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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Fatwa des staatlichen Rechtsgutachtergremiums Ägyptens zum Abfall vom Islam 18. September 2010

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 03:54

Das für diese Fatwa verantwortliche Gremium setzt sich aus Rechtsgelehrten der sehr einflussreichen islamischen Al-Azhar-Universität in Kairo zusammen. Der Vorsitzende dieses Gremiums ist der Großmufti von Ägypten, er wird vom ägyptischen Präsidenten ernannt. Seit dem 28. September 2003 übt Prof. Dr. Ali Gomaa dieses Amt aus und ist damit Leiter des staatlichen „Dar Al-Iftaa‘ Al-Mesria – ägyptisches Haus der Fatwa“ genannt. Ali Gomaa gilt, gemessen an den Mehrheitsmeinungen im Nahen Osten, als äußerst liberal. Nach Ansicht ägyptischer Menschenrechtler kann er nur die von der ägyptisch-muslimischen Öffentlichkeit als „wirklich wichtig“ betrachteten Fragen völlig an sich ziehen – etwas die Frage nach dem genauen Beginn des Fastenmonats Ramadan. Ali Gomaa hat sich an anderer Stelle gegen eine irdische Strafe für Apostaten ausgesprochen.

Die hier geforderte Todesstrafe für den Abfall vom Islam ist innerhalb des islamischen Diskurses nicht völlig unumstritten, denn eine Minderheit von muslimischen Gelehrten, vor allem im Westen, sprechen sich gegen jegliche Bestrafung des Apostaten aus. Das hier wiedergegebene Gutachten gibt die klassische Lehrmeinung wieder, die von namhaften Gelehrten nach wie vor vertreten wird. Eine der sunnitischen Rechtsschulen, die Malikiten, sowie die schiitischen Rechtsschulen vertreten die Auffassung, dass männliche Apostaten getötet werden müssten, weibliche Apostaten jedoch „nur“ lebenslang eingesperrt und täglich zu den fünf Gebetszeiten ausgepeitscht werden müssten.

Thema des Rechtsgutachtens: Muss ein „vom Islam“ Abgefallener alle Pflichten „des Islams“, die er als Abgefallener nicht verrichtet hat, verrichten, wenn er Buße tut (zum Islam zurückkehrt)? Falls er keine Buße tut (nicht zum Islam zurückkehrt), muss er sofort oder später getötet werden? {Nummer des Rechtsgutachtens: 20027 – Datum des Rechtsgutachtens: 26.07.2004}

Antwort: „Der Begriff „Abgefallener“ bezieht sich auf denjenigen, der eine bekannte Vorschrift der Religion (des Islams) bewusst vernachlässigt. Dies gilt für alle Abgefallenen, seien diese von Geburt an Muslime oder später zum Islam übergetreten. Dies gilt auch unabhängig davon, ob der Abgefallene (vom Islam) zu einer (vom Islam) anerkannten Religion wie Judentum oder Christentum übergetreten ist oder nicht. Die weltliche Strafe „für den Abfall vom Islam“ wurde von Allahs Propheten Muhammad in der authentischen Überlieferung [arab. Hadith Sahih] bei Al-Bukhari und Muslim vorgeschrieben: „Wer seine Religion (den Islam) wechselt, den tötet“.

Ich möchte kurz das erwähnen, was Al-Mawardi in seinem Buch „Al-Ahkam Al-Sultania“ (Seite 55) geschrieben hat: „Falls die Abgefallenen keine Zuflucht in einem Land suchen, in dem sie nichtislamisch leben können, kämpfen wir nicht gegen sie, sondern diskutieren mit ihnen. Falls sie eine Kritik „gegen den Islam“ äußern, klären wir sie mit Argumenten und Beweisen auf, bis sie die Wahrheit sehen. Wir verlangen von ihnen, sich von ihrem Irrglauben abzuwenden. Falls sie Buße tun, wird dies von ihnen angenommen und sie werden wieder als Muslime angesehen. Danach müssen sie das Beten und Fasten, das sie während der Zeit ihres Abfalls nicht verrichtet haben, nachholen. Denn sie haben die Verpflichtung zum Beten und Fasten vor dem Abfall anerkannt“. Abu Hanifa sagte jedoch, dass sie nichts nachholen müssten, da sie mit demjenigen vergleichbar seien, der vom Unglauben zum Islam übertreten sei.

Wer auf seinen Abfall vom Islam beharrt, wird getötet. Es spielt keine Rolle, ob dieser ein Mann oder eine Frau ist. Abu Hanifa sagte: „Ich töte keine Frau, die vom Islam abfällt“. Jedoch hat Allahs Prophet, Muhammad eine Frau, Um Ruman, wegen des Abfalls vom Islam getötet.

Der Abgefallene darf nicht anerkannt (toleriert) werden, sei es durch Tribut oder Bund. Sein „tierisches“ Opfer darf nicht verzehrt werden. Seine weiblichen Verwandten dürfen keine Muslime heiraten.

Bezüglich der Frage, ob ein Abgefallener vom Islam sofort oder nach drei Tagen getötet werden muss, sind sich die muslimischen Rechtsgelehrten nicht einig. Dabei gibt es zwei Meinungen: Eine Gruppe ist für die sofortige Tötung der Abgefallenen, so dass Allah sein Recht (gegen den Abgefallenen) sofort einfordert. Die andere Gruppe verleiht den Abgefallenen eine dreitägige Frist, in der Hoffnung, dass diese zum Islam zurückkehren werden.

