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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kontroverse Meinungen über Sarrazin in der Kirche 9. September 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 02:22

Cholerisch empört sich Präses Schneider auf einem Nebenkriegsschauplatz und erhebt „schwere Vorwürfe“ gegen Sarrazin. Dabei hat dieser Fakten auf den Tisch gelegt, die den meisten Menschen hierzulande große Sorgen bereiten.

Der Vorwurf Schneiders, Dr. Sarrazin bediene sich „vulgär sozialdarwinistischer Ansichten“ ist unhaltbar und zeigt, dass er sich in der Materie nicht auskennt. Für einen im linken Spektrum beheimateten Kirchenpolitiker sind die eigentlichen Sorgen Sarrazins unwichtig. Es geht um die seit 40 Jahren bekannte und von Politik und Kirchen immer wieder verdrängte Unwilligkeit vieler arabischer und türkischer Zuwanderer, sich in unseren freiheitlich-demokratischen Staat einzugliedern, aber die sozialen Leistungen der Steuerzahler ohne Gegenleistung einzustreichen. Diese Kritik passt Schneider und anderen Gutmenschen in den Kirchen nicht und natürlich auch nicht dem links-grünen und „christlichen“ Parteien-Gemenge. Man will die Einwanderungspolitik nicht auf den Prüfstand stellen und fordert den weiteren Zuzug von Muslimen. In diesem Zusammenhang ist geradezu fatal, dass gerade auch die Kirchenführer den Islam auf die gleiche Stufe heben wie den christlichen Glauben: Muslime seien unsere „Glaubensgeschwister“.

Wer so wenig Ahnung über den Islam hat, weiß sicher auch wenig über Genetik. Tatsächlich wird in Israel über das „jüdische Gen“ schon seit Jahren geforscht und diskutiert. So ist etwa über das so genannte „Priester-Gen“, das nachweisbar ist, schon viel veröffentlicht worden.

Kann aber die Unwissenheit von Schneider höher bewertet werden als die der Führung des Zentralrats der Juden? Dessen Vertreter Graumann und Kramer – letzterer ein Konvertit – rücken Sarrazin (SPD) in die Nähe der NPD. Auf diesen willkommenen Zug sprang auch der Zentralrat der Muslime, der doch die Scharia in Deutschland einführen will: Sarrazin sei ein „Nazi in Nadelstreifen“! Ausgerechnet Muslime tun sich hier hervor, gilt doch für sie der Islam als „Religion, die über allen anderen steht“. Und wenn eine Nation rassistisch eingestellt ist, dann sicher die Araber, die die Juden korankonform als minderwertige Rasse bezeichnen und auslöschen wollen. Hinzu käme noch der immer wieder öffentlich proklamierte Vernichtungswille der Mullahs in Teheren. Hier gehen islamische Ideologie und die des roten und braunen Sozialismus Hand in Hand.

Um die Angelegenheit aufs rechte Gleis zu bringen, sei ein Artikel des bekannten und in Israel lebenden Schriftstellers Chaim Noll in der FAZ vom 01.09. wiedergegeben. Er schreibt unter der Überschrift „Grundwissen des Judentums“ u.a. folgendes:
„Graumanns und Kramers (siehe oben) Äußerungen zum Fall Sarrazin sind aus der Sicht des verbindlichen jüdischen Religionsgesetzes, der Halache, unhaltbar. Nach der Halacha ist Judesein zum Teil genetisch definiert, indem nämlich jedes Kind einer jüdischen Mutter – im Judentum zählt traditionell die mütterliche Linie – als jüdisch gilt. Daneben gibt es eine zweite Definition des Judeseins, über Konversion oder Annahme der jüdischen Religion. Die genetische und die konfessionelle Definition bestehen seit Jahrhundertenn nebeneinander. Graumanns und Kramers Äußerungen werfen ein ernüchterndes Licht auf die Unbildung deutsch-jüdischer Funktionäre, denen offenbar das elementare Grundwissen über das Judentum abhandengekommen ist. Jeder Jeschiwa-Schüler (Jeschiwa = jüdisches Lernen) hätte ihnen den Sachverhalt – der in Israel der staatlichen Gesetzgebung zugrunde liegt- erklären können.

