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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Tarik Ramadan und die Muslimbruderschaft 1. Oktober 2010

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 00:58

Am 11. November 2008 wurde Herr Tariq Ramadan, Sohn des Said Ramadan und Enkel von Hassan Al-Banna, in Wien als Ehrengast auf einer Konferenz über den Euro-Islam erwartet. Unglücklicherweise hatte er sich in letzter Minute dazu entschieden, ohne Angabe von Gründen, nicht zu erscheinen. Wir nehmen daher die Gelegenheit wahr, den Teilnehmern einen kurzen Überblick über seinen Hintergrund und seine Herkunft zu geben. Dieser Artikel ist die veröffentlichte und erweiterte Version einer Informationsbroschüre. {Dies ist die veröffentlichte Version eines Informationsblattes zur Konferenz „Gibt es einen Euro-Islam?“ der Politischen Akademie der ÖVP, in Wien, Österreich, vom 11. November 2008. Franz Fiedler, der Präsident des Akademikerbundes hielt die Eröffnungsrede und erteilte dann dem Forum das Wort. Mitglieder des Forums: Srivan Ekici, ÖVP, Mitglied des Wiener Stadtrats, Wolfram Eberhardt Autor des Buchs ”Im Auftrag Allahs”, Christian Zeitz, Vorstandmitglied des Wiener Akademikerbundes und Mouhand Kourchide, Universität Wien)}

Das Thema dieser Veranstaltung war, die Möglichkeit eine besondere europäische Art des Islams zu diskutieren, auch bekannt als „Euro-Islam“. Das Konzept war ursprünglich von Bassam Tibi entwickelt worden, aber es ist besser bekannt geworden, weil es von Tarik Ramadan benutzt wurde. Obwohl eine Menge über solch eine demokratie-kompatible Version des Islam gesprochen wurde, wurde bis jetzt doch reichlich wenig Substanz dazu präsentiert. Dieses Diskussionsforum hatte sich der Frage angenommen. Obwohl Tarik Ramadan bei dieser Veranstaltung abwesend war, möchte ich einige grundlegende Tatsachen über Ikhwan (die Muslimbruderschaft) erklären und in welcher Weise Tarik Ramadan damit zu tun hat. Deshalb möchte ich zunächst gerne historische Fakten darstellen um den nötigen Hintergrund zu erläutern und einige wenig bekannte Details, beispielsweise das seines Vaters Said Ramadan, in dessen Namen er ein paar Tage zuvor einen Preis verliehen hatte.

Die Muslimbruderschaft wurde im Jahr 1928 in Ägypten gegründet als Reaktion auf die Abschaffung des Kalifats von Kemal Atatürk im Jahr 1924. Das Ziel der Ikhwan ist es, das Kalifat wieder einzusetzen mit allen notwendigen Mitteln. Zunächst einmal bedeutet dies die Anwendung jeder Form von Gewalt, aber die Bruderschaft hat seitdem den Gebrauch von Gewalt widerrufen und treibt nun seine Ziele mit anderen Mitteln voran.

Das Credo der Muslimbruderschaft lautet: {Allah ist unser Ziel. Der Prophet ist unser Führer. Der Koran ist unser Gesetz. Der Dschihad ist unser Weg. Sterben auf dem Weg zu Allah ist unsere größte Hoffnung} (MEForum: www.meforum.org). Das festgeschriebene Ziel der Bruderschaft ist es, den Koran und die Sunnah als den „einzigen Bezugspunkt für das geordnete Leben einer muslimischen Familie, eines Individuums, der Gemeinschaft und des Staates“ einzuführen (IkhwanWeb:www.muslimbrotherhood.co.uk). Das Ziel ist offenkundig ein Totalitarismus, dahingehend, dass die islamischen Schriften als Richtlinien für jeden Aspekt des Lebens der Gläubigen angesehen werden. Andere totalitäre Ideologien sind gekommen und gegangen, der Islam ist aber gemessen daran, die hartnäckigste von ihnen. Die Muslimbruderschaft steht äußerst loyal zur islamischen Botschaft.

