kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christenverfolgung im Islam 25. September 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 03:39

Der Schweiz werfen muslimische Staaten nach dem Minarettverbot eine schwere Verletzung des Toleranzgebots vor. Doch sie selbst unterdrücken massiv die Religionsfreiheit. Die islamische Welt zeigt sich wieder einmal schockiert. Ob Mohammed-Karikaturen, Regensburger Papst-Rede oder jetzt das Minarett-Verbot in der Schweiz. Religiös motivierte Empörungskampagnen sind jederzeit abrufbar. Das türkische Außenministerium reagierte umgehend und warf den Schweizern vor, mit dem Volksentscheid Menschenrechte und grundlegende Freiheiten verletzt zu haben. Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül legte nach und geißelte die Minarett-Entscheidung als eine „Schande für die Schweizer“.

Die Abstimmung zeige, wie sehr „die Islamophobie in der westlichen Welt um sich greift“. Für Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan ist das Referendum gar Ausdruck einer „zunehmenden rassistischen und faschistischen Haltung in Europa“. Religions- und Meinungsfreiheit seien Grundrechte der Menschheit, die nicht zur Abstimmung gestellt werden dürften, sagte Erdogan im türkischen Parlament. Wie ernst soll man solch drastische Äußerungen eines Politikers nehmen, der ein Land regiert, in dem die Leugnung des türkischen Völkermordes an den christlichen Armeniern Staatsdoktrin ist? Und das bis heute religiösen Minderheiten die freie Religionsausübung verwehrt?

Man erinnere sich daran, dass der türkische Ministerpräsident Erdogan, der den Europäern eine rassistische und faschistische Haltung vorwirft, im April 1968 anlässlich einer Konferenz in der anatolischen Stadt Siirt aus einem religiösen Gedicht des türkisch-nationalen Schriftstellers Ziya Gökalp zitierte, wofür er zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt wurde und ein lebenslanges Politikverbot erhielt. Das Politikverbot wurde allerdings nach einer Verfassungsänderung am 12. März 2003 wieder aufgehoben. Auf dieser Konferenz sagte Erdogan folgendes: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten“. (Quelle: http://de.wikipedia.org)

Es sind gerade die am wenigsten toleranten arabischen Länder, die der freiheitlichen Schweiz den Zerrspiegel vorhalten. Auch die „Organisation der Islamischen Konferenz“ in Saudi-Arabien meldete sich nach dem Schweizer Referendum unverzüglich zu Wort und sprach von „antiislamischer Aufwiegelung“ durch „rassistische und ultrarechte Politiker“. Der ägyptische Obermufti Ali Gomaa wollte in dem Verbot eine Beleidigung der Muslime weltweit erkennen, und verschweigt, dass Ägypten die Kopten noch immer als Bürger zweiter Klasse behandelt. In Indonesien, das von einer gewalttätigen Islamisierungswelle heimgesucht wird, wertete man die Entscheidung pauschal als „Ausdruck des Hasses der Schweizer gegen die Muslime“.

Ist diese gezielt geschürte Hysterie Ausdruck eines wachsenden Unterlegenheitsgefühls gegenüber dem Westen, oder ein alarmierendes Anzeichen für eine beginnende Offensive des islamistischen Fundamentalismus?

Überall in der islamischen Welt sehen sich Christen zunehmend diskriminiert, verfolgt und mit dem Tod bedroht. Das von der evangelischen Nachrichtenagentur Idea herausgegebene Jahrbuch Märtyrer 2008 zählt gleich sechs islamisch geprägte Staaten zu den zehn Ländern mit der aggressivsten Unterdrückung. Schlimmstes Beispiel ist der Irak, wo seit dem Sturz Saddam Husseins vor sechs Jahren Tausende Christen getötet wurden und Hunderttausende das Land fluchtartig verlassen mussten. Allein in diesem Jahr sind bei Brandanschlägen auf sieben Kirchen und Überfällen auf Christen Dutzende Menschen ums Leben gekommen.

