kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christenverfolgung in Wien dauert an! 23. September 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 02:30
Weihbischof Franz Scharl

Weihbischof Franz Scharl

Am Samstagabend (18.09.2010) bekam ich die folgende Meldung: Manche sitzen der Zeitungsmeldung  auf, die Kapelle des Geriatriezentrums Baumgarten sei bereits gerettet. Weit gefehlt! Denn Geld regiert die Welt, und auch die Kirche!? Die Anstaltsleitung, die die Sakristei ohne Berechtigung  geräumt hat, verwehrt trotz einstweiliger Verfügung den Zutritt zur Kapelle und die Rückgabe der heiligen Geräte. Morgen Sonntag, 9.30 Uhr werden wir eine Hl. Messe feiern- in der Kapelle, vor der Kapelle oder. wenn nötig, auf dem Gehsteig. Bitte kommt! Hütteldorferstraße  188, 1140  Wien -Eingang ist rechts von der Seitengasse. Die rote Stadtregierung hat uns den Kampf angesagt. Sie soll jetzt, gerade vor der Wahl, ihre Wunder erleben! Schützen wir das Kreuz, wo immer es erforderlich ist!

Und am Sonntagabend bekam ich diese kurze Meldung: Zirka 40 Gläubige haben sich zur Hl. Messe versammelt. Die Kapelle blieb – trotz einstweiliger Verfügung, angeblich auf direkte Weisung von Bürgermeister Häupl – versperrt. Pater Ivan hatte weder Messbuch, noch Kreuz zur Verfügung. In einer improvisierten Feldmesse diente ein „Servierwagen“, der vermutlich auch zum Abservieren von Leibschüsseln dient, mit einem Tischtuch barmherzig verdeckt als Altar. Als Kerze diente ein Grablicht. Dennoch war die Hl. Messe ergreifend. Von der nahe gelegenen Pfarrkirche war Glockengeläut zu hören, und zur Hl. Wandlung gab es plötzlich Sonnenschein. Über die weiteren Schritte werde ich dir gerne später berichten. Es wird nun darauf ankommen, wie ernst die Erzdiözese ihrer Verpflichtung zu Schutz der Altäre tatsächlich nachkommen wird, oder ob sie tatenlos zusehen wird, wenn die Christenverfolgung der autochthonen Machthaber ihren Anfang nimmt.


Proteste gegen Abriss der Wiener Baumgarten-Kapelle


Weihbischof Franz Scharl solidarisiert sich mit den Gottesdienstbesuchern

Er habe keine Zustimmung zum Abbruch der katholischen Kapelle im Geriatriezentrum Baumgarten erteilt. Dies erklärte Weihbischof Franz Scharl, der als “Bischofsvikar für die Kategoriale Seelsorge” auch für die Krankenseelsorge und damit für die Pastoral in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zuständigist, gegenüber dem Pressedienst der Erzdiözese Wien. Der SPÖ-geführte Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) hatte zuvor nach Protesten der Einwohner des Pflegewohnheims und von besorgten Anrainern behauptet: “Die Erzdiözese war seit langer Zeit in die Vorbereitungen eingebunden und stimmte der Übersiedlung des Tabernakels schriftlich zu” und man agiere “im Einvernehmen” mit dieser. Es müsse klar sein, “dass es im Zusammenhang mit dieser Kapelle auch staatsgrundgesetzliche und konkordatäre rechtliche Fragen gibt”, reagierte Weihbischof Scharl. Darüber hinaus sei zu bedenken, dass die Kapelle nicht nur den Bewohnern und dem Personal des Geriatriezentrums dient, sondern auch von anderen Menschen aufgesucht wird, die dort am Gottesdienst teilnehmen. Durch den Fortbestand einer Gottesdienstgemeinde sei ein Gewohnheitsrecht entstanden, das zu beachten ist. Daher sei der “frühere Zustand bezüglich der Kapelle wiederherzustellen”, die unter anderem ein großes Altarbild im Sgrafitto-Stil von Sepp Zöchling beherbergt. Das Bundesdenkmalamt habe den Denkmalschutz auch für das Altarbild und die genannten Malereien des Künstlers Sepp Zöchling aufgehoben, erklärte hingegen der KAV. Und was Kritiker befürchteten, bestätigte dieser ebenfalls: “Im neuen Pflegewohnhaus Baumgarten ist ein Andachtsraum vorgesehen, der von den gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften genützt werden kann”. Eine katholische Kapelle ist demnach nicht mehr vorgesehen.

