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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der Opfertod Christi – das Geheimnis der Kirche 20. September 2010

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 02:57

Das eucharistische Geheimnis ist Quell und Mittelpunkt der Kirche, das Licht, in dem Geheimnis des Bösen zu begegnen ist, das Licht der Berufung zur Heiligkeit.

Es besteht kein Zweifel: das Adjektiv „historisch“ zwingt sich bei fast jedem Moment des Apostolischen Besuches Benedikts XVI. im Vereinigten Königreich auf. „Historisch“ kann seine Begegnung mit den Führern der anderen Religionen und mit dem Primas der anglikanischen Kirche, dem Erzbischof von Canterbury Rowan Williams genannt werden. Zweifellos historischer Natur war die Ansprache im britischen Parlament in Westminster an die Welt der Kultur und Politik sowie an das diplomatische Korps: vor Benedikt XVI. wurde diese Ehre nur der Königin von Großbritannien und Nelson Mandela zuteil.

Ebenso historisch war die Feier der heiligen Messe am heutigen Vormittag in der Heilig-Blut-Kathedrale von Westminster. Die säkulare Presse hörte nur die Worte „Missbrauch“, „die Opfer sind Märtyrer“. Der Papst jedoch hatte eine ganz andere Reflexion geboten und das eucharistische Opfer in den Mittelpunkt seiner Predigt gestellt. Denn: Für den Katholiken ist es unmöglich, Ereignisse – sowohl im Guten wie im Schlechten – separat zu betrachten. Der Katholik ist in der Welt als der, den der Sohn Gottes durch seinen Opfertod erlöst hat und der daher dazu berufen ist, an der Seite des Auferstandenen dem endgültigen Ziel entgegenzuschreiten, in Anbetung des allerheiligsten Sakraments des Altares, in dem Christus wirklich gegenwärtig ist. Kein Ereignis, kein Geschehen steht neben, jenseits oder über diesem Geheimnis.

So erklärte Benedikt XVI. die Absicht seiner Predigt: Angesichts des Ortes, an dem er sich befand, wollte er über das Geheimnis des kostbaren Blutes nachdenken. Denn dieses führt zum Herzen des Christentums: dazu, „die Einheit zwischen Christi Kreuzesopfer, dem eucharistischen Opfer, das er der Kirche geschenkt hat, und seinem ewigen Priestertum zu sehen, durch das er zur Rechten des Vaters unaufhörlich für uns, die Glieder seines mystischen Leibes, als Fürsprecher eintritt“. Das Geheimnis des Christentums – zusammengefasst in einem Satz, in dem Satz der das A und O einer jeden Katechese sein sollte.

Das Blutvergießen Christi am Kreuz ist, wie der Papst hervorhebt, die Quelle des Lebens der Kirche. Die Kirche feiert in allen Zeiten und an allen Orten die Eucharistie bis zur Wiederkunft des Herrn in Herrlichkeit, „, sie erfreut sich an seiner sakramentalen Gegenwart und zehrt von der Kraft seines rettenden Opfers für die Erlösung der Welt“. Das eucharistische Opfer schließt dann das Geheimnis der fortwährenden Passion des Herrn in den Gliedern seines mystischen Leibes, der Kirche aller Zeiten, ein.

Nur vor diesem Hintergrund kann dem Bösen begegnet werden. Die Märtyrer, „die den Kelch tranken, den Christus selbst getrunken hat, und deren Blut in Einheit mit seinem Opfer der Kirche neues Leben verleiht”, lassen für den Papst diesen Aspekt des Geheimnisses am deutlichsten werden. Und nur innerhalb dieser Dimension steht das Leiden der Menschen in der Welt und besonders auch das Leiden derer, „das durch den Missbrauch von Kindern verursacht wurde, besonders wenn es in der Kirche und durch ihre Diener geschah“.

Fazit: Jede Verkürzung des „mysterium iniquitatis“ auf Einzelaspekte wird dem (metaphysischen und grundlegenden) Gesamtzusammenhang nicht gerecht, der allein aus dem Glauben heraus zugänglich ist. Benedikt XVI. hebt hervor: „Die Realität des eucharistischen Opfers hat immer im Herzen des katholischen Glaubens gestanden; im sechzehnten Jahrhundert in Frage gestellt, wurde sie auf dem Konzil von Trient vor dem Hintergrund unserer Rechtfertigung in Christus erneut bekräftigt. Hier in England gab es, wie wir wissen, viele, die die Messe standhaft und oft zu hohem Preis verteidigten und so jene Verehrung der Heiligsten Eucharistie ins Leben gerufen haben, die für die katholische Kirche in diesen Ländern kennzeichnend geworden ist“.