Anfangs war die Ikhwan eine kleine Gruppe, konzentriert um ihren Gründer Hassan Al-Banna und seine loyalen Freunde, wie zum Beispiel Sayyid Qutb, Said Ramadan und andere. Man arbeitete miteinander, um die Wahrnehmung des Islams in Ägypten wieder herzustellen, und im eigentlichen Sinne ist sie eine klassische islamische Reformbewegung, ähnlich den Wahhabiten in Arabien. Der Durchbruch der islamischen Erweckungsbewegung kam mit dem großen arabischen Aufstieg in Palästina von 1936 bis 1939. Die im Stil einer Intifada geführte Revolte führte zu Ikhwan Mitgliedschaften, Zweige und Institutionen wuchsen rasend schnell und verwandelten die Ikhwan innerhalb von ein paar Jahren in eine Massenbewegung.

Diese Revolution wurde mit deutschem Geld unterstützt, Material und Waffen, und verursachte den Juden eine Menge Ärger in Palästina, genauso wie der britischen Regierung in diesem Gebiet, die nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches ein Mandat des Völkerbundes hatte. Diese Revolution dauerte drei Jahre lang, und wurde schließlich im Jahr 1939 von der überlegenen britischen Militärstreitkraft niedergeschlagen. Die Verbindung zu Deutschland und die Dankbarkeit sind aber niemals in Vergessenheit geraten und wurden bald weiterverfolgt. Viele Jahre hat mich der Gedanke verwirrt, warum der deutsche General Rommel einen Feldzug im nördlichen Afrika betrieben hat, weit weg von den eigentlichen Kriegsschauplätzen in Europa. Ägypten ist der Schlüssel zu diesem Puzzle. Denn zu der Zeit als die Schlacht von Al-Amain stattfand, wo Montgomery die Deutsche Wehrmacht endgültig besiegte, war Kairo schon festlich geschmückt um die deutschen Truppen Wilkommen zu heißen. Man beabsichtigte, den Deutschen Truppen zur Verfügung zu stellen, und dann Zugang zu erhalten zum Öl des Mittleren Ostens in Arabien, Irak und Iran, und so dem deutschen Krieg einen ordentlichen Antrieb zu geben. Glücklicherweise verhinderte Montgomery, dass dies passierte. Nach dem Krieg setzten die Ikhwan, im Einklang mit dem Großmufti von Jerusalem, der anderweitig wegen Kriegsverbrechen auf deutscher Seite angeklagt worden war, ihre Bemühungen fort. Eine der wichtigsten Angelegenheiten war die arabische Antwort auf die Gründung Israels. Die Frage war: Krieg oder Frieden? Die Antwort des Mufti und der Ikhwan war ‚Krieg’ und so geschah es. Dies bildete das Fundament des arabischen Flüchtlingsproblems und des anscheinend endlosen Kampfes in diesem Gebiet.

In Ägypten setzen die Ikhwan unter der organisatorischen Führung des Hassan Al-Bannah und der ideologischen Anleitung von Sayyid Qutb den Kampf fort. Said Ramadan stand Al-Bannah nahe, der ihm in Dankbarkeit seine Tochter zur Frau gab. Der Grund ist also, dass Tarik Ramadan der Enkel von Hassan Al-Bannah ist, und ihn eine tiefe Loyalität zu seinem Vater und für die Ideologie und die Ziele der Muslimbruderschaft verbindet. Die Bruderschaft hat ihre Bemühungen die ägyptische Regierung zu destabilisieren weiter fortgesetzt, aber schließlich wurden ihre Führer gefangengenommen, getötet oder ins Exil geschickt. Said und seine Familie gingen in die Schweiz, wo sie ein islamisches Zentrum in Genf gründeten, dem Ort, an dem auch Tarik Ramadan geboren wurde. Said Ramadan hatte enge Verbindungen zum Hause Said und der Variante des salafistischen Islams, die man ‚Wahhabismus’ nennt. Er war ein strammer Befürworter der Idee, dass Saudi Arabien diesen Zweig des Islams weltweit verbreiten sollte, und hat viele Initiativen in dieser Richtung unternommen. Die ersten 11 Jahre lang wurde sein islamisches Zentrum mit saudischem Geld finanziert. Said wurde von verschiedenen Konferenzen ausgeschlossen zu der Zeit als er diesen offenen Fundamentalismus vertreten hatte.

