kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Nassim Ben Iman: Das Wesen des Islam 23. September 2010

Filed under: Konvertiten — Knecht Christi @ 03:23

Nassim Ben Iman ist als gläubiger arabischer Moslem aufgewachsen. Mit seiner Familie zieht er nach Deutschland. Dort lernt er Christen kennen, die seinen Glauben herausfordern. Nach vielen Diskussionen und inneren Kämpfen tritt er zum Christentum über. Vor seiner Familie verheimlicht er diesen Schritt lange Zeit. Denn ihm ist klar: seine Entscheidung ist für sie eine Schande. Als sie schließlich davon erfahren, wird er von der Familie ausgeschlossen. Trotzdem hat er seine Entscheidung nie bereut. Warum, das erzählt Nassim Ben Iman in einem Interview in der Talksendung „Hof mit Himmel“ mit dem Moderator Willi Wild, welches man in dem folgenden Video (http://fcg-hildesheim.de) anschauen kann. Man kann den Text des Interviews aber auch hier nachlesen. Hier nun der Text des Interviews:

Moderator: Nassim Ben Iman ist (war) auf dem besten Weg, Terrorist zu werden. Er ist (war) fest davon überzeugt, mit Terroranschlägen würde er Allah Freude bereiten. Gott sei Dank, ist es nicht so weit gekommen. Warum er Christ geworden ist und heute anderen von Jesus erzählt, das sage ich ihnen gleich. Bleiben sie dran.

Herzlich willkommen im „Hof mit Himmel“. Mein Gast heißt Nassim Ben Iman. Das ist aber nicht sein richtiger Name. Auch sein Herkunftsland, sein Wohnort und seinen Beruf werden wir hier nicht erwähnen, aus Sicherheitsgründen, zu seinem Schutz. Nassim Ben Iman war Moslem und er war kein Mitläufer, sondern tief im Islam verwurzelt.

Dann folgt ein kurzer Film über das Leben Nassim Ben Imans, der von einer Sprecherin moderiert wird: {Nassim Ben Iman, ein spannendes Leben zwischen zwei Kulturen. Er wächst in einem arabischen Land auf, seine Eltern sind streng gläubig. Das Einhalten des muslimischen Lebensstils ist für die ganze Familie oberste Priorität. Nassim besucht eine Koranschule und ist von Kindheit an bemüht, ein vorbildlicher frommer Moslem zu sein. Fünfmal am Tag beten, das gehört für ihn selbstverständlich zum alltäglichen Leben. Dann wandern seine Eltern mit Nassim nach Deutschland aus. Kalt, unpersönlich und fremd, so erlebt er seine neue Heimat, die Welt der Christen. Als Moslem beobachtet er genau, wie diese Christen leben. Dass viele Deutsche nicht einmal an die Existenz Gottes glauben, ist für ihn ein Schock. Mit dem Christentum verbindet er schnell eine abscheuliche Art, das Leben an den Geboten Allahs vorbeizuleben. Abgeschirmt von anderen Deutschen lebt er in einer eigenen kleinen Welt. Seine Ansichten und Überzeugungen werden immer radikaler. Gegen Juden und Christen empfindet Nassim tiefen Hass. Wenn er in den Nachrichten Bilder von Terroranschlägen und Selbstmordattentaten im Nahen Osten sieht, empfindet er Befriedigung. Und er ist bereit, als Märtyrer für den muslimischen Glauben zu sterben}.

Nun folgt das Interview zwischen dem Moderator Willi Wild und Nassim Ben Iman:

Moderator: Herzlich Willkommen, Nassim Ben Iman, das erschreckt einen, wenn man am Schluss dieses Filmes hört, sie wären bereit gewesen, für ihren Glauben zu sterben. Warum?
Nassim Ben Iman: Weil ich in dem Sterben für den Glauben, die Legitimation für Allah gesehen habe, auf rechte Weise gegen den Westen, gegen die Juden, gegen die Nichtmoslems zu kämpfen.

Moderator: Warum hat man ihnen erzählt, sie waren ja auch in der Koranschule, hat man in dem Film gesehen, dass man gegen Juden und gegen den Westen, also gegen die Christen, kämpfen muss?
Nassim Ben Iman: Man hat uns gelehrt, von Anfang an, dass alle Nichtmoslems Ungläubige sind, Frevler gegen Gott. Es sind Menschen, die ein Leben gegen Gottes Gebote und gegen Gottes Wille führen und die es entsprechend gilt, entweder vom Islam zu überzeugen, was natürlich der optimale Weg ist. Wenn man sie nicht vom Islam überzeugen kann, dann muss man sie eben mittels Waffen und Terror entsprechend überzeugen oder bekämpfen.