Angesichts solcher Gewaltexzesse erscheint die Situation der christlichen Gemeinden in der Türkei als weniger gefährdet, obgleich sich in den vergangenen Jahren grausame Morde an Priestern, Ordensschwestern und Missionaren durch fanatische Sunniten häuften.

Die zum christlichen Glauben konvertierten Türken Ugur Yüksel und Necati Aydin, sowie der Deutsche Tilman Geske, der an einem Bibelkommentar in türkischer Sprache arbeitete, wurden am 18. April 2007 im türkischen Malatya bestialisch gequält und ermordet. Nach türkischen Presseberichten hatten die Mörder neben anderen unsagbaren Grausamkeiten ihren Opfern die Kehle durchgeschnitten und die Finger zerhackt. (FAZ: Mord im Bibelzentrum)

Offenbar ließen sie sich dabei vom Koran leiten, denn in Sure 8,12 heißt es: „Da gab dein Herr den Engeln ein: Ich bin mit euch; so festigt denn die Gläubigen. In die Herzen der Ungläubigen werde ich Schrecken werfen. Trefft (sie) oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger ab“! Offiziell herrscht in der Türkei Religionsfreiheit, aber noch immer gibt es zahlreiche Beeinträchtigungen, so das staatliche Verbot, Pfarrer und Religionslehrer auszubilden. Christliche Studenten können Theologie heute nur noch an islamisch-theologischen Fakultäten studieren, und Pfarrer müssen türkische Staatsangehörige sein oder sich als Diplomaten ausweisen. Auch die Renovierung alter Kirchen ist durch juristische Schikanen erschwert. (Wie die christlichen Kirchen im von Türken besetzten Nordzypern zerstört werden und verfallen, kann man unter der Rubrik „Christenverfolgung“ lesen). Enteignungen von Kirchengütern ist noch immer gängige Praxis.

Christen werden gegenüber Muslimen, die uneingeschränkte Kulturfreiheit genießen, grundsätzlich benachteiligt: Bibeln und religiöse Traktate dürfen auf den Straßen nicht verteilt werden, Prozessionen und christliche Straßenfeste sind verboten, die Behörden erteilen christlichen Rundfunksendern grundsätzlich keine Lizenz. Angesichts dieser systematischen Diskriminierung versucht die Türkei die Europäische Union mit immer neuen Gesetzen und Bestimmungen von ihrer Toleranz gegenüber Minderheiten zu überzeugen. Das mit dem Etikett „EU-Harmonisierungsgesetze“ versehene Reformpaket machte Eindruck auf die EU-Erweiterungskommission, bedeutet aber tatsächlich kaum eine Verbesserung der rechtlich unhaltbaren Lage der christlichen Gemeinden. Das stellte der Menschenrechtsexperte und Türkei-Kenner des internationalen Missionswerks „Missio“, Otmar Öhring, bei Recherchen vor Ort fest: „Die Fortschritte stehen nur auf dem Papier, in der Praxis werden die von der Europäischen Gemeinschaft geforderten Veränderungen systematisch verschleppt“.

In der Türkei leben derzeit rund 150.000 Christen, das sind 0,3 Prozent der Bevölkerung. (Trotzdem bezeichnete der türkische Religionsminister Ali Bardakoglu unlängst den Übertritt von 368 Muslimen zum Christentum, als den Versuch, die Türkei zu zerstören). Vor hundert Jahren lag der Anteil der christlichen Bevölkerung noch bei 20 Prozent. Die Vertreibung und Ermordung Hunderttausender Armenier und die gewaltsame Umsiedlung der christlich-orthodoxen Griechen aus Anatolien haben zu diesem gewaltigen Schwund geführt. Heute wachsen einige wenige christliche Gemeinden wieder, da mit den Touristenzentren an der türkischen Südküste auch das Bedürfnis nach Religionsausübung stetig zunimmt.

