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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ausländer und Wiener Blut – was tut gut? 6. September 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 02:36

Die Main-Stream-Politiker sind die eigentliche Gefahr


Es ist also wieder einmal soweit. Die Strache-Plakate „Mehr Mut für unser Wiener Blut“ haben die erwartete Welle der „Empörung“ ausgelöst. Rituelles Hitler-Bärtchen-Malen und sonstige demokratische Verschönerungen der FPÖ-Plakate sind wieder en vogue. Die Facebook-Gruppe „Runter mit den Plakaten“ beweist die von der Parallel-Gruppe geforderte „Offenheit und Toleranz“. Und die Politiker der MSP (Main Stream Parteien) überbieten einander förmlich durch aufgeregtes Herunterleiern des gesamten Nazi-Keulen-Repertoires.

„Zu viel Fremdes tut niemandem gut“ – Wer würde diese fast schon banale Selbstverständlichkeit unter „normalen Menschen in Abrede stellen? Kaum ein Lebensbereich, in dem dieser Satz nicht zutreffen würde. In den USA, Frankreich oder der Türkei würde ein dermaßen schwacher Sager seinem Verkünder als Ausdruck von mangelndem Patriotismus ausgelegt werden. Aber Österreich ist anders. Der Grüne Ellensohn diagnostiziert „übelsten Nazi-Jargon“, SP-Sekretär Deutsch nuanciert originell mit „skandalöser Blut-und-Boden-Diktion“ und ortet „Menschenverachtung“ sowie „rassistische Hetze“ und VP-Beliebigkeitspolitikerin Christine Marek will nicht nachstehen und plappert – leicht verspätet – irgend etwas von „gefährlich“ und „unverantwortlich“.

Mit ihrer (gespielten?) Aufregung und der regelmäßigen Verabreichung der Nazi-Punze verhindern die MSP jeden auch noch so kleinen Ansatz für eine sachgerechte und emotionsverminderte Diskussion zum Themenkomplex „Einwanderung – Ausländer  Integration“. Nicht einmal zu einer objektivierten Aufarbeitung der Basisdaten haben es die verantwortlichen Regierungsparteien bis jetzt gebracht. Aber noch viel schlimmer: Auf keine einzige der relevanten Fragen hat irgendeine der Parteien je eine qualifizierte Antwort gegeben: Wer soll nach Österreich kommen dürfen und wer nicht? Welche Probleme werden durch Einwanderung gelöst, welche entstehen dadurch? Wie lautet der volkswirtschaftliche Nettoeffekt der Einwanderung, wer geniest den Nutzen, wer trägt die Kosten? Wie wird festgestellt, ob die Österreicher dazu bereit sind, ihren Wohlstand zu teilen, während dadurch angeblich bestimmte Probleme gelöst werden und andere Probleme entstehen?

Fest steht, dass die Arbeitslosenquote unter Ausländern und Personen mit „Migrationshintergrund“ seit 25 Jahren immer höher ist als diejenige von Inländern; dass es eine beängstigende Ausländerkriminalität gibt, die keineswegs nur „gefühlt“ ist; dass die Anwendung der Religionsgesetze und anderer verbindlicher Normen auf den Islam von der Politik verweigert wird, während in Wiens Bezirken die Parallelgesellschaften wachsen; und dass Menschen im schulischen Bereich, im Gesundheitswesen und in der Arbeitswelt unter mangelnder Integrationsbereitschaft leiden und ihnen dieser Leidensdruck durch auch noch so fleißige Anwendung der Ersatzreligion der „political corretness“ nicht abgenommen wird.

Zugegeben: Hier werden (der Kürze wegen) – „wieder einmal“ völlig unterschiedliche Themenfelder durcheinander gewirbelt und dadurch möglicherweise „Vorurteile geweckt“, die geeignet sind „pauschalierenden Ressentiments“ Vorschub zu leisten. Aber die Parteien hätten Jahrzehnte lang Zeit gehabt und über millionenschwere ministerielle Budgets und sonstige Ressourcen verfügt, um in aller Ruhe und außerhalb jeglichen Wahlkampfgetöses seriöse Studien zu erstellen, Wahrheiten, Handlungsvarianten und ihre Folgen beim Namen zu nennen und schließlich umfassende Konzepte zu erarbeiten und der Bevölkerung zur Entscheidung vorzulegen. Kein „Rechtsextremer“ oder „Populist“ hat sie je davon abgehalten. Fakt ist aber: Es gibt kein einziges solches Konzept. Und deshalb ist keinem MSP-Politiker auch nur einen einzigen Millimeter über den Weg zu trauen, wenn er irgendetwas von der „Notwendigkeit der Einwanderung“ und von „Integrationspolitik“ daherredet oder beschwichtigend die „Einhaltung der Hausordnung“ einfordert.

