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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Vatikan setzt sich für zum Tode verurteilten US-Häftling ein 14. September 2010

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 01:41

Vatikansprecher Federico Lombardi hatte am Sonntag angesichts der Verurteilung einer Frau zum Tode durch Steinigung im Iran bekräftigt, dass die katholische Kirche die Todesstrafe grundsätzlich ablehne.


Vatikanstadt (kath.net/KAP): Der Vatikan hat sich beim Gouverneur des US-Bundesstaates Kentucky für einen zum Tode verurteilten Häftling eingesetzt. Der Botschafter des Heiligen Stuhls, Erzbischof Pietro Sambi, habe in einem Brief an Steve Beshear im Namen des Papstes um eine Umwandlung der Todesstrafe in eine Haftstrafe ersucht, berichtete Radio Vatikan am Samstag. Das Schreiben sei dem Gouverneur am Donnerstag durch den Erzbischof von Louisville, Joseph Kurtz, überreicht worden. Der US-Amerikaner Gregory Wilson war 1988 wegen Mordes zum Tode verurteilt worden. Ein Gericht prüft gegenwärtig seinen Antrag auf Aussetzung der Hinrichtung. Vatikansprecher Federico Lombardi hatte am Sonntag angesichts der Verurteilung einer Frau zum Tode durch Steinigung im Iran bekräftigt, dass die katholische Kirche die Todesstrafe grundsätzlich ablehne. Lombardi wies zudem darauf hin, dass der Heilige Stuhl sich in solchen Angelegenheiten nicht öffentlich an die Verantwortlichen in den betreffenden Ländern wende, sondern diplomatische Kanäle nutze.

Burka-Verbot: Deutscher Erzbischof Schick sieht gute Gründe dafür

Laut „Focus“-Umfrage sind 61 Prozent der Deutschen für Burka-Verbot

München (kath.net/KAP): Der Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick, sieht gute Gründe für ein Burka-Verbot in Deutschland. Anlass für diese Stellungnahme gegenüber „Focus“ ist eine vom Nachrichtenmagazin veröffentlichte Umfrage, wonach 61 Prozent der Deutschen für ein Burka-Verbot seien. Wenn es gerichtlich bei einem Streit um eine Burka gehe, müsse abgewogen werden „zwischen dem Grundrecht auf Religionsfreiheit und anderen Grundrechten, wie zum Beispiel die Gleichheit von Mann und Frau, das Recht auf Bildung oder das Recht auf Versammlungsfreiheit“, sagte Schick dem Nachrichtenmagazin. Das Nachrichtenmagazin hatte die Umfrage beim Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid in Auftrag gegeben, das 1001 repräsentativ ausgewählte Erwachsene befragte. Demnach befürworten 61% ein Verbot der Ganzkörperverschleierung in Deutschland. 36% sind gegen eine solche Regelung, wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ mitteilte. Bei den Anhängern von CDU/CSU sprachen sich 75% für ein Verbot aus und bei den FDP-Wählern 73%. Bei den SPD-Anhängern waren 61% für ein Verbot, bei den Grünen-Anhängern 53% und bei den Linken-Wählern 45%.

„Wir beten dafür, dass niemand einen Koran verbrennt“

In Pakistan drohen extremistische Gruppen mit Anschlägen auf christliche Kirchen, Schulen und Einrichtungen, sollte es tatsächlich zum „Koran Burning Day“ kommen. – Bischof von Multan warnt vor der Aktion

Multan (kath.net/Fidesdienst): In Pakistan drohen extremistische Gruppen mit Anschlägen auf christliche Kirchen, Schulen und Einrichtungen, sollte es tatsächlich zum „Koran Burning Day“ kommen. „Wir fürchten um unsere Kirchen und Gläubigen. Deshalb beten wir dafür, dass niemand am 11. September einen Koran verbrennen wird. Wir wünschen uns für diesen Tag Gesten der Versöhnung und der Harmonie zwischen Völkern und Religionen im Gedenken an die Opfer der Anschläge. Wir sind gemeinsam als Christen und Muslime berufen, eine universale Geschwisterlichkeit aufzubauen“, so Bischof Andrew Franics von Multan in einem Kommentar zu den Nachrichten über die geplante Verbrennung des Korans, dessen mögliche Suspendierung oder Durchführung.

Der Bischof berichtet von Begegnungen mit aufgebrachten und bestürzten Muslimen, die sich allein durch die Androhung einer solchen Geste beleidigt fühlten. Das Bekanntwerden der Nachrichten führte in verschiedenen Teilen des Landes bereits zu anti-christlichen Protestkundgebungen. Wie Beobachter aus Hyderabad dem Fidesdienst berichten, sollen Muslime bei einer Demonstration in der Stadt antichristliche Spruchbänder getragen haben. „Wir sind sehr besorgt im Hinblick auf mögliche Konsequenzen und Gewalt gegen christliche Minderheiten in Pakistan“, so der Bürgerrechtler James Francis, Mitglied der „Kommission für Menschenrechte in Pakistan, zum Fidesdienst. Gestern fand unterdessen in der Kathedrale in Hyderabad ein öffentliches Treffen statt, bei dem katholische Religionsvertreter und Vertreter anderer christlicher Konfessionen zusammen mit Vertretern der muslimischen Glaubensgemeinschaft die Geste verurteilten und sich den Erhalt der interreligiösen Harmonie in einem Land wünschten, das bereits von der Flutkatastrophen und den jüngsten Terroranschlägen auf eine harte Probe gestellt wird.

 

One Response to “Vatikan setzt sich für zum Tode verurteilten US-Häftling ein”

  1. ReiterRoman Says:

    Wir beten dafür, dass niemand einen Koran verbrennt“

    Richtig Wir sind gemeinsam als Christen und Muslime berufen, eine universale Geschwisterlichkeit aufzubauen“,
    um in Frieden und Respekt ein miteinander zu führen und jene in die Schranken zu weisen die dagegen arbeiten.


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