kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Auf Deutsch in Moscheen predigen: Fordert Junge ÖVP – Shakfeh kontert 7. September 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 03:14

Teile der Volkspartei fordern von den Mitbürgern islamischen Glaubens mehr Integrations-Bereitschaft. Sebastian Kurz, Bundesobmann der Jungen ÖVP, fordert konkret, dass in den Moscheen mehr Deutsch gesprochen und auch auf Deutsch gepredigt werden soll. Imame könnten so zu einem positiven Beispiel für eine gelungene Integration werden, meint Kurz. Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Anas Shakfeh, kontert.

„FPÖ-Aktion schürt Hass“: Mit der Islam-Kritik der Freiheitlichen will der Obmann der Jungen Volkspartei nichts zu tun haben – die FPÖ hat ja zuletzt mit einem Computerspiel für Aufregung gesorgt, bei dem Moscheen und Muezzine bekämpft oder gestoppt werden sollen. Sebastian Kurz sagt: diese Dinge würden nur Hass schüren und würden das Miteinander in Österreich nur schwieriger machen.

Wichtigstes Ziel: Deutsch lernen: Vielmehr sei es wichtig, bei den österreichischen Muslimen selbst für mehr Integration zu sorgen, wichtigster Punkt dafür sei das Erlernen der deutschen Sprache, meint Kurz. Es gebe in der Islamischen Glaubensgemeinschaft aber Kräfte, die nicht alles tun würden, damit Integration bestmöglich funktioniere: Präsident Shakfeh träume zwar von einer Moschee in jeder Landeshauptstadt, kümmere sich aber nicht um das Erlernen der deutschen Sprache in seiner Glaubensgemeinschaft.

Predigten in Deutsch: Konkret fordert Kurz, dass Gebet und Alltag in den Moscheen möglichst auf Deutsch stattfinden sollen. Die Sprache müsse im religiösen Bereich alltäglich werden. Die Imame könnten hier eine wichtige Vorreiterrolle spielen, meint der Chef der Jungen ÖVP. Die Ausbildung der Imame erfolge in der Türkei auf Türkisch. Kurz sagt, es gehe um 500.000 Muslime in Österreich, die auf Deutsch ausgebildet werden sollten. Damit könnte man auch gegen Parallelgesellschaften ankämpfen. Wobei es an der Universität Wien seit einem Jahr erste Ansätze für eine Imam-Ausbildung gibt: einen speziellen Lehrgang für Muslime in Europa, der auch von verschiedenen Ministerien und der Stadt Wien unterstützt wird. Außerdem hat der Österreichische Integrationsfonds im Mai dieses Jahres erstmals mit eigenen Deutschkursen für Imame begonnen.

Shakfeh kontert: In vielen Moscheen in Österreich wird bereits auf Deutsch gepredigt – das sagt Anas Shakfeh, der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich auf die Kritik von Teilen der Volkspartei – die junge ÖVP hatte zuletzt von den Mitbürgern islamischen Glaubens mehr Integrationsbereitschaft gefordert und ist dafür eingetreten, dass in den Moscheen hierzulande mehr Deutsch gesprochen werde – Shakfeh tritt – wie die JVP auch – dafür ein, dass Imame in Österreich ausgebildet werden.

Deutsch schon umgesetzt: Anas Shakfeh versteht den Vorstoß der jungen ÖVP nicht – Wenn deren Vorsitzender Sebastian Kurz kurz davon spricht, dass in Moscheen nicht auf Deutsch gepredigt werde, dann habe er die Entwicklungen der vergangenen Jahre nicht verfolgt, sagt der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft. Seit einigen Jahren gebe es viele Moscheen in Wien, wo man auf türkisch, arabisch oder deutsch predige. Und deshalb fördere die islamische Glaubensgemeinschaft das Erlernen der deutschen Sprache aktiv. Man habe eine Reihe von Schulen, die in deutsch unterrichten mit Freifächern arabisch und türkisch.

