kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Nidal Hassan und Fort Hood 3. September 2010

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 03:48

Eine Studie über Islamische Doktrin


Eine der Schwierigkeiten, welche sich ergibt, wenn man die besorgniserregenderen Lehren des Islam diskutiert, ist, daß sie einen Charakter haben, der aus einer anderen Zeit und einer anderen Welt stammt. Wenn diese islamische Doktrin nicht aktiv und freimütig von den Muslimen selbst vertreten wird, können insbesondere westliche Nicht-Muslime diese nicht als heutige Standardpraxis erkennen, sondern sehen sie vielmehr als abstrakte Theorie an. Tatsächlich gibt es Menschen im Westen, die sich sogar schwer damit tun, die problematischen Lehren wie z.B. jihad, welche von den Muslimen selber offen vertreten werden anzuerkennen. Wieviel mehr Schwierigkeiten haben sie dann mit den betreffenden Teilen der Doktrin, welche subtiler oder versteckter Natur sind?

Nehmen wir Nidal Malik Hassan, einen Psychiater, Major in der US Armee und „gläubiger Muslim, der täglich betet“, der letztens Amok lief und in Fort Hood dreizehn Amerikaner, darunter eine schwangere Frau, erschossen hat. Obwohl sich die Presse verzweifelt fragt, weshalb er dies getan hat und dieselben alten und abgedroschenen Gründe wie z.B. „er wurde gehänselt“, „er war psychisch unstabil“, angibt, ist es tatsächlich so, daß seine Verhaltensweise gut zu manchen islamischen Lehrsätzen passt. Weil dem so ist, würden die Amerikaner und Europäer gut daran tun, sich die Zeit zu nehmen, mit den abstrusen ideologischen Leitplanken des Islam Bekanntschaft zu machen. An dieser Stelle muss erwähnt werden, daß eine Anzahl von muslimischen Schriftgelehrten (Olamaa) die im folgenden diskutierten Lehren ebenfalls erläutert haben. Weil auch Jihad-Koryphäe und Theoretiker Aiman Alzawahiri, Al-Kaidas Nummer zwei, viele davon in seinen Abhandlungen bespricht – inklusive Zitaten von einigen maßgebenden Figuren aus der Olamaa – werde ich mich für diejenigen Leser, welche die nun folgenden Zitate direkt im Quellenmaterial nachschlagen wollen, primär auf Auszüge vom The Al Qaeda Reader (AQR) beziehen.

Wala‘ wa Bara‘:

Kann am besten mit „Loyalität“ und „Feindschaft“ übersetzt werden. Diese Doktrin verlangt von den Muslimen, daß sie gegenüber dem Islam und auch untereinander absolute Loyalität aufrecht erhalten, währenddessen sie alles Unislamische ableugnen und sogar hassen sollen (z.B. Koranvers 60,4); was auch Menschen – die „Ungläubigen“ – mit einbezieht. Dieses Thema ist im Koran, den Ahadith und den Rechtssprüchen (Osul Al-fiqh = die Wurzeln der muslimischen Rechtssprechung) der ulema weit verbreitet. In Tat und Wahrheit hat Zawahiri eine fünfzigseitige Abhandlung zum obigen Thema geschrieben. (siehe AQR S. 63-115).

Einer der vielen Koranverse auf die er sich bezieht, warnt Muslime: „Nehmt euch nicht die Juden und Christen zu Freunden; und wer von euch sie zu Freunden nimmt, siehe, der ist von ihnen (d.h. ein Ungläubiger)“ (Koranvers 5,51). Die Bedeutung allein dieses Verses – andere wie 3,28; 4,144 und 6,40 beinhalten dasselbe Thema – sowie seine Implikationen könnten kaum deutlicher sein. Laut Al-Tabari (838-923), einem der autoritativsten muslimischen Exegeten, besagt der eben zitierte Vers, daß derjenige Muslim, „welcher sich mit ihnen (den Nicht-Muslimen) verbündet und sie (im Kampf) gegen die Gläubigen unterstützt, ein Mitglied ihrer Glaubensgemeinschaft wird“.