Ohne den anbetenden Blick auf den Gekreuzigten, sein Opfer für die Erlösung der Welt, bleibt jedes Verbrechen als Verbrechen im Raum stehen, bleibt jeder Versuch einer „Lösung“ oder eine Gerechtigkeit der Welt zu wenig. Wesentlich ist, dass sich die Christen „immer mehr ihrer Würde als priesterliches Volk bewusst werden, dazu berufen, durch ihr Leben im Glauben und in Heiligkeit die Welt Gott zu weihen“. {Rom/kath.net: von Armin Schwibach}

Papst Benedikt bei Ansprache in der Westminster Hall

Christentum wird in einigen Bereichen zunehmend an den Rand gedrängt, auch in Ländern, die großen Wert auf Toleranz legen.

London (kath.net): Papst Benedikt hat am Freitag bei einer Begegnung mit Vertretern der Gesellschaft Großbritanniens eine Ansprache gehalten. Die Ansprache im Wortlaut auf kath.net:

Mister Speaker!

Ich danke Ihnen für den Willkommensgruß im Namen dieser erlesenen Versammlung. Wenn ich mich nun an Sie wende, so bin ich mir des Privilegs bewusst, hier in der Westminster Hall eine Ansprache an das britische Volk und seine Vertreter halten zu dürfen. Dieses Gebäude ist von einzigartiger Bedeutung in der gesellschaftlichen und politischen Geschichte des Volkes dieser Inseln. Dabei möchte ich auch meine Wertschätzung für das Parlament zum Ausdruck bringen, das schon seit Jahrhunderten an diesem Ort besteht und das einen großen Einfluss auf die Entwicklung von partizipativen Regierungsformen unter den Nationen ausgeübt hat, insbesondere im Bereich des Commonwealth und den englischsprachigen Ländern insgesamt. Ihre Tradition des common law bildet die Grundlage für die Rechtsordnungen in vielen Teilen der Welt, und Ihre Sicht der jeweiligen Rechte und Pflichten des Staates und der einzelnen Bürger sowie der Gewaltenteilung stellt weltweit eine bleibende Inspiration dar.

An diesem historischen Ort denke ich an die unzähligen Männer und Frauen im Lauf der Jahrhunderte, die ihre Rolle bei den bedeutsamen Ereignissen spielten, die in diesen Mauern stattfanden und das Leben vieler Generationen von Briten und auch anderen geprägt haben. Besonders rufe ich die Gestalt des heiligen Thomas More in Erinnerung, des großen englischen Gelehrten und Staatsmanns, der von Gläubigen wie von Nichtglaubenden wegen seiner Rechtschaffenheit bewundert wird, mit der er seinem Gewissen folgte, selbst um des Preises willen, daß es dem Herrscher missfiel, dessen „treuer Diener“ er war; denn er wollte an erster Stelle Gott dienen. Das Dilemma, vor dem Thomas More in diesen schwierigen Zeiten stand, diese stets aktuelle Frage nach dem Verhältnis zwischen dem, was dem Kaiser gebührt, und dem, was Gott gebührt, bietet mir die Gelegenheit, mit Ihnen kurz über den der Religion im politischen Leben zukommenden Platz nachzudenken.

Die parlamentarische Tradition dieses Staates verdankt viel dem im Land verbreiteten Sinn für maßvolle Zurückhaltung und dem Wunsch, einen echten Ausgleich zwischen den legitimen Forderungen der Regierung und den Rechten der ihr untergebenen Menschen zu erreichen. Im Lauf der Geschichte wurden einerseits mehrmals entscheidende Maßnahmen zur Beschränkung der Machtausübung ergriffen, andererseits konnten sich die politischen Institutionen des Landes mit bemerkenswerter Stabilität entwickeln. Aus diesem Prozess ist Großbritannien als eine pluralistische Demokratie hervorgegangen, die großen Wert auf das Recht auf freie Meinungsäußerung und politische Freiheit legt und Respekt für die gesetzlichen Vorschriften zeigt mit einer starken Betonung auf den Rechten und Pflichten des einzelnen und der Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz. Auch wenn sie andere Begriffe verwendet, so hat die kirchliche Soziallehre mit diesem Ansatz viel gemeinsam. Dabei bestimmt sie die Sorge, die einzigartige Würde der als Ebenbild Gottes geschaffenen menschlichen Person zu bewahren und das Augenmerk auf die der staatlichen Autorität zukommende Pflicht der Förderung des Gemeinwohls zu legen.

