kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Schweden sortiert aus 29. September 2010

Filed under: Nachrichten — Knecht Christi @ 02:37

Das Wahlergebnis in Schweden, das den schwedischen Demokraten (SD) 5,7% und damit 20 Sitze im Parlament einbrachte, führt nun zu einer Hetzjagd auf alle, die so denken könnten. Nachdem die Seite der schwedischen Demokraten gehackt wurde, sahen sich die Inquisitoren der politischen Korrektheit in der Lage, über 5700 Menschen an den Online-Pranger zu stellen. Diese hatten gewagt, bei der SD Informationen zu erbitten und sind somit ins Visier der Gedankenpolizei geraten.

Die erste der auf diese Weise steckbrieflich Gesuchten, fleht verständlicherweise nun im Internet darum, ihr nichts zu tun. Schließlich habe sie die SD nur um Information gebeten. Dass nicht jede Information der SD dem offiziellen Schweden willkommen ist, wurde bereits vor vier Jahren klar. Am 9. November 2006 wurde auf Anweisung der damaligen schwedischen Außenministerin Laila Freivalds die Website der SD vom Netz genommen, da dort eine der Mohammed-Karikaturen gezeigt wurde. „Es ist erschreckend“, meinte sie, „dass eine kleine Gruppe von schwedischen Extremisten Schweden einer solchen Gefahr aussetzen können“. (Bruce Bawer, „While Europe Slept“, Taschenbuchausgabe, Seite 243). Es ist also in Schweden schon seit Jahren klar, dass die Gefahr nicht von den Dschihadisten, sondern von Leuten ausgeht, die ihre Meinung ausdrücken wollen.

Daher ist auch klar, wer an den Pranger zu stellen ist – die, von denen man nichts zu befürchten hat, was man freilich nicht zugeben wird. Doch der Internetsteckbrief stellt nur eine Folge der vergangen Wahl dar. So kann mittlerweile schon der Verdacht, die SD gewählt zu haben, eine Gefahr für Leib und Leben darstellen, wie ein des falschen Wahlverhaltens verdächtigter Niedergestochener am letzten Montag leidvoll erfahren musste.

Ein weiteres Opfer gab es gestern Abend. Bei diesem war es mehr als ein Verdacht, denn der Mann, in dessen Göteborger Wohnung im Stadtteil Hjjällbo um 22 Uhr Gegenstände geworfen wurde, hatte für die SD auf kommunaler Ebene kandidiert. Als er nach dem Anschlag die Wohnung verließ, wurde er niedergestochen (Foto oben). Der Kandidat der SD, der im am stärksten durch Zuwanderung geprägten Viertel (90%) lebt, war schon letzte Woche bedroht worden, als er ein Wahlbüro aufsuchte. Da noch keine Täter gefasst wurden, ist noch nicht sicher, ob ein Zusammenhang mit der Kandidatur besteht. Sollte dem so sein, wird der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt dem letzten Opfer gemäß seiner bisherigen Äußerungen lakonisch mitteilen, dass er sich nicht zu wundern braucht.

Doch hat das Kesseltreiben auch noch weitere – wenn auch weniger einschneidende Auswirkungen. Auch Einkaufen soll da und dort nur noch mit der politisch korrekten Gesinnung möglich sein. Welche diese ist, kann man einer Äußerung entnehmen, die die jetzige Vorsitzende der schwedischen Sozialdemokraten, Mona Sahlins, bereits im Jahre 2004 tätigte, als sie noch Integrationsministerin war. Sie sagte damals anlässlich einer Rede in einer kurdischen Moschee, bei der sie selbstverständlich ein Kopftuch trug, viele Schweden seien einfach nur neidisch auf die zusammenführende Kultur, während die Schweden nur über dumme Dinge wie das Mitsommerfest verfügten. („While Europe Slept“, Seite 218). Mit dieser Einstellung, die nur die eigene Kultur runter macht, alles Fremde aber mit dem Zauber der Exotik versieht und wenn es noch so unwahr ist, kann man überall einkaufen – sogar bei Schweden. Im umgekehrten Falle gilt das natürlich nicht.

Nicht nur, dass ein Café Wähler der SD nicht bedienen möchte… Übersetzung: “Ihr, die ihr im vollen Bewusstsein für SD gestimmt habt… Könnt euch gleich wieder umdrehen! (Euch andere aber lieben wir…)” … so fordert die Internetschuhfirma Brandos die Wähler mit der falschen Gesinnung dazu auf, nicht mehr bei ihnen zu kaufen. Diese Firma wurde in Schweden gegründet und ist in ganz Europa und damit auch in Deutschland (www.brandos.de)  vertreten (kundendienst@brandos.de).

Hier das Video des Nicht-Kauf-Aufrufs mit deutschen Untertiteln: {Selbstverständlich wäre es völlig falsch anzunehmen, die Firmeninhaber nähmen da für ihre politische Überzeugung Verluste hin. Vielmehr dürften sie sich ausgerechnet haben, dass sie viele neue Kunden gewinnen werden, die mit dem Gefühl, der richtigen Gesinnung anzugehören, bei Brandos einkaufen werden. Widerstand mit der Kreditkarte dürfte zu den angenehmsten aller politischen „Aktionen“ gehören – jetzt sogar online möglich. Das Gerücht, die Firma würde künftig nur noch linke Schuhe ausliefern, hat sich allerdings nicht bestätigt. Ebenso hat sich als unwahr herausgestellt, dass Brandos nicht mehr an Kunden verkaufen möchte, die sich an der Vertreibung der Juden aus Malmö beteiligen. Die Medien, teils auch die, die während des Karikaturenstreits so lautstark geschwiegen hatten, tragen ihren Teil dazu bei, den auf diese Art sonst viel beschworenen Dialog, den man international gerne mit sogenannten gemäßigten Taliban führen möchte, in Schweden aber keinesfalls mit Andersdenken aufnimmt, zu unterdrücken. Die Antirassismuskampagne, die ihre Bezüge zu einer solchen aus den 80er-Jahren hat, richtet sich allerdings nicht gegen Leute, die wie Mona Sahlin gegen das schwedische Selbstverständnis anrennen, sondern gegen jene, die ihre schwedische Kultur verteidigen möchten. Die eigene Kultur zu bewahren ist eben streng verwehrt, es sei denn, es ist eine nicht europäische}.