Moderator: Es heißt gemeinhin doch, dass der Islam eher eine friedliche oder friedliebende Religion wäre. Wenn ich das so höre, hat man gar nicht den Eindruck.
Nassim Ben Iman: Das Problem ist, dass man friedfertige Verse, die es im Koran durchaus gibt, aus dem Koran herausnimmt, und damit ein Bild über den Islam verbreitet, das aber nicht der Realität entspricht. Die Realität ist, dass es friedliche Verse gegeben hat, gerade zu Anfangszeiten Mohammeds (in der Zeit von 610 bis 622, als Mohammed noch in Mekka lebte), die aber später durch verschärfte Verse aufgehoben wurden (Das Abrogationsprinzip im Koran: http://www.zoelibat.blogspot.com), durch Verse, die durchaus zu Totschlag und Terror aufrufen. Der friedliche Islam ist ein Punkt mit dem ich enorme Probleme habe.

Man sagt, es gibt Unterschiede zwischen dem Islam und dem Islamismus. Und man sagt, der Islamismus ist die nichtfriedliche Variante des Islam. Die Unterscheidung zwischen dem Islam und dem Islamismus kommt aus dem Westen, nicht von den Moslems sebst [1]. Wenn man sich Mohammed betrachtet, der Kriege geführt hat, der Kriege angeordnet hat, der im Prinzip eine Vorbildfunktion (für die Muslime) geliefert hat, wo würde ich ihn zuordnen, als Moslem oder als Islamist, wenn es dennn solch eine Unterscheidung geben würde? Das sind Dinge, mit denen ich zu tun habe. Allein die Tatsache, dass ich zum Christentum konvertiert bin und dass ich deswegen unter Morddrohungen stehe, allein diese Tatsache belegt für mich und hoffentlich für viele andere auch, dass es leicht daher gesagt ist, dass es sich hier um eine friedliche Religion handelt. Die Fakten sprechen dagegen.

{[1] Der türkische Ministerpräsident Erdogan sagte einmal: „Es gibt keinen moderaten oder nicht-moderaten Islam. Islam ist Islam und damit hat es sich.“ Und Michael Mannheimer sagt über die moderaten Muslime: „Mögen manche Muslime auch noch so moderat erscheinen: wenn es um ihre Religion geht, kennen sie kein Pardon. Alle Untersuchungen zu moderaten Muslimen zeigen das gleiche Bild. Selbst diejenigen unter ihnen, die weder in Moscheen gehen, noch die täglichen Pflichtgebete verrichten oder sich an den Ramadan halten, verteidigen ihre Religion dann mit aller Vehemenz, wenn diese kritisiert wird. Und nahezu alle bekannten Terroristen entstammten aus dem Schoß von als moderat geltenden Familien, was zeigt, dass eine moderate Auffassung des Islam niemanden gegenüber der Infizierung durch die Mord-, Tötungs- und Welteroberungsbefehle Allahs und Mohammeds zu schützen vermag. Doch genau dies wird den westlichen Bevölkerungen vorgegaukelt, wenn Politiker und sonstige intellektuelle „Eliten“ unentwegt von moderaten Islam phantasieren“}.

Moderator: Sie waren aber selber sehr stark in ihrem Glauben verwurzelt. Ein bisschen davon haben wir im Film bereits davon gehört. Es ging ja hin bis zu ziemlich radikalen Gedanken, die sie hatten. Was wurde ihnen eigentlich für ein Bild von Christen, von Juden und von Menschen aus dem Westen vermittelt?
Nassim Ben Iman: Die Lehre, die ich bekommen habe war, dass alle Nichtmoslems Ungläubige sind, die es gilt zu überzeugen oder zu bekämpfen. Das andere ist das Bild, das ich selbst mehr oder weniger über den christlichen Westen gewonnen habe. Als ich mit meiner Familie nach Deutschland zog, waren wir im Prinzip mit der Situation, die wir vorfanden, überfordert. Das eine ist die klimatische Überforderung. Die ständige Kälte hat mir enorme Probleme bereitet. Das andere ist die kulturelle Überforderung. Der dritte Punkt ist die Überforderung bezüglich des Glaubens. Christen habe ich als einen ungöttlichen chaotischen Haufen kennengelernt. Christen habe ich als Menschen, die sich unsittlich kleiden, als Menschen, die sich betrinken, als Menschen, die unverheiratet zusammenleben, kennengelernt. Und all die Werte, die ich aus dem Islam kannte, die wurden im Christentum, so haben wir es wahrgenommen, und so habe ich es wahrgenommen, speziell in Deutschland, diese Werte wurden mit Füßen getreten. Das war das Bild des kalten Westens.

