kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Freitags Ausnahmezustand 6. September 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 03:30

Von 11 bis 14 Uhr wird der Ausnahmezustand durch die Moscheen verhängt, indem sie mit ihren gestreckten Teppichen die Straßen vor und um sich blockieren. Es ist unbeschreiblich und das muss man selbst gesehen haben! Ganze Viertel werden abgeriegelt, als ob man die Pulsadern der Stadt aufschnitt. Demgemäß bleibt manchmal den verzweifelten Passanten nur den Bürgersteig. Sicherlich sind die Läden entweder geschlossen oder umzingelt. Man kann sich für einen winzigen Augenblick in die Haut eines Kopten stecken, um vorstellen zu können, wie er nicht zu beneiden ist. In den Läden herrscht gähnende Leere und somit machen sie keinen Gewinn. Die Kopten werden nicht wie in Saudiarabien gezwungen ihre Läden während der Gebetszeit (fünfmal am Tag) zu schließen; vielleicht kommt es noch!

Ich erinnere mich an eine koptische Familie, neben deren Laden eine Moschee unglücklicherweise gebaut wurde. Sie taten mir Leid, weil ich zusah, wie sie im eigenen Laden durch die gläubigen Moslems auf ihren ausgestreckten Teppichen eingesperrt wurden, ohne etwas dagegen  unternehmen zu können. Wie denn?

Warum tun die Moslems das? Mangelt es etwa an Moscheen? In jeder Straße und um jede Ecke findet man eine kleine oder große Moschee. Sie wollen sich zeigen und damit prahlen, dass sie lammfromm seien!  „Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu“ (Mt.6:5 / 2Kön.4:33).

Zum Glück ging ich zur Kirche am Freitag (das ägyptische Wochenende) und diente danach bei der Sonntagsschule, nachdem ich die Kinder von ihren Häusern sammelte. Zuvor ging ich nach Hause, um einen Happen zu essen. Da konnte man sein eigenes Wort nicht verstehen. Es ist ja verständlich, da unzählige Moscheen durcheinander die Lungen aus dem Leib schreien, ohne Rücksicht auf Kranken, ältere Menschen, Babys oder Studenten zu nehmen. Die Krönung war die Hasspredigt! Amerikaner, Juden und Christen wurden verflucht. Es gibt sogar   Imame, die die Betenden gegen die ägyptische Regierung aufhetzen, weil sie ihrer Meinung nach auch aus Ungläubigen besteht.

Als Christ konnte ich mir das alles nicht vorstellen. Denn unsere Priester sprechen leise und sanft, ohne von den spirituellen Inhalten abzukommen oder sich bei Politik einzumischen. Mir ist es bis jetzt schleierhaft, wie man so gehässig sogar beim Gebet sein kann!?! Als Ägypten gegen Engeland bei der WM von 1990 verlor, hörte ich mit eigenen Ohren: „Die Ungläubigen haben uns besiegt“. Sie sausen uns die Ohren voll: „Rettet unsere Brüder in Bosnien, Palästina, Kosovo, Irak, Afghanistan“.

Wenn das Gebet zu Ende ist, bekommen die Ungläubigen dies zu hören: „Möge Allah uns den Sieg über die Ungläubigen gönnen, sie vernichten, ihre Frauen zu Witwen machen, ihre Kindern verwaisen, die Erde unter ihren Füßen beben lassen“. Jeder Kopte wird von der Angst gepackt, weil er sich denkt, wie die Moslems sich gegenüber ihm verhalten, nachdem sie diese Giftspritze verabreicht bekamen?! Kein Wunder, dass ich auf Straßen und sogar in meinem Wohnraum entweder schief angeguckt oder angespuckt werde, wenn man mein auf meiner rechten Hand tätowiertes Kreuz sieht. Denn er hörte in seinem Gebetshaus und von seinem Vorbild (dem frommen Imam), dass ich Gott beigeselle. Was die Sache viel schlimmer macht, ist die Tatsache, dass jene Hassprediger aus dem Koran zitieren, was sie glaubhaft und zugleich gefährlich macht!?!

Kein Mensch kann uns Kopten dabei helfen, etwas daran zu ändern. Ich berichte darüber nur, damit man sich ein Bild von unserem Leid machen kann. Denn viele sagen blauäugig oft zu mir, dass wir Kopten übertreiben, oder dass wir quengelig wären! Meine sehr verehrten Damen und Herren.. Sie tun uns ein ungeheuerliches Unrecht, wenn Sie verbreiten, dass die Kopten nicht verfolgt seien. Schweigen Sie lieber, anstatt uns Salz in die offenen Wunden zu stecken.

{Die Alkadr-Nacht: Die Bilder sprechen Bände! Das Herz der Hafenstadt „Alexandria“ wird lahmgelegt! Gar nichts geht mehr! Die Moslems beten am Ende des Fastenmonats Ramadan um die „Moschee des Feldherrn Ibrahim“ und beanspruchen die Straßen für sich allein, bis zur Promenade}!



 

6 Responses to “Freitags Ausnahmezustand”

  1. angel03 Says:

    Wir Christen müssen auf Gott vertrauen, auch wenn schlimme Dinge um uns herum geschehen. Denke immer daran, alles ist von Gott gemacht und gewollt, auch die Moslems.
    Möge er ihnen Heilung schenken, denn es steht sogar im Koran, dass Gott nur die Maßvollen will.
    Für dich tut es mir unendlich Leid.
    Viel Kraft sende ich dir.
    Eva

    • ReiterRoman Says:

      Da muß ich Eva leider recht geben,der Abfall vom christlichen Glauben der Christen ist schlimmer als die Pest,denn der Islam ist von Gott gewollt,warum denkt leider keiner warum.Eine innere Heilung Bedarf es der Menschen sowohl den Christen als auch den Verfolgten.
      Ein Krieg darf das niemals bereinigen durch das ausrotten einer Rasse oder Religion.

    • ReiterRoman Says:

      Man muß aber auch vergessen können und das Gute weiter richten und wollen.Es gibt unendlich viel leiD man kann nicht sich um alles kümmern.

  2. vera Says:

    Es ist einfach unglaublich; ein Horror und diese Leute sind ruecksichtslos!

    • Johannes Says:

      Erschütternd!
      Ich habe den Artikel gleich zu meinem Blog rübergetragen, dass meine Leser ihn auch mitbekommen. Wenigstens eine kleine Stimme.
      Gott segne meine koptischen Brüdern und Schwestern.

  3. […] Auch er berichtete mir von dem unsäglichen Leid, was man den Kopten dort oft antut. Als ich gerade diesen Bericht bei Kopten ohne Grenzen fand, ging mir das sehr ans Herz. Schlimm. Wahrscheinlich sollten wir zwei […]


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