kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ägyptische Sicherheitskräfte stürmen das Kloster St. Makarius 20. September 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 03:14

Mehr als 300 Regierungs-Agenten waren mit militärischen Fahrzeugen im Einsatz, sie attackierten die Mönche des Klosters mit Tränengas und Steinen. Der Vorfall ereignete sich um 20.00 Uhr am 7. September, erst in den letzten Tagen offenbarten die Nachrichtenagenturen den Vorfall.


Kairo (AsiaNews / Agenturen): Hunderte von ägyptischen Sicherheitskräften -Offiziere- und extremistische Anwohner beteiligten sich mit militärischen Fahrzeugen, bei den Angriff auf das Kloster St. Makarius von Alexandrien Wadi El-Rayan in der Fayoum Provinz, etwa 150 südlich der Hauptstadt Kairo. Während des Angriffs, mit über 300 Personen wurde Tränengas eingesetzt, und mit Stöcken auf die Mönche eingeschlagen und mit Steinen beworfen, drei von den Mönchen wurden schwer verletzt.

Nach Angaben der Agentur Aina, die Sicherheitskräfte wollten verhindern, dass das alte Kloster Restauriert wird, so wollte man auch ein Lieferung von Ziegeln unterbinden, die benötigt werden um neue Räume zu bauen, damit mehr Gläubige Menschen dort Zuflucht finden. Die Angreifer haben versucht, das Material zu beschlagnahmen, aber die Mönche saßen darauf und haben dies abgelehnt. Im Zentrum der Erzählung scheint, daß Probleme gibt im Zusammenhang mit Besitz und der Nutzung des Gebiets, die angegangen werden sollten, und von den Behörden gegen die Mönche gerichtet ist. Letztere argumentieren, dass Wadi El-Rayan ein „geschützter Bereich“ und unantastbar ist. Die Mönche argumentieren, dass es für sie unbedingt erforderlich ist, das Kloster zu restaurieren. P. Boulos El-Makkary, Vorstand und Sprecher der 95 Mönche glaubt, dass die Regierung den Bau neuer Zellen verhindern will, und das Wachstum des Klosters und der zunehmenden Anzahl der Gäste ein Dorn im Auge ist.

Wenn Gruppen von 5 oder 8 Männern sich einen Raum teilen müssen, dann müssten eben neue Räume innerhalb des Klosters gebaut werden. Früher waren die Mönche großteils in Höhlen in den Bergen, wo es an Elektrizität und Wasser fehlte. Doch seit 1996 gab man den Mönchen die Erlaubnis zu bleiben, da dieses Kloster schon fast über vierhundert Jahre dort stand und am Verfallen war. Aus dem Umweltministerium hatte man ihnen hier Vertraglich einen dauerhaften festen Wohnsitz gewährt. {Italienische Quelle: http://www.italian.faithfreedom.org – Deutsche Übersetzung: Dolomitengeist}

Streitkräfte überfallen koptische Mönche

Tränengas, Stöcke, Steine und Glasscherben schenkten die ägyptischen Streitkräfte den Mönchen des Klosters des Heiligen Makarius in Rayan-Tal bei Faium

Jetzt ist es sonnenklar! Nicht die Fundamentalisten oder die islamischen Terroristen bzw. die gläubigen Moslems, die den Islam richtig verstehen, regten sich auf, weil Baumaterial fürs koptische Kloster transportiert wurde. Diesmal kommt der Hass von der ägyptischen Regierung, welche sich gemäß des zweiten Artikels der ägyptischen Verfassung zum Islam bekennt, und welche auch ganz offen zugibt, dass sie die Kopten verfolgt und diskriminiert.

Vorgestern schickte das Innenministerium über 300 Soldaten und gepanzerte LKWs zum bescheidenen Kloster des Heiligen Makarius in Rayan-Tal bei Faium. Obwohl die 95 Mönche keine Waffen oder irgendeinen Widerstand leisteten, wurden sie von den Soldaten angegriffen, und zwar mit Stöcken. Zunächst einmal gab es Tränengas, was total unerklärlich ist. Wer hat demonstriert oder die öffentliche Ruhe gestört, damit man durch Tränengas die Menge vertreiben wollte! Welche Öffentlichkeit? Es handelt sich um eine verlassene Gegend! Aber nein, die ägyptische Regierung wollte unbedingt ihre Muskeln spielen lassen, um die ungläubigen Mönche in Angst zu versetzen. Keineswegs gaben sich die koptischen Mönche geschlagen! Pater Paulus und die anderen Mönche parieren seit 1997 und werden nicht müde.