Moderator: Und doch sind sie mit ihrer Familie in den Westen, dieses gottlose Land, gekommen.
Nassim Ben Iman: Sicher, der Wunsch meiner Eltern nach einer besseren Zukunft für mich und meine Familie, der war ja trotzdem vorhanden. Ich glaube, dass meine Eltern im Prinzip auch nicht wirklich abschätzen konnten, was sie in Deutschland erwartet und mit welchen Konsequenzen das verbunden sein würde. Man sieht, wenn man sich entschließt auszuwandern, die positiven Dinge, man sieht die Vorteile, speziell der persönlichen Zukunft. Aber die (kulturelle und religiöse) Konfrontation, die Dinge, die tatsächlich noch auf einen warten, die schätzt man, glaube ich, nicht richtig ein. Man ist in Deutschland mit diesen Dingen konfrontiert und überfordert. Speziell in meinem Fall kann ich sagen, dass meine Familie, nachdem ich Christ geworden bin, es schwer bereut hat, hierher gekommen zu sein.

Moderator: Natürlich, ist ganz klar, nachdem sie, in den Augen ihrer Familie, sozusagen vom wahren Glauben abgefallen sind. Sie kamen, zumindest am Anfang, in Deutschland gar nicht so richtig klar, weil das Bild des Mannes in Deutschland ein ganz anderes ist.
Nassim Ben Iman: Das ist richtig. Es gab einzelne kulturelle Punkte und Aspekte, an denen ich immer wieder angeeckt bin. Ich sage gerne, dass ich in jedes Fettnäpfchen, das ich finden konnte, hineingetreten bin. Meine Lieblingsgeschichte, die das veranschaulicht, ist das Verständnis von Mann und Frau, die Rolleverteilung. Die ist nun einmal im Westen, in der christlichen Familie, ganz anders, als in der arabischen-muslimischen Welt. Ich sage dazu gerne, die Aufgaben im (muslimischen) Haushalt sind klar verteilt. Die Frau macht alles und der Mann macht gar nichts. Diese Verteilung konnte ich mir immer sehr gut merken.

Moderator: Ich glaube, sie waren auch einmal im Supermarkt beschäftigt und sollten dort sie eine Arbeit machen, die eigentlich für sie unwürdig war.
Nassim Ben Iman: Mein Beispiel ist, dass die Abteilungsleiterin im Supermarkt zu mir kam und mich bat, ich solle doch eben den Boden aufwischen. Eine Weinflasche war umgestoßen worden, der Wein lief aus und ich sollte den Boden wischen. Und da war ich überfordert. Erstens deswegen, weil eine Frau mir einen Befehl erteilte. Zweitens, weil das nicht irgendein Befehl war, sondern ein Befehl, Frauenarbeit zu leisten. Drittens, ich hatte diese Arbeit noch nie getan. Ich hatte noch nie einen Wischlappen in der Hand und ich hatte keine Vorstellung, wie ich das händeln sollte. Viertens kam noch dazu, ich komme aus einer gläubigen muslimischen Familie. Alkohol zu trinken oder auch nur anzurühren, wäre eine Sünde gegen Gott gewesen. So war ich völlig überfordert und ich habe dann die gute Frau gefragt: „Meinen sie wirklich, ich soll den Boden aufwischen?“ Sie war irritiert und wusste nicht, warum ich das fragte und hat gesagt: „Natürlich, es ist ja kein anderer da.“ Und in dem Moment habe ich meinen ganzen arabisch-muslimischen Stolz und Mut zusammengerissen und habe der guten Abteilungsleiterin gesagt: „Wissen sie was? Sie sind die Frau und nicht ich. Also wischen sie den Boden“.

Moderator: Das ist ein relativ harmloses Beispiel. Sie haben ein Buch geschrieben (Der wahre Feind), mit dem Untertitel: „Warum ich kein Terrorist geworden bin.“ Und sie schreiben, dass sie eine Ausbildung zum chemisch-technischen Assistenten gemacht haben, mit dem Ziel, an Sprengstoff zu kommen.
Nassim Ben Iman: Richtig. Als ich meine Berufswahl getroffen hatte, gab es auf der einen Seite meine Bewerbung speziell für die Chemie und auf der anderen Seite den Wunsch, nicht nur den Terror selbst auszuüben, sondern auch zu koordinieren. Es wäre mein persönliches, primäres Ziel gewesen, tatsächlich Chefkoordinator einer Terrorgruppe zu sein und dann auch gegebenenfalls sich selbst in die Luft zu sprengen. Für all diese Dinge war es gut, erstens die Kenntnisse zu erlangen und zweitens Zugang zu den chemischen Stoffen zu haben. Und es ist enorm, was man an einer Universität an Zugangsmöglichkeiten für chemische Stoffe hat.