Und doch begegnen uns die fundamentalen Fragen, um die sich der Prozess von Thomas More drehte, im Lauf der Zeit auf stets neue Weise in den unterschiedlichen gesellschaftlichen Umständen. Jede Generation muss sich auf der Suche nach dem Fortschritt im Gemeinwohl neu fragen: Welche Verpflichtungen können Regierungen den Bürgern rechtmäßig auferlegen und wie weit erstrecken sich diese? An welche Autorität muss man sich wenden, um moralische Konflikte zu lösen? Diese Fragen bringen uns direkt zu den ethischen Grundlagen des gesellschaftlichen Diskurses. Wenn die den demokratischen Abläufen zugrundeliegenden moralischen Prinzipien ihrerseits auf nichts Soliderem als dem gesellschaftlichen Konsens beruhen, dann wird die Schwäche dieser Abläufe allzu offensichtlich; darin liegt die wahre Herausforderung der Demokratie.

Die jüngste globale Finanzkrise hat nur zu klar gezeigt, daß pragmatische Kurzzeitlösungen für komplexe soziale und ethische Probleme unbrauchbar sind. Es besteht weitgehende Übereinstimmung darüber, daß der Mangel an soliden ethischen Grundlagen für die wirtschaftliche Tätigkeit zu den großen Schwierigkeiten beigetragen hat, unter denen jetzt Millionen von Menschen auf der ganzen Welt zu leiden haben. Genauso wie „jede wirtschaftliche Entscheidung eine moralische Konsequenz hat“ (Caritas in veritate, 37), so hat auch im Bereich der Politik die ethische Dimension der politischen Programme weitreichende Auswirkungen, die keine Regierung ignorieren kann. Ein positives Beispiel dafür ist eine der besonders bemerkenswerten Errungenschaften des britischen Parlaments, nämlich die Abschaffung des Sklavenhandels. Die Kampagne, die zu diesem epochalen Gesetz führte, basierte auf festen ethischen Prinzipien, die im Naturrecht verwurzelt waren, und es hat einen Beitrag zum Fortschritt der Zivilisation geleistet, auf die dieses Land zu Recht stolz sein kann.

Bei all dem geht es um folgende zentrale Frage: Wo finden wir die ethische Grundlage für politische Entscheidungen? Die katholische Lehrtradition sagt, daß die objektiven Normen für rechtes Handeln der Vernunft zugänglich sind, ohne daß dazu ein Rückgriff auf die Inhalte der Offenbarung nötig wäre. Dementsprechend besteht die Rolle der Religion in der politischen Debatte nicht so sehr darin, diese Normen zu liefern, als ob sie von Nichtgläubigen nicht erkannt werden könnten. Noch weniger geht es darum, konkrete politische Lösungen vorzuschlagen, was gänzlich außerhalb der Kompetenz der Religion liegt. Es geht vielmehr darum, auf der Suche nach objektiven moralischen Prinzipien zur Reinigung und zur Erhellung der Vernunftanstrengung beizutragen. Diese „korrigierende“ Rolle der Religion gegenüber der Vernunft ist nicht immer willkommen, unter anderem weil entstellte Formen der Religion wie Sektierertum und Fundamentalismus sich selbst als Ursachen schwerer gesellschaftlicher Probleme erweisen können. Diese Verzerrungen der Religion treten ihrerseits dann auf, wenn der reinigenden und strukturierenden Rolle der Vernunft im Bereich der Religion zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Es ist also ein Prozess in beide Richtungen. Ohne die Korrekturfunktion der Religion kann jedoch auch die Vernunft den Gefahren einer Verzerrung anheimfallen, wenn sie zum Beispiel von Ideologien manipuliert wird oder auf einseitige Weise zur Anwendung kommt, ohne die Würde der menschlichen Person voll zu berücksichtigen. Ein solcher Missbrauch der Vernunft war es ja auch, der den Sklavenhandel und viele andere gesellschaftliche Übel erst ermöglicht hat, nicht zuletzt die totalitären Ideologien des zwanzigsten Jahrhunderts. Darum würde ich sagen, daß die Welt der Vernunft und die Welt des Glaubens – die Welt der säkularen Rationalität und die Welt religiöser Gläubigkeit – einander brauchen und keine Angst davor haben sollten, zum Wohl unserer Zivilisation in einen tiefen und andauernden Dialog zu treten.