Sheikh Al-Islam, Ibn Taymiyya (1263-1328) geht mit dem Loyalitätskonzept noch einen Schritt weiter indem er die Muslime anweist, daß sie „verpflichtet seien, einen anderen Gläubigen auch dann zum Freund zu nehmen, wenn er sie unterdrückt und gewalttätig gegen sie vorgeht, daß er sich aber feindlich gegenüber einem Ungläubigen verhalten soll, auch wenn letzterer ihm aufgeschlossen und freundlich entgegen tritt“.

In mancher Hinsicht war Hassans Leben ein Zeugnis für „Loyalität und Feindschaft“. Laut seinem Kollegen Dr. Finnell „äußerte Hassan sich lautstark zum Thema Krieg und gab offenherzig bekannt, daß er zuallererst ein Muslim und erst in zweiter Linie ein Amerikaner sei“. Falls sein „sich lautstarkes äußern zum Thema Krieg“ nicht genügt, um seine felsenfeste Loyalität zum Islam zu demonstrieren, dann aber doch zumindest seine Beharrlichkeit, daß er zuallererst ein Muslim sei. Andere Belege weisen darauf hin, daß der hauptsächliche Faktor, der das Fass zum überlaufen brachte, seine zukünftige Stationierung – sein „schlimmster Alptraum“ – in einem muslimischen Land (Afghanistan) sei.

Gemäß einem Glaubensbruder und Ladenbesitzer, der oft mit Hassan sprach, hätte der Gedanke, daß er Muslime verletzen oder töten könnte, „ihn stark belastet“. Hassan riet einem anderen Muslim, nicht in die US Armee einzutreten, da „Muslime nicht Muslime umbringen sollten“. Damit bewies er wiederum, wo seine Loyalität liegt. Dies erinnert an Tabaris Exegese: derjenige Muslim, „welcher sich mit ihnen (den Nicht-Muslimen) verbündet und sie (im Kampf) gegen die Gläubigen unterstützt, ist ein Mitglied ihrer Glaubensgemeinschaft“.

Jemand anders der mit Hassan sprach, bemerkte, daß „man im Koran angewiesen wird, sich nicht mit Juden, Christen und anderen Ungläubigen zu verbünden. Falls man im militärischen Kampf gegen die Muslime stirbt, kommt man in die Hölle“. Wie dem auch sei, all dies sollte uns wirklich nicht überraschen. Im April 2005 wurde Hassan Akbar, ein anderes muslimisches Mitglied der US Armee, wegen Mord verurteilt, da er in Kuwait mit einem Granatenangriff zwei amerikanische Soldaten getötet und weiter vierzehn verletzt hatte. Laut einer Meldung von AP (www.foxnews.com) „hätte er die Attacke gestartet, weil er darüber beunruhigt war, daß die US Truppen andere muslimische Glaubensbrüder im Irak töten könnten“.

Taqiyya:

Diese Schlüsseldoktrin handelt vom Täuschen der Ungläubigen. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn Muslime – wo sie sich auch immer befinden – als Minorität unter Nicht-Muslimen leben, damit ihre Loyalität und Feindschaft aufrecht erhalten bleibt. Tatsächlich besteht die hauptsächliche Rechtfertigung des Korans betreffend Täuschung im Kontext zu Loyalität: „Nicht sollen sich die Gläubigen die Ungläubigen zu Beschützern nehmen, unter Verschmähung der Gläubigen. Wer solches tut, der findet von Allah in nichts Hilfe – außer ihr fürchtet euch vor ihnen“ (Koranvers 3,28). Mit anderen Worten: wenn es nötig erscheint, ist es den Muslimen erlaubt, Freundschaft und Loyalität gegenüber Nicht-Muslimen vorzutäuschen. Abu Darda, ein frommer Gefährte Mohammeds, sagte dazu folgendes: „Wir grinsen ins Gesicht mancher Leute, währenddem unsere Herzen sie verfluchen“.