An dieser Stelle sollte man ein wenig die Bedeutung des Begriffs ‚salafistisch’ erklären und was es heißt den Islam zu reformieren. ‚Salafistisch’ bedeutet ‚wörtlich’ und stellt eine Rückkehr zu den grundlegenden islamischen Schriften dar, und ist so eine Abschaffung des ‚traditionellen’ Islams des osmanischen Reiches und Ähnlichem. Salafismus ist Fundamentalismus und alle Variationen des Salafismus gehören dazu. Alle Variationen haben eins gemeinsam, nämlich das Verständnis, dass die islamischen Schriften als Ganzes bedingungslos heilig und unveränderbar sind. Für diejenigen, die sich wundern, ob der Islam eine Reformation benötigt, ähnlich zu derjenigen, die von Luther im Christentum durchgeführt wurde, gibt es keinen Grund zur Sorge. Die Reformation begann vor acht Jahrzehnten und ihr Name ist ‚Muslimbruderschaft’. So wie Luther, befürwortet die Muslimbruderschaft eine Rückkehr zu den Grundlagen, wie es in den Originaltexten vorgegeben wird. Es hat nichts damit zu tun, dass inhumane Elemente der Religion ausrangiert werden sollen.

Es wurde schon oft erwähnt, dass Tarik der Enkel des Hassan Al-Bannah ist. Nun, wir alle haben Großväter, was nicht immer etwas aussagen muss, weil ihre Ideen und ihr Einfluss zwei Generationen später nicht immer so stark in Erscheinung treten. Es kommt darauf an, die Umwelt zu betrachten in der man aufwächst und das ist klar: Tarik Ramadan ist in einem wahhabitisch gegründeten islamischen Zentrum des Fundamentalismus aufgewachsen, das von seinem Vater Said Ramadan geführt wurde. Heute wird dieses Zentrum von Tariks Bruder Hani geführt. Gewöhnlich war es so, dass Tarik sagte, dass sein Bruder und er verschiedene Aspekte derselben Aktivität ausführen würden. Während Tarik zur Zeit nicht öffentlich mit seinem Bruder zusammenarbeitet, kann es trotzdem wahr sein. Wir können es nicht mit Sicherheit wissen. Tariq repräsentiert nicht offiziell das islamische Zentrum von Genf, aber andererseits tut er nichts, was dem Zentrum widerspricht oder ihm Schwierigkeiten für seine Aktivitäten verursachen würde.

Es gibt eine wichtige Sache, die man sehr wohl weiß, und das ist, dass Tarik Ramadan verschieden spricht bei unterschiedlichem Publikum. Diejenigen, die seine Vorträge in Französisch verglichen haben mit denen in Arabisch, haben dies ganz klar herausgefunden. Aber, er widerspricht sich auch nicht, sondern verlässt sich auf feine rhetorische Kniffe um die Aufmerksamkeit von dem, was er in Arabisch sagt abzulenken, üblicherweise kann man Kassetten oder CDs davon erhalten. Aber eins ist sicher: Er widerspricht niemals den Ideen der Ikhwan. Ich habe die interessante Erfahrung gemacht, Herrn Ramadan letztes Jahr in Dänemark zu treffen, als er über die Notwendigkeit einer Reformation des Islam sprach. Im Frage und Antwortteil schien er eine Menge Zeit zu benötigen um auf den Punkt zu kommen, aber er kam niemals dort hin.

Nach dem Vortrag zeigte ich ihm das bekannte Buch „The History of Islam“ von Al-Tabari, das Teil der Siraa (Biographie Mohameds) ist, der ursprünglichen Biographie von Mohammed. Ramadan rief sofort aus: “Das ist ein sehr problematisches Buch!“ Tatsächlich, das ist es, denn die islamischen Quellen, die man als Siraa kennt, beschreiben das Leben Mohammeds mit großer Ehrlichkeit, und viele Taten von ihm sind ganz offensichtlich unzivilisiert. Interessanterweise hat Tarik Ramadan ein Buch veröffentlicht, das diese ziemlich gewalttätigen Akte rechtfertigt. Nirgendwo erklärt Ramadan irgendeine dieser Taten als bedingungslos „unheilig“. Dies würde das Anzetteln von Kriegen, die Raubüberfälle, den Sklavenhandel und das Töten von Kriegsgefangenen beinhalten. Das ist ein Problem, denn im Koran „33:21“ werden Mohammed und sein Verhalten als guten Beispiele für Muslime genannt, für heute und für immer. Wenn nicht provozierte Gewalt und das Plündern gute Beispiele sein sollen, wie werden wir den Islam modernisieren ohne letztlich einige der alten Schriften als unheilig zu verwerfen?

