kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Die älteste Kirche umarmt die jüngste christliche Bewegung“ 5. September 2010

Filed under: Koptische Kirche im Ausland — Knecht Christi @ 00:50

Mehrere tausend „Jesus Freaks“ feierten ihr Freakstock-Festival auf dem Gelände der koptischen Kirche im deutschen Borgentreich bei Höxter. Generalbischof Anba Damian schreibt nun in einem Rundmail: „Die älteste Kirche der Welt – die koptisch-orthodoxe – umarmt die jüngste christliche Bewegung: die Jesus-Freaks“.

Ende Juli bis Anfang August 2010 zelebrierten rund 3500 Besucher das Freakstock-Festival der Jugendbewegung „Jesus Freaks“. Zum zweiten Mal ging dieses auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne bei Borgentreich über die Bühne, dieses gehört seit einiger Zeit der koptischen Kirche, also ägyptischen Christen, die in Deutschland leben. Auf sechs Bühnen rockten rund hundert Bands und DJ’s luden zu „Moves“. Laut der „Neuen Westfälischen“ waren die Besucher begeistert. Sie zitiert Michael Enderlein, Sänger der Metal-Band „Source of my Faith“: „In unseren Liedern verarbeiten wir unser Leben. All die Enttäuschungen, aber auch unseren Glauben und die Liebe lassen wir in die Songs einfließen“. Daneben spielten auch ruhigere Bands auf dem Festival, von dem sich die Veranstalter hochzufrieden zeigten: „Es war ein tolles Miteinander und ich glaube, dass viele Besucher etwas von diesem Festival für ihr Leben mitgenommen haben“, so Mit-Organisator Martin C. Hünerhoff.

Probleme beseitigen: Viele Jugendliche übernachteten in kleinen Zeltstädten. Das Gelände zählt zudem fast dreißig Häuser, in manchen von ihnen wurden Workshops rund um den christlichen Glauben angeboten. Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchen aus Borgentreich sprachen bei der Eröffnung zu den Festival-Besuchern. Die Konfrontation zwischen traditioneller Kirchengemeinde und den Jesus-Freaks tue beiden Seiten gut, sagte Pfarrer Werner Lütkefend in der „Neuen Westfälischen“. „Wir beginnen jeden Tag mit einem Lobpreis. Musik-Bands singen Gebete und drücken ihre Beziehung zu Gott aus“, so Martin C. Hünerhoff im „Westfalen Blatt“. Workshops luden dann zum Mitmachen ein. Dabei wurden Themen behandelt wie Drogen, Identitätsfindung, Obdachlosenarbeit und Partnerwahl. „Das ist das, was die jugendlichen Teilnehmer derzeit bewegt. Hier konnten auch Probleme beseitigt werden“.

„Tolle Begegnung“: Die „Jesus Freaks“ sind eine evangelische Jugendbewegung, die ihr jährliches Festival inzwischen auf dem Gelände der koptischen Kirche bei Höxter durchführt. Als „Kopten“ werden die ägyptischen Christen aller Schattierungen bezeichnet. Früher veranstalteten die „Jesus Freaks“ einige kleinere Versammlungen auf dem Areal von den Kopten. Generalbischof Anba Damian im Gespräch mit Livenet.ch: „Dann fragten sie, ob sie nicht ihr jährliches Festival bei uns veranstalten können. Das war dann im Juli 2009 eine riesige Freude. Es war eine ökumenische Begegnung. Es war so schön, dass sie sagten, dass sie in jedem Jahr wieder zu uns nach Borgentreich kommen wollen“.

Bereits die letztjährige Ausgabe sei sehr gut gewesen, es habe Ausflüge in das koptische Kloster in Höxter gegeben. „Dort haben wir von der Geschichte der koptischen Kirche erzählt und wie wir leben. Das war eine fabelhafte Umarmung der ältesten Kirche dieser Erde mit der jüngsten christlichen Bewegung aller Zeit. Eine lebendige Ökumene, die nicht nur aus Worten bestand, sondern in der Tat. Menschen, die durch Vorurteile durch etablierte Konfessionen abgestempelt worden waren, diese Menschen waren auf einmal beliebt; wir haben ehrliche, tolle Christen erlebt“. Zur Begegnung mit den „Jesus Freaks“ erklärt der gutgelaunte Bischof: „Die Liebe Gottes erfahren wir alle und loben ihn mit jeder Stimme auf verschiedene Art und Weise, aber Jesus Christus ist der Mittelpunkt unseres Lebens“.