Dem Vorwurf, Christen dürften in der Türkei keine Kirchen bauen, begegnete die türkische Regierung mit Änderungen im Baurecht, das seit 2003 nun auch die Errichtung von „Gebetsstätten“ vorsieht. Dies könnte vor allem die sehr aktiven freikirchlichen Gemeinden der Türkei begünstigen. Da Religionsgemeinschaften in der Türkei rechtlich noch immer nicht anerkannt sind, mussten bislang Wohnungen oder Ladengeschäfte von Privatpersonen angemietet werden, um dort Gottesdienste zu feiern, oft unter polizeilicher Beobachtung. Die neuen Gebetsstätten, so Otmar Öhring, dürfen nur von einem Trägerverein beantragt werden. Zugleich verbietet das türkische Vereinsgesetz, Vereine zu gründen, die religiösen Charakter haben, ein juristisches Verwirrspiel. Auch Kirchtürme sind im türkischen „Stadtplanungsgesetz“ nicht vorgesehen. Und regelmäßig weigern sich Gouverneure und Gemeinden, die Genehmigungen für den Bau christlicher Kirchen zu erteilen.

Äußerst repressive Zustände für religiöse Minderheiten herrschen in Saudi-Arabien, dem Heimatland Mohammeds, das sich als Gralshüter der rechten islamischen Lehre versteht. So ist schon das öffentliche Tragen von Kreuzen oder das Lesen in der Bibel ein strafwürdiges Verbrechen. Gottesdienste sind verboten, die Konversion zum Christentum wird mit dem Tod bedroht. Christliche Kirchen, die für Gottesdienste genutzt werden, darf es nicht geben. Eine geheimdienstlich organisierte Religionspolizei, die auch vor Foltermethoden nicht zurückschreckt, überwacht die Aktivitäten anderer Religionen. In einem Land, das den Koran als seine Verfassung betrachtet und Recht nach den Grundsätzen der Scharia spricht, kann es offenbar keine Religionsfreiheit geben.

Auch Ägypten, der Staat im Nahen Osten mit der anteilmäßig größten christlichen Bevölkerung, tut sich schwer mit der Gewährung von Menschenrechten für seine rund zwölf Millionen Kopten. Ägypten hat zwar wie viele andere muslimische Länder die Religionsfreiheit formal in seiner Verfassung verankert, gleichzeitig aber die Scharia als Grundlage der Rechtsprechung eingeführt. Dies bedeutet die massive Benachteiligung und Ausgrenzung der koptischen Christen, denen, wie die Menschenrechtsorganisation Amnesty International beklagt, der Zugang zu höheren Berufen wie Rechtsanwalt oder Arzt verwehrt ist. Selbst in Dörfern, die fast nur von Christen bewohnt sind, muss der Bürgermeister immer ein Muslim sein. Kirchen dürfen grundsätzlich nur mit Dekret des ägyptischen Präsidenten gebaut werden, der sorgfältig prüfen lässt, ob sich muslimische Nachbarn durch den Bau gestört fühlen könnten. In Hurghada am Roten Meer dürfen christliche Touristen zwar Mehrzweckhallen für den Gottesdienst benutzen, der Bau von Kirchen ist bislang aber nicht genehmigt worden. Am 21. August 2009 wurde ein koptischer Geistlicher in Ägypten zum Tode verurteilt, weil er die Bitte ausgesprochen hatte, einen christlichen Gebetssaal eröffnen zu dürfen. (Quelle: http://www.csi.or.at: Todesurteil für koptischen Geistlichen)

Ähnlich kompliziert stellt sich die Situation in Indonesien dar, wo sich Christen und Buddhisten von der Bevölkerungsmehrheit der Muslime zunehmend bedrängt sehen. Die indonesische Verfassung garantiert zwar Religionsfreiheit, aber die Regierung duldet stillschweigend die Islamisierungskampagnen extremistischer Gruppen. In den vergangenen vier Jahren wurden über 1.000 Kirchen in Brand gesteckt und christliche Dörfer von Muslim-Milizen terrorisiert. Voraussetzung für den Bau einer offiziellen „Gebetsstätte“ ist, dass diese von mindestens 70 Anwohnern, meist Muslimen, gebilligt wird. In den meisten Fällen führt dies zum Scheitern des Projekts. Die langwierigen, oft schikanösen Verfahren, die mit der Beantragung von Baugenehmigungen verbunden sind, zwingen viele Christen zur Ausübung ihres Glaubens in illegalen „Hauskirchen“.