Die Religion ist, anders gesagt, für die Gesetzgeber nicht ein Problem, das gelöst werden muss, sondern ein äußerst wichtiger Gesprächspartner im nationalen Diskurs. In diesem Zusammenhang komme ich nicht umhin, meine Besorgnis zu äußern, daß die Religion und besonders das Christentum in einigen Bereichen zunehmend an den Rand gedrängt werden, auch in Ländern, die großen Wert auf Toleranz legen. Manche sprechen sich dafür aus, die Stimme der Religion zum Schweigen zu bringen oder wenigstens ganz auf die Privatsphäre zu beschränken. Andere behaupten, daß von der öffentlichen Feier von Festen wie Weihnachten abgesehen werden sollte, und begründen es mit der fragwürdigen Annahme, daß solche Bräuche Angehörige anderer Religionen oder Nichtgläubige auf irgendeine Weise verletzen könnten. Schließlich fordern einige – paradoxerweise mit dem Ziel, die Diskriminierung zu bekämpfen –, daß von Christen, die ein öffentliches Amt ausüben, gegebenenfalls verlangt werden sollte, gegen ihr Gewissen zu handeln. Das sind besorgniserregende Zeichen einer Missachtung nicht nur der Rechte gläubiger Menschen auf Gewissens- und Religionsfreiheit, sondern auch der legitimen Rolle der Religion im öffentlichen Leben.

Ich möchte Sie alle daher einladen, in Ihren Wirkungsbereichen nach Wegen zu suchen, wie der Dialog zwischen Glaube und Vernunft auf allen Ebenen im Leben dieses Landes gefördert und belebt werden kann. Ihre Bereitschaft dazu zeigt sich bereits in der vorher nie dagewesenen Einladung des heutigen Tages an mich. Es kommt auch in den Anliegen zum Ausdruck, in denen Ihre Regierung mit dem Heiligen Stuhl zusammenarbeitet. Im Bereich der Friedensbemühungen werden Gespräche hinsichtlich der Ausarbeitung internationaler Abkommen zum Waffenhandel geführt; im Bereich der Menschenrechte haben der Heilige Stuhl und Großbritannien die Ausbreitung der Demokratie willkommen geheißen, besonders in den vergangenen 65 Jahren; in der Entwicklungshilfe gibt es Zusammenarbeit im Bereich des Schuldenerlasses, des fairen Handels und der Finanzierung der Entwicklung, insbesondere durch die International Finance Facility, den International Immunization Bond und das Advanced Market Commitment. Der Heilige Stuhl hofft darauf, in der Zukunft mit Großbritannien zum Wohl aller auch neue Wege zur Förderung des Umweltbewusstseins beschreiten zu können.

Ich möchte auch besonders erwähnen, daß die gegenwärtige Regierung die Verpflichtung übernommen hat, daß Großbritannien ab 2013 0,7 Prozent seines nationalen Einkommens für Entwicklungshilfe ausgeben wird. In den vergangenen Jahren war es ermutigend, die positiven Zeichen einer weltweit zunehmenden Solidarität gegenüber den Armen zu sehen. Aber die Umsetzung dieser Solidarität in effektive Maßnahmen erfordert ein neues Denken, das zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen in vielen Bereich führen kann wie der Nahrungsmittelproduktion, der Trinkwasserversorgung, der Schaffung von Arbeitsplätzen, der Bildung, der Familienförderung, besonders von Migranten, und der grundlegenden Gesundheitsversorgung. Wo es um Menschenleben geht, drängt die Zeit immer: Doch die Welt wurde Zeuge der enormen Mittel, die Regierungen zur Rettung von Finanzinstitutionen aufbringen konnten, von denen man geglaubt hat, sie seien „zu groß zum Scheitern“. Die ganzheitliche Entwicklung der Völker dieser Welt ist gewiss nicht weniger wichtig: Das ist eine Aufgabe, die die Aufmerksamkeit der Welt verdient und die fürwahr „zu groß zum Scheitern“ ist.

