf kritisiert. Er hat uns also durchaus ins Gewissen geredet. Aber, er hat sein Leben für uns gegeben. Er hat die Menschheit und seinen Vater von seinem von Menschen gedachten Gottesbild befreit und der Menschheit Hoffnung und Zuversicht geschenkt. Jesus ist eine Perle einer jeden Religion. Das sollte die Menschheit, gerade auch Muslime, langsam begreifen.


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