Welt.de (Hinrichtung im Namen des Propheten) schreibt sogar: „In den vergangenen Jahren wurden (in Indonesien) mehrere tausend Kirchen von Islamisten abgefackelt, und immer wieder brandschatzen und terrorisieren Muslim-Milizen christliche Dörfer, um sich zu bereichern und das Land zu islamisieren“. Wie die Christenverfolgung in Indonesien aussieht, beschreibt Michael Mannheimer in seinem Essay „Weltweite Christenverfolgung durch den Islam“ wie folgt:

Indonesien – Auf dem Weg zum Gottesstaat: Jahrzehntelang wurde Indonesien, der mit über 200 Millionen Menschen bevölkerungsreichste islamische Staat, als beispielhaft für interreligiöse Toleranz angesehen. Doch damit ist es, nicht erst seit den Bali-Anschlägen mit seinen 226 Toten, definitiv vorbei. Unter massiver Einflussnahme seitens der iranischen Mullahkratie und saudischer Wahabbiten kam es zu einer erschreckenden Radikalisierung der Muslime in Indonesien. Dies wiederum führte zu religiöser Gewalt, wobei die Minderheit der im Lande lebenden Christen zu leichten Zielen wurden. Die Inselgruppe der Molukken wurde dabei zum Hauptschlachtfeld. Laskar Jihad, eine besonders radikale muslimische Bewegung, hat sich zum Ziel gesetzt, das Christentum in diesem Gebiet gänzlich auszulöschen. Am 25. April 2004 wurden in der Provinzhauptstadt Ambon der Direktor eines evangelikalen Bibelseminars und ein Student grausam ermordet. Vor ihrer Enthauptung wurden sie gefoltert, ihre Leichen wurden danach verbrannt.

Auf der Insel Sulawesi, einem der regionalen Rückzugsgebiete der Christen, wurden drei christliche Schülerinnen im Alter von 15, 16 und 19 Jahren von muslimischen Extremisten überfallen und enthauptet. Sie waren auf dem Weg zu ihrer christlichen Schule. Ein viertes Mädchen überlebte schwer verletzt. Ihr Gesicht ist durch eine Machete gespalten worden. Trotz zahlreicher plastischer Operationen wird dieses Mädchen sein Leben lang entstellt sein.

Am 10. Oktober 1996 hat in der Stadt Situbondo, im Osten Javas, eine Menge von ca. 3.000 Muslimen 30 Kirchen überfallen und in Brand gesetzt, wobei sechs Personen getötet wurden. Die Menge war aufgebracht wegen des zu milden Urteils, das über einen jungen Muslim namens Saleh verhängt worden war. Die Aufständischen, die sehr wahrscheinlich von wohlorganisierten Agitatoren aufgewiegelt worden waren, waren überzeugt, daß der junge Saleh in der Nähe einer der Kirchen der Stadt versteckt worden sei und verdächtigten indonesische Christen, Saleh vor ihrem Zorn zu schützen. Aufgrund dieser Gerüchte überfielen sie Kultstätten, Schulen, Waisenhäuser und Privatwohnungen, alle Gebäude, die im Zusammenhang mit den Christen standen.