Gegenüber „Copts United und Free Copts“ berichtete Pater Paulus: „Um 20 Uhr wurde das Kloster von über 300 bewaffneten Soldaten umzingelt, die erst uns mit Tränengas bewarfen, was wir aufgehoben haben und die Bilder im Internet stellen ließen. Minuten später wurden die Mönche von diesen Soldaten mit Steinen geschlagen und mit Steinen und Glasscherben beworfen. Drei der Mönche erlitten massive Verletzungen und Brüche! Es ist eine Schande für das ägyptische Regime, dass wehrlose Mönche überfallen werden, als ob sie Terroristen wären“.

Das Kloster wurde im Jahr 1960 errichtet, als der selige Pater Matta Almeskien mit ein paar Mönchen sich in diesem Tal niederließ. Gamal Abd Elnasser hatte damals keine Einwände. Selbst Anwar Elsaddat, der zu Moslembrüdern gehörte und die Christen aus Ägypten vertreiben wollte, ließ die koptischen Mönche zufrieden. Aber der seit 1981 herrschende Diktator Hosny Mubarak schikaniert die Kopten, wo er es kann. Im Jahr 1997 erfand der wahabitische Gouverneur eine neue Schikane, indem er die Gegend zu einem Naturschutzgebiet erklärte. Dadurch verklagte er die zuständigen Mönche, wo es von Bußgeld und Haft gehagelt hatte. Nichtsdestotrotz stieg die Zahl der Mönche und Novizen. Momentan leben 95 Mönche in diesem bescheidenen Kloster, wie jeder auf Youtube sehen kann. Pater Paulus meinte dazu: „Alles, was wir wollen, ist in Ruhe zu Gott beten. Wir waren Beamte, leisteten den Wehrdienst und bezahlten die verlangten Steuer. Unsere Vorfahren, Ureltern und wir sind ägyptische Staatsbürger. Warum werden wir verfolgt? Die Mönche baten zigtausend Mal um die Baugenehmigung für Zellen und Räumlichkeiten, weil acht Mönche in einer Zelle leben, was gegen die monastischen Regeln ist. Als wir Baumaterial ins Kloster transportieren ließen, sah der ägyptische Staat rot. Das ist nicht das erste Mal, dass die Polizei uns belästigt. Im vergangenen Februar wurden die LKWs beschlagnahmt und deren Fahrer inhaftiert. Die Baumaterialien sahen wir nie wieder und die Mönche werden weiter von allen Seiten gestört“.

„Der Gouverneur agiert echt schizophren! Einerseits erklärte er die Gegend zu einem Naturschutzgebiet und andererseits ließ er riesige Schwimmanlage für die Touristen errichten, was die Mönche aus ihrem monastischen Alltag reißt. Außerdem werden Wohnanlagen errichtet und Gärten angelegt. Sie wollen aus unserem Kloster eine Oase für die Touristen und sehen uns als Hindernis, welches beseitigt werden muss, damit sie ihr Mammut-Projekt verwirklichen können. Dabei vergessen sie, dass wir seit 1960 in diesem Kloster leben“.