Moderator: Wie kommt man auf die Idee, sich selbst in die Luft jagen zu wollen?
Nassim Ben Iman: Die Ideologie ist die eine Seite. Es war meine Glaubensüberzeugung. Das war Teil des Islams, so habe ich ihn gelehrt bekommen. So habe ich ihn verstanden. So entspricht er nun einmal der Realität. Den Glauben, nicht nur verbal (durch Reden) zu vertreten und zu verteidigen, sondern auch einzustehen, mit allem, was zu meinem Leben gehört. Das heißt, mit meiner eigenen Familie und mit meinem eigenen Leben den Islam zu verteidigen. Das ist ein enorm wichtiger Punkt: die Lehre auf der einen Seite, die persönliche Überzeugung auf der anderen Seite.

Und wenn dann das Ganze noch mit einem Leben in Deutschland verbunden wird, wo man sieht, dass die Menschen ungöttlich sind, wo man durch die Nachrichten den Nahostkonflikt vermittelt bekommt, pro-westlich und anti-arabisch, der immer wieder die Emotionen aufgeheizt hat, auch bei mir. Wo man sieht, die Juden dürfen offensichtlich machen was sie wollen und keiner sagt etwas und die Amerikaner unterstützen das Ganze. Dass immer wieder mit zweierlei Maß gemessen wird. All diese Dinge haben die Araber, habe ich gesehen. Und dann geht man nicht nach Hause und sagt, ja, eine ausweglose und tragische Situation, sondern Hass, Wut, Leere, persönliche Überzeugung, alle diese Komponenten kommen zusammen und formulieren sich dann in diesem einen Wunsch. Ich töte, ich sterbe, für Allah.

Moderator: Gibt es dann auch den Moment, wo man vielleicht auch ein Stück zweifelt oder sich selber einmal fragt, muss ich denn dafür sterben oder will ich überhaupt dafür sterben?
Nassim Ben Iman: Ich habe es in keinem einzigen Moment erlebt, dass es Zweifel gab, ob es richtig ist, für den Islam zu sterben. Ich war so gepackt von diesem Gedanken und von diesem Wunsch und von diesem Hass und von dieser Wut. Ich war so gepackt, dass kann in Deutschland kaum jemand nachvollziehen. Es war etwas, dass mich innerlich drängte, das mich trieb, eine Kraft, die mich anleitete, eine Kraft, die mich drängte und trieb, die mir sagte, es gibt nichts anderes als Rache, Vergeltung und Tod. Das kann man nicht beschreiben. Das kann man nur erlebt haben. Das ist der Punkt.

Moderator: Und trotzdem ist es dann passiert, dass sie auf einmal ins Nachdenken und ins Grübeln gekommen sind. Das wollen wir uns noch einmal genauer im Film anschauen. Wir können wahrscheinlich gar nicht ermessen, was es bedeutet, als Muslim an seiner Religion zu zweifeln. Ganz zu schweigen von den Konsequenzen (Morddrohungen von den Muslimen.).

Dann wird wieder ein Film eingespielt und von einer Sprecherin moderiert: {Über einen Freund lernt Nassim einen Mann kennen, der ihn sehr fasziniert. Zum ersten Mal trifft er auf einen Christen, der von seinem Glauben überzeugt ist. Nassim mag diesen Mann und will ihn für den Islam gewinnen. Stundenlang diskutieren sie über den Glauben. Nassim argumentiert, zitiert den Koran und macht den Christen Vorwürfe. Gleichzeitig beginnt er jedoch durch diese wöchentlichen Gespräche mehr und mehr an seiner eigenen Religion zu zweifeln. Nassim: „In demselben Moment, indem ich den Islam hinterfragt habe, habe ich Ängste empfunden, ich könnte Allahs Gunst ein für alle mal verlieren und er würde mir das nie verzeihen. Das hätte dann für mich die ewige Verdammnis zur Folge“. Trotz dieser Ängste setzt sich Nassim immer mehr mit dem christlichen Glauben auseinander. Was die Bibel über die Erlösung und das ewige Leben sagt, das spricht ihn besonders an. Nach vier Jahren sagt er sich vom Islam los und tritt zum Christentum über. Vor seiner Familie hält er das mehrere Jahre lang geheim, denn ihm ist klar, seine Entscheidung ist für sie eine Schande. Als sie schließlich erfahren, dass er Christ geworden ist, wird er von der Familie ausgeschlossen. Den größten Teil seiner Verwandten hat er seitdem nicht mehr gesehen. Ein hoher Preis für den neuen Glauben}. Hier endet der Film und das Interview geht weiter.