Ein Pastor der evangelischen Kirche, seine Frau und deren Kinder, waren zusammen mit einem Mädchen und einem Helfer in einem der Gebäude eingeschlossen und sind bei lebendigem Leibe verbrannt. Nach Angaben der Verantwortlichen der protestantischen Konfession (auch aufgrund von Augenzeugen und Polizeiberichten) soll der Aufruhr geplant und von Agitatoren, die integralistischen (fundamentalistischen) Gruppen angehören, gut organisiert worden sein. Das habe sich auch erwiesen, so bestätigt die Presseagentur U.C.A. News vom 14.-24. Oktober 1996, durch die Schnelligkeit, mit der die Überfälle auf die Kirche durchgeführt worden seien: Die Brandsätze waren unmittelbar verfügbar, und die verschiedenen Gruppen gingen koordiniert vor.

Am 26. Dezember 1996 wurden im Westen der Insel Java, in Tasik Malaya, 13 Kirchen und eine christliche Schule zerstört. Die christliche Nachrichtenagentur „Idea Spektrum“ berichtet, dass die Übergriffe im Zuge eines Aufstands islamischer Extremisten erfolgten, die Regierungsgebäude, Schulen, Fabriken und Banken getroffen haben. Auch zwei Ehepaare seien in ihren Fahrzeugen getötet worden. Ein anderer Vorfall ereignete sich in Manang (Zentral-Java), wo etwa 50 junge Muslime in den Verlauf eines Gottesdienstes in der Weihnachtsnacht eingedrungen sind, den Priester geschlagen haben, bis er bewußtlos wurde, Mobiliar stahlen und die Decke des Versammlungsraumes zerstörten. Außerdem erklärten die Jugendlichen, daß es in ihrem Dorf in Zukunft nicht erlaubt wäre, Christ zu sein und religiöse Feiern abzuhalten.

Am 30. Januar 1997 zerstörten die Integralisten zahlreiche Kirchen, einen chinesischen Tempel und das Geschäft eines chinesischen Christen. Sie brachen in die Ortschaft Rengasdengklok ein, ca. 50 Kilometer östlich von Jakarta, und griffen dort christliche Gebäude mit Steinen und Stöcken an. Nach Angaben der örtlichen Polizei gab es keine Verletzten. Ende Dezember wurden in der Stadt Tasik Malaya, im Westen Javas, vier Christen getötet und 15 verletzt. Mehr als 100 Gebäude und zwölf christliche Kirchen wurden stark beschädigt. In Situbondo starben fünf Menschen, der protestantische Pfarrer Isaac Christian, seine Frau und deren drei Kinder; 25 Kirchen und ein Tempel wurden zerstört.

Die indonesischen Chinesen und die christliche Minderheit sind immer im Visier muslimischer Anschläge, die nicht zuletzt wegen der miserablen wirtschaftlichen Lage organisiert werden. Darüber hinaus möchten militante Kreise den Islam zur einzigen für alle verbindlichen Religion des Landes machen. In den beiden letzten Jahren sind 1.300 Gebäude der katholischen Kirche schwer beschädigt worden.

Doch es gibt auch kleine Zeichen der Hoffnung, wie das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ in seinem Jahrbuch zur Religionsfreiheit berichtet. Demnach kamen im Sommer 2006 Tausende von Christen und Muslimen in Waai/Indonesien zusammen, um den Grundstein für eine katholische Kirche zu legen, die auf den Ruinen eines früheren Gotteshauses aufgebaut werden soll. Das war vor acht Jahren während religiöser Unruhen auf der Insel Ambon zerstört worden. Die Kirche ist noch im Bau und soll Johannes Paul II. geweiht werden.

Von Heimo Schwilk 6. Dezember 2009 – Quelle: http://www.welt.de – Das schwere Los der Christen in der islamischen Welt

Türkei: Eine neue Untersuchung zeigt: Von religiöser Toleranz ist das Land noch weit entfernt

Am Bosporus leben Christen gefährlich. Die Hälfte der Türken lehnt Parteien ab, der nichtislamische Politiker angehören. von Wolfgang Thielmann