Der Überblick über die Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und dem Heiligen Stuhl in jüngster Zeit zeigt gut, wie viel Fortschritt seit der Aufnahme bilateraler diplomatischer Beziehungen bei der Förderung der vielen gemeinsamen Grundwerte in der ganzen Welt erzielt werden konnte. Ich hoffe und bete, daß diese Beziehung weiter Frucht bringen wird und daß sie sich auf allen Ebenen der Gesellschaft in einer zunehmenden Anerkennung der Notwendigkeit eines Dialogs und des Respekts zwischen der Welt der Vernunft und der Welt des Glaubens widerspiegeln wird. Ich bin überzeugt, daß auch in diesem Land die Kirche und die staatlichen Autoritäten in vielen Bereichen zum Wohl der Bürger zusammenarbeiten können, in Übereinstimmung mit der historischen Tradition dieses Parlaments, den Beistand des Heiligen Geistes für jene anzurufen, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen einsetzen. Damit eine solche Zusammenarbeit möglich wird, bedürfen religiöse Verbände – unter ihnen die mit der katholischen Kirche verbundenen Institutionen – der Freiheit, nach ihren eigenen Prinzipien und spezifischen Überzeugungen zu handeln, die auf dem Glauben und der offiziellen Lehre der Kirche beruhen. Auf diese Weise werden so grundlegende Rechte wie die Religions-, Gewissens und Versammlungsfreiheit gewährleistet. Die Engel, die von der wunderbaren Decke dieses altehrwürdigen Saales auf uns herabblicken, erinnern uns an die lange Tradition, aus der sich die britische parlamentarische Demokratie entwickelt hat. Sie erinnern uns daran, daß Gott stets über uns wacht, uns führt und uns schützt. Und sie laden uns ein, den entscheidenden Beitrag anzuerkennen, den der Glaube zum Leben dieses Landes geleistet hat und noch weiter leisten kann.

Mister Speaker, ich danke Ihnen einmal mehr für die Gelegenheit, kurz zu diesem erlesenen Personenkreis zu sprechen. Gerne versichere ich Ihnen und dem Lord Speaker meine besten Wünsche und mein beständiges Gebet für Sie und für die fruchtbare Arbeit beider Häuser dieses altehrwürdigen Parlaments. Vielen Dank und Gott segne sie alle!

 

6 Responses to “Der Opfertod Christi – das Geheimnis der Kirche”

  1. Bazillus Says:

    M. E. setzt dieser Papst Maßstäbe. Ich folge ihm gern nach. Er ist in der kath. Kirche, die über so viele laue, zeitgeistgewaschene Bischöfe im deutschsprachigen Raum verfügt, eine Lichtgestalt, der noch die alten Wahrheiten zu sagen weiß, und zwar in einer Weise, die nicht nur Intellektuelle verstehen können, sondern auch Normalgläubige. Ich fühle, dass er sich diesen Wahrheiten glaubensmäßig verpflichtet fühlt. Und das macht ihn so glaubwürdig.

    Priester vom Schlage dieses Menschen würde ich in den Kirchen gern mehr sehen, vor allem in der katholischen.

    • ReiterRoman Says:

      Schlaglichter
      „Nach den statistischen Erhebungen der Deutschen Bischofskonferenz waren im Jahr
      1960 knapp 15.500 Priester in der Pfarrseelsorge tätig. Diese Zahl hat kontinuierlich
      abgenommen auf knapp 8.100 im Jahr 2008. In diesem 50-Jahres-Zeitraum ist die Anzahl
      an Priestern in den Pfarreien also auf etwa die Hälfte gesunken. Ein Problem solcher absoluter
      Zahlen ist jedoch, dass sie wenig aussagekräftig sind. Andere Veränderungen
      können sich in ihnen spiegeln. Daher gilt es diese genauer zu betrachten. Sieht man sich
      die Anzahl der Katholiken an, so fallen keine größeren Veränderungen in diesem Zeitraum
      auf. Die Zahl schwankt zwischen 25 und 28 Millionen im Zeitraum von 1960 bis
      2008. Dabei wird der Höchststand 1990 mit der Wiedervereinigung Deutschlands erreicht.
      Der halben Zahl von Priestern gegenüber 1960 steht 2008 also die gleiche Anzahl
      an Katholiken gegenüber.

