kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ausführlicher Bericht über Christenverfolgung im Sudan 20. September 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 01:53

Bischof Gassis bei den zurückgekauften Kindern

Südsudan bittet um Hilfe gegen Rebellenarmee

Menschen fürchten Angriffe der LRA – Bischof Kussala: “Es ist einfach zu viel für uns”!

Mit einer von über 30 Kirchen- und Regierungsvertretern aus vier afrikanischen Ländern unterzeichneten Erklärung hat der Bischof von Tombura-Yambio (Südsudan), Edward Hiiboro Kussala, die internationale Gemeinschaft erneut um Hilfe im Kampf gegen die Rebellenarmee “Lord´s Resistance Army” (LRA) gebeten. Die LRA terrorisiere immer noch die Grenzregion zwischen dem Sudan, der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik sowie den Norden Ugandas, sagte Kussala im Gespräch mit „Kirche in Not“.

Erst vergangene Woche habe sich in seiner Bischofsstadt Yambio wieder ein Überfall der LRA ereignet, bei dem acht Menschen mit Macheten zu Tode gehackt und weitere 14 schwer verletzt wurden, beklagte Kussala. Wörtlich sagte der Bischof: “Wir sind sowohl von unseren eigenen Regierungen als auch von der internationalen Gemeinschaft vergessen worden. Deshalb meint die LRA, sie kann tun, was sie will”. Der Bischof erinnerte an die unzähligen Menschen, die in den letzten Jahren durch Angriffe der Rebellenarmee getötet oder vertrieben worden seien. Kussala sagte, der ganze Südwesten des Sudan lebe in Panik, ebenso wie die angrenzenden Gebiete in der Zentralafrikanischen Republik, der Demokratischen Republik Kongo und Uganda. “Es ist einfach zu viel für uns!”, rief der Bischof aus. Die nun am Ende einer Konferenz in der Bischofsstadt Yambio unterzeichnete Erklärung fordert, dass die Vereinten Nationen, die USA und die Europäische Union den Druck in der Region erhöhen sollen, um die Bedrohung durch die LRA einzudämmen. Dazu seien vor allem Friedensgespräche mit der Rebellenarmee nötig, betonte Kussala. Außerdem fordert die Erklärung mehr humanitäre Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene.

Der Bischof beschreibt weiter die Auswirkungen der brutalen Gewalt, mit der die Anhänger der LRA vorgehen: “Sie zerstören Eigentum und lassen Kinder als Waisen zurück”. Inzwischen gebe es kaum mehr Schulen oder soziale Einrichtungen, da ganze Regionen entvölkert seien. Militärisch könne gegen die Bedrohung durch die LRA allerdings nur begrenzt vorgegangen werden. Setze man Gewalt gegen die Rebellen ein, ginge das Leiden und Sterben nur weiter, fürchtet Bischof Kussala. Daher setze er seine Hoffnung auf den Beginn eines friedlichen Dialogs. Berichte, denen zufolge die LRA mit dem islamistischen Präsidenten des Sudan, Omar al-Baschir, zusammenarbeite, könne er nicht mit letzter Sicherheit bestätigen, sagte Kussala. “Aber jemand muss die Rebellen mit Waffen und Nahrung versorgen sowie ihre Telefonverbindungen ermöglichen”. Die Frage über den Umgang mit der LRA wird nach Ansicht Kussalas einen großen Einfluss auf das Ergebnis des Referendums über eine mögliche Unabhängigkeit des Südsudan im Januar 2011 haben.

Bischof Mazzolari zelebriert eine Messe im Freien

Holpriger Weg in die Zukunft

Bei Wahlen im Südsudan gehören versklavte Menschen zu den Verlierern. CSI wird die Befreiungsaktionen fortsetzen, bis der letzte Sklave zu Hause ist.