Ali (der vierte Nachfolger Muhammads, sein Cousin und Schwiegersohn) hat Al-Mustaurad Al-Ajli eine dreitägige Frist verliehen. Daraufhin hat er (Ali) ihn getötet.

Die Tötung des Abgefallenen vom Islam wird mit einem Schwert vollzogen. Ibn Sarij, einer der Weggefährten des Al-Shafy, sagte: „Er wird mit Holzknüppeln getötet“. Denn die Tötung mit dem Holzknüppel ist langsamer als die Tötung mit dem Schwert. Dies (die langsame Tötung) könnte ihm ermöglichen (bevor er stirbt), zum Islam zurückzukehren.

Wenn der Abgefallene schon hingerichtet ist, darf sein Leichnam nicht gewaschen werden. Man darf nicht für ihn beten. Er darf nicht auf einem muslimischen Friedhof beerdigt werden. Er darf sogar nicht auf den Friedhöfen der Polytheisten beerdigt werden. Seine Eigentümer und sein Geld werden zum Eigentum des islamischen Staates, denn weder ein Muslim noch ein Ungläubiger darf ihn beerben. Es kann nicht behauptet werden, dass die Hinrichtung der vom Islam Abgefallenen gegen die Glaubensfreiheit gerichtet sei. Denn oft ist ein Abgefallener bereits mit der Absicht zum Islam übergetreten, ihn mit seinem späteren Abfall zu beschädigen“.

Quelle: http://www.al-eman.com – abgerufen am 13.09.2010 – Übersetzung: Daniel Hecker

„Abtrünnige Muslime müssen enthauptet werden“.


Video: Auszug aus einer Rede von Mohammed Ciftci

Ende März 2010 veranstaltete der Islamische Zentralrat der Schweiz eine islamische Tagung (ww.izrs.ch) in Disentis (Graubünden), bei der unter anderem der Prediger Mohammed Ciftci, alias Abu Anas, aus Deutschland aufgetreten ist. „Schweiz aktuell“ liegt nun ein Video von einem Vortrag Ciftci’s in Deutschland vor, bei dem er verkündet, abtrünnige Muslime müssten enthauptet werden.

Ciftci sagt in dem Video: {„Hier geht es um die Strafe für einen „Murtad, einen Abtrünnigen vom Islam“. Die Fukaha (islamischen Rechtsgelehrten), Koran, Sunna und die Zeitgenossen des Propheten, stimmen darin überein, dass ein Abtrünniger vom Islam mit dem Schwert geköpft werden muss (dass ihm sein Nacken abgeschnitten werden muss). Das ist die Strafe für einen Murtad in dieser Welt. Der Schuldige dieser Welt wird aber nicht verbrannt, wie einige Muslime fälschlicherweise glauben. Die Enthauptung wird nicht von irgendwelchen Personen vorgenommen, sondern dies tut der islamische Staat, der Kalif, dass den Richter, den Henker, den Soldaten beauftragt hat. Es gibt keinen Zweifel, dass nur der islamische Staat das Recht hat, solche Hinrichtungen durchzuführen. Ein Sohn darf also seinen Vater nicht umbringen, wenn dieser vom Islam abfällt, sondern der islamische Staat nimmt dies vor. Und wenn dies festgestellt wird (dass der Sohn seinen Vater umgebracht hat), dann wird er bestraft mit dieser Strafe (dann wird er ebenfalls mit dem Schwert geköpft).

Wird auch die Frau bestraft wie ein Mann oder ist diese Hokm (Anordnung, Gesetz) nur für Männer? Hier herrschen unterschiedliche Meinungen. Eine Murtada (Frau, die vom Islam abfällt), die Irtidad (Abfall vom Islam) begeht, wird nach Meinung einiger Rechtsgelehrten zuhause eingesperrt, bis sie sich besinnt [1]. Nach Meinung anderer Rechtsgelehrter muss sie getötet werden. Aber Männer müssen getötet werden“. {[1] Da fällt mir doch Sure 4,15 wieder ein. Auch dort ist davon die Rede, dass die Frauen eingesperrt werden sollen und zwar solange bis sie der Tod ereilt oder bis Allah ihnen einen Ausweg zeigt: „Und wenn einige eurer Frauen eine Hurerei begehen, dann ruft vier von euch als Zeugen gegen sie auf; bezeugen sie es, dann schließt sie in die Häuser ein, bis der Tod sie ereilt oder Allah ihnen einen Ausweg gibt“ (Sure 4,15)}.

Da stelle ich mir die Frage, warum sollen eigentlich nur die Frauen eingesperrt werden, wenn sie eine Hurerei begehen? Warum sollen die Männer nicht ebenso eingesperrt werden, wenn sie eine Hurerei begehen? Begehen die Männer nicht viel häufiger Hurereien (außerehelicher bzw. vorehelicher Geschlechtsverkehr) als die Frauen? Hier nun das Video mit dem islamischen Prediger Mohammed Ciftci: http://www.zoelibat.blogpost.com

 

One Response to “Fatwa des staatlichen Rechtsgutachtergremiums Ägyptens zum Abfall vom Islam”

  1. angel03 Says:

    Auf dem oberen Foto schaut der christliche Geistliche viel netter aus als der muslimische. Komisch.


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