Es ist zum Verzweifeln. Das religiöse Sorgenkind Europas bleibt die Türkei. Knapp 60 Prozent der Bevölkerung fordern, dass Nichtmuslimen jede religiöse Versammlung verboten wird. Das förderte eine jetzt veröffentlichte internationale Umfrage über religiöse Haltungen zutage. Die Türkei beteiligte sich erstmals und war das einzige muslimische unter 43 teilnehmenden Ländern. Der türkische Mentor des Projekts, der Politologe Ali Carkoglu von der Istanbuler Sabanci-Universität, zeigte sich entsetzt über die Einstellung seiner Landsleute und zog das Fazit, in der Türkei gehe jede nichtmuslimische religiöse Versammlung mit einem Risiko einher: „Nicht einmal in Istanbul kann man ohne Gefahr außerhalb des Islam religiös sein.“ Zugleich fordern 42 Prozent der Befragten religiöse Toleranz – die sie aber selber nicht aufzubringen scheinen, denn 49 Prozent lehnen es ab, eine Partei zu wählen, der Nichtmuslime angehören. Carkoglu sieht das Bildungssystem als eine Quelle der religiösen Unduldsamkeit. In den Schulen des Landes würden Christen und Juden systematisch ausgegrenzt. Der Sprecher des orthodoxen Patriarchen, Dositheos Anagnostopoulos, kritisierte, dass Orthodoxe als Menschen zweiter Klasse behandelt würden.

Diese Diskriminierung spüren Christen seit langem. Im 20. Jahrhundert hat die Türkei den Anteil der christlichen Bevölkerung von 20 auf ein Prozent vermindert – durch Völkermord, Vertreibung und Diskriminierung. Gegenwärtig zählt das Land 65.000 armenisch-orthodoxe, 20.000 katholische, 2000 griechisch-orthodoxe und etwa 4000 evangelische Christen. Dabei begründet kein Gesetz die Ungleichbehandlung der Religionen. Die Reformen Atatürks haben vor 80 Jahren Sultanat und Kalifat beendet und ein laizistisches Gesellschaftsmodell aufgebaut. Doch wird der Islam von einer staatlichen Behörde verwaltet, während die anderen Religionen rechtlich nicht anerkannt sind. Und nach wie vor prägt er die Alltagskultur.

Neue Kirchenbauten werden durch ständig wechselnde Kompetenzen zwischen Orts- und Landesbehörden verhindert. Der Weltkirchenrat, der in dieser Woche den Bericht einer Besuchsdelegation bei türkischen Mitgliedskirchen veröffentlichte, verwies auf einen Bericht der Türkischen Stiftung für wirtschaftliche und soziale Studien, nach der das Land „die Eigentumsrechte von Minderheiten nicht achtet“. Türkische Regierungsvertreter – leider ließ sich der Rat mit weniger wichtigen Gesprächspartnern abspeisen – bekannten sich natürlich zu ihrer Verpflichtung, allen religiösen Minderheiten des Landes gerecht zu werden. So wie es Politiker seit langem tun, ohne dass sich etwas ändert. Und immer noch lassen es die europäischen Länder an genügend Druck gegenüber der Türkei fehlen.
Quelle: Rheinischer Merkur Nr. 50, 10.12.2009

Wieviel Religionsfreiheit haben die Christen in der Türkei?

Zum Schluss noch ein Video über die Toleranz, die der türkische Staat gegenüber den in der Türkei lebenden Christen zeigt. Der Film wurde am 7. Dezember 2009 um 22.15 Uhr auf RTL gesendet. Er zeigt, dass die in der Türkei lebenden Christen massiv an ihrer Religionsausübung behindert werden. In den vergangenen Jahren sind mindestens 5 Christen von islamischen Extremisten in der Türkei ermordet worden, darunter ein katholischer Priester. Der evangelische Pastor Mesut Cevik steht 24 Stunden am Tag unter Polizeischutz. Er wird von 2 Leibwächtern, Stacheldraht und sieben Kameras bewacht. Seine Kirche wird von einer speziellen Terroreinheit bewacht. Von Religionsfreiheit kann also überhaupt nicht die Rede sein. In Istanbul gibt es 240 historische christliche Kirchen, aber nur 50 davon dürfen die in Istanbul lebenden Christen nutzen. Die restlichen Kirchen wurden zu Moscheen und Museen umfunktioniert. Der zum Christentum konvertierte Kabarettist Turan Topal, einer von schätzungsweise 5.000 Konvertiten in der Türkei, sagt: „Religionsfreiheit gibt es hier (in der Türkei) nur auf dem Papier.“ Seitdem er vom Islam zum Christentum übergetreten ist, fühlt er sich in seiner Heimat nicht mehr sicher. {Quelle: Aus der ZDF-Mediathek das Video: Menschenrechte in der Türkei}

