kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der Islam gehört nicht zu Deutschland 8. Oktober 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 04:25

Wer den Koran wörtlich nimmt, kollidiert mit unserer Kultur. Wenn der Bundespräsident von unserer christlich-jüdischen Geschichte spricht und sie gleichsetzt mit dem Islam, der nun zu Deutschland gehören soll, vermischt er kulturelle Prägung und Religion.

Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland„. (Christian Wulff)

Das war die deutlichste Botschaft in der Rede des Bundespräsidenten zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit. Da kann einem schon der Atem stocken. Was hat der Islam mit der deutschen Geschichte, dem deutschen Nationalsozialismus, der deutschen Teilung und der deutschen Einheit zu tun, dass er zum Kernstück der Rede des Staatoberhaupts zu einem geschichtsträchtigen deutschen Feiertag, zum Tag der Deutschen Einheit, taugt?

Vor allem aber: Gehört der Islam zu Deutschland? Zum Islam gehört die Scharia, die Unterdrückung der Frauen und der Meinungsfreiheit, der Anspruch auf den einzigen und alleinigen Gott. Christian Wulff hat ja nicht vom spirituellen Islam gesprochen, von der Religiosität des Einzelnen, sondern eben von dem Islam, der einen unverhohlen weltlichen und politischen Anspruch hat, der von der Scharia gar nicht zu trennen ist, von dem Islam, den es, sobald er sich einer Kritik zu stellen hat, nach den Argumenten seiner offiziellen Vertreter gar nicht gibt und der sich auf seine für Laien undurchschaubare Vielfalt beruft, obwohl er sich in allen seinen Ausprägungen in der Scharia realisiert. Dieser Islam aber gehört nicht zu Deutschland.

In Deutschland leben vier Millionen Menschen aus islamischen Ländern. Wie viele von ihnen gläubige Muslime sind, wissen wir nicht. Wir wissen auch nicht, wie viele von ihnen jetzt darüber entsetzt sind, dass der Islam, vor dem sie vielleicht geflohen sind, ihnen nun offiziell nach Deutschland gefolgt ist. Im deutschen Sprachgebrauch werden diese Einwanderer seit einiger Zeit nicht mehr nach ihren Herkunftsländer benannt, sondern nach ihrer Religionszugehörigkeit, die sie vielleicht gar nicht haben. Sie sind nicht Türken, Iraner, Libanesen, Ägypter, sondern Muslime. Demnach dürften sich die Europäer eigentlich nicht mehr Deutsche, Engländer, Franzosen oder Spanier nennen, sondern Christen oder Juden. Das tun wir aber nicht, warum nicht?

Weil die Religion nur dann unser Leben dominiert, wenn wir uns freiwillig dafür entscheiden, weil wir Atheisten sein und konvertieren dürfen. Weil wir nicht mit dem Tod bedroht werden, wenn wir vom Glauben abfallen. Wenn wir aber von jedem, der als Muslim geboren wurde, als Muslim sprechen, akzeptieren wir das Gesetz des Islam, nach dem jeder Muslim bleibt, ob er will oder nicht. Dieser Islam aber gehört nicht zu Deutschland.

Wenn Christian Wulff von unserer christlich-jüdischen Geschichte spricht und sie gleichsetzt mit dem Islam, der nun zu Deutschland gehören soll, vermischt er kulturelle Prägung und Religion. Wir meinen mit unserer christlich-jüdischen kulturellen Prägung ja nicht nur die Religion, sondern ebenso die Religionskritik und die Aufklärung. Unsere christlich-jüdische Prägung umfasst nicht nur die Christen und Juden, sondern alle, die sich in dieser Kultur verwurzelt fühlen, Andersgläubige wie Atheisten. Zu unserer christlich-jüdischen Geschichte gehört auch unser größtes Verbrechen: der Völkermord an den Juden. Auch das hat uns geprägt, vor allem auch in unserer Furcht vor uns selbst, die manche offenbar auch blind macht für andere Gefahren.

Solange der Islam sich seiner Aufklärung verweigert, solange er keine Götter duldet neben sich, solange er Andersgläubigen und Nichtgläubigen Bekehrung oder Unterwerfung und Abtrünnigen den Tod androht, solange gehört er nicht zu Deutschland.

