kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ist Al-Rawi SPÖ- oder Islam-Abgeordneter? 30. September 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 04:52

Wörtlich: Omar Al-Rawi Kandidat der arabisch-islamischen Gemeinde

Die muslimischen Webseiten in Österreich wie zum Beispiel Ramadan Netzwerk (Ramadan_ismail@chello.at) und Aiman Wahdan treiben die Moslems Österreich aus den verschiedenen Herkunftsländern zu den Wahllokalen, und sicherlich nicht ohne sie parteiisch zu beeinflussen. Auf diesen Seiten wird emsig über den Kandidaten der muslimischen Bürger Österreichs berichtet, als ob die SPÖ schon komplett islamisiert wäre! Dabei wird aufgelistet, was der Moslem Omar Al-Rawi für die Moslems im ganzen Land geleistet hat, ohne zu vergessen, dass er sich am 04. Juni 2010 für die unterdrückten Palästinenser einsetze und vor der Oper eine feurige Rede hielt. Um die Gemüter mehr zu erhitzen, wird darüber berichtet, dass die SPÖ aufgrund des Erfolgs ihres muslimischen Abgeordneten eine Kopftuchträgerin auf ihre Liste setzte. Bevor ich Sie mit den letzten Meldungen lasse, die ich auf meine Art von der islamischen Glaubensgemeinschaft Österreichs erhielt, frage ich Sie: Wen vertrete AL-Rawi?

Von dieinitiative@gmx.at – am 29 Sep 2010 – um 10:25:37

FPÖ Hasspropaganda – Anzeige der Islamischen Glaubensgemeinschaft

Vom Sündenbock zum Prügelknaben? – Muslime sagen: „Nicht mit uns!“ zur Hasspropaganda der FPÖ

„Wennst dem Mustafa ane aufbrennst, kriagst a Hasse spendiert.“ Daneben ein kleiner Bub, der nur allzu willig mit seiner Schleuder schießt. – Das Entsetzen unter türkischstämmigen und muslimischen WienerInnen ist groß und macht sich bei uns in der Islamischen Glaubensgemeinschaft Luft. Tausende Kinder und Jugendliche, viele von ihnen selbst „Mustafas“, mussten oben zitierte Comicsprechblase als unfreiwillige Empfänger der FPÖ Hasspropaganda lesen. Eltern hören bange Fragen wie: „Werden wir jetzt auf der Straße verprügelt?“ und vor allem. „WARUM? Wir gehören doch hier dazu“! Aufgebracht melden sie sich, wie sie erstens dazu kommen, dass mit ihrem Steuergeld solches Aufstacheln zu Gewalt gegen sie finanziert wird und zweitens ungebeten an sie verschickt wird.

Diese besorgten Reaktionen haben die Islamische Glaubensgemeinschaft bewogen, eine Anzeige wegen Verhetzung zu erstatten. Es genügt nicht, das FPÖ Machwerk in den Mist zu befördern und so zu zeigen, dass es zu primitiv ist, überhaupt ernsthaft diskutiert zu werden. Denn werden dumpfe Scheinargumente ständig widerspruchslos wiederholt, drohen sie in breiten Gesellschaftskreisen verinnerlicht zu werden. Seit Jahren sind wir Zeugen der Feindbildpolitik der FPÖ, die vor allem Muslime, neuerdings vor allem Türken, so hinstellt, als seien sie eine „Bedrohung“ gegen die es moralisch gerechtfertigt sei vorzugehen. Diese Islamfeindlichkeit führte dazu, muslimische Sichtbarkeit in Frage stellen zu wollen, als dürfe für Muslime nicht die volle Religionsfreiheit gelten. Das ist bedenklich genug, denn bereits teilweise in das Mainstream-Denken gesickert. Wenn zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen gar tätliche Gewalt gegen Muslime verherrlicht wird (siehe das inzwischen gerichtlich verbotene Anti-Minarett „Spiel“), dann muss dies ernste Konsequenzen nach sich ziehen. An erster Stelle ist der Rechtsstaat gefordert, die Menschen in Österreich vor solcher Hetze zu schützen. Danach die Politik, die sich gegen die populistische und demagogische Abwärtsspirale durch die Pflege einer inhaltlich fundierten demokratischen Streitkultur stellen sollte .