Die Geschichte von den zwölf unreinen Jünglingen

Was sie Unreines getan hatten, habe ich nie erfahren, als sie in Bangladesh in Dhaka hingerichtet wurden. Im Sportstadion von Dhaka wurden sie mit Bajonettstichen in Brustkorb und Bauch hingerichtet, in Gegenwart von zwanzigtausend Gläubigen, die auf den Tribünen im Namen Allahs applaudierten. „Allah Akbar, Allah ist groß“. Nach den zwölf unreinen Jünglingen töteten sie auch einen zwölfjährigen Jungen, der sich auf einen Körper gestürzt hatte und schluchzte „Mein Bruder, mein Bruder“. Ihm zerquetschten sie den Kopf mit Militärstiefeln. Am Ende des Gemetzels verließen die zwanzigtausend Gläubigen die Tribünen und gingen auf den Platz. Aber, es gab kein ungeordnetes Gedränge, nein. In Reih und Glied formierten sie sich langsam zu einem feierlichen Zug. Langsam erreichten sie die Mitte des Platzes und, unaufhörlich „Allah Akbar“ psalmodierend, gingen sie über die Leichen. Sie zertrampelten sie zu einem blutigen Teppich aus zermalmten Knochen. {Aus dem Buch der italienischen Schriftstellerin Oriana Fallaci (Die Wut und der Stolz, Seite 100-102). (Quelle: PI-News)}

 

One Response to “Christenverfolgung im Islam”

  1. bazillus Says:

    Die Juden- und Christenverfolgung hat im Islam Tradition und wird als gute Tat, für die jeder Muslim sich den Himmel verdienen kann, gewertet. Mit Gut und Blut die Ungläubigen verfolgen ist noch heute Gebot der Stunde.

    Pervers an dieser Situation ist es, dass ein Gutteil des Korans und der Hadithen sowie das Vorleben des Propheten solche Aufrufe im Namen des Gottes des Islam dieses Unrecht zu Recht erklärt und somit den Anhängern dieser Religion suggeriert, sie handelten Recht, wenn sie im Namen ihres Gottes Christen, Juden und Ungläubige oder Andersgläubige als Menschen letzter Klasse behandelten bis hin zur Tötung. Diese Religion überwindet quasi gezielt das natürliche Empfinden von Menschen, in deren Gewissen die Tötung als etwas Schlechtes angesehen wird.

    Das ist das Gefährliche am Islam: Unrecht wird zu Recht erklärt und somit das natürliche Gewissen ausgeschaltet und somit das Schuldbewusstsein diesbezüglich gezielt eliminiert.

    Solange ähnliche Fatwen noch heute aus den islamischen Kaderschmieden der Universitäten Arabiens und Ägyptens verlautbart werden, solange wird diese satanische Geisteshaltung in dieser Politrelgiion überleben. Diejenigen, die obige Untaten gezielt nicht mit dem Islam in Verbindung bringen, lügen. Das ist ihnen durch den Koran, die Hadithen, das Vorleben des Propheten in Zusammenhang mit den noch heute verkündeten Fatwen und den entsprechenden Untaten aus islamistischen führenden Ländern entgegen zu halten.

    Die Fatwen transportieren diesen Ungeist in die heutige Zeit und machen ein Zusammenleben zwischen Muslimen und Nichtmuslimen bestimmt nicht einfacher.


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