Problem Imam-Ausbildung: Und auch Imame lernen verstärkt Deutsch, dafür gebe es etwa ein Programm, das gemeinsam mit dem Innenministerium entwickelt worden sei, sagt Shakfeh. Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft tritt auch dafür ein, dass die islamischen Prediger künftig in Österreich ausgebildet werden. Man stehe mit der Universität Wien in Verhandlungen, es fehle allerdings an der Finanzierung. Wenn die junge ÖVP dabei helfen wolle, sei sie herzlich dazu eingeladen, sagt Shakfeh. {http://oe1.orf.at}

Junge ÖVP: Auf Deutsch in Moscheen predigen

Teile der Volkspartei fordern von den Mitbürgern islamischen Glaubens mehr Integrationsbereitschaft. Sebastian Kurz, Bundesobmann der Jungen ÖVP, fordert konkret, dass in den Moscheen hierzulande mehr Deutsch gesprochen und auch auf Deutsch gepredigt werden soll. Imame könnten so zu einem positiven Beispiel für eine gelungene Integration werden, meinte Kurz. Der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft, SPÖ Wien-Mandatar Omar Al-Rawi, fand es im Gegenzug bedauerlich, dass nun auch die Junge ÖVP versuche, „durch das Schüren von antimuslimischen Ressentiments auf Stimmenfang im rechten Lager zu gehen“. Bezüglich des Wunsches, dass in Moscheen nur noch Deutsch gesprochen werden sollte, meinte Al-Rawi, es werde schließlich auch in polnischen oder russischen Kirchen nicht auf Deutsch gepredigt.

Jeder Zweite gegen weitere Minarette: Die Mehrheit der Österreicher lehnt weitere Moscheen mit Minarett ab. 52 Prozent machten entsprechende Angaben bei einer Umfrage der Karmasin Motivforschung für das Nachrichtenmagazin „profil“. 35% der Befragten haben hingegen keine Einwände gegen Minarette, der Rest wollte sich nicht äußern (www.orf.at).

Al-Rawi weist die Aussage von Jung ÖVP vorsitzender Sebastian Kurz zurück

Es ist enttäuschend festzustellen, dass nach Maria Fekters Aussage über die „Null Toleranz im Islam“ nun auch die Junge ÖVP versucht durch das Schüren von antimuslimischen Ressentiments auf Stimmenfang im rechten Lager zu gehen. Gerade Sebastian Kurz muss durch seine zahlreichen Kontakten mit Jungen Muslime wissen, dass seine Wahrnehmung falsch ist. Der Vorwurf, dass die IGGiÖ und Präsident Schakfeh sich nicht um das Erlernen der deutschen Sprache kümmern, ist schlicht und einfach falsch. Die IGGiÖ hat Deutsch als Amtssprache. All ihre Dokumente, der Schriftverkehr und die Sitzungen werden auf Deutsch gehalten. Die religionspädagogische Akademie unterrichtet auf Deutsch und unsere 50000 Schülerinnen und Schüler in den öffentlichen Schulen erhalten ihren Religionsunterricht auf Deutsch.

Die Imame sollten die deutsche Sprache beherrschen, jedoch predigen sie in der Sprache der Menschen. Warum soll ein mazedonischer, türkischer oder albanischstämmiger Muslim nicht seine Predigt in einer anderen Sprache hören dürfen? Schließlich wird in der polnischen und russischen Kirche auch nicht auf Deutsch gepredigt. Weiters finden jede menge Messen in Ungarisch, Kroatisch und Slowenisch statt. Ich rate Herrn Kurz sich besser zu informieren bevor er mit solchen pauschalen Aussagen auf Stimmfang geht. Schon heute wird im islamischen Zentrum, der größte Moschee Wiens, die Predigt neben Arabisch auch auf Deutsch gehalten und übersetzt. Und Deutsch bestimmt heute schon den Alltag der Muslime. Denn die verschiedenen ethnischen Gruppen der muslimischen Gemeinde in Österreich haben nur Deutsch als gemeinsame Sprache. Auch rate ich Herrn Kurz die Beschlüsse der Europäischen Imame Konferenzen nachzulesen und sich das beschlossene Integrationspapier zu Gemüte zu führen bevor er den Muslimen Integrationsunwilligkeit vorwirft. In Zeiten wachsender Islamfeindlichkeit von Seiten rechter und populistischer Parteien wie der FPÖ und BZÖ, sollte auf den sensiblen Gebrauch der Sprache besonders Rücksicht genommen werden.