Die Wichtigkeit von Taqiyya im Aufrechterhalten von Loyalität und Feindschaft wird durch die Tatsache belegt, daß Alzawahiri gerade mal auf der dritten Seite seiner Abhandlung einen ganzen Paragraph mit dem Titel: „Der Unterschied zwischen befreunden und verhehlen“ diesem Thema widmet. Er zeigt auf, daß einerseits aufrichtige Freundschaft mit Nicht-Muslimen verboten ist, während andererseits heuchlerische Freundschaft, wenn sie den Muslimen dient, erlaubt ist. Wiederum zitiert Alzawahiri die Standardreferenz Tabari, welcher den oben zitierten Vers 3,28 folgendermaßen erklärt: „Lediglich wenn ihr euch unter der Fuchtel der Ungläubigen befindet und Angst um euch habt, könnt ihr Freundschaft mit euren Zungen demonstrieren, währenddem ihr gleichzeitig Feindschaft gegen sie hegt. Macht jedoch bei ihren persönlichen Ungläubigkeitsbezeugungen nicht mit und unterstützt sie auch nicht, wenn sie sich gegen einen Muslim wenden“.

Hiermit kommen wir nun an die Grenze von Taqiyya: wenn diese Täuschungsmanöver, diese Scharaden das Leben von Glaubensbrüdern gefährden – welche, wie wir schon erfahren haben, zuallererst Loyalität verdienen – dann sind sie verboten. Abschließend meint Zawahiri, daß Muslime heucheln dürfen, solange sie „nicht Initiativen ergreifen, um Nicht-Muslime zu unterstützen, zu sündigen oder ihnen durch irgendwelche Akte wie töten oder bekämpfen von Muslimen beizustehen“.

Erneut werden wir daran erinnert, daß der „Moment der Wahrheit“ für Hassan der Umstand ist, daß er auf dem Weg war, in Afghanistan stationiert zu werden. Bisher hatte er, so scheint es, ein Doppelleben geführt – amerikanischer Psychiater am Tag, finanzieller Unterstützer von jihad-Gruppen und Geschäftspartner von Terroristen des Nachts. Er hätte dann nicht-muslimische Amerikaner gegen seine Glaubensbrüder (denk daran, er „ist in erster Linie ein Muslim und erst an zweiter Stelle ein Amerikaner“) unterstützen müssen. Er versuchte, dies (die Stationierung) zu verhindern, indem er – erfolglos – einen Rechtsanwalt beizog. Auf diese Weise trieb er die Doktrin von Taqiyya bis zu ihrer Grenze und geriet so in eine Position, in welcher er seine Loyalität gegenüber den Amerikanern gegen die Muslime hätte beweisen müssen. Es scheint nun, daß er sich entschied, die ganze Geschichte eine Stufe weiter zu treiben.

Übrigens sehen wir auch, daß „Hassan sich als eine Art Seelsorger für amerikanisch-muslimische Soldaten entpuppte. Letztere erleben manchmal eine Spaltung zwischen ihrer Tätigkeit und ihrem Glauben“, meint Major Khalid Shabazz, ein muslimischer Armeekaplan. „Die Person eines Vorgesetzten muss einige dieser Ängste überwinden und die Kollegen in diesem Prozess unterstützen“. Dies ist alles schön und gut, aber was bedeutet es wirklich? Wenn, wie wir gesehen haben, der Islam den Muslimen klar verbietet, Ungläubige gegen ihre Glaubensbrüder zu unterstützen, und wenn man als muslimisches Mitglied der US Armee ab und zu gegen nicht-amerikanische Muslime kämpfen muss, wie kann dann Hassan – oder jeder andere gläubige Muslim – „einige dieser Ängste überwinden und die Kollegen in diesem Prozess unterstützen“? Wie anders als sie in den Jahrhunderte alten Taqiyya Künsten zu unterweisen?

Jihad:

Im Kreis der gelehrten Ungläubigen ist der jihad der bekannteste und anrüchigste aller muslimischen Lehrsätze. Die wörtliche Bedeutung ist „sich abmühen“ oder „kämpfen“, Jihad kann jedoch auf verschiedenste Art und Weise gebraucht werden. Der ursprünglichste und (im vorliegenden Zusammenhang) lobenswerteste Ausdruck hat jedoch mit kämpfen und töten des ungläubigen Feindes zutun, auch wenn dies das Leben des muslimischen Kämpfers (Mujahid) kosten kann: „Und so soll kämpfen in Allahs Weg, wer das irdische Leben verkauft für das Jenseits. Und wer da kämpft in Allahs Weg, falle oder siege er, wahrlich, dem geben Wir gewaltigen Lohn“ (Koranvers 4,74).