„Moderator: Ich kann mir vorstellen, dass wahrscheinlich viele Muslime sagen: Spinnt der? Hat der sie nicht alle? Ist der wahnsinnig geworden?“, denn sie sind ja mit dieser Entscheidung, und das muss man auch ganz klar sagen, vogelfrei. Das heißt also, der Tod eines Abgefallenen (vom Islam) ist keine Straftat. Wenn sie jemand umbringen wollte, wäre das zu diesem Zeitpunkt, zumindest im islamischen Recht, keine Straftat.
Nassim Ben Iman: In der Tat. Das ist keine Straftat, sondern man verschärft das Recht Allahs, welches ich ihm genommen habe. Das Recht im Islam zu bleiben, das Allah an mir hatte, habe ich gebrochen und ich habe Allah verraten. Und so gab es dann, nach der muslimischen Lehre die Aufforderung, mich zurückzugewinnen. Das heißt, mir Ultimaten (Fristen) zu setzen. Wenn das Ultimatum abläuft und du nicht bekehrt bist (dich nicht wieder zum Islam bekennst), dann wirst du umgebracht. [2] Und ich habe schon das eine oder andere Ultimatum in der Tat verstreichen lassen. Aber man muss einfach überlegen. Was hat mich dazu bewegt, diesen Schritt zu gehen? Es ist ja auch nicht so, dass nur die Moslems sagen: „Spinnt der? Warum macht der das“?

Vielmehr sagen das ja die Christen, indem sie sagen, wieso, wir glauben doch alle an denselben Gott. Das ist doch alles gleich. Wie kann es denn angehen, das er jetzt diesen waghalsigen Schritt geht? Und meine Überzeugung ist, ich habe Konflikte gehabt, weil ich den Islam angefangen habe zu hinterfragen. Das in sich war ja schon eine starke Sünde. Aber irgendwie konnte ich es nicht lassen, von meinem Herzen einfach danach zu suchen. Wenn es einen Gott gibt und es gibt ihn und das wusste ich von Kind auf, wie ist er wirklich? Könnte es sein, dass der liebende Gott nicht zu vereinbaren ist, mit einem Bild von Terror? Könnte es damit vereinbar sein, dass der liebende Gott nicht dem islamischen Bild und der islamischen Lehre, sondern doch der christlichen Lehre entspricht? Wo ist der Unterschied zwischen Jesus und Mohammed? Wo ist der Unterschied zwischen Christentum und Islam? Und all diese Fragen, die ich am Anfang nie hatte, die wurden zum Schluss dann immer mehr.

{[2] Die Forderung, Menschen, die aus dem Islam ausgetreten sind zu töten, erfüllt mich mit Abscheu. Was ist das für eine Religion, die die Menschen zwingt, sich zum Islam zu bekennen? Das ist keine Religion, sondern eine totalitäre Ideologie, eine theokratische Diktatur, die mit aller Gewalt Macht über die Menschen haben will. Wenn der Islam die Menschen bedroht, die sich vom Islam abwenden, wenn er sie notfalls ins Gefängnis sperrt, sie foltert, misshandelt oder gar mit dem Tode bedroht, all diese geschah, nachdem der ägyptische Islamwissenschaftler Mark Gabriel sich vom Islam abwandte, (man kann es in seinem Buch Islam und Terrorismus (www.aaronedition.ch) nachlesen), dann ist dies nichts anderes als ein Armutszeugnis für den Islam. Wenn der Islam nicht in der Lage ist, die Menschen mit Worten, mit Argumenten, von seiner Religion zu überzeugen, dann wendet er Gewalt gegen die Apostaten an oder lässt sie töten. Von Religionsfreiheit kann im Islam also überhaupt nicht die Rede sein. Und wo bleibt der Aufschrei der Muslime gegen diese Art von Gewalt gegenüber den Apostaten}?