Ich wollte Herrn Ramadan dazu befragen, aber hatte offensichtlich diesmal kein Glück, so werden die Frage, die wir uns ausgedacht hatten hier veröffentlicht werden, um andere zu inspirieren und in der Hoffnung dass sie bei einer anderen Gelegenheit die Zeit bekommen Herrn Ramadan zu befragen. Da Tarik Ramadan bekannt dafür ist, schwierigen Fragen auszuweichen, ist es gut, sie so kurz und klar wie möglich zu stellen. Wenn man seinen Hintergrund kennt, macht es Sinn anzunehmen, dass er einen fundamentalistischen Werdegang hat und man muss die Fragen so formulieren, dass er sie klar und bestimmt beantworten muss, wenn er das Bild eines Fundamentalisten, das an ihm haftet, vermeiden will.

Es gibt viele Fragen, die es wert sind, gestellt zu werden, so wie diese:
1. Haben Sie irgendwelche ideologischen Meinungsverschiedenheiten mit der Ikhwan, der Muslimbruderschaft?
2. Stimmen Sie überein mit den anti-jüdischen Versen im Koran? (Juden als Affen und Schweine).
3. Kann Rationalität erlaubt werden, um den Islam zu ändern?
4. Würden Sie jemals irgendetwas im Koran in Frage stellen?
5. Noch wichtiger wäre: Werden die Menschenrechte oder die Religion vor Kritik geschützt?
6. Halten Sie immer noch den Iran für ein gutes Beispiel um „ Frauen zu fördern“ im Islam?
Mit freundlicher Genehmigung von Daniel Pipes: 7. Nach Magdi Allams öffentlicher Konversion zum Christentum, wollen Sie immer noch behaupten, dass er schon immer Christ gewesen ist?
Mit freundlicher Genehmigung von Helle Brix: 8. Wenn man bedenkt, dass Sie ein enthusiastisches ergänzendes Vorwort geschrieben haben zu einer Fatwa Sammlung des Europäischen Rates für Fatwas, können wir annehmen, dass sie die Todesstrafe für Apostasie befürworten, wie es in dem Buch vorgeschlagen wird?
Mit freundlicher Genehmigung von Nicholas Sarkozy: 9. Finden Sie es unmoralisch Ehebrecher zu steinigen? Wenn ja, wie denken Sie über Mohammed, der Ehebrecher gesteinigt hat? (Anmerkung: Er wurde schon einmal in der Öffentlichkeit danach gefragt. Seine Antwort war der Vorschlag eines ‚Moratoriums’ auf Steinigungen.)
10. Wir haben festgestellt, dass sie ein „Moratorium“ für das Steinigen von Ehebrechern vorgeschlagen haben. Unter genau welchen Umständen sollte ein solches Moratorium gelockert werden und die Praxis des Steinigens von Ehebrechern wiederaufgenommen werden?
11. Gibt es irgendeinen Teil von Mohammed Leben, wie es in der Siraa beschrieben wird, das heute nicht mehr länger als vorbildlich für Muslime angesehen werden kann? Falls ja, bitte geben sie einige Beispiele.