Die in Deutschland lebenden Muslime gehören nun zu Deutschland, das ist wahr. Sie genießen wie jeder, der hier lebt, den Schutz des Grundgesetzes, der ihnen auch die Religionsfreiheit garantiert, solange die Religion nicht mit den deutschen Gesetzen kollidiert. Wer den Koran wörtlich nimmt, wie es der Islam bis heute vorschreibt, wird nicht konfliktfrei durch den deutschen Alltag kommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Christian Wulff unseren gläubigen muslimischen Bürgern wirklich die Last aufbürden wollte, sich ständig zwischen zwei gültigen Systemen entscheiden zu müssen: zwischen der deutschen Rechtsstaatlichkeit und den Gesetzen des Islam, die, wenn der Islam zu Deutschland gehörte, hier gelten würde wie in Ägypten, Saudi-Arabien und zunehmend auch wieder in der Türkei.

Zu Deutschland gehören der Rechtsstaat, die Gleichstellung der Geschlechter, die Freiheit der Kunst, die Meinungs- und Religionsfreiheit, die Solidargemeinschaft, das Recht auf Bildung und gewaltfreie Erziehung. Aber nicht der Islam. {Tagesspiegel – Von Monika Maron – Die Autorin ist Schriftstellerin}

Mehrheit der Deutschen lehnt Wulffs These ab

Bundespräsident Wulff hat eine Diskussion angestoßen: Wie viel Islam gehört zu Deutschland? Nicht nur konservative Politiker treibt die Rede des Bundespräsidenten zum Tag der Deutschen Einheit um. Sein Bild eines multireligiösen Deutschland ruft auch in vielen Bürgern Skepsis hervor. Im Mittelpunkt der hitzigen Debatte über die Rede von Christian Wulff steht die Frage, ob der Islam tatsächlich neben dem Christen- und dem Judentum inzwischen auch zu Deutschland gehört, wie Wulff es in seiner Rede gesagt hatte. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) versuchte, die Wogen zu glätten. Bei einer Sitzung der CDU/CSU-Fraktion in Berlin betonte sie nach Teilnehmerangaben, Wulff habe am Sonntag zwar gesagt, dass der Islam auch zu Deutschland gehöre. Dies bedeute aber nicht, dass der Islam das Fundament des kulturellen Verständnisses sei. Die Kanzlerin bekräftigte, Maßstab für die Integration sei das Grundgesetz – und nicht die Scharia.

Zuvor hatte der Berliner CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich mit Blick auf die Wulff-Rede gesagt, die Muslime in Deutschland seien zwar Teil der Gesellschaft. Dass aber der Islam Teil der deutschen Kultur sei, „das unterschreibe ich nicht“. Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), betonte: „Zwar ist der Islam inzwischen Teil der Lebenswirklichkeit in Deutschland, aber zu uns gehört die christlich-jüdische Tradition“.

„Kein Beitrag zu unseren Werten“: Der Chef der CSU-Zukunftskommission, Manfred Weber, sagte: „Der Islam, so wie wir ihn heute in Deutschland haben, hat zumindest bisher – was historisch in Zukunft kommen wird, wissen wir nicht – keinen Beitrag zu unseren Werten geleistet.“ Dies sei jedoch „eigentlich das Zentrale, wenn es um die Frage der Identität für unser Land geht“. Der CSU-Politiker Norbert Geis kritisierte die Wulff-Rede als „missverständlich“. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) mahnte, man dürfe nicht einem „Konflikt der Kulturen“ das Wort reden. Sie fügte hinzu: „Das historische und kulturelle Fundament Europas beruht zweifelsohne auf klassisch griechisch-romanischen Einflüssen sowie auf dem christlichen Erbe, aber auch auf dem Islam.“ Notwendig sei nun eine „sachliche Debatte darüber, wie wir alle Teile unserer Bevölkerung – egal, welcher Religion sie angehören oder auch nicht – gleichberechtigt an den Lebenschancen unserer Gesellschaft teilhaben lassen“. Nur so könne Integration auf Dauer gelingen.

