kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Strache: „Vielleicht erleben wir einen Bürgermeister Al-Rawi“ 8. Oktober 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 03:38

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache erklärt im Interview, warum er den Wienern im Nationalrat mehr nützt als auf der Oppositionsbank im Rathaus und warum die ÖVP für ihn „nicht existent“ ist.

 

DiePresse.com: Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass nur 35 Prozent der Wiener den Wahlkampf spannend und interessant finden und nur jeder 10. sich von den Themen persönlich angesprochen fühlt. Was läuft da schief im Wahlkampf?
Strache: Umfragen sind prinzipiell sehr kritisch zu bewerten. Für meine Partei sind auch immer wesentlich niedrigere Umfragewerte vorhanden als am Wahltag. Ich glaube, dass die Wiener den Wahlkampf sehr wohl als spannend empfinden. Ich nehme das von meinen Begegnungen mit den Bürgern mit – da habe ich ein höheres Sample als sämtliche Umfragen, weil ich jedes Straßenfest besuche. Dabei merkt man auch, welche Aufbruchstimmung in Wien herrscht. Die Menschen wollen eine Veränderung in der Stadt und das ist so deutlich spürbar, dass ich nicht verstehen kann, wie man zu so einem Umfrage-Ergebnis kommt.

= Bürgermeister Michael Häupl hat einen „grauslichen“ Wahlkampf prophezeit. Ist das eingetreten?
Strache: Ich erlebe keinen grauslichen Wahlkampf. Ich erlebe eher einen Bürgermeister, der amtsmüde ist, quasi abgemeldet, denn man sieht ihn eigentlich nirgendwo. Er lässt viele Straßenfeste aus, er ist eigentlich gar nicht mehr aktiv. Auch bei den TV-Debatten hat er einen sehr passiven und müden Eindruck gemacht. Aber grauslich ist der Wahlkampf nicht.

= Sie wollen im Nationalrat bleiben, wenn Sie nicht Bürgermeister oder Vizebürgermeister werden. Ist das nicht unfair Ihren Wiener Wählern gegenüber? (more…)

 

Niederlande: Justizminister betrieb Wilders-Prozess

Filed under: Nachrichten — Knecht Christi @ 03:33

Ein nun publik gewordener E-Mail-Verkehr des Justizministeriums belegt, dass die niederländische Regierung schon vor zwei Jahren Vorbereitungen traf, den Islamgegner Geert Wilders vor Gericht zu bringen.

 

Den Haag. Der in den Niederlanden geführte Prozess gegen den Islamgegner Geert Wilders ist ein politischer Prozess. Er wurde vorbereitet, noch bevor islamische Organisationen Anklage gegen Wilders wegen angeblicher Beleidigung des Islam, Diskriminierung und Volksverhetzung stellten. Er wurde vorbereitet im Haager Justizministerium, und zwar schon 2008. Dies geht aus einem nun an die Öffentlichkeit gelangten E-Mail-Verkehr des Justizministeriums hervor. Dieses hatte offenbar ein Gutachten in Auftrag gegeben, das feststellen sollte, ob man Wilders wegen seiner islamkritischen Äußerungen strafrechtlich verfolgen könne. (more…)

 

Athen: Moschee auf dem Parthenon

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 03:26

Ferdinand Gregorovius, der neben Ranke, Mommsen und Droysen zu den großen Historikern des 19. Jahrhunderts zählt, hat nicht nur eine „Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter“ geschrieben, sondern auch eine „Geschichte der Stadt Athen im Mittelalter“. Man kann es sich heute nicht mehr vorstellen, aber Athen war über viele Jahrhunderte völlig unbedeutend geworden und regelrecht vergessen. Es wurde kaum von Fremden besucht, die Einwohnerzahl sank in den schlimmsten Jahren auf 6.000 bis 10.000 Seelen herab, und es gingen immer wieder Gerüchte im Abendland um, daß Athen gar nicht mehr existiere. Das lag auch daran, daß Byzanz im glänzenden Mittelpunkt des hellenischen Ostens stand und Athen an keinem Pilger- oder Kreuzzugsweg oder einer sonstigen wichtigen Route gelegen war. Nachdem Konstantinopel gefallen war, wurde kurze Zeit später auch ganz Griechenland erobert.

Gregorovius schreibt im entsprechenden Kapitel (http://gutenberg.spiegel.de):
{Denn am 29. Mai 1453 war Konstantinopel in die Gewalt Mehmeds II. gefallen, und der letzte der Konstantine hatte auf den Trümmern des Reichs den Heldentod gefunden. Die Eroberung der großen Weltstadt, die ein Jahrtausend lang der Geschichte des Ostens ihren Namen und Charakter gegeben, die antike Bildung mit dem Christentum verbunden und der griechischen Kirche Beistand und Einheit verliehen hatte, besiegelte die Knechtschaft der hellenischen Hälfte des alten Römerreichs. Diese versank jetzt, vom lateinisch-germanischen Europa abgerissen, in die Barbarei des Türkentums. (more…)