Längerfristig ist das Bildungssystem gefragt. Interreligiöse Projekte der christlichen und muslimischen ReligionslehrerInnen wirken schon jetzt, oft noch im Stillen. Von den Schulen muss auch eine differenzierte Sicht auf die Geschichte der türkisch (osmanisch) –österreichischen Beziehungen ausgehen. Dies würde helfen, Hasspropaganda von vornherein in ihrer Absicht zu durchschauen. Herauszuarbeiten ist etwa, dass es sich bei den „Türkenkriegen“ um zeittypische machtorientierte Expansionskriege handelte und keinesfalls um Religionskriege – die tobten zum Teil fast zeitgleich zwischen den christlichen Konfessionen in Europa. Protestanten, auch aus Österreich, fanden auf ihrer Flucht Aufnahme und Schutz im Osmanischen Reich. Seit Beginn der Neuzeit wurde allerdings verstärkt alles Islamische zum Feindbild stilisiert, um so eine Folie der Abgrenzung gegenüber dem „eigenen“ und damit möglichen Einigungsfaktor zu gewinnen. Folgte man der krausen Logik der FPÖ und ihrer Konstruktion eines „Erbfeindes“, so hätte das europäische Einigungsprojekt nie stattfinden können. Denn innereuropäisch waren viele zwischenstaatliche Beziehungen historisch belastet. Dass dieser Ballast abgeschüttelt werden konnte, sollte auch bei der Gestaltung heutiger Herausforderungen motivierendes Vorbild sein.

Rückfragehinweis: Carla Amina Baghajati, Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft

Al-Rawi: Religionshetze bestätigt einmal mehr Straches Ausweglosigkeit

Wien (OTS/SPW): „In Wien leben ausnahmslos alle Religionen friedlich zusammen und daran wird auch Straches Religionshetze und Hasspropaganda nichts ändern“, betonte am Mittwoch der Wiener SPÖ-Gemeinderat Omar Al Rawi. „Auch wenn er es noch so oft auf immer widerlichere Art und Weise versucht: Es wird Strache nicht gelingen, einen Keil zwischen Christen, Moslems, Juden und andere Religionsangehörige zu treiben“, so Al Rawi zu Straches Verfolgungswahn und dessen Auswüchse. „Gerade seine jüngsten Behauptungen und sein Ego-getriebenes verbales Herumgeballere bestätigen, dass Strache erkannt hat, dass er sich in einer völlig ausweglosen Situation befindet“, stellte Al-Rawi fest. Auch dürfte ihm der Zuspruch der Wienerinnen und Wiener zur SPÖ stark zusetzen. „Klar ist: Die Wiener SPÖ ist die Partei des Friedens. Uns geht’s um das Miteinander – aller Menschen, egal welcher Religion. Wir sorgen für das gute Zusammenleben in der Stadt, auch wenn das Herrn Strache nicht passt. Von diesem Kurs werden wir uns auch in Zukunft nicht abbringen lassen“, betonte Al-Rawi abschließend.

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ Wien  – Tel.: +43 1 534 27/222
http://www.ots.at/pressemappe/197/aom

 

One Response to “Ist Al-Rawi SPÖ- oder Islam-Abgeordneter?”

  1. pittromi Says:

    Guter Artikel.
    Leider müssen wir ihn bestätigen. Gleiches Vorgehen findet allgemein in West-Europa statt.
    Auch in Deutschland. Besonders „die GRÜNEN“, DIE LINKEN, SPD, FDP und CDU sind stark bis extrem unterwandert.
    Was ja auch die türkische Ministerin von der CDU, sowie der Vorsitzende von den GRÜNEN beweisst.
    Das sind taktisch und strategisch geplante Vorgehen. Organisiert von den türkischen Verbänden. Diese wiederum finanziert und angewiesen direkt von der Türkei.
    Wer die letzten Äußerungen von Erdogan und dem türkischen Aussenminister kennt, weiss, wovon wir schreiben.


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