Die SPÖ will diese katholische Kapelle des Geriatriezentrums in Wien Baumgarten niederreißen

Ich bin schon erschüttert -und die Proteste gegen diesen politischen Angriff auf das Christentum laufen zu Recht schon viel länger als auch die Politik und die Erzdiözese drauf aufmerksam wurden-: Auf der einen Seite betont die Wiener SPÖ immer wieder, wie wichtig ihr die Senioren sind (ja eh klar, die wählen ja bekanntlich noch am treuesten die SPÖ in Wien), aber wenn es konkret wird, will sie ihnen offenbar jenen Halt im Glauben nehmen, der für vielen ältere Menschen eine essentielle Bedeutung hat. Letzthin ließ das Geriatriezentrum übrigens nicht nur das Schloss der Kapelle austauschen, um Menschen den Kirchenbesuch zu verwehren, sondern verständigte auch noch die Polzei-Sondereinheit WEGA, um die friedlich nun vor der verschlossenen Kapelle sitzenden Gläubigen abzutransportieren. Und nein, es ist nicht egal, ob man sich allsonntäglich zur Heiligen Messe in eine katholische Kapelle oder in einen “für alle anerkannten Religionsgemeinschaften” geschaffenen Raum begibt, der für Christen jeder Konfession genauso vorgesehen und auch entsprechend gestaltet ist wie für Juden, Moslems, Buddhisten, Hinduisten, Zeugen Jehovas und andere. Das “Wohlbefinden” der Gläubigen aber, sowie das Wissen darum, jederzeit den Herrn Jesus Christus in der Kapelle und vor dem Tabernakel begegnen zu können, ist entscheidend und wichtig: Altar, Tabernakel, christliche Symbole und Altarbilder geben besonders älteren Gläubigen dieses wichtige Gefühl der Geborgenheit bei ihrem Gott, an den sie sich jederzeit vertrauensvoll wenden können. Natürlich spricht aber nichts dagegen, dass – auf Wunsch und bei Bedarf – zusätzlich zur katholischen Kapelle auch ein Andachtsraum für andere Gläubige errichtet wird, aber nicht anstelle von dieser.

Den Menschen innerhalb und außerhalb des Geriatriezentrums ihre Kapelle wegnehmen zu wollen, ist nicht nur rücksichtslos gegenüber berechtigten Bedürfnissen von Senioren, sondern auch engstirnig. Mal ganz abgesehen davon, dass es mir rätselhaft ist, wie leichtfertig in Wien offenbar der Denkmalschutz für schützenswerte Gebäude aufgehoben werden kann: Ich hoffe ernsthaft, dass aufgrund des mittlerweile auch öffentlichen Hilfeschreis besonders so kurz vor der Wiener Gemeinderatswahl (ansonsten wäre wohl leider jeder Widerstand gegen diese Glaubens-Unterdrückung zwecklos) auch die SPÖ ein Einsehen haben wird und gemäß der Vorgabe des dafür zuständigen Weihbischofs Scharl den bisherigen Zustand der Kapelle raschest wiederherstellen wird. Und sollte dies – auch bei bestem Willen – nicht (mehr) möglich sein, dann muss eben im Neubau die Errichtung einer neuen katholischen Kapelle – natürlich in Abstimmung mit der Erzdiözese Wien – Ehrensache sein. {Quelle: http://www.redakteur.cc}

Keine Zustimmung zum Kapellen-Abbruch in Baumgarten

Der Wiener Weihbischof Franz Scharl hat am Samstag im Gespräch mit dem „Pressedienst der Erzdiözese Wien“ klargestellt, dass er keine Zustimmung zum Abbruch der katholischen Kapelle im Geriatriezentrum Baumgarten erteilt hat. Weihbischof Scharl ist als „Bischofsvikar für die Kategoriale Seelsorge“ auch für die Krankenseelsorge und damit für die Pastoral in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zuständig. Bischof Scharl bedauerte, dass es im Zusammenhang mit der Kapelle zu Missverständnissen gekommen ist, die am Freitagabend sogar einen Polizeieinsatz hervorriefen.

Fortbestand einer Gottesdienstgemeinde sichern

„Wir sind selbstverständlich zu Gesprächen bereit, aber es muss klar sein, dass es im Zusammenhang mit dieser Kapelle auch staatsgrundgesetzliche und konkordatäre rechtliche Fragen gibt“, sagte der Weihbischof. Darüber hinaus sei zu bedenken, dass die Kapelle nicht nur den Bewohnern und dem Personal des Geriatriezentrums dient, sondern auch von anderen Menschen aufgesucht wird, die dort am Gottesdienst teilnehmen. Durch den Fortbestand einer Gottesdienstgemeinde sei ein Gewohnheitsrecht entstanden, das zu beachten ist. Daher gebe es die Bitte an die Verantwortlichen des Wiener Krankenanstalten-Verbunds, den früheren Zustand bezüglich der Kapelle wiederherzustellen, „gerade auch wenn die Kapelle im Eigentum der Stadt Wien ist und die liturgischen Gegenstände Eigentum der Erzdiözese Wien sind“. Weihbischof Scharl: „Seit Jahrzehnten gibt es eine gute Kooperation zwischen dem Wiener Krankenanstalten-Verbund und der Erzdiözese Wien. Ich bin zuversichtlich, dass wir auf diesem Hintergrund auch im Hinblick auf die Kapelle im Geriatriezentrum Baumgarten eine gute Lösung finden werden“. Für die Erzdiözese sei es aber nicht möglich, eine finanzielle Belastung für die bauliche Erhaltung der Kapelle in Zukunft zu übernehmen. Bischof Scharl betonte die gute ökumenische und interreligiöse Zusammenarbeit in der Krankenseelsorge in Wien: „Im Dienst am leidenden Menschen wissen wir, was wir gemeinsam und was wir jeweils entsprechend unserer Glaubenstradition zu tun haben, um den berechtigten Erwartungen der Gläubigen zu entsprechen, die ja zugleich Bürger sind“. {Quelle http://stephanscom.at}