In Ungarn haben die der richtigen Partei 2/3 Mehrheit gegeben, obwohl da nur gefühlte 50 Musels rum laufen. Zumindest in Budapest

Die Ungarn haben ja auch langjährige einschlägige Erfahrungen mit der türkischen “Kultur”
http://www.ungarn-guide.com/geschichte_07.php

 

3 Responses to “Schweden sortiert aus”

  1. ReiterRoman Says:

    Die Menschenrechte sind also für dich als Christ gar keine Werte?

    Doch schon. Aber die Menschenrechte werden dem Menschen letzlich von Gott verliehen und wurzeln in ihm.

    Die Menschenrechte sind zum Großteil ein Ausdruck der Freiheit des Menschen, die von Gott verliehen wird.

    Wenn diese Freiheit allerdings zum Wunsch führt, „frei von Gott“ zu sein, dann beginnt die Gefangenschaft in der „Selbstvergötterung“ des Menschen. Diese Gefahr besteht auch bei den Menschenrechten, wenn aus ihnen „Freiheiten“ abgeleitet werden, die eigentlich Unfreiheiten sind (siehe z.B. das jüngste Kreuz-Urteil des EGMR).

    Die Sache ist doch, dass „der Westen“ für eine sehr große Bandbreite an Werten und Prinzipien steht, von denen einige untereinander entgegengesetzt sind. Es ist ja nicht so, als der Westen EIN Wertekonzept vertreten würde. Hier (also USA, EU) gibt missionierende Christen mit der Vorstellung der Heilsnotwendigkeit Christi, es gibt radikale Atheisten, es gibt Kommunisten, Menschenrechtler, Liberale, Kapitalisten, um nur mal eine kleine Auswahl zu nennen, an der man schon sieht, dass sich hier Ideologien beißen.

    Das Problem ist, dass intern in europäischen Gesellschaften diese Unterschiede akzeptiert, diskutiert und teilweise heftig ausgefochten werden. Aber kaum geht es um z.B. um den Nahen Osten oder China soll der Westen plötzlich ein strahlendes Vorbild der Liberalität, Menschenfreundlichkeit, Abgeklärtheit und Progressivität sein.

    Das haut nicht hin. „Westliche“ Gesellschaften sind genauso vielfältig wie „islamische“ Gesellschaften. Und während ich sehr dafür eintrete, z.B. die Menschenrechte zu verteidigen und zu vermitteln, muss ich doch davor warnen, sie als einzig westliches Konzept zu propagieren und so zu tun, als hätte man sie hier schon laaange verinnerlicht, als könne man sich auf ihnen ausruhen.

    Diese Haltung gilt zurecht als verlogen, denn wie lange ist es her, dass sie formuliert worden? Nach wieviel Hass, Unterdrückung und Ungerechtigkeit? Und ist es etwa so, dass sie heute so komplett umgesetzt wären? Sicherlich, es hat Fortschritte gegeben, aber es ist noch so viel zu tun.

    Sinnvoller als ein erhobener Zeigefinger ist da eine Haltung der Demut, eine Einladung zum gemeinsamen Voranschreiten und das Werben für gemeinsame Ziele. Die Menschenrechte sind vielleicht von „Westlern“ in der heutigen Form formuliert worden, aber sie basieren auf der menschheitlich universellen Erfahrung von religiöser und staatlicher Unterdrückung, von Meinungsverboten, von Ausnutzung schwächerer Gruppen wie Kindern und Frauen. Diese Leiden mussten alle durchmachen, Chinesen wie Araber wie Deutsche. Die Kerngedanken der Menschenrechte sind daher unser gemeinsames Erbe .

  2. pittromi Says:

    Das es auch in Schweden diese gehirnlosen „Gutmenschen“ gibt, ist ja hinlänglich bekannt.
    Doch sollten wir da nicht schweigen, sondern kontern. Wenn uns doch die Anschriften und Adressen von Linksradikalen und infiltrierten Firmen bekannt sind, so sollten wir nicht zögern, diese unter Druck zu setzen.
    Auch bedarf es eines gemeinsamen Netzwerkes, in der jeder Verfolgte sich melden und Hilfe anfordern kann.
    Auge um Auge……….wir müssen eine Einheit bilden und wir müssen zurückschlagen.

    • ReiterRoman Says:

      Auch bedarf es eines gemeinsamen Netzwerkes, in der jeder Verfolgte sich melden und Hilfe anfordern kann.
      Auge um Auge……….wir müssen eine Einheit bilden und wir müssen zurückschlagen.

      endlich ein guter Vorschlag,wie sollte er stattfinden ohne,dass diejenigen wieder gleich gemordet werden?,oder abgehört oder inhaftiert für das!


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