Und: „Siehe, Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft. Sie sollen kämpfen in Allahs Weg und töten und getötet werden“ (Koranvers 9,111). Auch in den Ahadith können jede Menge von Anekdoten gefunden werden, welche den „Einmann-jihad“ propagieren. In Zawahiris Abhandlung „Jihad, Martyrium und das Töten von Unschuldigen“ verbringt der Autor viel Zeit damit, den verzweifelten Solo-jihad – auch als „Märtyrer-Einsatz“ bekannt – zu rechtfertigen. Er zitiert dazu folgenden Hadith: „Ein Muslim fragte Mohammed: ‚Oh Gesandter Allahs! Wenn ich mich in die Schlachtreihen der Götzendiener werfe und kämpfe bis ich getötet werde – komme ich dann ins Paradies?‘ Mohammed antwortete: ‚Ja.‘ Also stürzte sich der Mann in die Schlachtreihen und kämpfte bis er getötet wurde“.

Die Gelehrten aus der Olamaa sind einer Meinung. Laut Al-Qurtubi, welcher im Jahre 1273 verstarb, „ist es nicht falsch, wenn ein Mann eigenhändig eine mächtige Armee angreift, falls er das Martyrium sucht und die Kraft dazu hat“. Andere Gelehrte nennen einen weiteren Grund, warum der Einmann-jihad erlaubt ist: er dient dazu, „den Feind zu erschrecken“.

Nun kommen wir zu des Pudels Kern: Als er die unmittelbar bevorstehende Stationierung in Afghanistan nicht mehr länger verhindern konnte, sah sich Hassan gezwungen, seine wahre Loyalität (wala‘) bloßzulegen und somit machte Täuschung (Taqiyya) dem vollumfänglichen Kampf (jihad) Platz. Er, der viele Jahre investiert hatte, um Psychiater und Major in der US Armee zu werden, „tauschte sein diesseitiges Leben mit demjenigen im Jenseits aus“. Zeugenaussagen weisen auch darauf hin, daß er glaubte, eine Märtyreroperation sei nicht nur eine gültige, sondern eine lobenswürdige Muttat. Er schrieb: „Deine Absicht ist die wichtigste Sache“. Zawahiri drückt sich etwas artikulierter aus: „Der entscheidende Faktor ist die Absicht“. Tötet sich der Mujahid, „um dem Islam zu dienen (lobenswertes Martyrium), oder bringt er sich aus Depression und Verzweiflung um (verbotener Selbstmord)“?

(Unglücklicherweise und zweifelsohne sehr zu Hassans Leidwesen stellten die ungläubigen Sanitärer sicher, daß sein angestrebtes Martyrium scheitern sollte). Der hauptsächlichste Beweis, daß Hassan – zumindest in seinem Kopf – „für die Sache Allahs kämpfte“, ist die Tatsache, daß er den uralten jihad-Kriegsruf „Allah Akbar!“ ausstieß, welcher schon seit Jahrhunderten zur Terrorisierung der Bürger dieser Welt im Einsatz ist. Es folgt nun ein Beispiel aus der muslimischen Geschichte des frühen 8. Jahrhunderts: „Die nicht-muslimischen Bewohner Ostanatoliens waren mit einem noch nie dagewesenen Schrecken erfüllt. Alles was sie sehen konnten, waren Muslime in ihrer Mitte, welche ‚Allah Akbar‘! schrien. Allah versetzte ihre Herzen in Schrecken. Ungläubige Männer hingen gekreuzigt nebeneinander über eine Strecke von vierundzwanzig Kilometern“ (von Tarikh Al-Rusul wa Al-Muluk – Geschichte des Gesandten und der Könige).

Währenddem Takbir, der formale Begriff für „Allah Akbar“, auch für andere Zwecke gebraucht werden kann, wird er aber tatsächlich am allermeisten im Zusammenhang mit vergangenen und gegenwärtigen jihad-Aktivitäten eingesetzt. Vor fast 1400 Jahren schrien Mohamed und die frühen Muslime „Allah Akbar“, unmittelbar bevor sie ihre ungläubigen Nachbarn angriffen. Acht Jahre vor dem Fort Hood Massaker, am 9. September 2001, schrie Mohamed Atta „Allah Akbar“, kurz bevor er ein entführtes Flugzeug in einen der zwei Word Trade Center Wolkenkratzer hineinflog. Sogar Bukhari, der autoritativste Zusammensteller von Hadith-Sammlungen, schrieb ein ganzes Kapitel mit dem Titel „Das Rezitieren von Takbir im Krieg“.

