kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Flitterwochen in Brenkhausen 23. September 2010

Filed under: Koptische Kirche im Ausland — Knecht Christi @ 02:12

Frisch verheiratetes Paar lässt es sich im Kreis Höxter gut gehen


Höxter: Ramy Farah und Ireny Hanna sind ganz frisch verheiratet. Vor zwei Wochen standen die Ägypter in Kairo vor dem Altar. Jetzt geht es in die Flitterwochen: Deutschland, Österreich und Frankreich! Die drei Länder will das junge Ehepaar in den nächsten Wochen bereisen. In Österreich geht es nach Wien, in Frankreich nach Paris. Und in Deutschland? – Nach Brenkhausen. Das junge Paar ist seit Sonntag zu Besuch im koptisch-orthodoxen Kloster in Brenkhausen. Bischof Damian, Generalbischof der Koptisch-Orthodoxen Kirche Deutschland, hat die beiden für ihre Flitterwochen zu sich eingeladen. „Es ist das erste Mal, dass frisch Verheiratete meiner Einladung nach Brenkhausen folgen“, sagt er. Und die beiden Verliebten sind von der kleinen Ortschaft und der Umgebung begeistert. Damian hofft, dass er bald öfter frisch Vermählte in seinem Kloster begrüßen kann. „Die jungen Paare sollten nicht nur nach London und New York fahren“, findet der Bischof. „Deutschland ist doch genauso schön“. Bischof Damian ist mit dem Bruder des Bräutigams befreundet. Und so lud er kurzerhand das junge Glück in sein Kloster ein.

Ramy Farah ist in Ägypten Jurist, seine Frau Betriebswirtin. Sie leben in Kairo im Stadtviertel Schobra, die dichtbesiedeltste Region des ganzen Landes, wie Bischof Damian berichtet. Von daher genießen die beiden im Kreis Höxter momentan vor allem eines: die Ruhe. Spaziergänge durch die Felder, Erkundungsgänge durch die beschauliche Ortschaft – so etwas haben die zwei Besucher in ihrer Heimat nicht. Zu Hause gehen Farah und Hanna am Nil spazieren, hier bummeln sie nun an der Weser. „Sehr entspannend“, finden die zwei das. Richtig angetan haben es ihnen auch die Fachwerkhäuser in Höxter. „Manchmal sitzen wir einfach in einem Café in der Innenstadt und beobachten alles um uns herum“, sagt Ireny Hanna. Für sie ist das hier eine andere Welt.

Während die Deutschen über den kühlen September schimpfen, finden die zwei Gäste in Brenkhausen die 16 Grad ganz angenehm. In Kairo ist es mehr als doppelt so heiß. Und für Besichtigungs-Touren durch den schönen Kreis Höxter finden die beiden die angenehme Kühle besser. Gestern ging es zum Schloss Corvey, davor in die Höxteraner Innenstadt.

Bei der Frage, was das Ehepaar aus Ägypten in unserer Region kulinarisch denn am meisten begeistert hat, müssen die zwei nicht lange überlegen. „Das Brot“, sagen sie und lachen. Bischof Damian hat die zwei Ägypter in eine Bäckerei-Filiale in der Höxteraner Innenstadt geführt und die beiden konnten gar nicht fassen, wie viele verschiedene Brot-Sorten wir Deutschen herstellen können. „Sie haben sich sogar mit dem Brot fotografieren lassen, so begeistert waren sie von der riesigen Auswahl“, berichtet der Bischof und muss schmunzeln. In Ägypten gibt es nämlich nur Fladenbrot und ein oder zwei weitere Sorten. „Wenn man hier lebt, sind einem solche Sachen nicht bewusst“, sagt er. „Für die beiden war es jedenfalls wie in einem Brot-Museum“. {Quelle: Neue Westfälische – Von Julia Radtke – Foto: Hochzeit in Ägypten: Metropolit Bischoy (rechts) und Jugendbischof Mussa (links) trauten das Ehepaar}

 

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