300-Jahre-Jubiläum: Im koptischen Kloster wird bald das 300jährige Bestehen gefeiert, der Baubeginn war am 9. September 1710. Gefeiert wird eine ganze Woche im Barrockkloster in Höxter-Brenkhausen. Die Feier beginnt am Sonntag, den 5. September 2010, um 10 Uhr und endet am Sonntag, den 12. September, mit einer Liturgie, die um 10 Uhr beginnt.

„Jesus Freaks“ feiern mit Kopten-Bischof

Mit einem Open-Air-Gottesdienst ist am Sonntag das „Freakstock-Festival“ der „Jesus Freaks“ im nordrhein-westfälischen Borgentreich bei Höxter zu Ende gegangen.

Mit rund 4‘000 Besuchern sei auch das diesjährige Festival der Bewegung auf große Resonanz gestoßen, sagte „Freakstock-Sprecher“ Martin C. Hünerhoff. Unter dem Motto „Hand aufs Herz“ standen fünf Tage lang Rockmusik von mehr als 50 Bands sowie Workshops und Gottesdienste auf dem Programm.

Newcomer und Traditionalisten Hand in Hand: Auch der Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian, zog eine positive Bilanz. „Freakstock“ fand am Ortsrand von Borgentreich auf einem ehemaligen NATO-Kasernengelände statt, das nun der koptischen Kirche gehört. „Die jungen Leute waren sehr vernünftig und aufgeschlossen“, sagte der Bischof. Viele der Teilnehmer hätten auch ein grosses Interesse an der aus Ägypten stammenden Gastgeber-Kirche gezeigt. Als Bischof habe er sich an den Gottesdiensten sowie an der Abschlussfeier des Festivals beteiligt. Zwölf Jahre lang hatten die „Jesus-Freaks“ das nach eigenen Angaben größte alternative christliche Festival Europas im thüringischen Gotha gefeiert. Zu Spitzenzeiten kamen nach Angaben der Veranstalter bis zu 8‘000 Besucher, im letzten Jahre seien es rund 3‘500 gewesen.

Mit Jesus und der Bibel leben: Kritik am „Freakstock-Festival“ äußerte der Münsteraner Religionswissenschaftler Sebastian Schüler. Die „Jesus-Freaks“ würden trotz des unkonventionellen Auftretens konservative bis anti-moderne Ansichten vertreten und die Bibel wörtlich auslegen, erklärte Schüler. Freakstock-Sprecher Hünerhoff verwies dagegen darauf, dass die „Jesus-Freaks“ für „eine totale Vielfalt“ ständen. Das Verbindende sei, mit Jesus und der Bibel leben zu wollen. Die „Jesus Freaks“ als Initiatoren und Veranstalter verstehen sich als Erweckungsbewegung junger Christen in Anlehnung an die charismatischen „Jesus-People“ der 60er und 70er Jahre in den USA. In Europa gibt es mittlerweile mehr als 150 „Jesus-Freaks-Gruppen“. Bei ihren Festivals versuchen die Jugendlichen eine unkonventionelle Übertragung traditioneller kirchlicher Formen wie Predigt, Taufe und Abendmahl in ihre Lebenswelt. (Webseite: www.freakstock.de)

{Quelle: http://www.jesus.ch}

 

3 Responses to “„Die älteste Kirche umarmt die jüngste christliche Bewegung“”

  1. angel03 Says:

    So etwas sollte man mal in Ägypten veranstalten. Das wäre schön.

  2. ReiterRoman Says:

    Das liest sich ja gut wäre zu hoffen,daß die jugendlichen Kopten Gläubiger bleiben und Vorbilder sein könnten für Christl Jugend.Noch besser miteinander den Glauben leben daß man wieder gute Mitbüger bekomme.


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