Noch immer herrscht Verwirrung. In einem Zeitungsartikel wird folgendes berichtet: „Wie wenn er in den Krieg ziehen würde, räumte Major Nidal seine Wohnung auf, gab einem Nachbarn Reste von eingefrorenem Brokkoli und rief einen anderen an, um ihm für dessen Freundschaft zu danken – alles verbreitete Höflichkeitsroutinen eines abreisenden Soldaten. Doch anstelle seiner Versetzung, so sagen die Behörden, ließ er sich zu dem Amoklauf hinreißen, der dreizehn Tote in Fort Hood, Texas, forderte“. Allerdings war Hassans Tat alles andere als widersprüchlich, denn letztendlich ist er ja „in den Krieg gezogen“. Die Konzepte von Wala‘ wa Bara‘, Taqiyya und Jihad helfen alle, Hassans (Kampf)-Handlungen zu erklären. Aber auch andere, weniger bekannte Aspekte des islamischen Dogmas unterstützen die Ansicht, daß er von einer islamistischen Warte aus agiert hat.

Sakina:

Einige Leute, welche Hassan vor und auch während seiner Jihad-Aktion begegneten, stellten fest, daß er eine fast unnatürliche Ruhe ausstrahlte – zumindest für jemanden, der gerade daran ist, einen Amoklauf zu begehen. Zweifelsohne werden viele dies als Zeichen sehen, daß er eine Art schizophrene Episode erlebte. Es bleibt aber eine Tatsache, daß sich laut Jihad- Überlieferung ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit über den Mujahid senken soll, und zwar besonders während der stressigsten Kampfmomente. (für Nachweis siehe Koranvers 9,26) Dieses Phänomen ist als Sakina bekannt. Selbst Osama bin Laden beschreibt des öfteren, daß er diesen Zustand von Sakina während des afghanisch-sowjetischen Krieges erlebt hat: „Als ich einmal nur dreißig Meter von den Russen entfernt war, versuchten sie mich gefangenzunehmen. Ich war unter einem Bombenhagel, war aber so friedlich in meinem Herzen, daß ich einschlief. Vor einer Schlacht sendet Allah uns Sequina (Sakina) – Gelassenheit“. Es ist offensichtlich irrelevant, ob Hassan einen „wahren“ Sakina-Daseinszustand erlebte oder ob er sich lediglich etwas vormachte. Um was es hier eigentlich einmal mehr geht, ist, daß was unerklärlich oder als „psychische Unstabilität“ erscheint, in Tat und Wahrheit mit dem islamischen Paradigma erklärt werden kann.

Da’wa:

Laut dem Gesetz der Sharia ist es Muslimen – außer unter gewissen Bedingungen – nicht erlaubt, freiwillig in nicht-islamischen Nationen wie z.B. Amerika zu leben. Ein Ausnahmefall tritt dann in Kraft, wenn Muslime sich aktiv um Da’wa (Mission) bemühen; ein anderer ist Jihad, wenn sie für die Sache Allahs kämpfen. Beides dient demselben Zweck: den Islam zahlenmäßig beziehungsweise territorial zu stärken. Nur deshalb in einem ungläubigen Land zu leben, weil man für sich selber ein leichteres Leben wählen will, ist verboten. (Um eine Idee über die Ernsthaftigkeit dieser Angelegenheit zu bekommen, konsultiere man einige online fatwas).