Die Lautsprecher auf der Wahlkundgebung von General Dau Aturjong knacken noch einmal kurz, dann bleiben sie stumm. Auf Anordnung des Gouverneurs Paul Malong schneidet der Polizeidirektor die Kabel einfach durch. Der lautstarke Protest der Anhängerschar von Dau Aturjong, die sich trotz drückender Hitze auf dem “Freedom Square” versammelt hat, wird von Sicherheitskräften kurzerhand erstickt. Es kommt zu Verhaftungen. Der Vorgang ist kein Einzelfall. Beobachtern drängt sich die Frage auf, ob im Südsudan fünf Jahre nach dem Waffenstillstand tatsächlich Bedingungen für freie und demokratische Wahlen geschaffen worden sind.

In Juba Reichtum, ringsherum Gewalt: Demokratische Wahlen haben im Südsudan keine Tradition. Nach Uno-Angaben forderten Stammes- und Machtkämpfe im letzten Jahr allein im Süden 2’500 Menschenleben und 400’000 Einwohner wurden vertrieben. Viele der Analphabeten in der Region sind bei der Registrierung für die Wahlen im April 2010 übergangen worden. Fünf Jahre nach dem historischen Friedensabkommen hat die südliche Regierung fast keines der drängenden Probleme in den Griff bekommen. In der südsudanesischen Hauptstadt Juba stehen die Regierungslimousinen mit verdunkelten Scheiben Stoßstange an Stoßstange, während es im Rest des Landes kaum einen Kilometer geteerte Straßen gibt. Die Wahlen und das Referendum zur Unabhängigkeit vom Norden sind durch Korruption, Wahlstreitigkeiten und mit modernen Waffen ausgetragene Stammeskämpfe gefährdet. Kommt es 2011 zur Trennung der beiden ethnisch und religiös so unterschiedlichen Landesteile, könnte die Befreiung von Sklaven sehr erschwert werden.

In drei Monaten 500 Sklaven frei: Zwischen Januar und März 2010 erhielten 500 Sklaven ihre Freiheit; jeder bekam die Gelegenheit, seine Geschichte zu erzählen. Unter ihnen war Achol Akot Deng, die wir im Schatten eines Tamarindenbaums befragten. “Mein Besitzer wollte mich zu einer Muslima machen und gab mir den arabischen Namen ‘Howah’”, sagte sie. Elf lange Jahre war Achol in seiner Gewalt. Ihren Ehemann sowie ihre Kinder Garang und Abuk hat sie seit ihrer Verschleppung in den Norden nicht mehr gesehen. Achol wurde gezwungen, bei Exekutionen “ungehorsamer” Sklaven dabei zu sein und zuzuschauen. Die Hoffnung, eines Tages ihren Mann und die Kinder wieder zu sehen, ließ Achol die Schrecken ertragen und erhielt sie am Leben. Jetzt will sie sich auf das letzte Stück des Weges heim zu ihrer Familie im Dorf Manyiel machen.

Szenen wie aus einem Horrorfilm: Bei vielen Begegnungen und Gesprächen werden wir mit Szenen wie aus einem Horrorfilm konfrontiert. Der elfjährige Mawien litt unter Tropengeschwüren an beiden Beinen, Abuk hatte eine Halswunde und Verstümmelungen an der rechten Hand. Dem Sklaven Garang Agoth Akol hatte sein Besitzer als “Strafe” für Ungehorsam zwei Zehen abgehackt. Wir fragen die vierfache Mutter Ajak, wie es zur Schusswunde an ihrem Bein kam. Während der Verschleppung in den Norden hatte ihr Sklaventross in der Stadt Gomelay einen Zwischenhalt gemacht. Nachts versuchte eine Gruppe gewöhnlicher Krimineller, die gefangenen Frauen und Kinder, die wie Vieh an Pflöcken festgebunden waren, zu stehlen. Bei der anschließenden Schießerei zwischen den Dieben und Besitzern kam es zu einem Blutbad, Ajak wurde von einer Kugel am Oberschenkel getroffen. “Wegen des Durcheinanders und der Dunkelheit gingen meine vier Kinder verloren”, berichtet die vor Gram und Schmerz vorzeitig gealterte Frau, “ich habe meine Kinder nie wieder gesehen”. Später musste Ajak miterleben, wie einige ihrer Mitgefangenen elend verdursteten, sie selber überlebte auch diese Tortur. Auffallend ist, dass die befragten Sklaven kaum Rachegefühle gegen ihre Peiniger hegen. Ajak ist eine Ausnahme: “Wenn ich könnte”, ließ uns die resolute Frau wissen, “dann würde ich mit einem Gewehr in der Hand in den Norden zurückkehren und die Araber töten. Sie haben mein Leben zerstört”.