12. Ich habe gehört, dass Sie Hassan Al-Banna als großen Reformer des Islam gerühmt haben. Halten Sie sich selbst für einen größeren oder weniger großen Reformer verglichen mit ihm? Wenn Sie ein größerer Reformer sind, geben Sie mir bitte einige Beispiele ihrer Reforminitiativen.
13. Wenn ihre Mission sich in irgendeiner Form von der ihres Vaters Said Ramadan unterscheidet, erklären Sie bitte wie genau.
14. Da Sie erst kürzlich einen Preis im Namen Ihres Vaters Said vergeben haben, muss man annehmen, dass Sie in seinem Geiste weiterarbeiten. Gibt es irgendwelche größeren Unterschiede zu seinem Verständnis des Islams?
15. Unterscheiden sich Ihre Ziele von denen der Muslimbruderschaft)
16. Würden Sie Hassan Al-Bannas Aussage widersprechen, dass der bewaffnete Kampf die höchste Form des Dschihad ist?
17. Würden Sie das Recht von Anderen schützen, wenn sie Mohammed als Kriminellen beschreiben?
18. Aus welchem Grund haben Sie die „50 Forderungen der Bruderschaft“ falsch übersetzt?
19. Würden Sie sich einer islamischen Diktatur widersetzen?
20. Würden Sie es begrüßen, wenn Nationalstaaten abgeschafft werden zugunsten einer islamischen Weltregierung?
21. Weichen Sie in irgendeiner Form von dem 7-Punkte Programm des Hassan al-Banna ab? Falls dies der Fall ist, könnten Sie dies erläutern.
22. Finden Sie irgendwelche Fehler in den Lehren des Sayyid Qutb? Falls dies der Fall ist, könnten Sie einige Beispiele nennen?
23. Ist die Assimilierung von Muslimen im Wetsen, wie es der türkische Ministerpräsident Erdogan ausdrückte, ein ‚Verbrechen gegen die Menschlichkeit’?
24. Ist das Ziel Ihrer Arbeit anders als das Ihres Bruders Hani, dem gegenwärtigen Leiter des islamischen Centers in Genf? Und wenn dies der Fall ist, könnten Sie dies ausführen.
25. Haben Sie es jemals bedauert, Veranstaltungen mit den algerischen radikalen Organisationen FIS und GIA durchgeführt zu haben?
26. Sehen Sie sich selbst als Erben der Mission wie sie von Hassan al-Banna durchgeführt wurde?
27. Wie oft wird die heilige Stadt Jerusalem im Koran erwähnt?
28. Gibt es irgendwelche Teile des Korans oder der Sirat die Sie als unheilig erklären würden?
29. Ist der Islam hauptsächlich ein politisches System?
30. Was genau meinen Sie mit dem Ausdruck „Muslime ohne Islam“?
31. Sehen Sie sich selbst als einen Salafisten, d.h. als einen Befürworter für eine Rückkehr zum wortwörtlichen Islam? Falls nicht, spezifizieren Sie bitte die wichtigsten Unterschiede.
32. Ist es das Ziel Ihrer Mission den Islam zu modernisieren, oder die Muslime dazu zu bringen zum ‚wahren’ Islam zurückzukehren?
33. Kann es einer muslimischen Frau gestattet werden, einen nicht-muslimischen Mann zu heiraten, und kann es ihm erlaubt sein, seine Religion zu behalten?

