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Maronitischer Patriarch des Libanon warnt vor neuem Krieg – Christen fürchten weitere Schwächung 5. Oktober 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 04:43

Beirut: Im Libanon wächst die Spannung. Die Bischöfe des Landes bereiten sich auf die Reise nach Rom vor, um an der Synode für den Nahen Osten teilzunehmen, doch im Land wächst die Angst vor einem Krieg zwischen Sunniten und Schiiten. Der maronitische Patriarch des Libanon rief die internationale Staatengemeinschaft auf, die “wachsenden Spannungen” ernst zu nehmen. Der Konflikt zwischen der Mehrheit und der schiitischen Hisbollah könne in einen neuen Bürgerkrieg münden, so das geistliche Oberhaupt der Christen.

Der Libanon hatte Anfang des 20. Jahrhunderts noch eine christliche Bevölkerungsmehrheit. Nach Jahrzehnten des Kriegs und Bürgerkriegs sind sie zu einer Minderheit geworden. Waren die Christen vor wenigen Jahrzehnten noch ein entscheidender politischer Faktor im Land, müssen sie immer mehr erdulden, was die verschiedenen islamischen Gruppen des Landes (Sunniten, Drusen und neuerdings vor allem Schiiten) entscheiden.

Die Mahnung der mit Rom unierten maronitischen Kirche fand Eingang in das Schlussdokument der unter dem Vorsitz von Kardinal Nasrallah Sfeir tagenden Bischöfe des Libanon. “Die versammelten Bischöfe erörterten die Lage im Libanon. Sie sind außerordentlich besorgt über die wachsenden Spannungen zwischen den verschiedenen Fraktionen des Landes, die drohen, sich in einen Krieg zu verwandeln”. Die Gräben zwischen Sunniten und Schiiten vertiefen sich rund um den Sondergerichtshof für den Libanon (TSL) des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag. Der Gerichtshof soll unter anderem die 2005 erfolgte Ermordung des früheren Premierministers Rafik Al-Hariri aufklären.

Während der designierte sunnitische Premierminister Saad Hariri, Sohn des Ermordeten, die Bedeutung des Gerichtshofs betont, “um das Blut des Märtyrers Hariri nicht zu vergessen”, wirft die schiitische Hisbollah dem Sondergerichtshof vor, “im Sold Israels” zu stehen. Die Hisbollah (Partei Gottes) fürchtet, vom Gerichtshof angeklagt zu werden, in den Mordfall Hariri verstrickt zu sein. Dergleichen wurde vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag nie geäußert. Allein die Möglichkeit lässt jedoch für das labile politische System des Libanon das Schlimmste befürchten. Der maronitische Parlamentsabgeordnete Sleiman Frangieh, ein persönlicher Freund des syrischen Staatspräsidenten Baschar Al-Assad, warnte vor einigen Tagen, daß eine Anklage gegen die Hisbollah den Krieg zwischen Sunniten und Schiiten im Libanon bedeuten werde. Der syrische Außenminister Walid Mouallem erklärte in einem Interview mit dem Wall Street Journal: “Wir sind überzeugt, daß eine Verurteilung der Hisbollah durch den Sondergerichtshof Ursache für Probleme im Libanon sein wird”.

Während im kriegsgeplagten Land erneut Krieg in der Luft liegt, bereiten sich die Bischöfe des Landes vor, im Vatikan an der Synode für den Nahen Osten teilzunehmen, die vom 10. bis 24. Oktober stattfinden wird. Aus diplomatischen Kreisen ist zu erfahren, daß der Sondergerichtshof “innerhalb Jahresende” die Anklageschrift hinterlegen werde. Politische Beobachter zeigen sich besorgt, ob der Frieden noch solange halten werde. Der Ausbruch von Gewalt würde das Ende der politischen Garantien durch Syrien und Saudi-Arabien bedeuten, die seit dem letzten Krieg eine Koexistenz der verschiedenen religiösen und ethnischen Gruppen im Libanon sicherstellten. Die Christen des Libanon fürchten in einem Krieg, zwischen die Fronten zu geraten und die eigentlichen Leidtragenden zu werden. (Quelle: Asianews/GN, Bild: Asianews – Katholisches)

 

One Response to “Maronitischer Patriarch des Libanon warnt vor neuem Krieg – Christen fürchten weitere Schwächung”

  1. bazillus Says:

    Das ist nun einmal so. Wird der Islam in einem Land stärkste Fraktion, werden Minderheiten zunehmend unterdrückt. Entscheidungen werden wie in Bosnien-Herzegowina zunehmend schwieriger. Wer die Hisbollah als politische Partei ansieht, übersieht, dass sie die gleichen Strukturen aufweist, wie die Hamas, beide in einem Ziel vereint, Israel den Garaus zu machen und alles Nichtmuslimische unter islamische Herrschaft zu zwingen, eben als Vasallen des Iran.

    Das Übliche: Es gibt Angst vor Krieg bzw. es gibt Krieg, wenn diese autoritären Gruppen, die ein terroristisches Herz haben, egal von wem angegriffen werden. Das ist mohammedanisch-koranische Denkweise in Reinkultur. Das ist das, was Wilders mit dem zutreffenden Vergleich von „Mein Kampf“ und „Koran“ meint. Und das Schöne ist: Diese Gruppen brauchen noch nicht einmal einen Angriff in Form eines Urteils, sie können auch ohne Anlass, eben auf Geheiß der islamischen Größen (Gott des Islam und seinem Propheten) einen Krieg anzetteln. Das ist ihnen durch den Koran, den Hadithen ausdrücklich erlaubt. Der Prophet hat es ihnen vorbildhaft vorgemacht. Ja, liebe Kirchen, politische Eliten und Medien: Das kann der Islam eben sein: Talibanhaftes Verhalten, über hamas- und hisbollohhaftes Verhalten, über iranisch-saudisches und ägyptisches Ausgrenzungsverhalten gegenüber Ungläubigen insbesondere gegen Juden und Christen bis hin zum friede-freude-eierkuchen-gemeinsamen Fastenbrechenveranstaltungen mit politischen Größen hier in Deutschland und Europa, wo der Islam noch in der MInderheit ist, aber bereits durch Herrn Wulff will- und angekommen geheißen wird. In der Türkei werden Christen ja auch immer mehr willkommen geheißen, aber bitte alles immer unter Aufsicht des Islams, gelle? So wollen unsere Eliten unser Europa an den Islam verschachern, praktisch zum Nulltarif.

    Unsere islambuckelnde Elite will das alles nicht wahrhaben und redet sich wie ein Betrunkener mit 3,8 %o die Situation schön.


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