CSI nutzt die noch verbleibende Zeit so intensiv wie möglich, um viele Menschenleben zu retten. Danke, dass Sie auch das letzte Stück dieses langen Weges mit uns gehen.

“Wir fürchten einen neuen Krieg”


Kirchen warnen vor neuen Kämpfen im Sudan – trotz Friedensvertrag

Jahrzehnte Krieg und Terror haben im Sudan ihre Spuren hinterlassen; nicht zuletzt in den Herzen der Menschen. Die Gewalt hat Millionen Opfer gekostet, Misstrauen gesät und die Gesellschaft zersetzt. Friedensverträge wurden unterschrieben und wieder gebrochen. Noch hält zwar der letzte, mit viel Hoffnung verbundene Vertragsschluss von Januar 2005, die so genannte “umfassende Friedensvereinbarung” (Comprehensive Peace Agreement, CPA). Doch de facto regelt das Dokument nicht mehr als einen vorläufigen Waffenstillstand, der zudem nur in Teilen des Landes gilt. Echten Frieden hat das vor fünf Jahren in Nairobi unterschriebene Abkommen zwischen der Regierung in Khartum sowie der Volksbefreiungsarmee und -bewegung im Süden (Sudan People’s Liberation Army/Movement, SPLA/M) dem Land jedenfalls nicht gebracht. Im Gegenteil: Die Regierung hat diese Vereinbarung mehrfach gebrochen. Gezielt wurde und wird das für 2011 angesetzte Referendum über die Unabhängigkeit des Südens unterlaufen. Die für Juni 2009 geplanten Nationalwahlen wurden auf den April dieses Jahres verschoben. Dies ist die klimatisch wohl heißeste Zeit des Jahres, in der Millionen Menschen sehen müssen, wie sie über die Runden kommen.

Flüchtlinge können nicht in ihre Heimatregion zurück, um sich registrieren zu lassen. Die Infrastruktur im ehemaligen Kriegsgebiet ist nach wie vor dürftig, die Versorgung der Bevölkerung bleibt unzureichend. Zugenommen hat nur die Korruption. Weite Teile des Landes und der Bevölkerung profitieren nicht von den Einnahmen aus dem Ölgeschäft, die dem Wiederaufbau dienen sollen. Unser Hilfswerk und andere Nichtregierungsorgansiationen haben bereits darauf hingewiesen, dass im Sudan die Gewalt zugenommen hat. Ein neuer, offener Krieg droht. Anfang Dezember 2009 erklärte der katholische Bischof von Rumbek, Cesare Mazzolari, in einem dramatischen Appell: “In vielen Teilen des Landes terrorisieren von der Regierung unterstützte Milizen die Bevölkerung. Sie schüren Angst und provozieren Spannungen unter Stämmen und ethnischen Gruppen”.

Zunehmende Spannungen zwischen Nord- und Südsudan: Auch die “Episcopal Church of Sudan (ECS)” warnte in einer Erklärung Ende November vor einem Scheitern der Friedensvereinbarung von 2005. Sowohl bei den Vorbereitungen zu den bevorstehenden Wahlen wie in punkto Einnahmen durch das Ölgeschäft lasse die Regierung jegliche Transparenz vermissen. Es würden Gesetze erlassen, die dem Geist des Friedensabkommens widersprächen; die Vorbereitungen für das Referendum 2011 würden blockiert. Diplomaten wie der russische Sonderbotschafter Michail Margelow warnen gar vor einem “neuen Somalia”, da die Lage immer mehr außer Kontrolle gerate. Bischof Mazzolari spricht von zunehmenden Spannungen zwischen Nord und Süd. Bisher sei es zwar nur vereinzelt zu offenen Kämpfen gekommen, doch herrsche eine Atmosphäre des “kalten Krieges” vor.