Während die unkontrollierte Wildwuchs-Einwanderung täglich passiert und die daraus resultierenden Probleme als quasi naturgesetzliche Erscheinungen verkauft werden, verhindern die Main-Stream-Politiker systematisch und dauerhaft jede sachgerechte Auseinandersetzung durch Meinungskontrolle und Tabuisierung via Nazi-Punze. Ellensohn, Deutsch und Marek und deren Parteien sind daher die eigentliche Gefahr. Aus Feigheit, Inkompetenz und aufgrund der versteckten Förderung der egoistischen Sonderinteressen ihrer Klientel haben sie die Sozial- und Sicherheitssysteme an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit gebracht und zur Erosion der Alltagskultur beigetragen. Sie sind es daher, die für allfällige „Ausländerfeindlichkeit“ verantwortlich zu machen sind.

Solange die Demokratie ebenso wie die Bedürfnisse der Menschen – seien es Inländer, Ausländer oder generell Menschen, die unserer Hilfe bedürfen, dermaßen mit Füßen getreten werden, haben sogenannte „Populisten“ jedes Recht zur Polemik und Provokation. Die Politiker haben sich von der Bevölkerung und deren realem Leben längst völlig entfremdet. Auch in diesem Sinn gilt, dass „zu viel Fremdes“ nicht gut tut.

Von Christian Zeitz: Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Angewandte Politische Ökonomie und Vorstansmitglied des Wiener Akademikerbundes.

 

3 Responses to “Ausländer und Wiener Blut – was tut gut?”

  1. ReiterRoman Says:

    Nazi Nazi Nazi man hört nur dieses Verdummte Wort,das hatten wir doch schon gegessen,oder?Hier geht es höchstwomöglich um eine Vernüftige Führung einer Stadt von den Österreichern.Kann sein daß sie auch den Eimer voll haben von zuviel Gewalt und Ausländern und das das Volk immer klein beigeben muß.

  2. ReiterRoman Says:

    Daß Kardinal Schönborn sich hier von HC Strache distanziert hat, halte ich angesichts seiner Parteinahme für Anliegen der SPÖ und der Grünen für skandalös, jedenfalls für Katholiken in keiner Weise bindend (weil jeder Katholik eine Partei wählen kann, die grundlegenden naturrechtlichen Prinzipien nicht widerspricht, also aufgrund der Stellung zur Abtreibung nicht die SPÖ und die Grünen).

    Kann es sein, daß die Distanzierung von Strache durch Kardinal Schönborn auf Druck der SPÖ und ihres Vorsitzenden zustandekam? Das würde mich nicht wundern.

    Strache vertritt hier vernünftige Forderungen. Auch seine Aussage, daß auch Leute, die nicht jeden Sonntag zur Kirche gehen, lieber eine christliche Zivilisation als die Islamisierung wollten, ist rechtlich oder moralisch oder gar kirchlich nicht inkriminierbar.

    Wenn Sie so gute Kontakte zu Ukrainern und anderen – normalerweise gut integrierten – Zuwanderern katholischen Bekenntnisses haben, fragen Sie sie doch, was sie (1) von der Islamisierung Österreichs (und ihrer jeweiligen Herkunftsländer), (2) von der Person Straches und (3) von der Politik der Kirche in Österreich halten. Das wäre doch wirklich sehr interessant und auch ich würde gerne hier mein durchaus schon vorhandenes Wissen ergänzen

  3. ReiterRoman Says:

    Soviel zu den Österreichern
    Es gibt derzeit keine politische Partei, von der sich ein praktizierender Christ vertreten weiß. Kardinal Schönborn hat ebenfalls mit klaren Worten den Versuch von H.C .Strache zurückgewiesen, bei Wahlreden das Zeichen des heiligen Kreuzes zu instrumentalisieren. Politiker und politischer Parteien werden an ihren Taten gemessen werden, an den Anträgen die sie im Parlament einbringen und an der Lebensführung ihrer Politiker. Sie haben schon recht, ich finde es tragisch, wenn Amtsträger, oder offizielle Repräsentanten der Kirche, das „Geschäft“ linker Gruppen besorgen würden, dass Welt-und Menschenbild dieser Parteien, ist eindeutig materialistisch. Als Seelsorger einer katholischen Ostkirche (Ukrainer, Rumänen), möchte ich aber auch einen menschlicheren und christlichen Umgang mit Personen
    einmahnen, die mit uns eines Glaubens sind, wie Paulus es sagt und hier eine neue Heimat und Arbeitsplätze gefunden haben. (Die Westukraine Siebenbürgen, waren bis 1918 Teile der Donaumonarchie!). Ich mag aggressive Parolen weder von links (durch meine Ostkontakte weiß ich, was der Kommunismus dort angerichtet hat), noch von rechts (da hat Österreich auch seine traurigen Erfahrungen in der Geschichte!). Es stellt sich lediglich die Frage, ob Menschen, die mit der Europäischen und durch das Christentum geformten Kultur nicht zurecht kommen, auf die Dauer bei uns leben sollen, oder ob ein Land, das der westeuropäischen Geschichte und dem Christentum (ich sage es vorsichtig!) sehr sehr distanziert gegenübersteht, in die EU aufgenommen werden soll, ohne dass dieses Land vorher seine eigene Geschichte und sein Verhalten gegenüber christlichen Minderheiten, kritisch aufgearbeitet hat


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