„Wie kann es sein, dass seit 1997 der Sicherheitsdienst und die Polizei uns ständig im Nacken setzen, wenn wir irgendetwas bauen möchten. Ständig kommt zu Beschimpfung und sogar Handgreiflichkeiten. Wir sind keine Verbrecher oder kleine Kinder, damit man uns schlägt und terrorisiert. Es hagelt jedes Mal von Anzeigen und Bußgeldern. Einige von uns wurden zu Haftstrafen verurteilt und die Verfahren laufen noch, nachdem wir die Urteile anfochten. Vor einer Woche haben sie uns auch überfallen. Jedoch schämten sie sich, als wir ihnen sagten: „Wollt ihr die Angriffe auf das Kloster des Heiligen Bane im Jahr 2008 wiederholen! Hat es euch nicht gereicht, was ihr in Elkoscheh, Alexandria und vielen Bundesländern den Kopten angetan habt“. Diesmal und jedes Mal sagen wir ihnen: „Wir verlassen unser Kloster nicht und sind dazu bereit, für unseren christlichen Glauben als Märtyrer zu sterben, was eine Ehre für jeden Christen ist“. Am nachfolgenden Tag zogen sich die 300 Soldaten zurück, und zwar um 23:05. Nach 27 Stunden stellten sie fest, dass wir dazu bereit waren, fürs Kloster zu sterben“.

„Zwei Mönche und ein Novize wurden schwer verletzt und erlitten Knochenbrüche. Trotzdem wurden sie nicht verarzt. Schizophren ist es auch, dass die zuständige Umweltbehörde eine riesige Bauanlage errichtete, in der ihre Beamten wohnen, und welche zahlreiche Zimmer hat und mit allen Kommunikationsmöglichkeiten ausgestattet ist. Im Kloster errichtete diese Behörde eine Schwimmanlage, damit die Mönche durch die in Bikini badenden Touristinnen das Tuch werfen. Um ein Beispiel der unzähligen Schikanen zu erwähnen: Einmal brachte ein Geschäftsmann Proviant für die Mönche, die abgestattet von der Außenwelt im Berg leben. Die Beamten der Umweltbehörde lehnten ab, dass er weiterfährt. Als er darauf bestand, den Mönchen die Lebensmittel zu bringen, zerrten sie ihn zur Polizeistation! Was war denn seine Schuld: Er habe den Islam beleidigt!?! Drei Tage verbrachte er dort und sein Bus wurde nach sage und schreibe 7 Tagen freigegeben, wo alles durch die Würmer und Fäulnis ungenießbar wurde. Die freiwilligen Kopten, die dem Kloster weiße Blocksteine spendeten, wurden zu 6000 Pfund Bußgeld verdonnert und ihre Führerscheine für ganze sechs Monate entzogen“.

„13 Jahre stellen wir Anträge, deren Originale und Kopien ich habe, und welche von allen erdenklichen Behörden unterzeichnet sind. Alle werden gestoppt oder gestockt! Stattdessen werden wir zu astronomischen Geld- und Haftstrafen verurteilt. Es ist eine Schande für Mubarak, der lediglich damit beschäftigt ist, seinem Sohn Gamal die Macht zu übergeben. Was wir sagen und tun, hat mit seiner Heiligkeit Papst Schenuda oder irgendeiner Diözese zu tun, damit man die Karten nicht vermischt. Wir tragen die volle Verantwortung für unsere Stellungnahme und unser Handeln. Wie eine Moschee hinter der anderen überall in Ägypten problemlos und auf Kosten des Staats, der auch von den Kopten Steuer kassiert, sollte es auch möglich sein, Kirchen und Klöster zu bauen oder zu renovieren. Die Medien und die Politiker sprechen oft von der religiösen Einheit und demselben Bürgerrecht für alle. Wo ist das alles? Anstatt zu lügen, stoppt die Koptenverfolgung und bestraft zum Beispiel die Mörder unserer Märtyrer von Naag Hamadi, die wie alle Mörder der Kopten seit langen Jahren davon kommen werden. Wir verlassen uns auf Christus und wenden uns an seine Gerechtigkeit“.

Das war das 15minütige Telefonat mit Pater Paulus auf „Free Copts“. Das Gespräch führte Mariam Ragy.

 

One Response to “Ägyptische Sicherheitskräfte stürmen das Kloster St. Makarius”

  1. ReiterRoman Says:

    Alles, was gut und recht ist
    I believe that the desire to please you does in fact please you. And I hope I have that desire in all that I am doing. I hope that I will never do anything apart from that desire. And I know that if I do this you will lead me by the right road, though I may know nothing about it. Therefore I will trust you always though I may seem to be lost and in the shadow of death. I will not fear, for you are ever with me, and you will never leave me to face my perils alone. fr. M.Louis(Thomas) Merton ocso


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