Regierungstruppen haben wichtige strategische Positionen neu besetzt. Es geht letztlich darum, den Zugriff auf die Ölvorkommen des Landes zu sichern. Der Rohstoff verheißt demjenigen Wohlstand, der die Quellen kontrolliert sowie die Förderungstechnik bereitstellen kann und beherrscht. Trotz aller Proteste und Vermittlungsversuche führt das Khartumer Regime im Westen des Landes weiter unverdrossen Krieg gegen die eigene Bevölkerung. Das alles lässt nichts Gutes erwarten. Beobachter halten einen neuerlichen Ausbruch der Kämpfe in Kurdufan oder in den Nuba-Bergen, vielleicht sogar im Süden daher für sehr wahrscheinlich. Der Bischof von El Obeid, der betroffenen Diözese im Herzen des Sudan, Macram Max Gassis, hat die Regierung wiederholt und mit scharfen Worten kritisiert: “Ich bin Zeuge einer seit mehr als 20 Jahren andauernden religiösen Verfolgung und Versklavung, von Vergewaltigungen und Folter, Hunger und Tod”.

In einem Gespräch mit „Kirche in Not“ beschreibt der Bischof das unvorstellbare Leiden der Bevölkerung: “2,2 Millionen Menschen wurden Opfer eines Völkermordes, der Sudans Christen und Nichtmuslimen galt”. Die Zahl der Toten sei höher als bei den Verbrechen in Bosnien, im Kosovo und in Ruanda. Ohne Skrupel habe die Regierung Kirchen, Schulen, Krankenhäuser und Flüchtlingslager bombardieren lassen. Das sei im Südsudan zwar jetzt vorbei, doch die aktuellen Ereignisse in Darfur seien eine Kopie dessen, was im Süden des Landes geschehen sei: ein Genozid.

“Die Regierung täuscht und manipuliert”: Die Not der Bevölkerung ist nach Darstellung des Bischofs größer geworden. Die Regierung verhalte sich nach wie vor “wie ein Vater, der sich um seine Kinder nicht kümmert”, ja sie täusche und manipuliere. So sei etwa die Zahl der christlichen und nicht-muslimischen Sudanesen deutlich höher als von offizieller Seite immer wieder behauptet werde. Um die gottgegebene Würde des Menschen zu verteidigen, sei die Kirche verpflichtet, immer wieder ihre Stimme zu erheben. “Die Kirche ist ein Zeichen der Hoffnung”, sagt der Bischof. Sie helfe tatkräftig, baue Schulen und Brunnen, unterstütze die Menschen unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder ihren religiösen Überzeugungen. Vehement kritisiert der Bischof, der in Khartum geboren wurde und fließend Arabisch spricht, die Entwicklung im Sudan seit 2005. Die in der Friedensvereinbarung gegebenen Zusagen seien nicht eingehalten worden. Flüchtlinge hätten nach wie vor nicht die Möglichkeit, in ihre Heimat zurückzukehren. Ein Wiederaufbau finde nicht statt, die Infrastruktur fehle, Brunnen, Krankenhäuser, Schulen. Die Einnahmen aus dem Ölgeschäft kämen den betroffenen Regionen nicht zugute. Anstatt die Landwirtschaft zu fördern, würden Lebensmittel importiert. Offene Kritik ist bei den Machthabern in Khartum wenig beliebt. Wer sie übt, muss mit Repressalien rechnen. Bischof Gassis hat sie zu spüren bekommen. Er galt lange als “unerwünschte Person”, die einen Zugriff durch das Regime fürchten musste. Vor 17 Jahren verließ er deshalb seine Diözese. Inzwischen kann er den Sudan wieder besuchen.