Dementsprechend finden wir nun heraus, daß der gläubige Hassan vor seinem jihad-Amoklauf seit Jahren Da’wa betrieben hatte. Tatsächlich ging er seiner missionarischen Tätigkeit dermaßen aggressiv nach, daß er von den Behörden zurechtgewiesen wurde. Er hörte jedoch bis zum letzten Tag vor dem Massaker nicht auf zu missionieren – in dem Sinne, daß er versuchte, sein Leben unter Ungläubigen zu rechtfertigen – indem er einem Nachbarn einen Koran schenkte. Natürlich werden viele Leute im Westen ihre eigene Version von Bekehrungseifer auf Hassan projizieren und in ihm lediglich einen gottesfürchtigen „altruistischen“ Mann sehen, der sich um das Seelenheil anderer kümmert. Unglücklicherweise (für Hasan) weist aber sogar seine Visitenkarte, welche er den Korangeschenken befügte, auf Gewalt hin, indem sie ihn hintenherum als „Krieger Allahs“ vorstellt. Überdies rechnet eine westliche, „altruistische“ Interpretation nicht mit der wortwörtlichen Auslegung, an welcher fromme Muslime wie Hasan festkleben. Wenn er wörtlich glaubte, sein „diesseitiges Leben mit demjenigen im Jenseits auszutauschen“, glaubte er mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch daran, daß er sein freiwilliges Wohnen unter Ungläubigen begründen konnte, indem er Da’wa betrieb.

Kurz nach dem Massaker von Fort Hood erklärte FBI Agent Hassans Verhalten folgendermaßen: „Auf irgendeine Art und Weise hat er sich offensichtlich aufgemacht, viele Menschen umzubringen [jihad] um dann Selbstmord zu begehen [Martyrium]. In seinem Geist hat er sich vielleicht vorgestellt, daß er damit zukünftige Leben retten könnte [muslimische Loyalität].“ Wenn man diese Aussage zusammen mit den von mir in Klammern aufgeführten Konzepten liest, werden Hasans Handlungen von einem doktrinären Standpunkt aus gesehen als logisch und schlüssig erkannt. Die westlichen Menschen – insbesondere die Politiker – sind leider unwillig, diesen Standpunkt zu studieren; man ist ihn im Gegenteil weiterhin munter am ignorieren. Hier ein Beispiel: Andre Carson, „ein demokratisches Mitglied des Repräsentantenhauses aus dem Staat Indiana, ist einer von zwei muslimischen Abgeordneten im US Kongress. Er warnt davor, sich auf die Religion – und damit auf deren Doktrin – des angeblichen Scharfschützen zu konzentrieren, stattdessen solle man das Thema ‚psychische Krankheit‘ diskutieren“. Schiebt man solche offensichtlichen Vernebelungstaktiken beiseite, bleiben die Tatsachen übrig: Loyalität gegenüber Muslimen und Feindschaft gegenüber den Ungläubigen (Wala‘ wa Bara‘), ein heimliches Doppelleben (taqiyya)und Gewalt im Namen Allahs (Jihad) können alle den gewalttätigen Amoklauf von Nidal Hassan in Fort Hood leicht erklären.

Was ist nun die letztendliche Lektion? Solange die islamische Doktrin im Westen heruntergespielt wird, werden Warnzeichen (oder sogar konkrete Information des Geheimdienstes ignoriert werden. Solange werden auch scheinbar unerklärliche Ereignisse eintreten (wie hier in fort Hood), die Medien werden sich weiterhin an Strohhalmen festklammern und die Amerikaner werden weiterhin aus heiterhellem Himmel getroffen werden. Solange wird die muslimische Beschwerdeliste die Default-Antwort sein, solange wird internationale und einheimische Beschwichtigungs- und Konzessionspolitik die einzige Lösung sein. Solange werden Jihadi- und islamistische Militante mehr und mehr ermutigt; ihre Verachtung gegenüber dem Westen wird zunehmen und sie werden dreister in ihren Forderungen. Ad infinitum.

Wenn andererseits das Massaker von Fort Hood zur folge hat, daß Amerikaner und Europäer anfangen, die islamische Doktrin wirklich ernst zu nehmen, dann sind die dreizehn ermordeten Menschen trotz ihres tragischen Todes nicht umsonst ums Leben gekommen.

von Raymond Ibrahim – Pajamas Media
http://www.meforum.org/2519/nidal-hasan-und-fort-hood
Englischer Originaltext: Nidal Hasan and Fort Hood – Übersetzung: http://www.derprophet.info
Raymond Ibrahim ist assoziierter Direktor des Middle East Forums und der Autor von „The Al Qaeda Reader“ (Übersetzungen religiöser [Propaganda]texte)

 

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