Rathauskorrespondenz vom 31.08.2010:
KAV: Katholische Messen im Geriatriezentrum Baumgarten können weiterhin abgehalten werden

Der Wiener Krankenanstaltenverbund legt Wert auf folgende Richtigstellung:

Die Abhaltung der Heiligen Messe durch katholische Seelsorger im Geriatriezentrum Baumgarten ist auch weiterhin möglich. Die Bauarbeiten im Geriatriezentrum Baumgarten beginnen im Einvernehmen mit dem Bundesdenkmalamt als auch mit der Erzdiözese Wien, da sich im betroffenen Pavillon 3 eine katholische Kapelle befindet. Das Bundesdenkmalamt hat den Denkmalschutz auch für das Altarbild und die genannten Sgraffiti des Künstlers Sepp Zöchling aufgehoben. Die Erzdiözese war seit langer Zeit in die Vorbereitungen eingebunden und stimmte der Übersiedelung des Tabernakels schriftlich zu. Im Jugendstilsaal des Geriatriezentrums Baumgarten wird für die Zeit der Bauarbeiten am neuen Pflegewohnhaus ein Andachtsraum eingerichtet. Damit ist die Abhaltung der Heiligen Messe im Geriatriezentrum Baumgarten auch in Zukunft möglich. Im neuen Pflegewohnhaus Baumgarten ist ein Andachtsraum vorgesehen, der von den gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften genützt werden kann. Damit kann auch hier die katholische Seelsorge aufrechterhalten werden. Auch die Heilige Messe kann im neuen Pflegewohnhaus abgehalten werden.

Rückfragehinweis für Medien: Wiener Krankenanstaltenverbund/Presse
Paul Vécsei, Bakk. phil – Telefon: 01 40409-70051 – E-Mail: paul.vecsei@wienkav.at

Hochwürdigste Eminenz!
Heute soll die Zwangsräumung in der Kapelle  gegen den Widerstand der Gläubigen erfolgen! Diese Vorgangsweise ist aus katholischer Sicht gegenüber den Gläubigen, insbesondere den älteren Menschen, inhuman, menschenverachtend und unchristlich. Laut Artikel 19, Vertrag von Lissabon, der eine Diskriminierung hinsichtlich der Religion und des Alters verbietet,  stellt die Vernichtung katholischer Weiheplätze und danach die Errichtung von multireligiösen Gebetsräumen einen schweren Diskriminierungstatbestand dar. Ist es vermessen oder naiv zu glauben, daß sich der Oberhirte JETZT persönlich an die Spitze seiner Gläubigen stellt, indem er sich an den Ort des Geschehens begibt? Can212 §2:   Den Gläubigen ist es unbenommen, ihre Anliegen, insbesondere die geistlichen, und ihre Wünsche den Hirten der Kirche zu eröffnen. §3   Entsprechend ihrem Wissen, ihrer Zuständigkeit und ihrer hervorragenden Stellung haben sie das Recht und bisweilen sogar die Pflicht, ihre Meinung zu dem, was das Wohl der Kirche angeht, den geistlichen Hirten mitzuteilen. Gelobt sei Jesus Christus!

 

2 Responses to “Christenverfolgung in Wien dauert an!”

  1. Bloody Mary Says:

    Pfui Teufel! Die offizielle Kirche (Kardinal) beugt sich dem Islamismus. Wahrscheinlich denken sie sich, wenn der Papst (Johannes der 23.) nicht nur den Boden aller Länder, sondern auch den KORAN küßt, müssen katholische Kapellen eben weichen. Schämt euch, alle miteinander!

  2. exspoeler Says:

    … war alles nur bla-bla, die kapelle ist nun vergangeheit. alles muss einem hässlichen neubau weichen! was die bürger wollen, dass ist der stadregierung sowas von egal, von der kirche will ich lieber erst garnicht sprechen …


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