kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Einiges zum Attentat auf das Kloster des Heiligen Bane 1. Oktober 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 01:09

Vor dem koptischen Patriarchat in „Malawy – Minya“ versammelten sich etwa 300 Kopten aus Protest gegen die Regierung, die ihrer Meinung nach sich nicht darum kümmert, den Kopten den nötigen Schutz zu bieten. Die Demonstranten waren aufgrund des jüngsten Angriffs auf das koptische Kloster sehr wütend. Denn der Gouverneur des Bundeslandes Minya erhitzte die Gemüter der Kopten mit seinem Kommentar, dass es sich dabei um einen gewöhnlichen Streit zwischen Nachbarn handelte, was bezeugt nicht der Wahrheit entspricht!

Kompakte Zusammenfassung:
       Die Beduinen, die in einem Dorf in der Nähe vom Kloster des Heiligen Fana leben, behaupten, dass das Grundstück, auf dem sich das koptische Kloster befindet, ihnen gehört! Dies stimmt natürlich nicht, weil das Land logischerweise dem Staat gehört. Die Beduinen sind aber der Stachel, den die Regierung dem koptischen Volk unter den Sattel legt, damit es immer wieder vom Pferd herunterfällt. Zum Beispiel erinnert uns dieser Angriff an die offensichtlichen Schikanen der ägyptischen Regierung: Attacke des Gouverneurs vom roten Meer gegen das Kloster des Heiligen Antonius – Attacke des Gouverneurs vom Kaliobya gegen eines der Gebäude des koptischen Patriarchats in „Schobra – Alkhima“ –   Attacke des Gouverneurs vom Matrouh gegen die Kirche in Elalamen … die Beispiele sind erstaunlich viel!

       Der letzte Angriff der Beduinen [die mit allen Mitteln verhindern, dass die Mönche in Frieden beten oder das Kloster restaurieren] auf das koptische Kloster war im vergangenen Januar. Nachdem das Kloster von den offiziellen Behörden die Genehmigung für Errichtung einer Mauer um das Kloster erhielt, wurde vor einigen Tagen damit begonnen. Keineswegs soll das durchgeführt werden, meinten die Beduinen! Laut Schilderung der Mönche dieses angefallenen Klosters überfielen etwa 60 Männer die wehrlosen Mönche und Novizen mit Maschinengewehren, Messern und Stöcken. Dies geschah am Samstag gegen 18 Uhr, meint Pater Domadius zu Presseagentur „France Press“. Der hochwürdige Pater erwähnte, dass die Beduinen das Feuer äußerst brutal eröffneten. Unter Kugelhagel fuhr einer der Beduinen den Bagger, der bei den Bauarbeiten verwendet wird, gegen zwei Zellen. Weitere drei Zellen wurden verbrannt. Der erste Stock einer Kapelle wurde total zerstört (fotografiert und gefilmt).

       Damit war es nicht genug! Drei Mönche und ein Novize wurden als Geisel mitgeschleppt, nachdem sie andere Mönche entweder durch Schüsse oder Messerstiche lebensgefährlich verletzten. Die entführten Mönche wurden gefoltert, damit sie die zwei Bekenntnisse des Islam aussprechen, durch die irgendein Mensch – egal unter welchen Umständen – ein Moslem sein wird. Als die Mönche sich weigerten, ihren christlichen Glauben abzuschwören, ließen die Beduinen sie in der Wüste liegen, nachdem sie ihre Beine brachen und halbtot schlugen. Durch ein Wunder wurden die drei Mönche gerettet. Jedoch fehlt jede Spur vom Novizen. Ausführlich berichteten die entführten Mönche über das, was sie an Folter erlebten.

       Wie üblich versucht die ägyptische Regierung, die Fakten unter den Teppich zu kehren und den Ernst der Lage abzudrehen bzw. zu ersticken. Dieses Mal lautet die Erklärung des Gouverneurs, dass es sich um einen persönlichen Konflikt zwischen Nachbarn handeln sollte!