Die verschreckte Reaktion der deutschen Zentralrats-Funktionäre auf das Wort ´Gen´ findet in Israel wenig Verständnis. Ein Tabu, jüdische Identität mit Genetik in Zusammenhang zu bringen, besteht hierzulande nicht. An den israelischen Universitäten wird auf diesem Gebiet intensive fachwissenschaftliche Forschung betrieben, in zunehmmendem Ausmaß. Es ist ein Thema, das viele jüdische Wissenschaftler und Laien interessiert und ausführlich in den Medien reflektiert wird. Erst kürzlich veröffentlichte die israelische Zeitung ´Makor Rishon´einen mehrseitigen Artikel unter dem Titel ´Der Familien-Nukleus´, der sich auf eine in der amerikanischen Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte wissenschaftliche Untersuchung über Zusammenhänge zwischen jüdischer Identität und Gen-Konstellation berief. Dieser Aufsatz („The genome-wide structure of the Jewish people“), verfasst von dem in Haifa forschenden Doronn M. Behar und anderen Wissenschaftlern, erregte ähnliche Aufmerksamkeit wie eine im ´American Journal of Human Genetics´ veröffentlichte Studie von Harry Ostrer, Genetiker an der New York University Medical School, der Methoden gefunden haben will, die jüdische Abstammung eines Menschen mit Hilfe von DNA-Proben nachzuweisen.

Diese Thesen sind auch in Israel umstritten. Aber die Debatte wird offen geführt und, anders als in Deutschland, ohne Hysterie. Man ist zu sehr an neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen interessiert, um sich derlei Untersuchungen von vornherein aus Angst vor Rassismusvorwürfen zu verbieten. Doch selbst wenn man die naturwissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema beiseite lässt, bleibt es für Juden bei der klaren, seit Jahrhunderten bestehenden Regelung der Halacha, dass sich jüdische Identität – neben dem religiösen Bekenntnis – auf Abstammung gründet“.

Soweit also Chaim Noll in der FAZ. Bleibt nur noch zu vermuten, dass sich Leute wie Schneider und andere Kirchenführer sowie auch Politiker zum Islam äußern, obwohl sie nur wenige oder gar keine Kenntnisse über diese Ideologie haben, weder Koran und Hadith mit ihren menschenverachtenden Lehren gelesen haben noch sich mit der Biographie des Propheten dieser „Friedensreligion“ beschäftigt haben. Es ist nun äußerst wichtig, sich wirklich mit der Einwanderungspolitik zu befassen. Und dazu hat Dr. Sarrazin einen wertvollen Beitrag geleistet – ebenso wie auch die Berliner Richterin Kirsten Heisig, deren Kenntnisse und Erkenntnisse von der politischen und kirchlichen Einheitsfront ignoriert werden sollen.

Von H. N – Der Redaktion wohl bekannt

 

One Response to “Kontroverse Meinungen über Sarrazin in der Kirche”

  1. Bazillus Says:

    Ja, die Kirchen im deutschsprachigen Raum sind schon längst auf die linken Seifenblasen hereingefallen. Das Handeln einiger Kirchenvertreter ist deshalb verwerflich, weil bewusst Realitäten aus den Augen verloren werden wie z. B. die massiver Verfolgung von Christen in islamischen Ländern, weil die eigenen christliche Identität insbesondere das JEsusbild aus der Dreifaltigkeit herausgeschält wurde, indem man den historischen Jesus mit seinen Wundertaten in das Reich der Märchen und Mythen verbannte, stattdessen einen „verkündeten“ Jesus erschuf und diesem nachhing und weil diese Vertreter wie die Gutmenschen meinen, dass alle anderen Kulturen besser sind als die eigene.

    Das alles führt zu falschen Schlüssen. Die Neigung, die Wahrheit zu sagen, sinkt in dem Maße wie die Feigheit überhand nimmt. Der indifferente Synkretismus, die Globalisierung des Glaubens ist es, der diese Vertreter auf den falschen Weg führt.

    Solange Christen und andere Nichtmuslime, von Muslimen verfolgt und diskriminiert werden, solange sollten Kirchenvertreter mit gutem Beispiel voranschreiten und Jesus als den Sohn Gottes, als den Erlöser der Menschheit und den Erlöser Gottes von einem Straf-, Zorn- und Rachegottimage dem Islam wie einen Spiegel vor Augen führen.

    Erst die Unterschiede in den einzelnen Glaubensrichtungen sind es, welche die Wahrheit erkennen lässt. Die ständig verkündeten Gemeinsamkeiten sind kein tragfähiges Glaubenskonzept. Der christliche Glaube erstickt daran, weil er dann nur verliert. Jesus darf nicht der Heiligsten Dreifaligkeit entrissen werden. Und genau das ist es, was die Kirchenführer mit ihrem Synkrtismusgehabe aufs Spiel setzen. Ist Jesus aber nicht Gottes Sohn, ist er nur weniger die Hälfte wert, so dass das Christentum und dessen Werte dann zu einer marginalen Größe verkommen werden.


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