Moderator: Das fragen wir uns natürlich auch. Wo ist der Unterschied? Ist der Gott des Christentums nicht gleichzusetzen mit Allah?
Nassim Ben Iman: Sagen wir es einmal so. Das Bild Allahs im Islam entspricht nicht dem Bild Gottes in der Bibel. Die besten Beispiele sind die: Wenn Jesus kommt und sagt: „Ich bin repräsentativ für Gott, ich bin der Sohn Gottes und ich habe die Liebe und die Gnade Gottes mitgebracht.“ Und dann wird eine Ehebrecherin zu ihm geführt und er sagt zu ihr: Nach dem Recht, gehörst du gesteinigt. Aber ich lasse Gnade vor Recht ergehen. Wenn Jesus das sagt, dann belegt er durch seine Tat, dass seine Worte wahr sind, dass er Liebe und Gnade gebracht hat, die höher als das Gesetz sind. Wenn aber Mohammed, dieselbe Geschichte etwas mehr als 600 Jahre später erzählt, dann endet sie ganz anders. Zu ihm wird auch eine Ehebrecherin gebracht. Und wenn er dann anordnet, da diese Ehebrecherin auch noch schwanger war, dass sie zunächst das Kind zur Welt bringen soll und zwei Jahre danach soll sie gesteinigt werden, wenn Mohammed dann sagt: „Ich habe die Barmherzigkeit und die Gnade Gottes gebracht“, das steht das für mich vom Handeln her ganz klar im Widerspruch zu seinen Worten. Und ich habe ganz klar einen Unterschied zwischen Jesus und Mohammed.

Und so gibt es viele, viele Beispiele mehr, die dann für mich sichtbar geworden sind. Aber der zentrale Gedanke ist der, dass ich Menschen erlebt habe und kennen gelernt habe, die ein Leben ohne Jesus geführt hatten und die dann zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind, egal, ob es Muslimie waren, ob es Christen waren, Buddhisten oder was auch immer. Diese Menschen hatten ein Leben ohne Jesus und nahmen Jesus bewusst in ihr Leben auf. Sie fingen an zu beten, in der Bibel zu lesen, sich mit Christen zu treffen und hatten plötzlich ein völlig verändertes Leben. Meine ganzen theologischen und politischen Sichtweisen waren gekippt. Ich hatte tausende von Argumente gegen das Christentum und gegen Christen und gegen Jesus. Aber jetzt sehe ich die Realität. Ein wirklich verändertes Leben, dadurch, dass Menschen den Mut gehabt haben, zu Jesus zu beten und sich ihm anzuvertrauen, die den Mut gehabt haben, sich zum (christlichen) Glauben hinzuwenden.

Moderator: Aber das kann ich mir irgendwie schwer vorstellen, dass das allein ausreicht, um so einen starken Schritt zu gehen, um sich der Lebensgefahr auszusetzen. Da muss doch irgendetwas in ihrem Leben passiert sein. Da müssen sie doch etwas so mächtiges und gewaltiges erlebt haben, dass sie diesen Schritt gegangen sind.
Nassim Ben Iman: Ich glaube nicht, dass es nötig ist, etwas Mächtiges und Gewaltiges zu erleben. Dass Leben verändert wurde, dass Gebete erhört wurden, dass Menschen verändert wurden und deren Haltung und Herzen verändert wurden und ich erlebt habe, dass Jesus wirklich verändert, dass habe ich gesehen und das war für mich dramatisch genug, denn ich kannte im Islam nicht den heilenden Mohammed. Ich kannte im Islam nicht den vergebenden Mohammed, wie ich den vergebenden Jesus kennengelernt habe. Ich kannte im Islam nicht den Mohammed, der Leben verändert hat, so wie es Jesus getan hat.

Und man vergleicht und man sieht, es braucht kein dramatisches Ereignis, aber ein fortwährender Prozess innerlich in mir hat mein Herz nach und nach verändert, so dass ich zwar diese Ängste, den Islam zu hinterfragen, nie losgeworden bin. Aber ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich als Mensch in meinem Verstand limitiert (begrenzt) bin. Als Mensch kann ich nicht die Dinge erklären, die Gott betreffen, nicht alle, einige vielleicht. Es bedarf Offenbarungen Gottes und die kann ich bekommen. Aber das Übernatürlich, Gott, zu erklären, den Feind Gottes, Satan wirklich hundertprozentig erklären zu können… Der Mensch wird beschränkt bleiben und aufgrund seiner Beschränktheit zu dem Ergebnis kommen, es gibt keinen Glauben, es gibt keinen Gott. Aber meine Erfahrungen sprechen dagegen. Als Moslem habe ich gesehen, das ist meine Religion und ich wollte für meine Religion sterben. Jetzt lerne ich Jesus kennen. Ich sehe im Leben anderer, wie das aussieht.