Umfragen gegen Wulff: Grünen-Fraktionschefin Renate Künast sagte angesichts der Islam-Äußerungen Wulffs, einige Konservative würden „zagen, zaudern und sich dagegen wehren“. Sie ergänzte: „Wir wären gut beraten, in diesen Zeiten, in denen die Emotionen manchmal hochgehen, respektvoll gegenüber dem Islam zu sein“. Der Islamrats-Vorsitzende Ali Kizilkaya sagte, das Eintreten Wulffs gegen „Ausgrenzungstendenzen“ sei ein wichtiges Signal gewesen. Bei der Rede des Bundespräsidenten handele es sich um einen „Meilenstein im Integrationsprozess“. Es sei bedauerlich, dass es nun negative Reaktionen darauf gebe. Kizilkaya betonte: „Manche Politiker tun sich offenbar schwer, den Islam als Teil dieser Gesellschaft zu sehen“. Bei einer Umfrage im Auftrag der „Bild“-Zeitung stimmten 66 Prozent der Aussage von Wulff nicht zu, dass auch der Islam inzwischen zu Deutschland gehört. Unterstützung erhielt das Staatsoberhaupt lediglich von 24 Prozent der rund 1000 Befragten. Besonders ausgeprägt war die Ablehnung bei Anhängern von CDU, CSU und FDP, aber auch bei Sympathisanten der Linkspartei. {Quelle: focus.onlilne}

 

Maron: Konflikt mit deutschem Wertesystem

Buschkowsky: Wulff irrt beim Islam

Berlin: Nach Ansicht der Schriftstellerin Monika Maron ist in Deutschland kein Platz für einen Islam, solange er sich „seiner Aufklärung verweigert“ und Abtrünnigen den Tod androhe. Wer den Koran wörtlich befolge – wie das der Islam bis heute vorschreibe –, könne nicht „konfliktfrei durch den deutschen Alltag kommen“, schreibt Maron in dieser Zeitung. Der Islam, der von der Scharia nicht zu trennen sei, habe einen weltlichen und politischen Anspruch, der mit dem christlich-jüdisch geprägten Wertesystem Deutschlands nicht zu vereinbaren sei. Während einige Unionspolitiker und Kirchenvertreter Wulffs Einschätzung ebenfalls relativierten, stellte sich Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hinter den Präsidenten. Notwendig sei nun eine „sachliche Debatte darüber, wie wir alle Teile unserer Bevölkerung – egal, welcher Religion sie angehören oder auch nicht – gleichberechtigt an den Lebenschancen unserer Gesellschaft teilhaben lassen“. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in einer Sitzung der CDU/CSU-Fraktion, Wulff habe keineswegs den Islam als prägende Kraft für Deutschland mit Christentum und Judentum gleichgesetzt. Notwendig sei ein „hier sozialisierter Islam“.

Der durch seine Thesen zur Integration von Zuwanderern bundesweit bekannte Bürgermeister Heinz Buschkowsky aus Berlin-Neukölln hat sich kritisch zur Einheitstagsrede von Bundespräsident Christian Wulff geäußert. Sie ist nach Ansicht des SPD-Politikers historisch falsch, was den Islam angeht. Wulff hatte gesagt, wie das Christentum und die jüdische Religion gehöre der Islam „inzwischen auch zu Deutschland“. Das entspricht nach Buschkowskys Auffassung nicht der deutschen Geschichte. Es sei vielmehr ein „ungewöhnlicher Akt“, über den er nicht beckmessern wolle, wenn er zur Entspannung zwischen Nichtmuslimen und Muslimen beitrage. Wichtiger sei, dass Wulff Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung und andere Grundwerte als verbindlich dargestellt und denen „mit entschlossener Gegenwehr“ gedroht habe, die diese Werte nicht achteten. Buschkowsky vermisste einen Hinweis, dass Eltern verpflichtet seien, ihren Kindern die Grundwerte des Landes zu vermitteln. {Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten}

 

One Response to “Der Islam gehört nicht zu Deutschland”

  1. butz01 Says:

    ich ziehe so einfach mal bei meinem nachbarn ein, weil es dem ja besser geht wie mir. bemächtige mich seines kühlschranks und beschimpfe seine frau und seine kinder. der nachbar hat sich meinen gewohnheiten anzupassen und möglichst schnell meine religion anzunehmen. sein bankkonto hat er mir sofort zur verfügung zu stellen denn ich bin ja sein gast und da hat er sich nach mir zu richten.sollte er dem nicht folge leisten werfe ich ihn eines tages raus aus seinem haus weil es doch jetzt meins ist. irgendwie verstehe ich die welt nicht mehr???


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