Ich bitte jeden, der diesen Artikel liest, nicht den Kopf wie die parteiische ägyptische Regierung in den Sand zu stecken, sondern zu versuchen, der Misere der Kopten in Ägypten ein Ende zu setzen. Reichen Sie uns bitte die Hand, damit unsere Heiligtümer und Familien nicht ausgemerzt werden.

Anhaltende Verfolgung von Christen in Ägypten: Appell an Wien

Vor dem Hintergrund von mehreren Morden an koptischen Christen in Ägypten und brutalen Überfällen auf Klöster und Kirchen hat sich Österreichs koptische Gemeinde in einem Appell an Außenministerin Ursula Plassnik gewandt. Wien soll sich dafür engagieren, dass eine Untersuchungskommission eingesetzt wird.

Die Kopten verlangen einen weiter reichenden Minderheitenschutz, um Angriffen durch islamistische Extremisten vorzubeugen. In letzter Zeit ist es vermehrt zu Angriffen auf Kopten gekommen. In Kairo starben am 28. Mai vier Menschen bei dem Angriff auf einen christlichen Juwelier. Kurz darauf, am 31. Mai, wurde das Kloster des Heiligen Bane (Abu Fana) in der Provinz Minya von 60 Bewaffneten angegriffen. Vier Mönche wurden durch automatische Waffen verletzt und drei weitere Mönche zusammen mit einem Zivilisten entführt. Die drei Mönche wurden am nächsten Tag wieder freigelassen. Sie waren gefoltert worden. Von dem Zivilisten Ibrahim Taki fehlt nach wie vor jede Spur; wie jedes Mal!

Krankenhausreif geschlagen: Am 7. Juni erfolgte eine erneute Attacke. Die Arbeiter des Klosters, die gerade eine Schutzmauer errichten wollten, wurden krankenhausreif geschlagen. Obwohl die Polizei umgehend informiert wurde, benötigte sie für den 2,5 Kilometer langen Weg von der nächsten Polizeistation 3,5 Stunden. Wegen der Vorfälle und der offensichtlichen Zusammenarbeit von Leuten aus dem Sicherheitsapparat mit den Islamisten gingen Tausende Kopten auf die Strasse. Die Polizei erwiderte die Demonstrationen mit Verhaftungen. Sieben Kopten wurden am 9. Juni festgenommen, zusammengeschlagen und dann wieder freigelassen.

Einseitige Berichterstattung: Wie der Sprecher der österreichischen Kopten, Kamal Abd El Nour, bei einer Pressekonferenz betonte, werde in den ägyptischen Medien immer nur Bürgermeistern oder Gouverneuren Raum für ihre – meist falsche – Darstellung der Ereignisse gegeben. Christen kämen nie zu Wort; Ereignisse würden jedes Mal heruntergespielt. „Es wird von ‚Einzelfällen‘ oder von ‚Streit unter Nachbarn‘ gesprochen; die Täter sollen eben ‚geistesgestört‘ gewesen sein. Verurteilungen erfolgen nie“, bedauerte Abd El Nour.

Das immer gleiche Muster: Das Muster der Überfälle sei jedoch seit zirka 20 Jahren immer gleich: Die Taten erfolgten in der Regel nach dem Freitagsgebet in der Moschee. „Wir fordern die ägyptische Regierung auf, Personen, die an Anschlägen gegen Leben und Eigentum von koptischen Bürgern beteiligt sind, auszuforschen und einer gerechten Strafe zuzuführen“, forderte Abd El Nour. {Quelle: Kipa –  www.jesus.ch}   

 

One Response to “Einiges zum Attentat auf das Kloster des Heiligen Bane”

  1. ReiterRoman Says:

    Das immer gleiche Muster: Das Muster der Überfälle sei jedoch seit zirka 20 Jahren immer gleich
    keine 20 Jahre Mehr.


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