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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Muslime bremsen Schweizer Schüler aus 13. September 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 01:23

ST. GALLEN: Er ist links. Er ist Lehrer. Alain Pichard sagt: Muslimische Kinder sind in der Schule weniger erfolgreich. Schuld sei der mangelnde Integrationswille der Eltern.


Seit Wochen beherrschen die Thesen des deutschen Bundesbankers Thilo Sarrazin Talkshows und Stammtische. Mal erntet er Empörung, mal Applaus. Eine seiner Behauptungen geht so: Migrantenfamilien aus islamischen Ländern machen Deutschland insgesamt immer dümmer. Weil viele islamische Kinder sich nicht in­tegrieren und nicht lernen wollen.

Stimmt das? Und wenn ja, stimmt es auch für die Schweiz?

Zunächst die nackten Zahlen: Von den aktuell 777394 schulpflichtigen Kindern sind 185127 Ausländer, also knapp ein Viertel. In den Ballungszentren wie Basel, Biel BE, Luzern oder St. Gallen liegt dieser Anteil oft viel höher. Ein Beispiel ist der Stadtteil Heiligkreuz in St. Gallen. Fast 70% der 7500 Einwohner sind Ausländer. Insgesamt bevölkern 80 verschiedene Nationen das Quartier. In den Schulklassen muss man nach Schweizer Nachnamen suchen, wie das Beispiel der Mittelstufe D im Schulhaus Buchwald zeigt. Von 20 Kindern sind drei eingesessene Schweizer; 17 stammen entweder aus dem Ausland oder haben einen ausländischen Hintergrund. Und: 126 der 352 Schüler sind Muslime.

Stimmt es, was Sarrazin sagt – sind muslimische Kinder in Schweizer Schulen tatsächlich die schlechteren Schüler?

“Ja“, sagt der Bieler Realschullehrer Alain Pichard (54). „Muslime haben zu wenig Schulerfolg – wir dürfen diese Fakten nicht länger totschweigen“. Der Linksliberale, der seit 32 Jahren unterrichtet und sich als „Anwalt der Migrantenkinder“ sieht, weiss wovon er spricht. Als Lehrer einer Klasse mit 80 Prozent Ausländerkindern erlebte er die Mulitkulti-Schweiz in all ihren Facetten – Tag für Tag.

Er sei alles andere als ein Rassist, sagt er. Aber wer die Augen vor den „vielen Indizien und handfesten Auffälligkeiten“ verschließe, erweise den Schweizer Schulen einen Bärendienst. Zudem gebe es gesicherte Fakten. Zum Beispiel diese: {Im Kanton Bern schaffen es 60 Prozent der Schülerinnen und Schüler in die Sekundarschule, das ist höheres Oberstufen-Niveau. Das ist bei den Schweizern so, das ist bei vielen Migrantengruppen so. „Betrachten wir aber die Nationalitäten, so fällt auf, dass nur 20% der Kinder aus muslimischen Ländern – Türkei, Albanien, Somalia, Kosovo, Bosnien – den Sprung in die Sekundarschule schaffen“.

Das teuerste Schulsystem der Welt entlasse jedes Jahr 15 bis 17% funktionale Analphabeten, in den Brennpunkten sind es bis zu 20%. „Auch hier ist der Anteil der muslimischen Jugendlichen überproportional hoch“, so Pichard. Das habe fatale Konsequenzen für die wichtige Eingliederung in den Arbeitsmarkt. 10% der Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren in der Schweiz sind mittlerweile auf Fürsorgeleistungen angewiesen. Die Hälfte von ihnen stammt aus der Türkei und dem Balkan. „In Biel waren 2007 61% der Sozialhilfeempfänger Ausländer. Es ist unzweifelhaft so, dass der Anteil der muslimischen Personen überproportional ausfällt“. Verschließt die Schweiz vor diesen Fakten die Augen? „Die Political Correctness behindert die Debatte“, meint Pichard. „Es ist Zeit, dass wir uns den unbequemen Wahrheiten stellen“}.

Einer der Gründe für den mangelnden Schulerfolg der Muslime seien deren Eltern. So sei an den Schulen längst bekannt, dass muslimische Familien oft eine ganz andere Einstellung zu Bildung hätten. Und daheim auch andere Wertvorstellungen gälten als bei den Schweizern. Immer wieder fallen auch die ­Eltern negativ auf. „Sehr oft erscheinen muslimische Eltern zu spät an Gesprächsterminen, halten sich nicht an Abmachungen und kooperieren nicht mit der Schule. Sie legen die Arztbesuche ihrer Kinder mitten in den Mathematik­unterricht“.

Doch nicht nur das: „Die Kinder sind aggressiver und auffällig oft krank. Die Söhne werden daheim verwöhnt und die Töchter nicht gefördert“. Für Pichard ist klar: Schweizer Schüler werden regelrecht ausgebremst. „Diese besorgniserregende Entwicklung können wir nur bekämpfen, wenn wir den Tatsachen endlich ins Auge blicken“. Er sei überzeugt, dass die Schule mit einer klaren und harten Gangart die Situation ändern könnte. Beat Zemp, Zentralpräsident Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer, will Pichards Kritik nicht in Abrede stellen – trotzdem ist er überzeugt: „Ich glaube nicht, dass die Intelligenz nach Religionen verteilt ist“. Problematisch seien die mangelnden Sprachkenntnisse der Migrantenkinder und die fehlende schulische Unterstützung durch deren Eltern. Im Heiligkreuzquartier hat das Lehrerteam um Schulleiter Hanspeter Krüsi (55) darauf bereits reagiert. Man habe nicht länger zuschauen wollen, als die ersten Schweizer Familien dem Quartier den Rücken kehrten – weil sie befürchteten, dass ihre Kids in Migrantenklassen zu wenig lernen.

Die Resultat: ein System, das alle Kinder möglichst gut fördert. Es nimmt Rücksicht auf den Lern- und Entwicklungsstand der Kinder, auf ihre kulturelle Herkunft und auf ihr sprachliches Können. Krüsi: „Die Migranten gehören zu uns und zu unserer Zukunft. Wir müssen zu uns und zu ihnen Sorge tragen. Deshalb ist klar: Wir müssen auf diese Entwicklung reagieren“. {Quelle: blick.ch – Von Romina Lenzlinger}

 

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