Moderator: Da muss ich noch einmal einsetzen. Sie sagen, dann lernte ich Jesus kennen. Was wir im Film gesehen haben, das war ja, dass sie mit einem Christen gesprochen haben. Was bedeutet da für sie, Jesus kennen zu lernen in so einem Gespräch?
Nassim Ben Iman: Das bedeutet für mich, durch das Gespräch mit dem Freund und durch viele andere Christen lerne ich Jesus kennen, in Wort und Tat. Sie sagen mir, was Jesus gesagt hat und sie sagen mir, was Jesus getan hat. Und interessant ist, nicht was Jesus vor zweitausend Jahren getan hat als er auf der Erde gelebt hat, sondern was er in der letzten Woche in ihrem persönlichen Leben getan hat. Da waren Menschen, die waren krank, die haben gebetet und die haben Heilung erlebt. Da waren Menschen, die hatten finanzielle Not, die haben gebetet und in übernatürlicher Weise, sage ich einmal, greift Gott, greift Jesus so ein, dass sie einen Ausweg aus ihrer Situation finden.

Moderator: Und was hat das ihnen ganz konkret gebracht? Ich sehe nur Schwierigkeiten, seitdem sie zum Christentum konvertiert sind. Nur Schwierigkeiten und Probleme.
Nassim Ben Iman: Was es mir konkret gebracht hat? Als Moslem gab es zwei Wege ein ewiges Leben zu erlangen. Ich glaube, dass jeder Mensch ein ewiges Leben hat. Das heißt, der Körper wird begraben und verwesen, aber die Seele, der Geist des Menschen, sind unantastbar für Verwesungsprozesse. Der Geist des Menschen wird ewig leben. Die Frage ist, wo wird er die Ewigkeit verbringen? Als Moslem gab’s die Lehre, stirbst du als Märtyrer, dann wirst du direkt den Zugang ins Paradies, ins ewige Leben haben. Der zweite Punkt ist: tust du viele gute Taten, dann besteht zwar die Option (die Möglichkeit), aber nicht das feste Versprechen, dass du das ewige Leben bekommst. Im Christentum lerne ich plötzlich einen Jesus kennen, der sagt, gute Taten sind gut und richtig und man kann sie aus einer Motivation heraus tun. Aber für die Erlösung, für das ewige Leben gibt es nur einen einzigen Weg, anzuerkennen, dass Jesus der Sohn Gottes ist und das sein Leben auf der Erde Realität ist, dass sein Sterben am Kreuz Realität ist und das Auferstehen vom Tod genauso.

Der Glaube am Christus hat mir gebracht: Erstens, die Gewissheit, dass ich ein ewiges Leben habe, ohne dass ich dafür töten und sterben muss, ohne dass ich dafür Punkte sammeln muss in positiver Weise. Das zweite ist: Der Glaube an Christus hat mir einen Frieden gebracht, den ich menschlich nicht beschreiben kann, einen so tiefen Frieden, dass mir trotz Bedrohung, trotz muslimischer Extremisten, die mich töten wollen, ich diesen Frieden innerlich wahre, dass ich nicht überwiegend von Ängsten geleitet bin, dass ich eine Freude erlebe, die meine arabische gewohnte Freude weit übertrifft. Die arabischen Völker sind fröhliche Menschen. Freude ist Bestandteil des Lebens. Sie ist kaum wegzudenken. Jetzt lerne ich aber die Freude und den Frieden in Christus, der alles übersteigt, was ich jemals kannte.

Der dritte Punkt ist: Mein eigenes Herz ist verändert worden. Wie breits gesagt, ich will nicht mehr Terrorist werden und ich will nicht mehr Menschen töten, sondern ich predige Christus, ich bringe den Menschen das Leben mit Christus, das ihr Leben verändert und dass ihnen das ewige Leben gibt. Als Alternative in Anführungsstrichen, wenn ich das einmal so scherzhaft sagen darf, als Alternative zum ewigen Tod (Töten), zu Bomben und zu Terror. Mein Leben hat sich verändert, mein Handeln, mein Denken. Aus Hass wurde Liebe. Aus Unfrieden wurde Frieden. Aus Rache und Vergeltung wurde Gnade. Liebet eure Feinde, so wie Jesus es gesagt hat, diese Gedanken sind im Islam nicht vertreten. Liebet eure Feinde wie soll das (im Islam) gehen? Im Christentum ist das Grundlehre.