Sind Sie uneingeschränkt gegen das Schlagen von Frauen durch ihre Männer?
34. Gibt es einen Dissenz zwischen Ihnen und Yusuf al-Qaradawi, dem Direktor des Europäischen Fatawa Zentrums, in irgendwelchen speziellen Fragen?
35. Was ist wichtiger: Der menschliche Verstand oder die Worte des Koran?
36. Sehen Sie den Iran immer noch als gutes Beispiel an, um die „Frauen im Islam zu fördern“?
37. Wie ist Ihre Meinung zu gleichen Rechten und Chancen für Frauen?
38. Stimmen Sie mit dem koranischen Gedanken überein, dass Frauen geistig minderwertig sind?
39. Unterscheidet sich Ihre Sicht des Feminismus in irgendeiner Form von der Hassan al-Bannas?
40. Welche Arten von Arbeit halten Sie für Frauen für unpassend? Das Fahren eines LKWs?
41. Unterscheidet sich Ihre Sicht der Rolle der Frau in der Gesellschaft von der der Front National?
42. Sie sagten: “Die iranische Gesellschaft von heute ist, vergleichen mit anderen muslimischen Gesellschaften, die am weitesten entwickelte was die Förderung von Frauen angeht.“ Die meisten westlichen Menschen würden die Türkei, Albanien, Algerien, Tunesien etc. dafür halten, dass sie den Frauen bessere Lebensumstände bieten. Würden Sie bitte ausführen, warum Sie den Iran als fortschrittlicher ansehen als diese Länder?
43. Gibt es für Frauen das gleiche Recht sich scheiden zu lassen?
44. Ist der Teufel, wie sie behaupteten, konkret fühlbar? Haben Sie ihn berührt?
45. Garantiert der Glaube (im Islam) ein friedliches Familienleben? Die außergewöhnliche Anzahl muslimischer Frauen in Beratungsstellen scheint dieser Idee dramatisch entgegen zu sprechen.
46. Möchten Sie Ihre Aussage ausführen, dass Männer das Recht haben ihren Frauen zu verbieten bestimmte andere Frauen zu besuchen?
47. Sind Sie gegen Abtreibung?
48. Kann Homosexualität toleriert werden?
49. Macht Homosexualität als solche aus einem Muslim einen Apostaten?
50. Stehen Sie zu Ihrer Feststellung (Réunion, 1999), dass Sex außerhalb der Ehe eine ‚abscheuliche Sünde’ ist?
51. Kann es einer Frau erlaubt werden, den Sex mit ihrem Mann zu verweigern?
52. Ist es die Pflicht von Frauen, sicherzustellen, dass ihre Männer nicht verführt werden?
53. Wir haben festgestellt, dass sie gemischte Schwimmbäder ‚unislamisch’ finden, würden Sie bitte freundlicherweise erklären, worin der spirituelle Vorteil liegt, wenn man Männer und Frauen im tägliche Leben trennt?
54. Was ist wichtiger: religiöse oder nationale Identität?
55. Welche Aspekte des Lebens sind wichtiger als Religion?
56. Gibt es irgendetwas in Ihrem Land, dem sie verweigern würden islamisch zu werden?
57. Sie sagten in dem Audiomitschnitt „Vivre en Occident“ [„Leben im Westen“]: „Alles was in der Kultur in der wir leben nicht im Gegensatz zum Islam steht, akzeptieren wir.“ Bedeutet dies, dass das, was dem Islam widerspricht niemals akzeptiert werden kann?
58. Welches ist die höchste Loyalität: Zur Religion oder zur Nation?
59. Werden Sie Gesetze respektieren, auch wenn sie Ihrer Religion widersprechen?
60. Sehen Sie die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam besser definiert als die Universellen Menschenrechte, wie sie von den Vereinten Nationen definiert werden? Würden Sie dies bitte in beiden Fällen erläutern.
61. Sie nannten die Staatszugehörigkeit „einen geographischen Unfall“. Können Sie bitte ausführen was dies beinhaltet.
62. Würden Sie das Recht verteidigen, einen islamkritischen Film oder ein Buch zu veröffentlichen?
63. Was genau meinen Sie mit der Aussage „entmenschlichende Konzerte“?
64. Wo liegt, Ihrer Ansicht nach das Problem, wenn man nachts Musik hört?
65. Welche anderen Quellen als den Islam können erlaubte Quellen der Inspiration der Künste und der Musik sein?
66. Muss man Kindern beibringen, dass sie die Freiheit haben ihre Religion zu wechseln?
67. Ist es nützlich, wissenschaftliche Methoden zu benutzen, um Zweifel hinsichtlich der islamischen Lehren und des Korans zu hinterfragen?
68. Passt die wissenschaftliche Lehre der Evolution (‚Darwinismus’) zum Islam?
69. Warum beziehen Sie sich auf den Iran, einem der radikalsten islamischen Staaten als einem Erziehungsmodell?
Von Henrik R Clausen – EuropeNews – Übersetzung: LIZ {Mein Dank an Caroline Fourest für die Hintergrundinformationen und Anregungen zu den Fragen, deren Buch „Brother Tariq“ jedem zum Lesen empfohlen wird, der sich mit der Arbeit von Tarik Ramadan beschäftigen möchte. Mein Dank geht auch an das David Horowitz Freedom Center, das den notwendigen historischen Hintergrund in seiner Broschüre ”The Nazi Roots of Palestinian Nationalism” (Die Naziwurzeln des palästinensischen Nationalismus) beigesteuert hat. Es kann heruntergeladen werden bei Terrorism Awareness Project}.

 

One Response to “Tarik Ramadan und die Muslimbruderschaft”

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