Die Kritik des Bischofs gilt jedoch nicht nur der Regierung, sondern auch der SPLA/M. Ihre Vertreter verfolgten persönliche Interessen, nicht die der Bevölkerung. Die Korruption sei zu einem ernsten Problem geworden. Staatliche Mittel und Hilfsgelder kämen nicht dem Aufbau der Infrastruktur zugute, sondern nur wenigen einzelnen. Das Geld werde verschwendet oder fließe in irgendwelche Taschen. Bischof Gassis: “Ich habe christliche Politiker gefragt: Was habt ihr mit dem Geld gemacht? Sie konnten mir keine Antwort geben, weil sie genauso korrupt sind wie die Regierung”. Zudem prangert der Bischof die mangelnde Geschlossenheit der Opposition im Sudan an. Die Uneinigkeit verlängere nur die Leiden der Bevölkerung. Es sei notwendig, zu Ehrlichkeit und Transparenz zurückzukehren; zu einer Verständigung, die sich nach den Bedürfnissen der Menschen richtet, nicht nach den persönlichen Ambitionen von Politikern. Bischof Gassis bestätigt die Beobachtung vieler: “Unter diesen Umständen hat das CPA keine Chance. Fünf Jahre nach der Unterzeichnung droht ein neuer, bewaffneter Konflikt”.
{Quelle: Kirche in Not: Bischof Gassis besucht ehemalige Kindersklaven}

Welle der Gewalt im Südsudan befürchtet

Bischof warnt vor einem drohenden “Völkermord” und ruft zur Besonnenheit auf

Im Süden des Sudan befürchten Kirchenvertreter nach der Bekanntgabe der Ergebnisse der Präsidentschaftswahl eine Welle der Gewalt. In einem Schreiben an „Kirche in Not“ warnt der Bischof der südsudanesischen Diözese Tombura-Yambio, Edward Hiiboro Kussala, sogar vor einem “Völkermord”. Grund für die drohende Gewalt sind nach Angaben Kussalas Unstimmigkeiten beim Ablauf der Wahlen, die bei vielen Bevölkerungsgruppen das Gefühl geweckt hätten, übervorteilt worden zu sein. Die Verzögerung der Bekanntgabe des Wahlergebnisses und fehlende Transparenz bei der Auszählung habe diese Ängste in der Bevölkerung noch weiter geschürt. Bischof Kussala schreibt uns, er habe seit dem Beginn der Wahlen am 11. April beobachtet, dass “tief verwurzelte Feindschaften” zwischen den Ethnien im Südsudan nicht wie erhofft auf eine “konstruktive und politische Art” gelöst werden konnten. Er befürchtet nun, dass sich die Streitigkeiten deshalb erneut in Gewalt entladen und ruft seine Landsleute zur Besonnenheit auf. Vor allem mit Blick auf die Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des Südsudan im Januar 2011 kritisiert Bischof Kussala, dass wichtige Fragen der Wähler noch nicht ausreichend von den Parteien thematisiert worden seien. Ungeklärt in Bezug auf die Unabhängigkeit sind demnach zum Beispiel die Grenzziehung zwischen dem zukünftigen Nord- und Südsudan sowie die Aufteilung der reichen Erdölerträge zwischen beiden Regionen und die Regelung der Wirtschaftsbeziehungen. Der Bischof ruft wegen dieser ungelösten Fragen zum Dialog auf und betont, dass die Wahlen trotz aller Unstimmigkeiten in Anbetracht der schwierigen Verhältnisse im Südsudan “recht gut” umgesetzt worden seien. Er appelliert an die internationale Gemeinschaft, weiter “auf dem Weg zur Demokratie an der Seite des Sudan zu bleiben”. Wörtlich schreibt er: “Lasst uns hoffen, dass die Vernunft siegen wird und dass die friedfertigen Kräfte in unserem Land in der Lage sein werden, das drohende Unheil abzuwenden”. Wir rufen zum Gebet für den Frieden im Sudan auf und bitten um Spenden für den Aufbau von Pfarr- und Ausbildungszentren im Süden des Landes.

{Quelle: Hilfswerke „Kirche in Not“ und „CSI“ in Deutschland}

 

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