Moderator: Ich muss trotzdem noch einmal nachfragen. Sie haben selbst erwähnt, dass es Menschen gibt, die ihnen nach dem Leben trachten. Warum?
Nassim Ben Iman: Weil ich in ihren Augen ein Verräter bin. Ich habe verleugnet, dass der Islam richtig ist und habe Christus als Sohn Gottes anerkannt. Das ist eine Gräuelsünde in den Augen der Moslems. Man sagt, Gott hat keinen Sohn, Allah hat keinen Sohn. Folglich kann Jesus nur ein Prophet sein und als solcher wird er anerkannt, aber niemals als der Erlöser, niemals als der, der Leben verändert, niemals als der, der Sohn Gottes ist.

Moderator: Haben sie Angst?
Nassim Ben Iman: Ich spreche jetzt einmal ganz ehrlich und ganz menschlich. Wenn mich wieder eine Nachricht, eine Drohung erreicht, habe ich sehr wohl Angst. Alles andere wäre unnatürlich und unecht. Aber ich habe gelernt mit dieser Angst in die Gegenwart Gottes zu gehen, Gott in der Stille zu suchen, im Verborgenen, in meinem Raum oder in einem Waldabschnitt, wo mich keiner findet, am Fluss, am See, wo ich allein mit Gott sein kann. Und dann bringe ich mein Herz, meine Gefühle, meine Ängste vor Gott und sage, hilf mir. Und ich komme heraus mit einem Frieden und die Angst verlässt mich in dem Moment.

Moderator: Wenn jetzt Menschen, die diese Sendung sehen, Muslime, die einfach sagen, ich weiß, an und für sich dürfte ich es nicht (aus dem Islam austreten) und bekommen Zweifel. Was würden sie denen raten? Wohin sollen sie sich wenden? Sie können ja nicht zu ihrem Imam gehen und dort sagen, hör‘ zu, ich glaube, das ist ja alles nicht so richtig.
Nassim Ben Iman: Nein, in der Tat nicht. Wenn es zu solchen Aussagen kommt, wer ist Jesus, wer ist Mohammed, im Vergleich, und man geht zu dem Imam, der wird schon einen Weg finden, die Gläubigen davon zu überzeugen, dass sie, wenn sie Zweifel und Widerstände sehen, dass es an ihnen liegt und nicht am Islam. Was ich sagen kann: Jeder Mensch, egal, ob muslimisch oder nicht-muslimisch, ob atheistisch oder ein überzeugter Buddhist oder sonstwie, jeder einzelne Mensch kann sich im Gebet zu Gott wenden und fragen, gibt es dich und gibt es diese Wahrheit, von der dieser Mann (Jesus) spricht, die Wahrheit von Jesus, die Leben verändert und (gibt es) das ewige Leben.

Gibt es dich? Dann zeig mir das. Wenn man ernsthaft, wirklich ernsthaft, mit einem ernsten Verlangen zu Gott geht und betet, das ist immer der erste und beste Weg. Gott wird Menschen und Situationen führen, wo man erkennt, aha, Gott fängt an, zu mir zu sprechen und mir die Dinge zu zeigen. Das ist eine Möglichkeit. Ansonsten gibt es sicherlich verschiedene Institutionen (wie z. B. http://www.ex-muslime.de) und Persönlichkeiten, und hier stelle ich mich auch selbst gerne zur Verfügung, an die man sich wenden kann, wo man einfach Fragen stellen kann. Auf ehrlich gemeinte Fragen, bin ich der Meinung, sollte man auch ehrlich gemeinte Antworten geben.

Moderator: Herzlichen Dank. Es hat mich beeindruckt, muss ich sagen, auch mit welcher engagierten Art sie heute von ihrem christlichen Glauben berichtet haben. Und ich wünsche ihnen alles Gute und vor allen Dingen, dass sie behütet bleiben.
Nassim Ben Iman: Danke schön.

Moderator: Wenn sie Fragen haben oder mit Nassim Ben Iman in Kontakt treten möchten, kein Problem, wir leiten ihre Anfrage gerne weiter. Wählen sie einfach die eingeblendete Telefonnummer (01805 / 16 17 18) oder schreiben sie eine Email an tv@erf.de (erf.de ist ein christliches Internetportal). Außerdem, ich habe es vorhin schon angesprochen, sie (Nassin Ben Iman) haben auch ein Buch geschrieben: „Der wahre Feind“, so heißt es, „Warum ich kein Terrorist geworden bin“ ist der Untertitel. Der Leuchter-Verlag hat uns 10 Exemplare zur Verfügung gestellt, die wir gerne an sie weitergeben. Bis zum nächsten Mal im „Hof mit Himmel“. Wir sehen uns. Adieu.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s