      – Kardinal Lehmann, Adventspredigt 2009
      „Es scheint mir ein böses Zeichen zu sein, dass wir Priester offensichtlich nicht mehr für
      unseren Beruf werben und nicht mehr ansteckend wirken. Viele haben offenbar den Mut
      verloren, junge Leute für diesen Auftrag zu gewinnen. Zweifeln sie selbst an ihrem Auftrag?
      Sind sie „nur“ überlastet und müde? Vielen Amtsträgern fehlt Hoffnung und Zuversicht,
      sie sind kleingläubig im Blick auf ihren Beruf.

      Das Priestertum wurzelt in der Berufung durch Jesus Christus selbst. Die Einsetzung der
      Zwölf als vorösterliche Handlung Jesu kann nicht bestritten werden:
      (Mk 3) Jesus stieg auf einen Berg und rief die zu sich, die er erwählt hatte, und sie kamen zu
      ihm. Und er setzte zwölf ein, die er bei sich haben und die er dann aussenden wollte, damit
      sie predigten und mit seiner Vollmacht Dämonen austrieben. Die Zwölf, die er einsetzte, waren:
      Petrus – diesen Beinamen gab er dem Simon -, Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes,
      der Bruder des Jakobus – ihnen gab er den Beinamen Boanerges, das heißt Donnersöhne
      -, dazu Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, der Sohn des
      Alphäus, Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn dann verraten hat.
      – Ebensowenig kann man leugnen, dass Jesus im Abendmahlssaal den Aposteln allein
      den Auftrag gegeben hat, das Opfer seines Leibes und Blutes sakramental zu erneuern
      („tut dies zumeinem Gedächtnis“).

  2. Kiley Says:

    Die Kraft der Gebete sollte man nie unterschätzen!
    Unser Heiliger Vater erreicht viele Herzen! Er ist erfüllt von der Liebe zu Jesus Christus.

    DANK an alle die ihm beistehen, die Gottesmutter, der hl. Josef, Pater Pio, die Erzengel, alle Engel und Heiligen, alle Schutzengel, auch alle Schutzengel von den Armen Seelen, den Armen Seelen und allen Betern.

    Wir Beter tragen ihn weiterhin durch unsere Gebete.

    Vielen Dank Lieber Gott für die Erhörung der Gebete, bitte Lieber Gott segne und beschütze unseren Heiligen Vater auch weiter auf seinem Weg.

    Preiset den Herrn!

  3. ReiterRoman Says:

    Westminster-Hall-Rede
    Mit seiner Rede in der West-Minster-Kathedrale hat Papst Benedikt XVI. mit großer Glaubensüberzeugung auf die Menschen gewirkt.
    Nach diesem Gottesdienst ist es dann zu einer spontanen Begegnung mit den Jugendlichen vor der Kathedrale gekommen.
    Ergreifend waren die Reden des jungen Mannes, der in der Jugendarbeit tätig ist, und die Antwort des Papstes an die jungen Menschen.
    Nach einem Wort von Papst Benedikt XVI.: ,Wer glaubt, ist nicht allein`; dieses Zitat beweist sein Besuch in England.
    Der Glauben kann Verbindungen, Hoffnung und Zuversicht zwischen den Menschen bringen.
    Trotz Proteste gibt es auch viel Zustimmung für Papst Benedikt XVI. und gerade diese Zuneigung benötigt auch ein Papst als Mensch, wenn man bedenkt, dass er 83 Jahre alt ist.
    Die Menschen sollten deshalb auch dankbarer für Papst Benedikt XVI. sein und nicht nur dauernd Kritik an allen Dingen üben, welche die Kirche betreffen.
    Papst Benedikt XVI. geht mutig und voll Vertrauen auf Gott seinen Weg im Glauben weiter.
    Dazu sollten wir mehr für ihn beten.
    Ohne Gebet gelingt uns auch oft selber nichts.
    Was wir dringend in dieser unserer Welt benötigen, ist ein Frieden zwischen Menschen und Völkern. Und dafür setzt sich ja Papst Benedkt XVI. besonders ein

  4. GottesAuge Says:

    Danke an alle
    Danke an alle die für ihn gebetet haben. Ein wunderbarer Besuch im UK, keine Fettnaepfchen, nur wundervolle Reden, Bilder, Ansprachen, Gesten und Worte.

    Tja, schade für die deutschen Redakteure der „meinungsbildenden“ Medien, nur wenig liest man, kaum grossartige Bilder. Wie hat man doch auf den Skandal gelauert.

    Danke auch den Briten. Die überwiegende Mehrheit dieses grossartigen Landes hat sich auf das „Abenteuer Papst“ eingelassen und ist sicher reich beschenkt worden.


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