Dipl.-Ing.Omar Al-Rawi – Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubengemeinschaft in Österreich

Jeder Zweite gegen weitere Minarette in Österreich

Die Mehrheit der Österreicher spricht sich gegen Minarette aus. Der Obmann der jungen ÖVP fordert Predigten auf Deutsch.

So sehr das Anti-Moschee-Spiel der steirischen Freiheitlichen auch empört (Moschee Baba), so sehr identifiziert sich eine Mehrheit der Österreicher offenbar mit dem Inhalt: 52 Prozent lehnt einer Studie für profil zufolge weitere Moscheen mit Minarett ab. 35% der Befragten haben hingegen keine Einwände gegen Minarette, der Rest wollte sich nicht äußern.

Der Chef der Jungen ÖVP, Sebastian Kurz forderte indes den Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Anas Schakfeh auf, nicht „von Moscheen und Minaretten in jeder Landeshauptstadt zu träumen und Konflikte zwischen den Kulturen anzutreiben“. Die Junge ÖVP schlage dagegen vor, dass Predigten und der Alltag in Moscheen auf Deutsch stattfinden sollten. Damit sollten die Chancen zur Integration der Glaubensgemeinschaft erhöht werden, so Kurz in einer Aussendung. Der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft, SPÖ Wien-Mandatar Omar Al-Rawi, fand es im Gegenzug bedauerlich, dass nun auch die Junge ÖVP versuchte, „durch das Schüren von antimuslimischen Ressentiments auf Stimmenfang im rechten Lager zu gehen“. Bezüglich des Wunsches, dass in Moscheen nur noch Deutsch gesprochen werden sollte, meinte Al-Rawi, es werde schließlich auch in polnischen oder russischen Kirchen nicht auf Deutsch gepredigt. (Quelle: http://www.kurier.at).

FPÖ will Volksbefragung zu Minaretten

Die FPÖ will eine österreichweite Volksbefragung zu „zentralen Themen des Islam in Österreich“. Abgestimmt werden soll über ein Bauverbot von Minaretten und ein Verbot von Kopftüchern, gab Generalsekretär Vilimsky bekannt. Weiters soll abgefragt werden, ob Muslime eine Erklärung unterfertigen sollen, „in welcher sie die österreichische Rechtsordnung als über dem Koran stehend akzeptieren“.

Vilimsky reagierte damit auf Aussagen des Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Anas Schakfeh, der sich langfristig eine adäquate Infrastruktur für die heimischen Muslime – also in jedem Bundesland eine erkennbare Mosche inklusive Minarett – gewünscht hatte. Außerdem sprach er sich gegen ein Burka- Verbot sowie verpflichtende Deutschkenntnisse für Zuwanderer vor deren Immigration aus. Eine Volksbefragung kann nur mit einer Mehrheit im Nationalrat beschlossen werden. Schakfeh zeigte sich nicht überrascht „von den jüngsten unqualifizierten und hetzerischen Äußerungen der FPÖ“. Mit der Forderung eines Zuwanderungsverbots für Personen aus dem islamischen Raum würden allerdings „alle roten Linien und Grenzen der Vernunft“ überschritten. „In völliger Ignoranz will die FPÖ nicht wahrhaben, dass Muslime längst Teil Österreichs sind und zu rund 50 Prozent österreichische Staatsbürger.“ „Die Diktion der jüngsten FPÖ Entgleisungen ist faschistisch“, sagte Schakfeh am Montag in einer Stellungnahme gegenüber der APA. Derartige „Hasstiraden“ würden dem guten Ruf und Ansehen Österreichs schaden. Während die FPÖ im Wiener Wahlkampf gegen islamische Gebetshäuser mobilisiert und diese pauschal als „Brutstätten des radikalen Islams“ diffamiert, begegnet man dem Thema in den Bundesländern übrigens teils deutlich entspannter. So wurde in Saalfelden im Salzburger Pinzgau bereits 2003 eine Moschee mit Minarett eröffnet. Auch die FPÖ akzeptiert die Moschee, wie Salzburgs FPÖ- Chef Schnell im APA- Gespräch betonte. {Quelle: http://www.vienna.at}

 

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